Wieso heisst es "arbeitslos"

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12 Antworten

Meine Meinung lässt sich hier im Verlauf einsehen.

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warum nennst du dann hier ALG-II-Empfänger ? Die müssten dann ELG-II-Empfänger heissen und die ARGE ERGE oder so

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Kommentar von nabucco123
23.06.2011, 07:11

Ja, aber es heisst nunmal "arbeitslos" und deshalb "ALG-II-Empfänger". Die Frage ist aber eben WARUM es so heisst. Arbeit ist ja nicht nur das, womit jemand Einkünfte erwirtschaftet.

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Der Begriff "arbeitslos" hat sich eingebürgert, weil wir ja in die Arbeitslosenversicherung einzahlen und im Falle eines Falles Arbeitslosengeld beziehen - Der Begriff "erwerbslos" findet aber immer mehr Verwendung

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Weil unsere Gesellschaft doch darauf gepolt ist, diese "normalen" Dinge sollte man doch so nebenbei noch machen. Ich merke doch auch an meinem Chef, dass nur die Arbeit im Büro zählt. Der doch tatsächlich nach Feierabend fragt: "Und was machen sie jetzt? Jetzt langweilen Sie sich doch sicher" und ich stehe total unter Strom, weil ich noch so viel zu erledigen habe... - obwohl ich nicht ganztags arbeite.

Abgesehen davon gibt es natürlich auch die anderen Seiten. Die, die wirklich faul sind und nichts tun WOLLEN. Und die, die gerne würden, aber nicht KÖNNEN.

Die Frage läßt sich so pauschal also nicht beantworten.

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Kommentar von nabucco123
23.06.2011, 07:40

Kenne ich auch. Nach 9 Stunden im Büro wird quasi noch verlangt, dass man sich in seiner Freizeit fortbildet und auf dem Laufenden hält. Nur ist man irgendwann 40, hat Frau, hat Kinder, wie soll das gehen. Die haben auch Rechte. Und ich Feierabend. Am anderen Tag wird ja auch wieder erwartet, dass man fit ist. "Sorry, Chef, ich hab bis gestern um 3 XYZ gelernt" wird dann nämlich seltsamerweise nicht akzeptiert.

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korrekterweise müßte es erwerbslos heißen -- diese bzeichnung wurde früher häufiger verwendet, ist aber etwas "aus der mode gekommen" -- im sprachgebrauch sagt man daher "arbeitslos"

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Meist ist der Erwerb dem Nichtselbständigen zu geordnet. Der "Erwarb" eines Dienstnehmer (Angestellte - Arbeiter) ist die Leistung seiner Arbeitskraft und daraus die Arbeit. Wenn du jetzt "arbeitslos" bist kann du nicht auf einen Erweb zurück greifen.

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Tolle Überlegung! Das ist auch richtig so: Das ist e r w e r b s l o s ! Aber so ist es nunmal im Sprachgebrauch so eingebürgert, daß die Institutionen vom Begriff arbeitslos ausgehen und das auch so gebrauchen, weil das historisch belegt ist mit dem Begriff der Arbeitslosenversicherung und den Sachverhalten, die da dranne hängen. Guck mal an, was das für eine Beleidigung für uns alle ist, daß die Arbeitslosen- mit der Sozialversicherung mit dem Namen Hartz IV belegt wird. Das geht auf diesen unmöglichen Menschen Peter Hartz zurück, der gelogen und betrogen hat. Alle wissen das und doch wird von der Regierung Merkel der Begriff so gebraucht. Der Mann ist vorbestraft und hat Vorkommnisse getätigt, die nicht gerade Ausdruck sauberer Moral sind. Das ist echt ne Wortkalamität und auch eine Diskriminierung des Statusses arbeitslos bzw. erwerbslos.

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Es werden ja gar nicht alle Arbeitslosen als Schmarotzer bezeichnet.

Nur leider sind immer wieder welche dazwischen, die einfach keinen Bock haben zu arbeiten und auf die trifft das ja nun mal zu.

Erwerbslos kann auch jemand sein, der nicht arbeiten kann aufgrund von krankheit. Arbeitslos dagegen ist jemand der keinen bezahlten Job hat und von der ARGE unterstützt wird.

