Wieso heißt die Evolutionstheorie "Evolutionstherie" und nicht "Evolutionsbeweis"?

7 Antworten

Der Grund, dass man von der Evolutionstheorie spricht, ist der, dass eine naturwissenschaftliche Theorie (im Gegensatz zu einer Alltagstheorie, was ein Wissenschaftler als Hypothese bezeichnen würde) ein widerspruchsfreies, durch empirische Belege gestütztes und eindeutiges Modell ist. Die genaue Definition kannst du bei der hervorragenden Antwort von Uteausmuenchen nachlesen. Man nennt die Evolutionstheorie also Theorie, weil es eine ist. Die Evolutionstheorie genügt allen Ansprüchen und darf deshalb so genannt werden. Genauso spricht man schließlich von der Atomtheorie, der Gravitationstheorie und der Urknalltheorie.

(Biologische) Evolution bezeichnet den Prozess, dass Lebewesen in der Natur sich verändern. Dass dieser Prozess existiert, kann man zum Beispiel an der Zucht von Haustieren und Pflanzen sehen. Heute können wir mit unseren technischen Mitteln sogar Mirkoorganismen beobachten, die sich innerhalb weniger Generationen vollkommen verändern können. Das ist zum Beispiel der Grund, warum man sich jedes Jahr aufs Neue erkältet. Die verantwortlichen Rhinoviren (übrigens keine echten Lebewesen, aber beinahe) werden vom Immunsystem bekämpft und ihre Struktur abgespeichert, damit sie bei einer zweiten Infektion sofort erkannt werden können. Innerhalb eines Jahres haben die Rhinoviren aber wieder eine völlig andere Struktur und werden nicht schnell genug erkannt, um einen Krankheitsausbruch im Keim zu ersticken. Die Pioniere der Evolutionsforschung hatten diese mikrobiologischen Mittel noch nicht, sie stellten an den Fossilien, also den versteinerten Überresten von längst verstorbenen Lebewesen, fest, dass es Unterschiede zwischen der versteinerten und der lebenden Fauna gab. Man findet die Überreste von Tieren wie Ammoniten, Dinosauriern und Mammuts im Gestein, obwohl es sie heute nicht mehr gibt. Gleichzeitig findet man heutige Tiere nur in sehr jungen Gesteinsschichten. Kluge Köpfe kamen dadurch zum Schluss, dass Arten aussterben können und gleichzeitig neue entstehen. Aber woher kamen die neuen Arten? Aus dem Nichts, von einem Moment auf den anderen? Unwahrscheinlich, sonst hätte man das doch beobachten können. Vielleicht entstand ja eine Art aus einer anderen heraus? Und so war die Idee der Evolution geboren.

Nun kannte man also ein Naturphänomen, und versuchte zu erklären, wie es funktionierte. Der erste Erklärungsversuch stammte von Jean-Baptiste Lamarck. Er dachte, dass erworbene Eigenschaften vererbt werden. Wenn ich Ausdauerlauf mache, wird mein Sohn ein guter Ausdauerläufer. Dieser Ansatz gilt heute als falsch. Ein paar Jahrzehnte später erdachte Charles Darwin (und zeitgleich Alfred Russel Wallace, aber der wird gerne übergangen) einen besseren Ansatz. Er entwickelte das Modell, dass Organismen sich zufällig verändern und auf natürlichem Wege sich die am besten angepassten Individuen durchsetzen. Dieser Ansatz mit Mutation und Selektion hat bis heute noch Bestand, auch wenn die Theorie von Darwin um einige Dinge ergänzt werden musste, die damals noch nicht erforscht waren.

Jetzt weißt du also, wie die Evolutionstheorie entstanden ist. Aber du fragtest:

gibt es gründe/ beweise dafür dass diese Theorie wahr ist

Es gibt sehr viele Belege für die Richtigkeit dieser Theorie. Ich habe bereits gesagt, dass man in der Abfolge der Fossilien Veränderungen sehen kann. Es gibt aber noch mehr. Darwin war ein sehr vorsichtiger Mann. Er hätte seine Theorie nicht veröffentlicht, wenn er nicht genug Argumente für seine Behauptungen gefunden hätte. Auch in den Forschergenerationen nach Darwin wurden zahlreiche neue Belege gefunden und seine Theorie weiterentwickelt. Dazu gehören zum Beispiel:

- Rudimente, Überbleibsel von eigentlich zurückgebildeten Organen, wie dem Steißbein bei Menschenaffen, der davon zeugt, dass ihre Vorfahren Schwänze hatten

- Embryonalentwicklung, die in Grundzügen die Stammesgeschichte einer Art wiedergibt. Menschliche Embryonen bilden z.B. Kiemen aus und später wieder zurück.

