Wieso hat Deutschland keine Staatsreligion?

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8 Antworten

Du findest nach ausgiebiger Recherche nichts Konkretes?

Wie konkret hättest es denn gern?

Auszug aus Wikipedia zum Thema Staatsreligion:

In Deutschland wurde mit Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung in Art. 137 Abs. 1 jegliche Staatskirche verboten.

Dieses Verbot hatte zuvorderst Auswirkungen auf die evangelischen Landeskirchen, die sich zwar bereits im 19. Jahrhundert weitgehend von der staatlichen Verwaltung gelöst hatten, jedoch weiterhin dem jeweiligen Landesherrn als ihrem „obersten Bischof“ unterstanden (sog. landesherrliches Kirchenregiment). 

Durch das Staatskirchenverbot wurde dieser staatlichen Leitung der Kirche die Grundlage entzogen. Der Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts wurde jedoch nach Art. 137 Abs. 5 Weimarer Verfassung beibehalten und für andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften explizit geöffnet.[...]

Und zur Weimarer Reichsverfassung u. a.:

Dritter Abschnitt: Religion und Religionsgesellschaften

Im dritten Abschnitt werden Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit garantiert. Außerdem wird auf eine Staatskirche verzichtet; damit war das bis dahin noch geltende „landesherrliche Kirchenregiment“ abgeschafft, nach dem der Landesherr Träger der Regierungsgewalt in der evangelischen Landeskirche war. [...]

Wenn dort nachschaust, findest reichlich Querverweise, die fast jedes Detail noch ausführlicher erklären.

P.S.: Lerne erstmal, wirklich gründlich zu recherchieren (-;

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Kommentar von jeyjeyx33
04.01.2016, 21:00

Vielen dank für deinen hilfreichen Tipp (-;

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Kommentar von MatthiasHerz
11.01.2016, 16:16

Vielen Dank für den Stern (":

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Deutschland hat über Jahrhunderte äußerst schlechte Erfahrungen mit Staatsreligionen gemacht. In keiner Religion ist nämlich das Streben nach individuellem Glück vorgesehen, da wird man nur aufs Jenseits vertröstet.

Staatsreligionen sorgen nur dafür, dass sich die Mächtigen aus Politik und Kirche verbünden und das einfache Volk ausrauben und unterdrücken können. Andere Glaubensrichtungen werden behindert oder unterdrückt.
Das kann man z.B. zur Zeit in Georgien beobachten, wo die georgische orthodoxe Apostelkirche 2002 zur Staatsreligion mit Verfassungsrang erhoben wurde und jede Menge Privilegien genießt. Seither beklagen sich alle anderen Christen, Moslems sowieso, dass sie gegenüber der Staatskirche schwer benachteiligt und unterdrückt werden. Hier findet eine echte Christenverfolgung durch Christen statt. Metropolit Atanase Chakhvashvili (Rustavi) hat derartige Aktionen der Verfolung von anderen Christen oeffentlich als "maennlich und heldenhaft" bezeichnet.

Die Monotheistischen Religionen sind Religionen der Gewalt und des Leidens, was die Christen auf die Spitze getrieben haben. Ein Verfassungsgrundsatz in Deutschland ist jedoch, dass jeder Mensch ein Recht auf Glück im Hier und Jetzt hat. Schon alleine dieser Grundsatz verbietet eine Staatsreligion.

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ja, das ist doch gut: das heisst, das Religionsfreiheit herrscht. Das ist einerseits auf die Aufklärung zurückzuführen, andererseits aber auch darauf, das es ca. gleich viel Katholiken und Protestanten in D gibt, und da wollte man vielleicht auch keine der Religionen bevorzugen...

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Tennung von Kirche und Staat gab es schon lange vor der Weimarer Repuplik. Da gab es noch kein "Deutschland"im heutigem Sinne. Guckst du unter  "Bismarck Kulturkampf". Da war er noch preußischer Minister und das setzte sich bis zur Reichsgründung fort. Vorher und teilweise gleichzeitig fanden die selben Procedere in vielen anderen europäischen Staaten statt.

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Säkularisierung des Staatswesen seit der Entmachtung der Kirche durch den Protestantismus mit der Trennung von Staat ( weltliche Instanzen) und Kirche ( Geistliche Instanzen).

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Warum sollte es eine geben? Gibt keinen guten Grund dafür.

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weil Deutschland ein säkulärer Staat ist

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Weil der damaliege Reichskanzler Otto von Bismark die Kirche entmachtete und die Religionsfreiheit schon eine Forderung der vorrangegangen Liberalismuses war.

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