wieso hieß es DDR, wenn damals keine demokratie stattfand? o.O

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24 Antworten

weil im kollektiven "fremdwortgedächtnis" der menscheit das wort demokratie als POSITIV besetzt gilt, verwenden sämtliche staaten dieses wort, die genau DAS objektiv nicht erfüllen, wobei man sich durchaus darüber streiten kann, was das denn objektiv wirklich bedeuted. mein derzeitiger definitionsfavorit heißt ingo appelt. der sang in "neues aus der anstalt" (zdf): wer die wahl gewinnt, ist scheißegal, nur die merkel nicht". und ICH finde, dass er recht hat.

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Naja das ist so wie wie mit "sozialer Marktwirtschaft", wo das am Ende des Tages sozial ist habe ich auch noich nicht gefunden.

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Sowohl das Staatsoberhaupt als auch die Volksvertreter werden in einer demokratischen Republik auf Zeit vom Wahlvolk direkt oder indirekt gewählt. In der Regel haben demokratische Republiken ein repräsentatives demokratisches Regierungssystem.

Quelle: wikipedia Artikel zur Republik

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SirAnonymous 25.03.2013, 14:00

bitte entferne deinen unnötigen beitrag danke

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SirAnonymous 25.03.2013, 14:00

bitte entferne deinen unnötigen beitrag danke

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PatrickLassan 25.03.2013, 14:16

Leider stand bei den Wahlen in der DDR immer nur eine Einheitsliste zur Wahl, und leider stand das Wahlergebnis schon von vorn herein fest. Demokratier geht ein bisschen anders.

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eka45 25.03.2013, 15:43
@PatrickLassan

Als ich mal eine Verwandte fragte ob und warum sie SED gewählt hat (weil es ja aiuch eine CDU etc. gab), sagte sie, "ja das hat man bei uns eben so gemacht !"

Das entspricht eigentlich der politischen Wurstigkeit die ich oben erwähnte und begründete.

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abibremer 22.05.2015, 18:40
@PatrickLassan

und JETZT kannst du wählen, was immer du willst, am ende sitzt angie mit ihrem lieblingswort "alternativlos" im kanzleramt.

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Wir im Westen empfanden es natürlich als Witz, sowie auch den DDR Funk, aber viele Bürger der DDR wähnten sich tatsächlich in einer Demokratie (und glauben z. Teil heute noch, die DDR wäre demokratisch gewesen).

Die Maschinerie aus SED, Stasi und NVA und das indoktrinierende Erziehungssystem von klein auf (Krippe, Schule, FDJ etc.) war gut geölt.

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Google mal den Begriff "Euphemismus", bei George Orwell auch bekannt als "Neusprech". In DDR war so viel Demokratie wie Schinken in Palatschinken.

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Wieso? Da gab es sogar eine echte Basisdemokratie. Die einzelnen Gesellschaftsgruppen bzw. Parteien und Massenorganisationen bestimmten selbst vorab ihre Kandidaten. Dass diese stets verlässlich und linientreu waren, kann man ihnen ja nicht ankreiden. Bei der Volkskammerwahl ging es dann logischerweise nur noch darum, diese Listen zu bestätigen. Wer unbedingt darauf bestand, konnte sogar eine Wahlkabine benutzen. Dass es nur eine einzige Partei gab, stimmt übrigens nicht. Nach der Wahl 1986 waren neben der SED, der FDJ und dem FDGB noch 7 andere Parteien in der Volkskammer vertreten. Wenn es gelegentlich Fehler beim Auszählen der Stimmen gab, ändert das natürlich nichts am urdemokratischen Wesen des Arbeiter- und Bauernparadieses. Die DDR war eben ein sozialer sozialistischer demokratischer Rechtsstaat durch und durch. Wie kannst du daran zweifeln? ^^

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Bajun 25.03.2013, 17:14

Ach, lieber Schlaufuxx, warum nur hast Du mich nicht früher agitiert! Dir wäre ich bis ans Ende der heilen, sozialistischen Welt gefolgt. Aber um mich herum, waren nur irgendwelche Renegaten, die partout die Segnungen des hochsubventionierten Sozialismus und der unaufhörlichen Milliardenkredite des von eka45 so verteufelten Klassenfeindes nicht zu schätzen wusste. ;-))