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Kommentar von nabucco123
23.06.2011, 07:15

Nur weil jemand keinen bezahlten Job hat ist er noch lange nicht arbeitslos. Er ist erwerbslos.

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Weil die ReGierEnden, gerne schmarotzen, dies aber nicht öffentlich haben wollen, haben ReGierEnde, Leute angestellt, die Erwerbslose als faul beschimpfen. Die faulen Beamten, spielen dabei gerne mit. Auch Richter und Staatsanwälte, verurteilen, besonders gerne Finanzschwache, da diese sich nicht wehren können. Deutschland ist halt ein asozialer Staat. Da ändern die Postulate, im GrundGesetz, nichts dran.

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Eigentlich müsste es zumindest im Alg2 "einkommenslos" heißen, da die Art des Einkommens keine Rolle spielt.

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Kommentar von DerHans
23.06.2011, 10:54

Der Begriff des AlG 2 stammt auch noch aus der Zeit, als es die bis dahin gültige "Arbeitslosenhilfe" abgelöst hat.

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Es heißt ja auch erwerbslos - nur an den Stammtischen nicht und auch in manchen Nachrichten. Die sagen auch Arbeitslos, in der Hoffnung, dass dann auch der Stammtischbruder weiß, was gemeint ist. Das ist so in etwa wie die Spielstraße, die heißt auch richtig verkehrsberuhigter Bereich, aber wer sagt das schon, ich bezweifle, dass das alle mitkriegen, was damit gemeint sein könnte.

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Arbeit haben wir alle, sei es in der Fabrik, im Büro, bei der Polizei, im Krankenhaus, zu Hause im Haushalt, bei der Kindererziehung, sei es in einer Fortbildung, sei es ehrenamtlich im Verein, in der Partei, im Hospiz

die meisten erwerbslosen machen sogar selbst das nichtmal. sie könnten ja ehrenamtlich arbeiten, dann könnten sie genauso gut auch strassenfegen, aber dafür sind sie sich oftmals zu schade.

Wieso soll man solche Menschen nicht als "Schmarotzer" bezeichnen. Jeder normale mensch muss einem Brotverdienst und der häuslichen Pflichten zusätzlich nachkommen.

Ein Arbeitsloser, den einer ehrenamtlichen Arbeit (damit ist nicht die eigene Kindererziehung gemein) nachgeht ist eben sehr selten zu finden. Solche Menschen werden aber gesellschaftlich auch akzeptiert

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Kommentar von Auchdazu
23.06.2011, 07:20

Also du redest offensichtlich von etwas das du nicht im Geringsten überlegt hast, wenn ihr nicht wärt hätten wir alle Arbeit. Ich nehme hier Bezug auf deinen Nick.

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Kommentar von nabucco123
23.06.2011, 07:30

Das Wort "Schmarotzer" bezeichnet ein parasitäres Verhalten und nimmt diesen Menschen ihre angeborene und unantastbare Menschenwürde. Dieser Begriff ist einfach nur übelste, menschenverachtende Hetze. Er fördert Gewalt, Aggression und Hass.

Im übrigen gibt es auch für alle Erwerbslosen, welche wir in Germany haben, keine Jobs. Somit wird sich an der Zahl der Erwerbslosen auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern (ausser durch weitere statistische Manipulationen). Auch insofern ist der Begriff des "Schmarotzers" vollkommen falsch.

Ich drehe den Spiess um und behaupte: der durchschnittliche Erwerbstätige ist der "Schmarotzer", der auf Kosten der Erwerbslosen lebt! Die Produktivität ist in den letzten 30 Jahren derart gestiegen, dass wir schon längstens eine allgemeine 30-Stunden-Woche haben sollten. Die vorhandene Erwerbsarbeit könnte somit vernünftig und auf alle verteilt werden. All diejenigen, die jedoch 40 und mehr Stunden pro Woche einer Erwerbsarbeit nachgehen, tun dies auf Kosten jener Erwerbslosen und schmarotzen. Rücksichtslos, gesellschaftsschädigend und aus egoistischen Motiven.

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