- Abgestufte Ähnlichkeiten: Sogar älter als die Evolutionstheorie ist die Erkenntnis, dass sich alle Lebewesen in ein natürliches System, ähnlich einem Stammbaum einordnen lassen. Mensch und Pavian sind einander sehr ähnlich, Mensch und Ratte etwas weniger, Mensch und Schlange noch weniger und Mensch und Topfpflanze noch viel weniger. Ein Stammbaum des Lebens mit abgestuften Ähnlichkeiten ist gleichzeitig auch eine Vorhersage der Evolutionstheorie.

etc.

oder nur ein versuch den menschen einen anhaltspunkt zu geben nicht an die schöpfung zu glauben?

Hier muss ich widersprechen. Die Existenz eines Gottes ist unabhängig von der Evolutionstheorie. Das eine ist aber Glaubenssache, das andere kann man sehr genau wissen. Charles Darwin selbst und auch andere Evolutionsforscher waren gläubige Christen oder Anhänger anderer Religionen, auch wenn die Evolutionstheorie sicher zur Verbreitung des Atheismus beitrug. Die Evolution wird auch nur von religiösen Hardlinern angezweifelt und mit Scheinargumenten angegriffen.

Hallo marti9000,

eigentlich stellst Du ja 2 Fragen, die ich einzeln beantworten möchte:

1) Warum heißt die Evolutionstheorie "Theorie"?

2) Soll die ET die Menschen von ihren religiösen Überzeugungen abbringen?

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Zu 1)

Die ET heißt "Theorie", weil alle naturwissenschaftlichen Theorien so heißen. Dabei bedeutet das Wort "Theorie" in der Naturwissenschaft aber etwas anderes als in der Umgangssprache.

In der Umgangssprache bedeutet Theorie eine Vermutung oder eine Idee; theoretisches Wissen hat man nicht an der Praxis erprobt. In der Naturwissenschaft ist das anders.

"Theorie" bedeutet hier ein geschlossenes Erklärungsmodell, das frei ist von inneren und äußeren Widersprüchen. Das Erklärungsmodell stellt einzelne, für sich genommen nicht erklärbare Beobachtungen in einen logischen Kontext. Es erklärt damit, warum wir diese Beobachtungen machen - und nicht etwa andere. Es macht damit konkrete(!) Vorhersagen über weitere Beobachtungen. Eine naturwissenschaftliche Theorie muss so präzise sein, dass wir sie anhand der Beobachtungen überprüfen können.

Eine Theorie, die sehr viele Beobachtungen beschreibt und sich somit schon sehr oft an der Natur bewährt hat, nennen wir in der Naturwissenschaft eine "bewährte" oder "bestätigte" Theorie. Das ist der höchste Status, den eine naturwissenschaftliche Aussage überhaupt erreichen kann. Auch die Newtonsche Mechanik ist ebenso eine Theorie wie die Quantenphysik, obwohl wir beides im Alltag ständig erfolgreich benutzen.

Die ET ist eine der am besten bestätigten naturwissenschaftlichen Theorien überhaupt. Sie beschreibt den in der Natur ablaufenden Prozess der Evolution. Sie wird gestützt durch unzählige Befunde und Beobachtungsdaten. Fossile Belege genauso wie Laborbefunde. Auch in unserem eigenen Körper tragen wir sehr viele Hinweise auf die Evolution mit uns herum. Die ET hat einen zentralen Platz im interdisziplinären Theoriengefüge der Naturwissenschaften und stößt nirgends auf Widersprüche. "Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution" ist ein bekanntes Zitat über die ET, das sehr gut beschreibt, dass sie eine der Theorien mit dem höchsten Erklärwert überhaupt ist. Und deswegen sind nahezu alle Naturwissenschaftler von ihr überzeugt.

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Zu 2)

Ist die Banane krumm oder gelb?