Verdammt, was hätte ich darum gegeben, eka45 eine prächtige Leipziger Altbau-KWV-Wohnung zu vermitteln, Klo halbe tiefer, Dach im Ar°°°, Leitungen marode, stundenlanges Anstehen nach einem Trabikrümmer, den er für seinen Trabi nicht braucht, weil er auf diesen eh noch 9 Jahre warten muss (vier hat er schon rum), aber zum Tauschen unersetzlich; trinkbares Bier in der Bezirksstadt, aber nur vormittags, ja, wo stellste Dich jetzt an? Weil - um die Ecke gibt's paar ungenießbare Kuba-Orangen. Ach - so schön war unser Paradies! Und die schöne Mauer erst, damit die bösen Feinde nicht rüberkommen und uns mit ihrem verdammten Westgeld überschwemmen, für das eka45 liebe Bonzen ihre eigenen Großmütter verschachert haben. Danke, danke, lieber Freund, dass Du mir wieder die Augen für all das Schöne geöffnet hast, was wir seit 1990 so schmerzlich vermissen! ;-)

Lass uns einen Blauen Würger auf ex auf das Wohl unseres wackeren Vorkämpfers für Frieden und Sozialismus eka45 leeren und dann gemeinsam das Reichsbahnbillet nach Bautzen buchen, wo wir in drei Tagen ankommen und uns selbst einliefern, weil wir beide - ja, ja - DU AUCH - so üble Meckerköppe sind! Oder glaubst Du im Ernst, ich lass mich blenden von Deiner Vorzeigehaltung! Du bist mir ein ganz Verkappter! ;-)))

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Weil die Machthaber in der DDR davon überzeugt waren, die ultimative Form der Demokratie - nämlich wörtlich übersetzt "Volksherrschaft" - etabliert zu haben. Sie gingen davon aus, dass die Diktatur des Proletariats das Nonplusultra der Demokratie sei und hielten ja auch dementsprechen Wahlen ab, die zwar keinem Standard standhalten, die wir an unsere demokratischen Wahlen anlegen - aber eben doch Wahlen waren.

Wenn auch die Wahlergbnisse arg gefälscht und die Wahlen selbst manipuliert wurden, indem man schon im Vorfeld Druck auf die Wähler ausübte (Wahlkabinen gab es zwar, doch sollte sie tunlichst keiner benutzen, wenn er nicht auffälig und negativ notiert werden wollte), - so sah es doch immerhin wie eine Wahl aus.

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Schlaufuxx 25.03.2013, 14:30

Wahlergbnisse arg gefälscht

Bitte politisch korrekt bleiben. Sie wurden allenfalls korrigiert, da nicht sein kann, was nicht sein darf.

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eka45 01.04.2013, 17:33

Wenn es auch keine echte "Volksherrschaft" war, sondern eher eine SED-UDSSR-Herrschaft,

war es kein Kapitalismus, der das Volk aussaugt. Und es war immer hin eher eine Herrschaft die nicht das Volk ausnutzte.

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Bajun 01.04.2013, 18:02
@eka45

...sondern nur einsperrte, weil ihr sonst das Volk davon gelaufen wäre.

Aber ich gebe Dir recht - die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen war auf ein vergleichsweises Minimum reduziert. Denn natürlich ließ der Kapitalismus in der DDR produzieren, so wie er heute in Bangladesh und Thailand produzieren lässt. Wenn überhaupt, konnten die Produzenten ihre eigenen Waren hier und da zu völlig überteuerten Preisen im "Exquisit" oder im "Delikat" kaufen, ansonsten nur im Intershop und im Westfernsehen bestaunen. Noch ärger treib man es mit den Strafgefangenen, ich sage nur IKEA!

Aber gut - mit den erbeuteten Devisen schlugen sich nicht Einzelne den Hals voll, so wie hier, sondern wurden Löcher gestopft, welche die missglückte Planwirtschaft von Günni Mittag permanent und an allen Ecken und Enden aufriß. Und die kommunistischen Brüder im RGW wollten mit Dollars bezahlt werden und nicht mit Alu-Chips.

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eka45 01.04.2013, 17:33

Wenn es auch keine echte "Volksherrschaft" war, sondern eher eine SED-UDSSR-Herrschaft,

war es kein Kapitalismus, der das Volk aussaugt. Und es war immer hin eher eine Herrschaft die nicht das Volk ausnutzte.

