Wieso heißt es immer, erst wenn man sich selber mag, kann man von anderen gemocht werden, aber wenn man sich mag, ist man zu selbstverliebt?

... komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Ich würde sagen, Punkt 1 stimmt nicht. Auch wenn man sich selber nicht mag bzw sogar hasst, kann man von anderne gemocht werden, lol.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Denke dazu kann man viel erklären und sagen - dass das absolut richtig ist weiß man erst wenn man ein Gefühl dafür hat worum es bei der Sache geht. Warum es immer Probleme geben wird - überall - wenn man sich selbst nicht mag. Egal wie gern einen Andere haben - egal wie viel man denkt dass man sich selbst mag - die Zuneigung zu dir selbst ist das Einzige was bestimmt wie dein Leben laufen wird. Und das hat absolut nichts mit dem Wischiwaschi Eso-Zeug zu tun was immer viele sagen.

Die Welt rosa zu sehen und alle Dinge gern zu haben oder alle Menschen oder sich an Kleinem zu erfreuen. Sofern es nicht echt ist und aus dem Herzen kommt machst du maximal dir selbst was vor. Psychologische Dinge haben leider die Eigenschaft völlig unverständlich für diejenigen zu sein, die noch nie damit auf fachmännisch geführte Art zu tun zu hatten. Diesen Gefühlen in uns ein Bild zu geben und zu WISSEN was gemeint ist damit - ist nichts was man in Worten beschreiben könnte. Man erahnt sie nur und teilt Dingen wie diesem Spruch mitunter einem Wert zu den er nicht hat oder Alles in ein völlig falsches Bild rückt.
Ich gehe davon aus, dass genau diese Sätze - so viel mit uns selbst zu tun haben dass nur die wenigsten irgendwann wirklich "fühlen" was das heißt.

Auf dieses Selbstverliebt Ding gehe ich jetzt mal nicht ein - vermute du wolltest einfach nur etwas Gegenteiliges haben um den Satz voll zu kriegen. Oder wurdest als selbstverliebt bezeichnet. Das Eine ist eine absolut wichtige Erkenntnis sofern sie eine Basis hat - das Andere ist schlicht und ergreifend Unwissenheit und Totschlagargument.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kitharea
12.08.2016, 11:48

Ich übertreibs mal wieder xD merks grad - i am sorry ^^

0

Sich selbst gut zu finden, bedeutet nicht unbedingt, dass man selbstverliebt ist und sich für wertvoller hält als die Menschen um einen herum. Gleichzeitig kann jemand zwar selbstverliebt, aber trotzdem äußerst unzufrieden mit sich sein. 

Bei dem, was du meinst, geht es eher darum, mit sich selbst im Reinen zu sein. Man ist sich seiner Fehler und Makel bewusst, aber akzeptiert diese als gewöhnliche Aspekte des Menschseins und konzentriert sich deshalb auf seine Stärken. Wer in der Lage ist, seine Stärken anzuerkennen, wird auch anderen gestatten, diese zu komplimentieren. Im Gegenzug gibt einem das Wissen, dass man etwas kann und dass man etwas wert ist, die Sicherheit, auch andere für ihre Qualitäten zu loben und zu bewundern, ohne den Verlust des eigenen Status fürchten zu müssen. Wer sich selber gut findet, findet andere auch gut. 

Selbstverliebtheit hingegen, ist eine überhebliche Kompensation für einen übergroßen Defizit. Das nennt man Narzissmus. Menschen mit solch einer Tendenz zeigen ein übergroßes Interesse an sich selber, aber begegnen anderen mit Missgunst, Empathielosigkeit, Herabwürdigung und Desinteresse. Trotzdem haben Narzissten ein gestörtes Verhältnis zu sich selber. Sie sehen sich zwar als Maß aller Dinge, aber halten sich nicht unbedingt für besonders begehrenswerte Menschen. Deshalb fällt es ihnen schwer, Komplimente anzunehmen oder zu erwidern. Narzissten kreisen um sich selber in einem Zirkel der bitteren Hoffnungslosigkeit. 

Also sieh lieber zu, dass du dich irgendwie gut findest. Jeder hat Stärken. Und auf die darf man auch stolz sein. Das ist nicht arrogant oder eingebildet, sondern gesund! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung


Hallo Funmichi,


Um das zu verstehen, muss man schon etwas tiefer blicken, und auch ein bisschen von Psychologie verstehen.

Menschen, die autoritär erzogen werden. lernen, dass, wenn sie etwas falsch machen, sind sie böse und schlecht. Also beginnen sie, die Dinge, von denen ihnen gesagt wurde dass es schlecht und böse ist, zu verstecken und zu verleugnen, denn das wurde ja mit Strafe belegt. Oft kommt dann noch hinzu, dass genau das, was falsch ist, mit Aufmerksamkeit, sprich mit Strafe beachtet wurde. Und ein Lerngesetz lautet ja "Erfolg verstärkt ein Verhalten!" Etwas falsches zu tun hatte also einen gewissen Erfolg, nämlich die Aufmerksamkeit der Eltern oder anderer Erzieher. Das führt nun dazu, dass genau das schlechte, falsche Verhalten einen besonderen Reiz hat, es zu tun und nicht erwischt zu werden. (Wird in dem Buch "Anleitung zum sozialen Lernen für Paare, Gruppen und Erzieher" wunderschön erklärt, Strafen können also durchaus zu genau dem Verhalten führen, das sie eigentlich abstellen sollen). Jemand der also so erzogen wurde kann sich selbst also nicht mögen, denn er erfährt immer wieder, dass er von niemandem gemocht werden kann, und er macht dann ja, wie ich oben beschrieben habe, Dinge, für die er von Anderen tatsächlich nicht gemocht werden kann. Verwirrend, nicht? Ist aber tatsächlich so.

