wieso hat sich schufa/finanzamt bei mir noch nciht gemeldet? habe nciht gewusst was ein freistellung

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9 Antworten

Jetzt mal zur Richtigstellung:

Der Sparerfreibetrag galt bis zum 31.12.2008! Höhe: 750 EUR + Werbungskostenpauschale in Höhe von 51 EUR = 801 EUR

seit 01.01.2009 (Einführung der Abgeltungssteuer): - Umbenennung des Sparerfreibetrages in Sparerpauschbetrag - die Höhe von 801 EUR ist gleich geblieben

Bisher wurden die bei Banken und Versicherungen ausgestellten Freistellungsaufträge nicht überprüft. Man konnte also Freistellungsaufträge über 801 EUR eingereicht haben. Das Finanzamt hätte auch eine Überschreitung nicht unbedingt mitbekommen, die Möglichkeit hätte über die Steuererklärung aber bestanden. Ab 2011 ist dies nicht mehr möglich. Im Laufe des Jahres wird jeder Freistellungsauftrag mit einer persönlichen ID versehen. Durch automatische Abfragen des Finanzamtes wird jede Überschreitung augenfällig und kann abgestrt werden.

Die Abgeltungssteuer (25% + Kirchensteuer + Soli) wird erst bei Überschreitung des Sparerpauschbetrages fällig:

Beispiel (jeweils für das Kalenderjahr 2009):

Manni Müller sen. hat ein Konto, auf das Guthaben bekommt er Zinsen, Freistellungsauftrag i.H.v. 800 EUR:

Zinsertrag am 31.12.2009: 400 EUR

es wird keine Abgeltungssteuer fällig, da die Zinsen den Freistellungsauftrag als auch den Pauschbetrag nich übersteigen.

Manni Müller jun. hat mehrere Konten:

Tagesgeldkonto (Freistellungsauftrag 200 EUR): Zinsen zum 31.12.2009: 150 EUR

Aktiendepot (Freistellungsauftrag: 600 EUR) Durch kurzfristige Käufe und Verkäufe sowie Dividenden beträgt der Gesamtgewinn: 1000 EUR, davon allein 400 EUR bei der letzten Transaktion.

Der Freistellungsauftrag für das Aktiendepot wurde also um 400 EUR überschritten. Auf diese 400 EUR zahl Manni Müller jun. 105,50 EUR Abgeltungssteuer (25% + 5,5% Soli: 100 € + 5,5% auf die 100 EUR = 105,50 EUR). Am 31.12.2009 beträgt sein Gewinn auf dem Aktiendepot als nicht 1000 EUR, sondern nur 894,50 EUR.

Da allerdings der Freistellungsauftrag für das Tagesgeldkonto nicht aufgebraucht wurde, könnte er durch die Steuererklärung sich einen Teil der 105,50 EUR wieder zurückholen.

Mmh, offensichtlich weißt Du nicht genau, was ein Freistellungsauftrag ist. Bei den € 801 handelt es sich ausschießlich um geflossene Zinsen, bis zu diesem Betrag sind deine Zinseinkünfte steuerfrei. Die € 801 mußt Du also auf sämtliche Banken verteilen, wo Du Zinsen erwartest und zwar in der Höhe Deiner Zinsen. Die Gesamtsumme bei allen Banken darf also nicht € 801 übersteigen. Bei mehr als € 801 fällt Zinsabschlagsteuer und Soli an. Erkundige Dich bei deinen Banken also, wie hoch die zu erwartenden Zinsen sind und erteile den Freistellungsauftrag entsprechend. Auf Deinem Sparkonto mußt Du keine € 801 haben. Die Schufa interessiert sich nicht für Deinen Freistellungsauftrag. Das Finanzamt schon eher. Wenn Du über den genannten Betrag kommst, kannst Du das bei Deiner nächsten Steuererklärung angeben, vielleicht bekommst Du es denn zurück.

Der Schufa ist das egal, dem Finanzamt weniger - das wird sich unweigerlich irgendwann melden. Wenn du klug bist, kommst du dem zuvor und beichtest dein Versehen, dann kommst du mir einer einfachen Nachzahlung davon. Wenn das Finanzamt von alleine drauf stößt, hast du wahrscheinlich ein verfahren wegend Steuerhinterziehung am Hals.

Leider ist das hier angegebene fast alles falsch! @Banana23 trifft die richtige Aussage. Seit 2009 gibt es die Kapitalertragssteuer nicht mehr. Somit sind es auch die Freistellungsaufträge gegenstandslos, da sich diese auf die Kapitalertragssteuer bezog.

Die Abgeltungssteuer beträgt 25% auf sämtliche Kapitalerträge, egal woraus diese stammen.

Da der Staat jede Menge Geld benötigt und viele Kunden selbst nicht mehr wussten, wo sie Freistellungsaufsträge stellten, hat die Regierung die Kapitalertragssteuer gewandelt in die Abgeltungssteuer.

Somit sind alle Freistellungsaufträge nichtig, da sie sich auf die Kapitalertragssteuer bezogen haben. Da es diese aber nicht mehr gibt, kann es auch die Freistellungsaufträge mehr geben - ich hoffe, dass Dir das von der Logik her nachvollziehbar ist.