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In der DDR gab es wie heute in der BRD immer mehrere Parteieen, regelmäßige Wahlen und jeder Bürger konnte sich als wählbarer Abgeordneter aufstellen lassen.

Der Unterschied zur heutigen BRD ist der, das sich einige Jahre nach der Gründung der DDR alle zugelassenen Parteien zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands SED zusammenschlossen. Egal, welche Partei man damals wählte, man wählte also immer letztendlich die SED.
Da man aber auch sein Kreuzchen in einem Kästchen machen konnte, wo stand, daß man keine der angebotenen Parteien wählte, kam die SED nie auf 100 % der Stimmen.

Im Unterschied zur DDR kann man in der BRD zwischen 2 Parteienlagern wählen - CDU/CSU mit ihren Vasallenpartei FDP oder SPD mit ihren Vasallenparteien Grüne und manchmal Linke - die aber unterm Strich eine fast identische Politik verfolgen. Alle weiteren Parteien sind zwar im Gegensatz zur DDR wählbar, aber wegen der 5%-Hürde letztendlich doch nicht wählbar, da bei unter 5% der Stimmen für solche Parteien die Stimmen nicht mehr zählen - ähnlich wie in der DDR das Kreuzchen bei "Keine Partei"!
Ebenso wie in der DDR sind in der BRD viele Parteien entweder schon verboten oder werdenverfolgt, beobachtet und letztendlich dann irgendwann doch noch verboten.
So gesehen ist der politische Unterschied zwischen der ehemaligen DDR und der heutigen BRD garnicht so groß.

Was ebenfalls eine Gemeinsamkeit ist, ist die vorherrschende Mangelwirtschaft!
Die "Blühenden Landschaften" aus der Kohl-Ära haben in Folge ihrer enormen verschlungenenden und versickerten Geldmengen aus der Gesamt-BRD ebenfalls eine Mangelwirtschaft gemacht!
Der Unterschied zur DDR ist nur der, daß nicht wie in der DDR der Mangel alle trifft, sondern nur die gesellschaftlich Schwachen ( Hartz IV-Empfänger, Familien mit mehreren Kindern, Rentner, die jetzt in Rente gehen, Asylanten,..... ), weshalb der Mangel bei der Masse der Bevölkerung noch geschickt vertuscht werden kann!!

Wer jetzt fragt, was für ein Mangel vorherrscht, so daß man von einer Mangelwirtschaft spricht, so möchte ich einige der Mängel aufzählen:

  • Arbeitsplätze, von denen man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann
  • Bezahlbare Wohnungen ( Seit Beginn Agenda 2010 haben sich die Obdachlosen mehr als Verzehnfacht! )
  • Kinderbetreuung
  • Gesunde Ernährung durch ausreichend Geld dafür für ca. 40 % aller Bundesbürger
  • Ausreichende medizinische Versorgung ( auch mit Medikamenten! ) für ca. 30% aller Bundesbürger
  • Gezahlbare Strom- und Heizenergieversorgung für ca. 30 % aller Bundesbürger ( viele sparen am Essen dafür, über 10% schon komplett ohne Strom, etwa 5 % schon ohne Heizung!! )
  • Funktionierende ausreichende Versorgung mit Nahverkehrsmitteln für fast die Hälfte der Bundesbürger
  • Intakte Strassen und notwendiger Ausbau des Verkehrswege in der gesamten BRD
  • Versorgung mit wirklich sauberen Trinkwasser ohne gesundheitliche Belastungen für über 60 % der Bürger
  • Ausreichende Versorgung der Rentner: 50 % der heutigen Rentner und über 80% aller jetzt in Rente Gehender
    etc., pp.......

Da gleichzeitig fast täglich Gesetze zur Abschaffung oder Begrenzung von eigentlich garantierten Bürgerrechten erlassen und verabschiedet werden, kann man mit Fug und Recht davon sprechen, daß wir heute sozusagen in der DDR 2.0 leben!

Es gibt nicht mehr genug für alle Bürger ....

  • man kann es so machen, daß es nicht ausreichend für alle produziert oder importiert wird und es so den Bürgern nicht voll zur Verfügung steht ( Ex-DDR ) oder
  • man macht es so teuer, daß es sich nicht mehr alle Bürgern kaufen können, bzw. man sorgt dafür, daß viele Bürger nicht mehr genug Geld haben, um diese Dinge kaufen zu können ( heutige BRD )!!

