Wieso hält das Christentum am Alten Testament fest, wo es doch so total andere Dinge lehrt als das neue?

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14 Antworten

Weil es nunmal die theologische Grundlage des Neuen Testaments ist. Vieles, was im AT an Gesetzen festgeschrieben steht, gilt für Christen durch das NT aber nicht mehr. Als Christ musst du dich z.B. nicht beschneiden lassen, oder dich an die Speisegesetze aus den Levitikus halten.

Dies hatte seiner Zeit vor allem den ganz pragmatischen Hintergrund der Modernisierung: um den neuen Glauben auch missionarisch zu verbreiten, mussten einige problematische Elemente entfernt werden. 

Trotzdem wurde das AT weiterhin als kanonische Grundlage beibehalten, auch als die Bibel auf dem Konzil von Nizäa endgültig kanonisiert wurde. Der Koran hat dies später zum Beispiel nicht getan: obwohl man dort die alten Geschichten ebenfalls finden kann, sind viele Botschaften aus der Theologie des Judentums und Christentums verändert worden (lustigerweise werfen die Moslems sowohl Juden als auch Christen vor, dass sie eine verfälschte Schriftgrundlage haben). 

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Kommentar von Vitopedia
13.05.2016, 17:18

Tausche bitte Christ durch Katholik, Protestant oder Paulusjünger aus, ansonsten stimmt es nicht

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Weil es das AT braucht, um Jesu Gottessohnschaft zu "belegen". Ohne Vater kein Sohn. Ohne AT wäre Jesus nur ein Mensch wie jeder andere. Deshalb haben Christen gar keine Wahl, sie müssen das AT mit einbeziehen.

Die Lehren sind natürlich diametral gegensätzlich. Der Gott der beiden Lehren ist entweder nicht derselbe, oder er hat eine 180-Grad-Wendung vollbracht. Das ist natürlich widersprüchlich, aber von Widersprüchen haben sich Religionen noch nie aufhalten lassen, sonst gäbe es keine.

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Weil Jesus sagte:

“ Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.“

Er sagte damit, dass die von Gott aufgestellten Regeln nicht allein durch seine Lehren ungültig geworden sind. Darum gilt das Alte Testament auch heute noch (zumindest zum grossen Teil) als bindend.

Man muss natürlich alles im Verhältnis sehen. Jesus hat die Regeln deutlicher dargestellt als es je im alten Testament der Fall gewesen ist, sozusagen eine Modernisierung.

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Eine vollständige Beantwortung würde eine lange und überraschende Liste geben.

Reduzierend: Weil auch im Christentum unterschiedliche Lehrmeinungen, Ansichten, Auslegungen, Interessen, Verpflichtungen existieren. Genauso wie im Islamtum oder Judentum.

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Das Alte Testament etabliert Prinzipien, die im Neuen Testament veranschaulicht werden. Das Alte Testament enthält viele Prophezeiungen, die im Neuen Testament erfüllt werden. Das Alte Testament liefert Geschichte über ein Volk, während das Neue Testament sich auf die Person fokussiert. Das Alte Testament zeigt den Zorn Gottes gegen Sünde (mit kurzem Blick auf Seine Gnade); das Neue Testament zeigt die Gnade Gottes gegenüber Sündern (mit kurzem Blick auf Seinen Zorn).

Das Alte Testament sagt einen Messias voraus (Jesaja 53), und das Alte Testament offenbart wer der Messias ist  (Johannes 4,25-26). Das Alte Testament zeigt Gottes Gesetz auf, das Neue zeigt wie Jesus, der Messias, das Gesetz erfüllt (Matthäus 5,17; Hebräer 10,9). Im Alten Testament handelt Gott meist mit Seinem auserwählten Volk, den Juden; im Neuen geht es hauptsächlich um Gottes Umgang mit Seiner Gemeinde (Matthäus 16,18). 

Das Alte Testament sah das Paradies für Adam verloren; das Neue zeigt wie das Paradies wiedergewonnen wurde durch den zweiten Adam (Christus). Das Alte Testament verkündet, dass der Mensch durch seine Sünde von Gott getrennt wurde (1. Mose) und das Neue Testament verkündet, dass die Beziehung zwischen Mensch und Gott wieder hergestellt werden kann (Römer 3; 6). 

Das Alte Testament legt also die Basis für das Kommen des Messias nieder, der sich Selbst geopfert hat für die Sünden der Welt (1. Johannes 2,2). Das Neue Testament zeichnet den Dienst von Jesus Christus auf und schaut zurück, auf was Er getan hat und wie wir darauf reagieren müssen. Beide Testamente eröffnen den gleichen heiligen, barmherzigen und gerechten Gott, der Sünde verdammt und sich wünscht Sünder zu retten durch das Sühnopfer. In beiden Testamenten eröffnet sich Gott selbst für uns und zeigt uns, wie wir zu Ihm kommen können durch unseren Glauben (1. Mose 15,6; Epheser 2,8).

