Wieso hat die Partei DIE LINKE im Osten so viele Wähler?

13 Antworten

Wieso hat die Partei DIE LINKE im Osten so viele Wähler?

Ist das so? Im Saarland ist die Linke mit 16,1% der Stimmen drittstärkste Kraft im Landtag, in Thüringen stellt die Linke sogar einen Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow. Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen konnte die Linke um 3,9% zulegen und liegt aktuell bei 9,5% der Stimmen, in Hamburg bei 8,5%. 

Die Zeiten der ostdeutschen Regionalpartei sind vorbei. 

Weil einige Wähler während des Bestehens der DDR vom Sozialismus überzeugt wurden und das DDR-Regime vielleicht auch unterstützten, es könnte auch ein Grund sein das die Löhne im Osten meistens immer noch etwas geringer sind und die Arbeitslosenquote höher ist. Es gibt in den neuen Bundesländern aber auch mehr Rechtsradikale.

Weil die DDR von der SED (Vorgänger der Linken) beherrscht oder sogar unterdrückt worden ist. Die Leute haben sich an dieses politische Richtung gewöhnt und haben sicher auch dessen Vorteile/Annehmlichkeiten zu schätzen gelernt. Sie können sich vielleicht nicht mit einem liberaleren System anfreunden.

Ich denke aber auch, dass dieses Wahlverhalten eher auf die älteren Generationen zutrifft, die ihr ganzes Leben in diesem "Staat" gelebt haben...

Weil viele Bewohner der Neuen Bundesländer nicht dumm genug sind, dummen Antikommunismus für politische Bildung zu halten und Kapitalismus nicht für eine demokratische und auch nicht für eine wirtschaftliche Heilslehre halten.

Weil viele der noch in der DDR sozialisierte Bürger der Neuen Bundesländer zwar die Schwächen der DDR kennen, aber ausgestattet mit einem kritischen Blick und Bildung auch in der Lage sind, die Schwächen der Bundesrepublik zu erkennen, die an einem Mangel an linker Politik krankt.

Weil vilen Bürgern der Neuen Bundesländer das Brett politischer Borniertheit vor der Stirn fehlt.

Weil den Bürgern der Neuen Bundesländer 40 Jahre "politischer Meinungsbildung" durch die BILD-Zeitung fehlen.

Um es kurz zu machen, weil viele Bürger der Neuen Bundesländer (noch) gebildeter sind, als es dieser Bundesrepublik recht ist. Das wird sich aber biologisch lösen und dann haben wir vielleicht überall die gleichen Verhältnisse. Erstrebenswert wäre das nicht.

So ein Schmarren. Der Sozialismus und Kommunismus hat am 9. November 1989 wegen politischer und wirtschaftlicher Unfähigkeit den totalen Bankrott erklären müssen. Seitdem ist es mit den Kommunisten vorbei. Nur Ewiggestrige halten der kommunistischen Diktatur auch heute noch den Steigbügel, wie übrigens auch dem braunen Sozialismus. Es gibt eben gerade in D jede Menge vernagelte und bornierte Ideologieidioten.

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@joeluc

Es gibt eben gerade in D jede Menge vernagelte und bornierte Ideologieidioten.

Vernagelt und borniert trifft den Kern. Aber so genau wollten wir gar nicht wissen, wie du tickst.
Alles andere von dir ist blanke Laberei, ohne erkennbares Wissen.
Symptomatisch übrigens für alle, die hier ihr Wissen über die DDR ablassen, ohne auch nur due geringste Ahnung zu haben.

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Für jemanden, der mindestens 20 Jahre DDR und 25 Bundesrepublik bewusst erlebt hat, ist es nicht allzu schwer, einen klaren Blick dafür zu bekommen, was er verloren und was er gewonnen hat. Und davon gibt es "Gott sei Dank" noch sehr viele.
Das haben die Ex-Ossis den Schon-immer-Wessis voraus, u.a.

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