Das Ergebnis ist das Selbe: Es gibt nicht genug für alle Bürger, also eine Mangelwirtschaft! Die DDR hat mittels einer Mauer verhindert, daß die Bürger abhauen, in der heitigen BRD wird der gleiche Effekt damit erzielt, daß man dafür sorgt, daß die ausreisewilligen Bürger nicht einmal mehr genug Geld haben, um die Grenze überhaupt zu erreichen!

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Schlaufuxx 25.03.2013, 16:24

WO BIST DU DENN ENTSPRUNGEN?

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earnest 25.03.2013, 21:47
@Schlaufuxx

Der für mich entscheidende Punkt:
Im gesamten langen Beitrag von Kalash - Thema verfehlt.

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Nauticus 25.03.2013, 22:22
@earnest

Das würde ich jetzt nicht unbedingt anprangern. Eine Antwort ist enthalten, der "Ausbau" mittels Vergleich zur aufgestellten Unzulänglichkeit des momentanen Systems ist zwar etwas ausführlich, aber bei so einer Frage sollte man so etwas doch gerade schätzen - auch wenn unser Forum so etwas eigentlich unterdrücken will, schätze ich das persönlich doch sehr, unabhängig vom Standpunkt.

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Kalash 26.03.2013, 05:53
@Schlaufuxx

Ich bin noch der Zeit entsprungen, als in der BRD noch eine echte Demokratie herrschte!
Ich verfolge aufmerksam seit weit über 30 Jahren die Politik und die Entwicklung zu einer immer mehr undemokratischeren Staatsform, die der alten DDR immer ähnlicher wird!

Selbst eine Abart von Stasi ist schon bei uns installiert! Alle Telefonate auf Festznetz und Handy, alle SMS, alle Mails, etc. werden in Pullach mittels Großrechnern lückenlos überwacht und bei bestimmten Worten oder Wortfolgen wird eine direkte Überwachung durch Abhörwanzen und personeller Überwachung inklusive detaillerter Bewegungsprotokolle und wer mit wem spricht erstellt, ohne daß der Bürger im Normalfall davon erfährt!

Das ist mir und über 100 Bekannten passiert, weil ich/ wir mit einem Freund öfters telefoniert haben und dabei auch politische Witze, etc. erzählt haben. Der BND hat über 6 Monate z.B. mein Telefon, meine Post, etc. abgehört, bzw. mitgelesen, und so weiter....
Dummerweise ist der Freund ein hoher britischer Offizier und da der BND auch sein Diensttelefon abhörte, flog dies bei einer Kontrolle auf und letztendlich wurde unsere Regierung von der Britischen abgewatscht und der BND musste sich bei uns allen schriftlich entschuldigen - wodurch ich davon erst erfahren habe!

Das ist Ende der 90er Jahre unter Kohl schon passiert!

Dadurch habe ich auch eine genauere Einsicht in die Möglichkeiten und tatsächlichen Überwachungen durch den BND und die Bundespolizei bekommen und weiß, von was ich rede!

Wir leben in einen weitgehend totalitären Überwachungsstaat und dürfen als einzig demokratisch ausübbares Recht alle 4 Jahre die nächste diktatorische Regierung wählen. Dabei dürfen wir einen der beiden politisch praktisch gleich agierenden Blöcke Rot-Grün oder Schwarz-Gelb wählen - große Unterschiede zum Wählen in der DDR sind da nicht mehr!
Oder ist es demokratisch, daß seit etwa 10 Jahren gesetzlich ein Versammlungsverbot für Versammlungen ohne Genehmigung durch Regierungsstellen besteht, und in der Nähe von Behörden und Regierungsstellen ein komplettes Demonstrationsverbot besteht?
Oder daß jeder auf sein im Grundgesetz garantiertes Recht auf körperliche Unversehrtheit verzichtet, wenn er an einer Demonstration teilnimmt ( dadurch kann die Polizei straffrei reinknüppeln, auch wenn es nicht notwendig ist )? Im Gegenteil setzt die Polizei seit einigen Jahren sogenannte Eskalationsteams in Zivil ein, die bei friedlichen Demos für den Stunk sorgen, damit die Polizei augenscheinlich den Grund bekommt, gewaltsam einzugreifen.

So könnte ich noch seitenweise auflisten!

