Wieso haben soviele Leute eine Aversion gegen die Linken?

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7 Antworten

Mir wären die Linken im humanistischen Sinne zwar noch lieber als ihr Rechtes Pendant und in einer starken Oppositionen könnten sie evtl. für etwas mehr soziale Gerechtigkeit in gemäßigten Schritten sorgen. Aber viele der Ansichten wären mir zu radikal... bedingungsloses Grundeinkommen, 75% "Reichensteuer",... wer würde den 3/4 seines Vermögens ab einer bestimmten Summe dem Staat freiwillig überlassen? Das wäre ja fast schon schwerer Diebstahl.... jedenfalls am Ende kontraproduktiv für alle.

Das wäre dann wie:

Purer Sozialismus:

Du besitzt 2 Kühe. Dein Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt dir
eine ab und gibt diese deinem Nachbarn. Du wirst gezwungen, eine
Genossenschaft zu gründen, um deinem Nachbarn bei der Tierhaltung zu
helfen.

Und wenn das nicht funktioniert kommt:

Realer Kommunismus:

Du besitzt 2 Kühe. Dein Nachbar besitzt keine. Die Regierung
beschlagnahmt beide Kühe und verteilt die Milch an alle. Du stehst
stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.

Und dann irgendwann:

Totalitarismus

Du besitzt 2 Kühe. Die Regierung nimmt sie weg und erklärt, dass diese nie existiert haben. Milch wird verboten.

;)

Lustig aber nicht ernst zu nehmen.

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also wenn du Milch als Luxusgut ansiehst(in deinen Beispiel), gibt es keinen realen Kommunismus, sonder um Totalitarismus.

Jedenfalls, niemand verdient soviel Geld mit anständiger Arbeit, nur auf den Rüchen echter Arbeiter

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@pasixundy

Jedenfalls, niemand verdient soviel Geld mit anständiger Arbeit, nur auf den Rüchen echter Arbeiter

Doch.

Kapitalismus:

Du besitzt 2 Kühe. Du verkaufst eine und kaufst einen Bullen. Dein Herde vermhert sich und der Verkaufserlös reicht um in Rente zu gehen.

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@thetee99

und wer macht hier die Arbeit, die Kühe oder der Besitzer. Wenn man jetzt die Kühe als Arbeiter sehen würde, dann merkt man schnell, dass sie eigtl nichts abbekommen und die ganze Arbeit machen.

Dazu gibt's auch Buch "Farm der Tiere" von George Orwell, der inselben anspricht, dass eine Gewaltsame Revolution nur im Austausch der Oberschicht, aber nicht der eigtl Lebensituation der Abeiter, enden kann. 

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Ich finde die Linke in Ordnung, Gysi halte ich für einen begnadeten Dummschwätzer aber er ist extrem unterhaltsam. Eine Aversion hege ich lediglich gegen Oskar Lafontaine.

Wie kommst du darauf, dass Gysi ein Dumpfschwätzer ist?

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@pasixundy

2013 z.B. sagte er folgendes:

https://www.youtube.com/watch?v=q7LUeJL1h3I

Dann ruderte er zurück, nachdem ihn ein Shitstorm auch aus der eigenen Partei übermannt hat.

Oder erinnern wir uns an den ersten rot-roten Senat, wo er ganz schnell das Handtuch geworfen hat. Der tut nichts, der redet nur.

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@dataways

Er mag sich vielleicht etwas unpräzise ausgedrückt haben. Aber daß Besatzungsrecht nach wie vor gilt, ist ein nüchterner Fakt.

"Als die SPD 1990 im Bundestag wissen wollte, auf welcher Rechtsgrundlage die Special Forces der Amerikaner in Deutschland jetzt arbeiteten, bekam sie vom Staatsminister im Auswärtigen Amt
zu hören: auf dem Aufenthaltsvertrag von 1954 und dem Zusatzabkommen zum Nato-Truppenstatut. Das alliierte Recht zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs ist weder in der alten, noch der neuen Bundesrepublik außer Kraft gesetzt worden.“ (Foschepoth, 2013)


https://de.wikipedia.org/wiki/Zusatzabkommen\_zum\_NATO-Truppenstatut

Dieser Aufenthaltsvertrag schreibt alliiertes Besatzungsrecht fort. Das Kündigungsrecht ist auch nur theoretisch, da die Bundesregierung vertraglich gebunden ist, im Falle einer Kündigung angemessenen Ersatzregelungen zuzustimmen.

Ich sag's ja nur. :-)

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@Hegemon

War ja auch ein Thema in der "Anstalt". Faktisch kann der Bundestag das Ganze schnell und ohne großen Widerstand entsorgen, wenn ihm danach ist. Er macht es nur nicht, aus Sorge, die wertwollen Informationen der britischen und US-Geheimdienste könnten versiegen.

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Wie immer gibt es viel Polemik.

Ich bleib ganz einfach bei den Fakten und das reicht auch schon völlig aus.

Mich stört, dass die Putin verharmlosen. Putin ist nuch harmlos und auch nicht unschuldig!