Das ist nicht wirklich eine sinnvolle Frage, nicht wahr? Beide Eigenschaften stehen nicht wirklich im Widerspruch zueinander. Und genauso ist das mit Evolution und Schöpfung auch.

"Schöpfung" ist ein philosophisches Konzept, eine Deutung des Daseins aus dem Blickwinkel einer religiösen Überzeugung heraus. Als metaphysische Annahme über das Dasein ist "Schöpfung" nicht empirisch testbar - und damit nicht Gegenstand naturwissenschaftlicher Aussagen.

Evolution ist ein in der Natur ablaufender Prozess und damit sehr wohl Gegenstand der Naturwissenschaften. Die ET beschreibt, wie die Evolution ablaufen kann. Sie berührt - wie jede andere naturwissenschaftliche Aussage auch - damit religiöse und philosophische Konzepte nicht.

Ein scheinbarer Widerspruch wird nur von kreationistischen Quellen konstruiert, die die Bibel als eine unhinterfragbare Autorität darstellen und dafür eine wortwörtliche Wahrheit der Texte postulieren. Diese Darstellungsweise wird auch von religiöser Seite zu Recht kritisiert, denn die Bibel will kein historischer Tatsachenbericht oder ein Naturkundebuch sein. Das ist nicht die Absicht der historischen Autoren. Die Bibel ist - wie andere religiöse Schriften auch - ein Glaubenszeugnis. Ein solches Zeugnis wird immer erst im soziokulturellen Kontext des Autors verständlich und muss daher auch so betrachtet werden. Nicht als absolute wortwörtliche Wahrheit.

Sehr schön stellt das der folgende Text dar:

http://ncse.com/religion/god-evolution

Auf dieser - leider englischen - Seite findest Du auch viele weitere Fragen zur ET beantwortet.

Grüße

Danke für deine Antwort :)

Aber zwei Fragen hab ich aber noch die mich interessieren vllt könntest du mir da weiter helfen:

Was hat es mit dieser Aussage von Darwin auf sich?

"Wenn sich die Arten in kleinen Schritten aus anderen Arten entwickelt haben, warum finden wir dann nicht zahllose Exemplare der Übergangsformen in den Schichten der Erdkruste?"

und

was ist diese "Codierte Information" die die ET widerlegen soll?

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@marti9000

Das hast du bestimmt beides aus kreationistischer Quelle, stimmt's? Wenn das Zitat tatsächlich von Darwin stammt, zeigt es nur, dass sich Darwin als ordentlicher Naturwissenschaftler auch kritisch mit seinen eigenen Ideen auseinandersetzte. Die Frage stellt aber kein wirkliches Problem dar, da 

1) es überhaupt sehr wenige Fossilien gibt. Wir haben einige zehntausend Fossilien von einigen tausend Arten, im Hier und Jetzt leben aber Milliarden Individuen aus Millionen Arten. Das liegt daran, dass der Prozess der Fossilisation extrem unwahrscheinlich ist. Damit ein Tier versteinert, muss es sich in der Regel erstmal in einem Gewässer befinden. Deswegen haben wir viele Fossilien von Meerestieren wie etwa Muscheln und nahezu gar keine Fossilien von Tieren aus der Wüste oder dem Gebirge. Landtiere können nur dann versteinern, wenn sie nach ihrem Tod ins Wasser fallen oder direkt im Uferschlamm verenden. Danach muss der Kadaver auch noch von Schlamm bedeckt werden, bevor er von Aasfressern zersetzt wird. Erst kann die Fossilisation eintreten. Und damit das Fossil auch noch gefunden werden kann, darf es nicht durch geologische Verschiebungen zerdrückt oder an die Oberfläche befördert werden, wo es verwittert. Nur weil es seit unvorstellbar langen Zeiträumen Leben gibt, finden wir überhaupt irgendwas davon. Da ist es also durchaus denkbar, dass entscheidende Stücke der Entwicklung des Lebens für immer verloren gegangen sind. Leider.