Wer glaubt, er lebt aktuell in der BRD in einer echten Demokratie, der macht entweder vor der Realität die Augen zu oder kennt es einfach nicht anders!

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earnest 26.03.2013, 07:46
@Nauticus

@Nauticus:
Auch ich schätze Diskussionen. Aber an erster Stelle sollte, finde ich, bei GF der "Dienst am Kunden" stehen - die Beantwortung der gestellten Frage.

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Das kannst Du selbst heraus finden. Ein Begriff kann verschieden ausgelegt werden.

Für die DDR recherchierst Du mal Begriffe wie demokratischer Zentralismus oder Volksrepublik und Du wirst schon was finden.

Kleiner Tip zum kritischeren Blick auch auf das Eigene: wie "demokratisch" ist es, wenn die Volksvertreter stets von den Reichen gekauft werden (können)?

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Wie gesagt, eigentlich bezeichnete sich die DDR als sozialistisches Mehrparteiensystem, war das auch eigentlich, aber die eigentliche Macht wurde zentralistisch von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands verübt. Sie hatte Einfluss auf das gesamte Leben in der DDR. Wolfgang Leonhard, Mitglied der Gruppe Ulbricht sagte 1955 zu Walter Ulbricht:

"Vielleicht wäre es nicht schlecht, noch ein paar neue [Parteien] zu gründen...".   

Gesagt, Getan: "Scheinparteien", wie z.B. die Demokratische Bauernpartei Deutschlands oder die National-Demokratische Partei Deutschlands wurden gegründet, waren aber vollständig von der SED abhängige Parteien.

Alle diese Parteien, Massenorganisationen, und Verbände wurden in der Nationalen Front der DDR zusammengefasst. In einer Einheitsliste wurden die Kandidaten für die Wahl schon vorher festgelegt. Bei den "Wahlen" musste man den Wahlvorschlag dann nur noch annehmen oder ablehnen. Auch die Sitzverteilung in der Volkskammer war schon vorher festgelegt!

Zudem gab es auch noch andere wichtige Institutionen, wie z.B. den Staatsrat, den Ministerrat oder das Politbüro, welche fast immer mit SED-Mitgliedern besetzt waren oder von den SED-Mitgliedern gewählt wurden.

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Bajun 25.03.2013, 23:19

Was Du schreibst, ist richtig, liebe NickyParis! Die Zicke sagte ja gleich zu Anfang, als er von Moskau zurückkam: "Es muss demokratisch aussehen - aber wir müssen alles fest in der Hand behalten!"

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Weil sie sich mit der Bezeichnung "Deutsche Diktatorische Republik" selbst diskreditiert hätten.

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wo gibt es überhaupt eine Demokratie?

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Es gab ja immerhin Wahlen ... also beschwer dich nicht.

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abibremer 05.04.2013, 20:00

WAHLEN? ja, natürlich, aber WER erstattet denn neben welke und der "anstalt" denn so halbwegs objektiv bericht darüber, was in "diesem, unseren lande" alles so passiert???

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Gegenfrage: wieso heißt es Christlich-Demokratische Union, wenn dort mehrheitlich keine christliche Politik gemacht wird?

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Damit es für andere Länder gut klang

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Die Demokratie gab es da wo man dir gesagt hat wo sie ist!!!

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Das war ja der Gag....

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eka45 25.03.2013, 15:53

Fast ganz Deutschland war nach dem 2.Weltkrieg sozialistsisch gepolt - mit Ausnahme der NAZIs die dann später im Westen auf Wunsch der kapitalistsisch orientierten USA die Macht übernahmen:

Ahlener Programm der CDU (Februar 1947) "Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch kann nur eine Neuordnung von Grund auf erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein."(1)

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earnest 25.03.2013, 21:41
@eka45

"Fast ganz Deutschland war sozialistisch gepolt"??

Das Ahlener Programm der "sozialistischen CDU"(??) verschwand ganz schnell in der Versenkung.

Bei der - schlimmen! - Beteiligung von Altnazis in Bereichen wie zum Beispiel Justiz und Verwaltung von "Machtübernahme" der Nazis zu sprechen, zeigt für mich ebenfalls ein Verrutschen der Maßstäbe. Trotz der Globkes und Lübkes. Altnazi-Kanzler Kiesinger war immerhin in der Großen Koalition durch Willy Brandt "gebändigt".