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Kommentar von ThomasAral
14.05.2016, 16:38

um mal die wirklich krassen Gegensätze herauszustellen: die Juden sind das auserwählte Volk. Ähnlch wie im Koran haben die Juden alles Recht irgendwelch anderen "ungläubigen" auf dem Gebiet der 12-Stämme zu vernichten oder zum Glauben zu bekehren. Philister zum Beispiel.  Im NT ist dann auf einmal überhaupt nicht wichtig ob er angehöriger der 12 Stämme ist ... nun ist die Religion für Jedermann. Und das Töten egal welchen Menschen ist Sünde. Auch das Töten eines Philisters.

mit einer Religion die sich auf das AT stützt kommt man heute nicht weit. Das führt zu Terroristen wie bei den Islamisten. Das führt zu einem Elite-Denke wie bei einer auserwählten Rasse und ist nicht weit von dem entfernt was die Ideologie der Nazis war.

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Das AT ist die Grundlage und Historie des NT. Dort wird der Messias prophezeit. Da stehen auch die Propheten.  Jesus erfüllt dann diese Prophezeiung. Das NT baut auf dem AT auf. Letztendlich gemacht wird, was Jesus sagt.

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Kommentar von ThomasAral
13.05.2016, 16:04

eben nicht ... die Juden haben ja bewiesen, dass Jesus nicht der Prophezeiung entspricht die im AT gemacht wurde (AT ist Tora und Pentateuch).

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Jesus war Jude. Das alte Testament ist sozusagen der Rebstock, auf dem die Rebe des neuen Testamentes wächst. Der Gott Jahwe ("Ich bin da") ist überall der gleiche, nur hat er uns Menschen durch Jesus einen neuen einfachen Weg zu sich eröffnet.

Im Römerbrief erklärt Pauls das ganz gut, finde ich. Paulus war übrigens ein jüdischer Toptheologe, bevor er Christ wurde. Er hat dann auch DIE christliche Theologie entwickelt und aufgeschrieben in seinen Briefen im neuen Testament.

http://www.bibleserver.com/text/SLT/Roemer3

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Wenn du noch genauer schaust wirst du im Alten Testament, das die Bibel Jesus ist, auch den Gott der Liebe und Barmherzigkeit finden!

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Kommentar von MarkusKapunkt
13.05.2016, 16:30

Ja, sehr barmherzig, wie er die Menschen wegen eines Apfels aus dem Paradies warf, Abraham dazu brachte, seinen eigenen Sohn opfern zu lassen, Sodom und Gomorrha vernichtete, die Ägypter mit den Plagen strafte, oder -die Krone des ganzen- seine ganze Schöpfung in der Sintflut ersaufen ließ. 

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Kommentar von Eselspur
13.05.2016, 16:34

ich habe ja geschrieben, du sollst GENAUER schauen!

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Kommentar von Eselspur
13.05.2016, 18:25

ich glaube an Gott, der sich in der Geschichte Israels und in seinem Sohn Jesus Christus offenbart.

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Es sind nur 2 unterschiedliche Zeitepochen.

Die Zeit des AT ist die Zeit des Gesetzes: Du sollst ...sonst wirst du sterben

Die Zeit es NT ist die Zeit der Gnade, eingeführt durch den Herrn Jesus, um uns von der Knechtschaft der Sünde, 'du sollst', zu befreien.

... auf dass er die die unter Gesetz waren loskaufte, auf dass wir die Sohnschaft empfingen. Galater 4 Vers 5

Der Gott des AT ist der Gott des NT geoffenbart durch den Herrn Jesus.

Wer noch unter Gesetz ist, hat die Gnade noch nicht empfangen.

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Wo ist der Gott, die Götter des Alten Testamentes  geblieben ??

Waren der/die Gott/Götter des Alten Testamentes Aliens, d.h. Außerirdische welche den  einfachen und ungebildeten Menschen (Neandertalern) Entwicklungshilfe geleistet und sich von den  Steinzeit Menschen, Tempel, Städte, Paläste, Pyramiden und Königsgräber u.a.m. bauen und sich als Götter verehren ließen

Die Urzeit Menschen wurden nach dem Ebenbild der Außerirdischen geschaffen und versklavt, an ihnen wurde experimentiert Riesen, Centaur u.a.m. bis  humanere Aliens diesem Einhalt geboten und mit der Sintflut eine Bereinigung vor genommen haben..

Die AI werden sich erst wieder melden, wenn wir auch Raumfahrer sind und beobachten uns mit Ufos.

Das würde den rasanten Anfang, die vielen Götter und das plötzliche Ende dieser Epoche, das Alte Testament und die Ufos erklären

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Das stimmt nicht, die griechischen Schriften (N.T.) ergänzen die hebräischen Schriften nur. Es gibt keinerlei inneren Widerspruch, womit deine Frage nonsens ist. Frag dich lieber warum Gott die Beschneidung verlangt und Paulus (ein Mensch!) das Recht hat dieses Gebot zu widerrufen. Das passt vorne und hinten nicht zusammen!

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Als sie seinen Sohn getötet hatten, schrieb Gott ein neues Testament

http://daily-message.de/archiv/archiv4772.php

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Kommentar von ThomasAral
14.05.2016, 16:27

klasse schlagzeile ... artikel aber käse. gott hat nicht das NT geschrieben, sondern Anhänger Jesus Christus, die noch nichtmal gelebt haben als Jesus Christus gestorben ist. Das NT ist also nach dem Tot geschrieben und fällt deshalb schon als Testament im eigentlichen Sinne aus.

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Bist Du der Meinung, im NT gäbe es keine Brutalitäten?

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das alte gibt es extra für leute die die zeit verpennt haben ,

die anderen sind erst - ab anno 0- christen geworden

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