wieso hat hitler die Juden so gehasst?

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6 Antworten

Es ist letztlich rätselhaft, warum Hitler die Juden so gehasst hat. In dem Kapitel aus „Mein Kampf“ („Wandlung zum Antisemiten“) schreibt er einiges dazu. Aber seine Argumente erklären allenfalls eine Abneigung gegenüber Juden, nicht den mörderischen Hass, zu dem sich diese Abneigung bei ihm gesteigert hat. Man muss alle Aspekte aus der Zeit heranziehen, in der Hitler sich vom Jugendlichen zum Manne entwickelte. Das führt hier zu weit. Hitler war jedenfalls zu der Zeit, als seine von ihm abgöttisch geliebte Mutter starb, noch kein Antisemit. Gegenüber dem jüdischen Arzt, der die unheilbar an Krebs erkrankte Mutter behandelte, zeigte er sich außerordentlich dankbar.

Später, als Heranwachsender, hat er viele antisemitische Schriften gelesen, und er stand ganz im Banne von Antisemiten, wie dem sehr eloquenten Bürgermeister von Wien, Karl Lueger, und dem Komponisten Richard Wagner, dessen Verdikt in der Schrift „Das Judentum in der Musik“, die Juden seien aufgrund ihrer „leidenschaftslosen Intellektualität“ unfähig, wirklich große Musik hervorzubringen, er (Hitler) ganz gewiss gelesen hat. Dass Wagner andererseits Juden wieder schätzte, ja einige sogar echt mochte (z.B. Dirigent Levi), hat Hitler vermutlich nicht zur Kenntnis genommen. In vielen antisemitischen Schriften wurde das Judentum als Gefahr dargestellt. Hitler nun, der in Wien seine Beobachtungen machte (er sah, wie viele heruntergekommene, in östlichen Staaten verfolgte Juden einwanderten), glaubte, das Sich-Ausbreiten der Juden in Wien sei ein Beleg, wenn nicht ein Beweis für die Warnungen der Antisemiten.

In der Weimarer Republik beobachtete er nun, wie Juden in allen gesellschaftlichen Bereichen überproportional in Erscheinung traten. Schon wenn man berühmte Namen von deutschen Schriftstellern der Weimarer Republik auflistet, stellt sich heraus, dass eine solche Namensliste von jüdischen Persönlichkeiten nur so strotzt. Das Gleiche gilt für das damalige Filmschaffen und die deutsche Musikkultur. Auch hieraus schloss Hitler, dass diese Ausbreitung von Juden eine Gefahr für Deutschland darstelle, zumal er befürchtete, deutsche Künstler würden durch diesen „Semitismus“ an die Wand gedrückt (m.E. ist diese Beobachtung ein Hauptgrund für den Antisemitismus und nicht, dass „die Juden“ mal Christus ans Kreuz geschlagen haben etc.). Nun sind auch dies alles zwar Argumente für Vorbehalte oder Abneigungen gegenüber Juden, jedoch noch kein Anlass, einen geradezu tödlichen Hass gegenüber dem hebräischen Volk zu empfinden. Es muss in Hitlers pathologischem Charakter gelegen haben, dass sich diese Abneigung zu einem infernalischen, monströsen Hass gesteigert hat. Eine Art Paranoia, auf jeden Fall eine Geisteskrankheit muss von Hitlers Geist Besitz ergriffen haben; anders ist es nicht zu erklären, dass Hitler 1941 „beschloss, die jüdischen Rasse in Europa komplett zu vernichten!“ (ähnlich die Formulierung Hitlers, als Warnung ausgesprochen, in der Reichstagsrede vom 30. Januar 1939). Dass Hitler diese Warnung damals tatsächlich ernst gemeint hatte, konnte ein normal denkender Zeitgenosse nicht nachvollziehen. (Deshalb sollte man den Beteuerungen der Deutschen, die Hitler damals erlebten und den Krieg überlebten, endlich Glauben schenken und nicht dauernd mit versteckten Kollektivschuldvorwürfen die heutige Generation weiter verunsichern!).