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War wahrscheinlich ein Zyniker, wer auch immer sich den Namen ausgedacht hat.

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Eigentlich war die DDR viiiiiiieeeel demokratischer als wir im kapitalistischen Westen. Das Volk hat nämlich bei uns GAR NICHTS zu sagen, außer auf nutzlose Demos zu gehen - über deren Gründe nie richtig oder gar nicht berichtet wird oder zu Wahlen.

Was wir von den Kandidaten wissen und welche wir wählen bestimmen auch die wirklich Herrschenden - nämlich das große Geld, die Wirtschaft und ihre Vertreter in den Parteien und Regierungen. Durch Wahlkampf"spenden" - man könnte besser Bestechungsgelder sagen - und auch Medienberichte werden wirtschaftsgenehme Leut an die Spitze der Parteien gebracht.

In der DDR gab es gar keine Kapitalisten, daher ist schon fast egal wer an der Macht ist, denn es KANN eigentlich nur im Interesse des Volkes entschieden werden, da es gar keine Kapitalisten gibt - außer ggf. durch Bestechungen von Außen - was aber kontrolliert war.

Die DDR ahtte auch viel mehr demokratische Institutionen - die im Ggegnsatz zum Westen auch was zu sagen hatten:

1.a die SED mit ihrer demokratischen Struktur des Wählens der Leitung UND des inhaltlichen mitbestimmens was im Staat gemacht werden soll, kann etc. UND (!) 1b) die waren nciht nur im Wirtshaus wie bei uns und die Parteioberen haben Basisanträge nicht regelmäßig ignoriert, weil sie wie in CDU/FDP/CSU/SPD/Grüne gekauft waren von Kapitalisten. UND(!) die Parteiorganisation gab es überall in der Gesellschaft - auch in den Betrieben (!) die ja nicht Privatbesitz waren wie bei uns, sondern in der Hand des Volkes ! Man konnte als Mitglied überall mitbestimmen !

Also VÖLLIG ANDERE BEDINGUNGEN ALS BEI UNS !!!

  1. Es gab außerdem noch freie Gewerkschaften (nicht z.B. von SIEMENS gekaufte AUB Gewerkschaften, die dem DGB Konkurrenz machten) - keine gekauften und bestochenen Betriebsräte, weil keiner da war der Interesse am Kauf und Geld zum Kauf hatte. Allerdings beim Volkseigentum an den Fabriken etc. bräuchte man eigentlich keine Gewerkschaften - troztdem hatte man sie - quasi zur doppelten Sicherung, zumal ja nicht alle in der SED waren.

  2. Zur völligen Sicherheit, dass das Volk, die Arbeiter die Macht haben, gab es die sogenannten "Betriebskampfgruppen": Jeder hatte ein Gewehr im Schrank in der Fabrik - und wohl auch Büro (?- das weiß ich jetzt nicht so genau.) Nach dem Motto wer die Gewehre hat, hat auch die Macht.

  3. Die Wahlen wie bei uns dort aber ohne Wahlkampfbestechungsgelder der Kapitalisten udn Lügen der Kapitalisten in den Zeitungen, die bei uns im Privatbesitz sind und in der DDR demokratisch - je nach Wahlausgang - mit Journalisten besetzt waren, die im Volks- ud nicht im Kapitalinteresse informierten, statt wie bei uns zu lügen.

Allerdings hat die fehlende Gefahr von kapitalistischem Einfluß (im Inland) auch zur politischen Inaktivität der Bevölkerung geführt.

Im Gegensatz zum Westen wo in der Fabrik die Peitsche der Entlassung herrscht, gab es im Osten viele Faule, Nörgler, Nichtsnutze, die aber faktisch mitgetragen wurden, aber dann gar noch meckerten, dass sie im Osten nicht, die angeblich so tollen Produkte des Westwerbefernsehens hatten, ohne zu kapieren, dass man mit Schlendrian im volkseigenen Betrieb nur das konsumieren kann was man produziert hat und dass auch nicht jeder faule westdeutsche Arbeiter einen MERCEDES fährt.