2) die bekannten Fossilien tatsächlich Übergangsformen darstellen, auch wenn diese anders aussehen, als man sich vorstellen mag. Wenn man an die Evolution des Vogelflügels denkt, würde man als Übergangsformen einen Vogel mit einem sehr kleinen Flügel, einen Vogel mit einem etwas größerem Flügel usw. vorstellen, bis ein flugfähiger Vogel herauskommt. Dem ist aber nicht so. Stattdessen findet man einen vogelähnlichen Dinosaurier mit haarähnlichen Protofedern, die zur Wärmedämmung dienten, dann einen Dinosaurier mit echten Federn, die an den Armen verlängert sind, um Nester zu wärmen und Weibchen zu imponieren. Dann findet man einen Dinosaurier, der seine Arme zu einer Art Flügel umfunktioniert hat, mit denen er gleiten oder flattern kann. Und dann findet man einen echten Vogel. Evolution plant ein Organ nicht über viele Generationen hinweg. Jede Zwischenform erfüllt einen eigenen Zweck, deswegen gibt es eigentlich keine "Übergangsformen".

Mit codierter Information ist die DNS, also das Erbgut der Lebewesen gemeint. Die DNS enthält eine Abfolge von vier verschiedenen Basen, wobei immer drei dieser Basen zusammen für eine Aminosäure steht, aus denen dann körpereigene Proteine zusammengesetzt werden. Kreationisten behaupten oft, so ein Code, wenn man es denn so nennen will, könne nicht auf natürlichem Wege entstehen und deswegen sei die Evolution unmöglich. Dabei

1) ist das aber ganze ein Problem der Abiogenese und nicht der biologischen Evolution, da diese bereits das Vorhandensein von DNS voraussetzt.

2) ist das ganze gar kein richtiger Code, sondern basiert nur auf chemischen Wechselwirkungen. Es ist kein Schreiber für die Entstehung von DNS notwendig, und es existieren hypothetische Abläufe, die die Entstehung dieses Systems erklären (auch wenn ich nicht leugnen will, dass es in diesem Bereich viele Unklarheiten gibt).

3
@marti9000

Hallo marti9000,

wieder zwei Fragen, deshalb Antwort in 2 Kommentaren, damit es übersichtlich bleibt, ja?

Was hat es mit dieser Aussage von Darwin auf sich?

"Wenn sich die Arten in kleinen Schritten aus anderen Arten entwickelt haben, warum finden wir dann nicht zahllose Exemplare der Übergangsformen in den Schichten der Erdkruste?"

Zunächst einmal dürfte klar sein, dass sich der Erkenntnisprozess in der Naturwissenschaft seit Darwin - also immerhin 150 Jahre - fortgesetzt hat. Es ist deshalb jederzeit möglich, ein so altes Zitat zu finden, in dem es heißt, eine bestimmte Sache sei nicht verständlich oder ein Problem für die Evolution - und heute haben wir längst eine Antwort auf diese Frage. Oft werden von Kreationisten Zitate auch aus ihrem logischen Kontext gerissen, um den Eindruck zu erwecken, ein Problem sei nicht gelöst.

Und nahezu immer spielen die Einwände der Kreationisten mit dem sogenannten "Irrtum aus Unwissenheit": Es ist oft leicht, eine Frage aufzuwerfen, auf die der naturwissenschaftliche Laie keine Antwort geben kann. Das macht solche Fragen leider oft intuitiv scheinbar zu einem starken Einwand. Nur allzu leicht halten wir für grundsätzlich unerklärbar, worauf wir selbst keine Antwort geben können. Das schmeichelt uns. ;-)

Doch genau hier passiert der Irrtum: Nur weil wir selbst keine Antwort auf eine Frage haben, heißt nicht, dass es nicht doch eine gibt bzw. dass es eine geben könnte. Selbst wenn ein Detail nicht verstanden ist, bedeutet das eben nicht, dass der ganze Prozess in Frage zu stellen ist. Denn um bestimmte Details beantworten zu können, benötigt man oft Zusatzinformation über die Randbedingungen.

Die Frage nach den Übergangsformen ist eine der beliebtesten der Kreationisten. Und sie ist auch ein Paradebeispiel für diese Argumentation mit der Unwissenheit.

Die moderne Biologie beantwortet diese Frage nämlich gleich in mehrfacher Weise.

1) Alle Lebensformen sind Übergangsformen. Alle gefundenen Fossilien und alle rezenten Arten lassen sich in die Stammbäume einfügen. Fossile Funde stehen dabei notwendig immer zwischen anderen Spezies - und sind somit eine Übergangsform zwischen diesen Spezies.