Viele Bürger wissen nicht, dass die Abgeltungssteuer die ehemalige Kapitalertragssteuer ersetzte, daher auch auch die Aussagen hier, welche sich allesamt auf ein Steuer beziehen, welche es seit 2009 nicht mehr gibt.

Um nochmals auf Deine Frage zu kommen. Die Abgeltungssteuier wird automatisch erhoben, das bedeutet: Du brauchst nichts zu tun. Der Staat zieht Dir die Steuer automatisch ab. Dies machen sämtliche Finanzinstitute und leiten die Abgeltungssteuer direkt ans Finanzamt weiter.

Du solltest schauen, dass der Höchstbetrag von 801€ Freistellungssumme bei unverheirateten Personen nicht überschritten wird. Deshalb bei allen Banken , denen Du einen Freistellungsauftrag erteilt hast, die freigestellte Summe berichtigen bzw auf "0" setzen, wenn Du bei der Bank keine Zinsen zu erwarten hast.Ansonsten wird niemand informiert und einen Schufaeintrag deswegen gibt es meines Wissens nach nicht.Du kannst höchstens Ärger mit dem Finanzamt bekommen.Falls aber die Summe der erhaltenen Zinsen unter den 801€ liegt sollte es genügen, die Freistellungsaufträge zu berichtigen.

Schufa und Finanzamt sind zwei verschiedene Welten. Darfst dich ruhig mit dem Schufa anlegen, aber das Finanzamt schreckt zum Glück auch vor Promis nicht zurück.

@kerba24: Die Hälfte deines Beitrages ist falsch.

  1. Der FSA gilt nicht nur für Zinsen, sondern auch für Dividenden, Zwischengewinne und sonstige Einkünfte aus Kapitalvermögen.

  2. Es gibt keine Zinsabschlagssteuer mehr! Seit Einführung der Abgeltungssteuer 2009 zahlt man auf steuerpflichtige Zinsen Kapitalertragssteuer und auf Dividenden etc. Abgeltungssteuer. Den Soli natürlich auf die jeweilige Steuer.

  3. Wenn deine Verlustverrechnungstöpfe( nur bei Wertpapieren) und dein FSA leer sind, musst du natürlich Steuern auf die steuerpflichtigen Erträge zahlen. Du bekommst jedoch NIEMALS gezahlte Kapitalertragssteuer vom Finanzamt zurück, wenn du keine anderen negativen Kapitalerträge hast!

Wieso auch? Du hast Ertrag erwirtschaftet und musst zahlen.

Was du jedoch machen kannst ist, dass du gezahlte Zinsen, z.B. Kreditzinsen für Baufis und Privatkredite in deiner Steuererklärung angibst und dann Einkommenssteuer zurückbekommst.

Das wissen jedoch viele Leute nicht, obwohl das doch logisch wie Kloßbrühe ist.

Es gilt das Prinzip: Erzielst du Erträge, zahlst du. Zahlst du Zinsen bzw. erwirtschaftest du negative Erträge, bekommst du Steuererstattungen!

kerba24 21.12.2010, 20:13

Ja, natürlich hast Du recht. Ich kann Dir folgen, bin mir aber nicht sicher, ob das auch der Fragesteller verstanden hat oder er nun noch mehr verwirrt ist.

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zur Schufa:

Sie ist eine private Institution, an welche verschiedene Daten von Banken und Einzelhändlern übermittelt wird.

Welche Daten:

  • Kontoeröffnungen und Kreditanfragen bei Privatbanken
  • die Höhe des Dispos
  • eBay macht Kontrollabfragen zur Idenditätsfeststellung
  • Abschluss von Mobilfunkverträgen und ob die monatlichen Zahlungen korrekt eingehen

Diese und weitere Daten fließ in ein persönliches Scoring. Diese kann jeder einmal im Jahr kosstenlos abfragen (§ 34 Bundesdatenschutzgesetz). www.schufa.de

Die dort gemachten Aufschlüsselungen sind sehr interessant, da man mit der Vergleichsgruppe (Alter etc.) verglichen wird und eine Vorausberchnung der eigenen Kreditwürdigkeit sowie Zahlungswahrscheinlichkeiten erstellt werden.

Ich habe diese Abfrage für mich selbst scn getätigt und fande diese überaus aufschlussreich.

Jeder Sparer hat einen Freibetrag von 801 Euro für seine Zinserträge bei Sparbüchern, Bausparkassen...

Bei den augenblicklichen Zinsen von unter 2 % müsstest du schon mindestens 40.000-70.000 Euro "angespart" haben, um auf diese Summe zu kommen...

Solltest du aus Versehen die falschen Angaben gemacht haben, wird das über die Meldung, die die Unternehmen an das Finanzamt machen, herauskommen und dann nachberechnet.

TIPP: Wenn du überall auf diesen Freistellungsbetrag verzichtest, zieht man dir ca. ein Fünftel der Zinsen ab. Du bekommst einen Jahresüberblick und kannst dann mit diesen Unterlagen auf eine Rückerstattung durch das FA beim Lohnsteuerjahresausgleich/Einkommensteuer-Ausgleich hoffen. Das heißt, du bekommst diese Zinsen bis zu 801 Euro zurück.

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