DDR-Buch - (Freizeit, Deutschland, Politik) DDR-BUCH - (Freizeit, Deutschland, Politik) prosperity - (Freizeit, Deutschland, Politik) ULBRICHT - (Freizeit, Deutschland, Politik) wett14 - (Freizeit, Deutschland, Politik)
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Bajun 25.03.2013, 15:54

Darf ich als gelernter DDR-Bürger, der zur Wende 25 Jahre alt war, fragen, woher Du all Dein immenses Wissen hast? Von dem freien FDGB und den vielen anderen demokratischen Institutionen, die neben dem Politbüro des ZK der SED etwas zu sagen hatten, hätte ich auch gerne etwas mitbekommen.

Kann es sein, dass Du die real existierende DDR mit einem rosaroten Wolkenkuckuksheim verwechselt, das außer in Deinem Kopf nie auf dieser Welt existierte? Du bist ja noch ein Zacken schärfer als Sudel-Ede in seinen besten Tagen.;-)) Aus Dir wäre sicher ein prima FDJ-Sekretär geworden unud Du hättest mit uns - dem "unpolitischen" Teil der Bevölkerung, viel Spaß gehabt.

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Schlaufuxx 25.03.2013, 16:18
@Bajun

prima FDJ-Sekretär

Für den Anfang ginge es auch als Pionierleiter. Seid bereit!

hätte ich auch gerne etwas mitbekommen

Nun gib doch eka45 nicht die Schuld für dein mangelndes Klassenbewusstsein und dafür, dass du dem Kampfauftrag der Arbeiterklasse nicht gerecht wurdest...

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eka45 01.04.2013, 17:06
@Bajun

Wie bitte? FDGB gibt es nicht? Arbeiterkampftruppen gibt es nicht?

Du hättest mit uns - dem "unpolitischen" Teil der Bevölkerung, viel Spaß gehabt.

Die gesamte SED war euch Deppen satt ! Ich wäre auch davon gelaufen. Ich habe genug von Euch kennengelernt. Strohdumm, naiv, aber brutal und frech, wie der BLÖD-Zeitungsleser hier - vermutlich habt ihr auch ausschließlich Westfernsehen geschaut. Stimmt s?

So Leute wie du passen tatsächlich nur in den Kapitalismus. Man hätte euch alle rausschmeißen sollen aus der DDR !
Ist mir unverständlich, dass das die SED nicht getan hat.

Dann wäre ich ggf. sogar in die DDR gegangen - nur nicht zu Leuten wie dir oder Honecker.

Ich hoffe du bist nun glücklich und fett mit deinen "After Eight" - die kapitalistische "Edel"-Variante mit englischem Haussklaven in schwermetallverseuchten Farbtütchen im Gegensatz zum umweltfreundlich in Cellophan verpackten DDR-Pfefferminzplätzchen.

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eka45 01.04.2013, 17:06
@Bajun

Wie bitte? FDGB gibt es nicht? Arbeiterkampftruppen gibt es nicht?

Du hättest mit uns - dem "unpolitischen" Teil der Bevölkerung, viel Spaß gehabt.

Die gesamte SED war euch Deppen satt ! Ich wäre auch davon gelaufen. Ich habe genug von Euch kennengelernt. Strohdumm, naiv, aber brutal und frech, wie der BLÖD-Zeitungsleser hier - vermutlich habt ihr auch ausschließlich Westfernsehen geschaut. Stimmt s?

So Leute wie du passen tatsächlich nur in den Kapitalismus. Man hätte euch alle rausschmeißen sollen aus der DDR !
Ist mir unverständlich, dass das die SED nicht getan hat.

Dann wäre ich ggf. sogar in die DDR gegangen - nur nicht zu Leuten wie dir oder Honecker.

Ich hoffe du bist nun glücklich und fett mit deinen "After Eight" - die kapitalistische "Edel"-Variante mit englischem Haussklaven in schwermetallverseuchten Farbtütchen im Gegensatz zum umweltfreundlich in Cellophan verpackten DDR-Pfefferminzplätzchen.

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eka45 01.04.2013, 17:06
@Bajun

Wie bitte? FDGB gibt es nicht? Arbeiterkampftruppen gibt es nicht?

Du hättest mit uns - dem "unpolitischen" Teil der Bevölkerung, viel Spaß gehabt.

Die gesamte SED war euch Deppen satt ! Ich wäre auch davon gelaufen. Ich habe genug von Euch kennengelernt. Strohdumm, naiv, aber brutal und frech, wie der BLÖD-Zeitungsleser hier - vermutlich habt ihr auch ausschließlich Westfernsehen geschaut. Stimmt s?

