Wieso heißt es immer, dass Spanisch einfacher als Französisch sei?

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10 Antworten

Das einzig relativ einfachere ist die spanische Aussprache. Die hat man mit ein paar Regeln intus. Allerdings kann man dann auch sagen, dass kaum einer das spanische R richtig rollen kann, Laute wie D mit vorgeschobener Gaumenstellung ausspricht, bei Worten wie piscina wirklich den Unterschied zwischen S und C herbekommt oder so schnell reden kann, wie man im Spanischen eben nunmal redet.

Also ist auch das relativ. Und von der Grammatik finde ich Spanich schwerer. Es gibt im Französischen viele Zeiten? Gut, im Spanischen gibt es eine Hand voll mehr! Alleine schon die Vergangenheiten, die auch wirklich noch alle komplett angewandt werden und vor allem genauestens unterschieden (nicht wie im Deutschen oder Französischen, wo das Perfekt schriftlich selten angewandt wird) und das, was im Deutschen das Konjunktiv (1 & 2) ist, im Französischen Condicional (1 & 2) und Subjuntivo hat im Spanischen insgesamt 8 Zeitformen (2x Condicional; 6x Subjuntivo). 

Spanisch klingt leicht und einfach. Da die Aussprache ähnlich der Schreibweise ist und es praktisch keine zusammengesetzten Wörter gibt, nimmt jeder an, dass er die daliegenden Textbausteine richtig interpretiert. Das ist jedoch nicht der Fall. Es gibt False Friends ohne Ende. Es gibt literarisches Spanisch, wozu selbst Muttersprachler Wörterbücher brauchen (z.B. für den Don Quijote; nicht für die vereinachten Ausgaben), es gibt lateinamerikanisches Spanisch in über 20 Ländern, jedes mit seinen Eigenheiten, teilweise veränderter Grammatik (argentinisches Spansich), völlig anderen Worten, mittelalterlichen Bestandteilen, arabischen Einflüssen (Spanien; Beispiele: alcalde, ojalá), Einflüssen aus dem Englischen (Lateinamerika; Beispiele: computadora vs. ordenador in Spanien; celular vs. móvil in Spanien), aus Indigenen Sprachen, usw.

Ob es jetzt zu studieren ist, wie Französisch in Mali oder dem Senegal gesprochen wird, sei mal dahingestellt. Dadurch, dass es aber berühmte Schriftsteller, Sänger aber auch Spielfilme und Serien aus Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Spanien oder Kuba gibt, gehört das zum Programm, wenn man Spanisch richtig verstehen will.

Einfach ist Spanisch nicht. Es klingt nur einfacher. Es gibt einfach klingende Strukturen.

Es wird meist so gesagt, aufgrund der "einfacheren" Aussprache. Aber eigentlich kommt es auf die Person selbst an. Wenn Person A motiviert für Französisch ist fällt es ihm leichter, als der unmotivierten Person B Spanisch zu lernen. Von den Zeiten her finde ich Spanisch ETWAS leichter, aber meiner Meinung nach ist das auch kein gravierender Unterschied. Letzendlich wird es einfach dahin gesagt, finde ich.

Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht gehört und könnte es von meiner Seite aus auch nicht bestätigen. Sogar die Aussprache finde ich im Spanischen eher schwieriger - bis man da mal anständig das R rollen kann ...

Das ließt man ständig, vor allem hier bei gf, wenn Leute Fragen, welche Sprache sie besser (in der Schule) lernen sollten.

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- Aussprache: es gibt auf Spanisch nicht so viele Laute, die es auf deutsch nicht gibt.

-rechtschreibung: in spanisch schreibt man alles genau so, wie man es sagt, es gibt nicht einmal doppel-buchstaben, die einzigen Fehler, die man machen kann ist ll und y verwechseln (und b und v), aber das ist nicht so problematisch, weil es meist klar ist.

- Konjugation es gibt auf spanisch viel weniger Ausnahmen bei der Konjugation -> weniger Verben zu lernen.

Aber dafür gibt es im Spanischen eine Vergangenheitsform (indefinido) mehr, die man lernen muss (bei der gefühlt 30 Verben unregelmäßig sind) und es gibt den subjuntivo der Vergangenheit..

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Was die Grammatik betrifft, halten sich Spanisch und Französisch sicher die Waage. Spanisch ist hier also sicher nicht einfacher als Französisch.

Ich würde jetzt nicht per se sagen, dass Spanisch leichter ist als Französisch. Beide haben ihre Schwierigkeiten.

Unbestreitbar ist nur, dass die Französische Orthographie bei weitem schwieriger ist, als die Spanische. Da haben sogar Muttersprachler massive Probleme.

LG

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Die spanische Grammatik ist genauso schwer wie die französische Grammatik. Die Aussprache vermutlich einfacher!


Spanisch hat mehr Zeitformen

Ok meine Antwort macht keinen Sinn😂

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Von der Grammatik her gibt es einfachere Formen, einfach ist es aber nicht.

Die Grammatik ist einfach viel komplexer. Die Aussprache ist ja noch das einfachste am Sprachen erlernen. 

Und was genau an der Grammatik?

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@Babidu

Da gibt es nichts "genaues", es ist so ein riesen Feld. Also ich zum Beispiel finde verwirrend, wie manche Zeiten gebildet werden. Und die unregelmäßigen Endungen fand ich auch immer schwierig zu merken.

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Es geht nicht um Sprachen, sondern um Spanisch vs. Französisch. Kann nirgends erkennen, dass die spanische Grammatik leichter sein soll, dass es dort keine unregelmäßigen Zeiten gäbe, keine zusammengesetzten, nicht etwa 40% mehr Zeiten als im Deutschen.

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@terralitico

Tja ich sagte ja schon dass es sich nicht auf eine einzige Eigenschaft eingrenzen lässt. Es sind Details, wie dass das passé composé mal mit avoir, mal mit être gebildet wird, Verneinungen werden eher kontraintuitiv gebildet (ne...pas/rien/plus/...), allgemein hatte ich stets das Gefühl dass ich mir den Satz auf französisch vorher im Kopf zurechtlegen musste, während ich im spanischen besser frei heraus reden konnte.

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