Dazu muss man ein bisschen in die Vergangenheit gehen, Europa war schon immer extrem antisemitisch, sogar Martin Luther war ein Antisemit. Hitler meinte, wie viele, dass die Menschen in Rassen eingeteilt werden müssen, die Juden wären eine lebensunwerte Rasse, noch dazu glaubten viele das die Juden dem Reich in den Rücken gefallen ist im 1. Weltkrieg (Dolchstoßlegende) Die Deutschen brauchten einen schuldigen für die schwierige Zeit und für den verlorenen Krieg, deswegen haben sie einfach Andersdenkende und Juden zu den Sündenböcken gemacht! Noch dazu die ganzen rassitsichen Vorurteile das Juden gierig wären. Der Antisemitismus der ganzen Zeit hat sich bei den Nazis geballt!

LG

ich habe gehört das er die Juden hasste weil er an einer kunstschule nicht angenommen wurde und seinen platz ein jude ersetzt hatte

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@gizemk240

So ein Quatsch, er wurde nicht an der Kunstschule angenommen weil er ein beschissener Künstler war!

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@matmatmat

Das hätte nichts an seiner Einstellung geändert, ich glaube er hätte für den ersten Weltkrieg die Schule sausen gelassen und alles hätte seinen Lauf genommen! Er war ein realitätsferner Idiot der dachte das alles sich gegen ihn verschworen hatten, bis er in die Armee kam und er seine Orientierung fand, nämlich die Leute zum hassen zu bringen!

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Das Stichwort ist Antisemitismus ( https://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit ). Das ist kein reines Problem von Hitler, dieser Haß zieht sich über Jahrhunderte durch die Zeit. Juden mußten immer wieder herhalten als Haßobjekt herhalten oder in Abgrenzung zum Christentum als Randgruppe bedrängt werden.

Martin Luther ist da neben Adolf Hitler ein gutes Beispiel, auch der hat schon - damals von den Landesfürsten - gefordert "ihnen die Synagogen abzubrennen".

Viel davon scheint aus der (historisch inkorrekten) Bibelgeschichte hervor zu gehen, nach der "die Juden" es waren die Jesus haben hinrichten lassen. Das wirft ihnen seit dem "das Christentum" vor, sei es jetzt Luther oder Hitler. Seit dem sind "die Juden" hinterhältig und an allem Schuld...

Aber warum man "den Juden" was wann warum vorgeworfen hat ist ein sehr komplexes Thema, das kann man hier nicht in 3 Sätzen komplett erklären.


Fast traurig das so ein revolutionärer Mann wie Martin Luther sowas gefordert hat...

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@Rocker73

Sein einziger Verdienst liegen wirklich in der deutschen Sprachfassung der Bibel... davon ab war er ein ziemlicher Kriegstreiber und sicher kein netter Zeitgenosse.

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Das musst du seinen Psychiater fragen, einen objektiven Grund gab es nicht.

die Juden waren damals reicher als Hitler geswegen hat er sie gehasst, genau wie das Finanzamt keinen reichen Menschen mag

Juden haben in seinem Leben immer eine negative Rolle gespielt. Unter anderem, dass ein jüdischer Arzt seine Mutter nicht heilen konnte. Er stammte nicht aus einer begüterten Familie, während viele  Juden reich waren. Das hat seinem kranken Hirn wohl auch den Rest gegeben.

oke dankeschön:)

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@gizemk240

Angeblich, nur angeblich, war er in ein jüdisches Mädchen verliebt, er hat sich vorgestellt mit ihr von der Brücke zu springen!

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Das stimmt absolut nicht! Hitler war gegenüber dem jüdischen Arzt außerordentlich dankbar, hat später, als Diktator, sogar dafür gesorgt, dass er auswandern konnte.

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