So Leute wie du passen tatsächlich nur in den Kapitalismus. Man hätte euch alle rausschmeißen sollen aus der DDR !
Ist mir unverständlich, dass das die SED nicht getan hat.

Dann wäre ich ggf. sogar in die DDR gegangen - nur nicht zu Leuten wie dir oder Honecker.

Ich hoffe du bist nun glücklich und fett mit deinen "After Eight" - die kapitalistische "Edel"-Variante mit englischem Haussklaven in schwermetallverseuchten Farbtütchen im Gegensatz zum umweltfreundlich in Cellophan verpackten DDR-Pfefferminzplätzchen.

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eka45 01.04.2013, 17:12
@eka45

Sorry - Fehler - nein: noch 10x schlimmer als BLÖD-Zeitungsleser hier.

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eka45 01.04.2013, 17:27
@Schlaufuxx

Ich verstehe schon dass Dummköpfe mit Politsprüchen, die aus der deutschen Kaiserzeit stammen könnten ihren Spaß hatten. Sie sind auch so altbacken wie die SED -Führung es war.

Deren authoritäre Kaiserreicherziehung hätte bei etwas anderer Familienkonstellation auch Faschisten aus ihnen machen können. Statt vom Führer schwafeln sie eben von Kampfaufträgen. In Sachsen soll - wie ich hörte - eine ganze Meute von NAZIs in die SED gegangen sein und diese über Jahre dominiert haben. Ein eroberter NAZI-Staat gibt nicht unbedingt den besten Super-Sozialismus ab.

Aber statt die verkalkten SEDler abzulösen, glotzt du Westfernsehen und macht auf bequemen Dissienten der überall -rein destruktiv - querschießt.

Geht dir das nicht ab heute im Kapitalismus? Oder ist dies hier der Ort, wo du noch versuchst das auszuleben?

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Schlaufuxx 25.03.2013, 16:00

Wie hältst du das hier in der Bundesrepublik bloß aus? Ein Glück, dass es in der Karibik noch Kuba, diesen "Leuchtturm des Sozialismus" (O-Ton des Genossen E. H.) gibt. Die Partei, die Partei, die hat immer recht.... Obwohl der verderbliche Zahn des Kapitalismus auch auf Kuba im Kleinen zu nagen beginnt. Und dann auch noch Reisefreiheit, sogar bis ins kapitalistische Ausland! Wenn das mal gut geht.

außer auf nutzlose Demos zu gehen

im Gegensatz zu den zwangsbeschickten Großkundgebungen für die vergreiste Funktionärsriege aus dem Politbüro.

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Unsinkable2 25.03.2013, 16:35
@Schlaufuxx

Obwohl der verderbliche Zahn des Kapitalismus auch auf Kuba im Kleinen zu nagen beginnt.

Genau genommen beginnt er WIEDER "zu nagen".

Denn vor Castro war Kuba bereits zutiefst kapitalistisch: Wir erinnern uns zögerlich an Batista, den Diktator von Gnaden der USA, der nicht nur willkürlich haufenweise Menschen foltern und ermorden ließ, sondern auch andere Segnungen über das Land brachte, wie etwa eine selbst für Lateinamerika außerordentlich hohe Sterblichkeitsrate, eine Analphabetenrate bei knapp 85%, grassierende Arbeitslosigkeit von bis zu 70% und damit einher gehend flächendeckende Armut; bei der es oft nicht einmal zum satt werden reichte...

Es gab allerdings auch gute Seiten: Die USA unterhielten dort nicht nur eigene KZ (von denen Guantanamo übrig geblieben ist), sondern auch flächendeckend Glücksspielbetriebe und Freudenhäuser (natürlich in der Hand von US-Unternehmen), in denen die Kubaner(innen) ihren Körper für ein paar Dollar verkaufen durften.

Die Kubaner dürfen sich also auf die (wieder) kommenden Segnungen des Kapitalismus ein Loch in den Bauch freuen. Denn in der Tat ist es für die bigotten Christen in den USA schier unerträglich, dass Vegas in den USA steht. Es war bekanntlich viel besser in Kuba aufgehoben, wo es sich schon bald wieder befinden wird...

4

Heute heißt es doch auch,wir haben ne Demokratie,obwohl es nicht so ist..So ist dass nunmal,Politiker gaukeln dem Volk immer was vor....

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