Mich stört, dass sie ebenso Klientelpolitik machen wie die FDP und das sie rein dutch ihre Existenz soziales verhindern.

Mich stört, dass sie Nachfolger der SED sind und das besonders, weil die SED nucht freiwillig den Löffel abgegeben hat.

Wer sagt dir das Putin nicht harmlos ist, oder Amerika als Gegenstück wirklich harmlos ist. Es ist wichtig auch unabhängige Quellen zu betrachten, nicht einfach 0815 medien glauben schenken.  

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Wer sagt, dass Putin und Amerika ein Gegensatz ist. Das nacht Putin! Srimmt's? Der Mann hat sich beschwärt, dass die Nato und die EU an Russlands grenzen ist. Dabei hat Russland das selbst verursacht. Ebenso die Isolation ist selbst verursacht. Ein A. sein und dann sind die Anderen schuld. Du glaubst das? Träum weiter!

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Warum fängst Du nich ein Punkt an. Aber von mir aus. Der Grund warum es so viel leid' in Syrien gibt is Putin. Den es war Putin, der die erste intervention pet UN Veto verhindert hat. Du kannst eunfach mal aufpassen, wenn die aktuellen Nachrichten kommen und nicht einen A... der einfach so behauptet, er hat es ja anders gemacht. Er hat es ausgelöst! Die Flüchtlingsströme wären gar nicht, wenn die resulution der UN durch gekommen wäre. Die vielen unnötigen Toten und,auch das erstäken der IS, denn das war noch ein Furtz, nur eune Idee am anfang des Syrischen Frühlings. Also babbel doch nicht einfach alles nach ubd geh mir nicht auf den Keks. Stattdessen ein gesundes mustrauen und schauen was stets passiert. Etwas Geschichtswissen hilft auch. Den Putins mist ist gar nuchts neues mein Freund. Den des ist ein Hitlersystem!

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Und dein Geheimwissen was Du per Link vermeidlich besserweisst weuß jeder und noch einiges mehr. Einfach mal aktuell due Weltlage verfolgen. Dann bekommst Du auch ein Bild. Weniger RTL und dafür mehr ARTE sehen. Und Du machst das SW Bild. Du behauptest das Putin ein weisenkind ist. Haarspray ist nichrs für die Nasenhaare

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"Wieso haben soviele Leute eine Aversion gegen die Linken?"

Weil in diesem Land seit mindestens Bismarcks Sozialistengesetzen ununterbrochen von den Meinungsmachern des Bürgertums Stimmung gegen Links gemacht wird. Ist ja auch logisch, es geht in Bezug auf soziale Gerechtigkeit und Verteilungsschlüssel schließlich um sehr viel Geld. Haben - oder nicht haben.

Seit 1933  ist der Antikommunismus offizielle Staatsdoktrin. Das hat sich auch 1945 nicht geändert!

Hier nun ein Zitat von einem unserer größten Schriftsteller, Thomas Mann: "der Antikommunimus ist die Torheit des 20. Jhdts." 

Diese treffsichere Bewertung von einem der größten deutschen Schriftsteller, ist aussagekräftig genug, bedarf daher keines weiteren Kommentars! 

Dieses Zitat entstammt einer Rede Thomas Mann in Weimar 1955 und nicht wenige Intellektuelle hielten das Zitat für eine Torheit des Schriftstellers. Er hätte ja nur ein paar Schritte raus aus Weimar nach Buchenwald gehen brauchen und sehen können, dass das KZ von den Sowjets weiterbetrieben wurde und dort saßen neben den Nazis dann (wieder) Sozialdemokraten, Christen und andere.

Dass 1933 die Nazis an die Macht kamen, konnten sich die Thälmann-Kommunisten selbst zuschreiben. Sie hätten nicht die Sozialdemokraten seit 1928 bekämpfen sollen, sondern die Nazis, mit denen sie bis 1932 punktuell zusammenarbeiteten, so wie es die Sowjets zwischen 1939 und 1941 taten.

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@dataways

Die Sozialdemokraten hatten den Kommunisten unermeßlichen Schaden zugefügt, daher war es sehr schwer ausgerechnet mit denen zu paktieren. hier nun die Gründe.

  • Liebknecht und Luxemburg wurden ermordet. Einer der Drahtzieher war auch Ebert und Konsorte
  • die Arbeiteraufstände in Berlin, Hamburg sowie im Ruhrgebiet wurden von der sPD unter Zuhilfenahme der Reichswehr exekutiert
  • die Münchner Räterepublik wurde von der Reichswehr zerschlagen, die sPD war dabei der Initiator 
  • auf einer Maikundggebung Ende der 20-er Jahre ließ der sozialdemokratische Polizeipräsident Zörgiebel auf zahlreiche demonstrierende Arbeiter schießen. Etliche von ihnen wurden hierbei ermordet
  • die sPs votierte gleichfalls für Hindenburg, jener der als Steigbügelhalter Hitlers fungierte

Die KPD reichte dann 1932 der sPD die Hand gegen den Faschismus, doch diese wurde von dieser nicht aufgegriffen

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@voayager

P.S. Thomas Mann: sicherlich war es nicht gut, ausgerechnet in Buchenwald Menschen nach 1945 zu inhaftieren. Doch was sind ein paar Verhaftungen nebst harten Haftbedingungen gemessen an all den Toten, die die Hitler-Faschisten in Buchenwald verübten. hier ist klar eine Güterabwägung vorzunehmen. 