Nun kann jeder natürlich lernen, Dinge, die falsch sind, nicht mehr zu machen. Aber das geht halt nicht mit einem Schritt. Dazu braucht es einen Zwischenschritt. Solange ein Mensch sich nämlich mies und schlecht und klein fühlt, schämt er sich eines jeden Fehlers. Er hat gelernt die zu verstecken, wegzureden und ja keinen Fehler zuzugeben. Das ist die
Folge der Angst vor Strafe. Und nicht etwa dann keine Fehler mehr zu machen. Es ist nun mal einfach so, dass Menschen Fehler machen. Das geht nicht anders. Jeder kann lernen weniger Fehler zu machen, aber nicht keinen Fehler zu machen.

Du siehst also, es geht nicht so einfach, einen Fehler zuzugeben. Dazu ist es nötig sich zu mögen und zu lieben. Nicht krankhaft wie Narziss, der kann auch keine Fehler an sich ertragen. Nein, einfach so wie man ist, als Mensch. Mit seinen Fehlern.

Und dann passiert etwas scheinbar seltsames: Die Menschen können dann einfach sagen: Ja, da habe ich einen Fehler gemacht. Das habe ich jetzt gesehen! Das passiert mir in Zukunft nicht mehr. Und schon ist der Weg
für eine Lösung offen.

Erst wenn diese Liebe zu stark wird, wenn sie krankhaft wird wie bei Narziss, von seinem Namen leitet sich der Name für die Krankheit Narzissmus ab, erst dann ist es selbstverliebt.

Erkennst Du den Unterschied und die Grenze?

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn man sich selbst nicht mag, kann man es viel schlechter akzeptieren, dass einen jemand anders mag. Dann glaubt man dem anderen nicht, weil man die eigenen positiven Eigenschaften leugnet. Durch Selbstbeleidigungen schaft man dann eine unangenehme Atmosphäre, die abstoßend wirkt.

Sich selbst wertschätzen ist etwas Anderes als Selbstverliebtheit oder Egoismus. Wer sich selbst mag, muss sich damit ja nicht gleich für besser als andere halten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist (mal wieder^^) die Sache mit dem Goldenen Mittelweg. Übertriebene Selbstliebe nennt sich bekanntlich Narzissmus.

Ein wenig oder etwas sich mögen ist aber anders. Tust Du Dinge, bei denen Du Dir hinterher sagen kannst: "Das hat Funmichi aber gut gemacht." wirst Du auch von anderen so betrachtet. Dies wird automatisch dazu führen, dass andere Dich auch mehr mögen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es geht vielmehr darum, dass man sich so akzeptiert wie man ist, mit all seinen Macken. Du musst nicht gleich zu einem Narzissten werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du nimmst mit deiner Frage Bezug auf das Standardethos des Christentums:

"...Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Daran hängen das Gesetz und die Propheten."

Diese Forderung stammt aus dem 3. Buch Mose (Lev.19, 18):

"Räche dich nicht, und trage den Söhnen deines Volkes nicht nach, sondern liebe deinen Nächsten wie dich selbst..."

Gemäß den Evangelien wurde dieses Gebot von Rabbi Jesus auf Anfrage gleichgestellt mit dem obersten Gebot. In den christlichen Schriften der Bibel wird immer wieder darauf hingewiesen.

Wie das zu verstehen ist, erläutert die sogenannte Goldene Regel aus der Bergpredigt (Matth. 7, 12):

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das sollt auch ihr ihnen tun; denn das ist das Gesetz und die Propheten."

Für ein solches Gebot besteht aus sozialpsychologischer Sicht ein Bedarf. Es wirkt dem natürlichen Fundamentalfehler in der Kausalattribution entgegen, dem alle Menschen unterliegen. Der bewirkt, dass wir unser eigenes Verhalten anders beurteilen als das unserer Mitmenschen. Wir messen also stets mit zweierlei Maß.



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kitharea
13.08.2016, 14:22

Und wenn man nach der Bibel geht müsste man sein Leben lang bei den Eltern zu Kreuze kriechen ja ?

0

selbstverliebt heisst: ich halte mich für den allerschärfsten wo gibt :D  und alle andern sind bloss Käse zwischen meinen Zehen.

Aber der andere Spruch geht so: Wer sich selbst nicht liebt, der kann auch keinen anderen lieben. Das ist ja auch gemeint mit 'du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'

also wenn du mit dir nicht im reinen bist, und dich und deinen Körper, dein Aussehen und dein Innenleben nicht magst, mit so ne Unzufriedenheit in dein Herzen kannste doch auch mit andern nicht gut sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich find den Spruch Schwachsinn.
Mich mögen Menschen auch obwohl ich es nicht sonderlich tue.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es geht darum, das du dich selber aktzeptierst.

also nicht das du selbstverliebt bist, sondern das du selbstbewusst bist.

die frage dir du dir stellen kannst ist einfach. wenn nicht mal du selbst dich aktzeptierst, warum sollten es dann andere machen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein. Wenn du dich selber magst, strahlst du das sofort aus. Und das andere Geschlecht merkt das auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das sind Kalendersprüche, nichts weiter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zu Aussage 1: - nur ein Wort. Resonanzprinzip.

Zu Aussage 2: Jemanden als Selbstverliebt/Egoist zu bezeichnen ist ein Kampfbegriff von anderen Egoisten, um uns zu manipulieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von HanzeeDent
21.08.2016, 23:57

Ein gesunder Mensch sollte in manchen Situationen egoistisch sein, der reine Egoismus hingegen ist falsch.

0

Was möchtest Du wissen?