Wieso hassen so viele Schüler die Schule?

11 Antworten

Ein neues Phänomen ist das wohl kaum und einige Gründe sollten sich dafür spontan aufzählen lassen:

  • Mobbing
  • Schlechte Organisation in der Schule (ungünstig gesetzte Freistunden, Unterrichtsausfälle)
  • Fehlende Freizeitangebote (Kurse für Fremdsprachen, Theaterspiel, u.ä.)
  • Der Lehrstoff, der vermittelt wird, kann langweilig sein. Vor allem wenn er sich nicht gut praktisch abbilden lässt. Oft werden Themen von Schülern hinterfragt (Wieso muss ich wissen ...? Was bringt mir das im späteren Leben?) und dies wiederum wird von manchen Lehrern auch nicht gut begründet (oder gar zusätzlich befeuert). Zu manchen Themen fehlt ein Bezug (z.B. zu den Aussagen von Dichtern und Philosophen damaliger Zeit).
  • Schlechte Lehrer (die den Unterricht langweilig gestalten / misslaunig sind / nicht motivieren können / nicht in all ihren Fächern überzeugen können - beliebtes Beispiel sind Informatiklehrer / ...)
  • Früher Unterrichtsbeginn
  • Nicht immer gibt es viel Mitspracherecht. Selbst in Punkten, die durchaus zur Kreativität anregen könnten (bspw. die Gestaltung der Räumlichkeiten).
  • Schlechte Lernumgebungen (marode Gebäude, stickige/müffige Klassenräume, ...)
  • Misserfolge / oft schlechte Erfahrungen mit bestimmten Fächern
  • Stress
  • Die Schüler vergleichen aus ihrer Perspektive: Schule - Freizeit. Das tatsächliche Arbeitsleben und die Pflichten des Erwachsenseins kennen sie noch gar nicht. Einige Zusammenhänge werden ihnen erst im Laufe des weiteren Lebens bewusst, auch ein Verb wie "hassen" kann unpassend extrem gewählt sein.
  • Gruppenzwang (Schüler wollen nicht als Streber gewertet werden)

Ganz klar: Nicht jeder Punkt lässt sich auf jede Schule, jeden Lehrer und jeden Schüler abbilden und bestimmt kann man die Liste noch weiter ergänzen.

PS.: Ein weiterer Punkt, der mir gerade einfällt, sind in gewissem Sinne schlechte Vorbilder. Seit Jahrzehnten schon wird die Schule in den Medien schlecht geredet und das plappern einige Schüler dann auch gern einfach mal nach, selbst wenn es für ihren Fall eigentlich gar nicht zutrifft. Das manche Kritik berechtigt ist, ist keine Frage. Aber sie wird auch gern weiter breitgetrampelt, ohne Achtung davor, dass manche Lösungen auch Zeit benötigen oder sogar schon vollständig durchgeführt wurden.

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Ich mochte die Schule früher auch nicht, hab’s aber durchgezogen bis zur 10.Klasse, habe jetzt dafür einen schönen Beruf und ein gutes Einkommen.

Einerseits ist es eine übertriebene Aussage, die in den meisten Fällen nicht wirklich oder nur teilweise zutrifft und andererseits sehen die Schüler oft nur die Pflichten.

Mit ersterem meine ich, dass Schüler zwar sagen sie hassen die Schule, eigentlich aber nur Teile davon meinen (etwa das frühe Aufstehen oder die Hausaufgaben). Weiterhin sind sich viele Schüler den vollen Umfang des Schulsystems garnicht bewusst.
Wieviel von dem gelernten man später im Leben tatsächlich braucht, können sich viele Schüler nicht vorstellen.
Auch wissen sie nicht wie es ist das Gelernte dann nicht zu Haben.
Auch über die sozialen Aspekte sind sich die Schüler nur selten im Klaren.
Dass in der Schule die sozialen Fähigkeiten geschult werden, ist eher passiv und entsprechend leicht übersehbar.
Und auch dass die Freundeskreise der Schüler hauptsächlich in der Schule entstehen und sie dort einen Ort haben sich mit diesen zu Treffen, ist vielen nicht bewusst.
Hinzu kommt auch, dass die Schule einen auf das Arbeitsleben vorbereitet. Ein geregelter Tagesablauf, der im Arbeitsleben kaum anders ist, wird durch die Schule vermittelt.

Mit Letzterem meine ich im Grunde das Gegenteil. Die Schüler sehen (oft) ersteres nicht, dafür aber (nur) und unschönen Sachen. Hausaufgaben, Lernen, Klausuren, früh Aufstehen und so weiter.

Wenn Du mit Leuten redest, die einige Jahre aus der Schule raus sind, wirst DU merken, dass sie die Schulzeit sehr gut fanden.

  1. Viel zu früh aufstehen
  2. Lehrer bei denen man nichts versteht
  3. Lehrer die nach Sympathie bewerten
  4. Lehrer (die meisten) denen es einfach egal ist ob irgendwer irgendwen ärgert wo man meistens auch wenn man unschuldig ist noch Ärger bekommt.
  5. Weil man das meiste nie brauchen wird. (Außer für die Noten)
  6. Man weiß das man für den Test lernt und danach alles wieder sofort vergessen wird (hab mir mal nen Test von vor 2 Wochen angeguckt und konnte mich nicht mal mehr ans Thema errinern obwohl es ne 1 war haha)
  7. Schlimmster Grund: Mobbing 3. Schule jetzt wo ich Probleme damit hab D:
  8. Die meisten Kinder sind einfach gehässig und hacken auf allem rum und man hat da keine Möglichkeit auszuweichen
  9. Leistungskontrollen in Musik vorm ganzen Kurs wo gerne mal einer mitfilmt
  10. wenig Wahlpflicht Fächer (bei mir)
  11. Das es meistens einfach nur langweilig ist 🤷‍♀️
  12. Die toiletten...
  13. Die Schule allgemein. Kahle Wände und Stühle wo man sich den Rücken bei bricht (bei langen Haaren besonders toll wenn die jede Stunde in den Schrauben hängen bleiben)
  14. 99% der Sachen die einen interessieren und wo man sogar freiwillig hin gehen würde gibt’s nicht.
  15. zwang.

Joa is jetzt meine Meinung muss man jetzt nicht umbedingt teilen. Ich muss dazu sagen dass Schule aber auch fun machen kann, wenn einen etwas interessiert dann hört man auch zu und macht mit. Meine Einsicht ist aber auch ziemlich stark verändert dadurch dass ich jetzt auf der 3. Schule Probleme mit Mobbing habe und extrem viele fehlstunden habe.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Schule ist weder gemütlich noch entspannt. Sie ist ein Zwangssystem, dem man (in Deutschland) nicht entrinnen kann, auch wenn es nachweislich schlecht für eine/n als Individuum ist. Das Berufsleben ist wesentlich weniger zwingend und zwängend. Man kann kündigen. Man kann das arbeitgebende Unternehmen wechseln oder sich selbstständig machen. Man kann Sozialhilfe beantragen. Der Schulpflicht entrinnen kann man aber NICHT, zumindest nicht legal. Schulpflicht in Deutschland ist, zumindest in Nicht-Pandemie-Zeiten, Präsenzzwang im Schulgebäude, es handelt sich nicht um eine frei interpretierbare Bildungspflicht. Sie ist so zwingend wie ein Aufenthalt im Strafvollzug, nur haben die Betroffenen nichts getan, als geboren zu werden. Anders als Strafgefangene hatten sie nicht einmal theoretisch die Option, dem Zwangssystem zu entgehen.

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