2) Die Einordnung in Stammbäume ist in gewissem Grade willkürlich: Nämlich genau die Frage, wo wir im Stammbaum die Grenze zwischen den einzelnen Ästen ziehen wollen oder können. Je näher eine Spezies am Punkt der Auseinanderentwicklung liegt, desto mehr wird sie Merkmale zeigen, die wir für beide Äste typisch nennen.

Die ET sagt genau die Existenz solcher Spzies mit gemischten Merkmalen voraus. Und wir finden sie. Archeopterix ist ein berühmtes Beispiel. Der Kreationist wird nun versuchen, solche Spezies dem einen oder anderen Ast zuzuordnen, um zu verneinen, dass es sich um eine Übergangsform handelt. Genau das ist aber biologisch gar nicht sinnvoll.

3) Die ET sagt ein mosaikhaftes Fossilienbild voraus, da Fossilisation ein seltener Prozess ist. Da die Evolution nicht immer gleich schnell verläuft, ergibt sich daraus unmittelbar, dass wir ein schlechteres Bild von Phasen bekommen, in denen es größere Veränderungen gab. Dass uns manche Übergänge im Fossilienbild fehlen, ist daher eine Vorhersage der ET - und damit keinesfalls ein Problem von ihr.

Ungefähr klar geworden?

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@marti9000
was ist diese "Codierte Information" die die ET widerlegen soll?

Damit ist in aller Regel unser genetischer Code gemeint. Es heißt meist, dass eine bestimmte Ausprägung anbetracht der Möglichkeiten im Genom viel zu unwahrscheinlich sei, um zufällig realisiert worden zu sein.

Auch hier beruht der kreationistische Einwand auf einem puren Fehlschluss.

1) Der kreationistische Einwand unterschlägt, dass eine bestimmte Ausprägung des Genoms keineswegs in einem einzigen Schritt zustande gekommen sein muss. Die Evolution funktioniert in vielen minimalen Teilschritten. Ein Organ muss nicht von Anfang an in der heutigen komplexen Struktur existieren, um seinem Träger einen Vorteil zu verschaffen. Auch kennt die Evolution den Funktionswechsel von Organen - dass also bereits ausgeprägte Strukturen ihren Trägern neue Möglichkeiten der Nutzung eröffnen und sich allmählich diese neue Nutzung zur Hauptnutzung entwickelt.

2) Der kreationistische Einwand unterschlägt, dass die erfolgte Ausprägung keineswegs notwendig die einzig mögliche Weiterentwicklung aus einem bestimmten Grundzustand war. Erst durch dieses Unterschlagen werden die erfolgten Prozesse aber scheinbar so unwahrscheinlich. Tatsächlich stehen der Vielzahl möglicher Veränderungen immer auch vielfältige mögliche Weiterentwicklungen gegenüber, was die Verhältnisse deutlich ausgleicht.

Für dieses oder auch weitere haltlose kreationistische Einwände empfehle ich Dir diese Seite hier:

http://argumentevonkreationisten.de.tl/*-Codierte-Information-kann-nicht-selbstst.ae.ndig-entstehen.htm

Dort wird (möglichst) leicht verständlich zu den gängigsten kreationistischen Aussagen Stellung genommen.

Grüße

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Naturwissenschaftlich gesehen wird der Begriff "Beweis" überhaupt nicht verwendet. Das ist eher was für die Gerichtsbarkeit und die Mathematik.

Wissenschaftlich gesehen gibt es Belege und ab einer gewissen Plausibilität und Belegtbarkeit wird eine wissenschaftliche Hypothese (die auch Voraussetzungen erfüllen muss und nicht einfach am Stammtisch entstehen kann) zur Theorie erhoben.

Etwas "bewieseneres" als diese Theorien haben wir letztlich in dieser Welt überhaupt nicht.

Deine Frage zeigt nur deine Dummheit und Ungebildetheit und vor allem deine Voreingenommenheit gegenüber der ach so bösen, vom Teufel verseuchten Welt, in der angeblich versucht würde, die heilige religiöse Wahrheit zu verschleiern. Du bist so religiös, dass du alles nur durch diesen Filter wahrnimmst und nie etwas unvoreingenommen auf Plausibilität überprüfen kannst.

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