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@voayager

Liebknecht und Luxemburg wurden ermordet. Einer der Drahtzieher war auch Ebert und Konsorte die Arbeiteraufstände in Berlin, Hamburg sowie im Ruhrgebiet wurden von der sPD unter Zuhilfenahme der Reichswehr exekutiert die Münchner Räterepublik wurde von der Reichswehr zerschlagen, die sPD war dabei der Initiator

Kein schönes Gesellenstück, das Ebert und Noske abgeliefert haben. Aber - die SPD wollte keinesfalls einen bolschewistischen Putsch zulassen, wie es Lenin und Trotzki während der Oktoberrevolution gelungen war, sondern mit allen Mitteln demokratische Verhältnisse in Deutschland herstellen.

auf einer Maikundggebung Ende der 20-er Jahre ließ der sozialdemokratische Polizeipräsident Zörgiebel auf zahlreiche demonstrierende Arbeiter schießen. Etliche von ihnen wurden hierbei ermordet

Das ist nur die halbe Wahrheit. Aufmärsche am 1. Mai waren seit 1924 verboten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutmai#Vorgeschichte_des_Konflikts

Die KPD reichte dann 1932 der sPD die Hand gegen den Faschismus, doch diese wurde von dieser nicht aufgegriffen

1932? Wir erinnern uns: Im Jahr 1932 organisierten Walter Ulbricht und Joseph Goebbels zusammen den BVG Streik.
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-55573688.html

die sPs votierte gleichfalls für Hindenburg, jener der als Steigbügelhalter Hitlers fungierte

Ja, für wen denn sonst? Hitler selbst? Thälmann? Den Stahlhelm-Mann? Hat Hindenburg, der seit 1925 Reichspräsident war, 1932 Hitler zum Reichskanzler ernannt? Nö! Die Kanzler hiessen von Papen und Schleicher.

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@dataways

1. es stand 1932 die erneute Wahl des Reichspräsidenten an. die KPD teilte mit. "wer Hindenburg wählt, wählt Hitler und das bedeutet Krieg.

2. an den BVG-Streik organisiert von der KPD hängte sich die NSDAP einfach dran. Von einem gemeinsamen Paktieren kann keine Rede sein.

3. Es gab Streiks, Widerstand auf Grund des repressiven Eingreifens der Reichswehr, initiiert von der sPD, es gab eine breite Rätebewegung. Von einem bolschewistischen Putsch konnte keine Rede sein. Zu Beginn der Weimarer Republik war die KPD sehr viel weniger auf Lenin, sondern auf Luxemburg und Liebknecht ausgerichtet.

4. Maikundgebungen gab es sehr wohl auch nach 1924. Das vom sPD-Polizeiprsidenten Zörgiebel angerichtete Blutbad, begangen an demonstrierenden Arbeitern in Berlin, beweist es ja.

5. So-so, die sPD wollte demokratische Verhältnisse. Doch wohl nur im bürgerlichen Sinne, genau das, was zahlreiche Arbeiter eben nicht wollten, weil nur eine Art Bettelsuppe, sprich sehr wenig soziale Substanz und Beibehaltung des Kapitalismus. mit all seinen Auswüchsen und Ausbeutereien, Arbeitslosigkeit usw.

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@voayager

1. es stand 1932 die erneute Wahl des Reichspräsidenten an. die KPD teilte mit. "wer Hindenburg wählt, wählt Hitler und das bedeutet Krieg.

Hallo? Kannst Du nicht lesen, was ich geschrieben habe? Was war die Alternative? Thämann? Hitler? Beide standen zur Wahl!

2. an den BVG-Streik organisiert von der KPD hängte sich die NSDAP einfach dran. Von einem gemeinsamen Paktieren kann keine Rede sein.

Doch! Lies doch den von mir verlinkten Spiegel-Artikel.

4. Maikundgebungen gab es sehr wohl auch nach 1924. Das vom sPD-Polizeiprsidenten Zörgiebel angerichtete Blutbad, begangen an demonstrierenden Arbeitern in Berlin, beweist es ja.

Und auch hier hast Du meinen Link zu Wikipedia schlicht nicht gelesen.

5. So-so, die sPD wollte demokratische Verhältnisse.

Im Gegensatz zur stalinistischen KPD ganz sicher. Die SPD war die Stütze der Demokratie. Was hat der Kommunismus, den Thälmann favorisierte, 1928-1933 in der Sowjetunion erreicht? 14,5 Millionen Hungertote.

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@dataways

Der Spiegel ist eine 2. BILD-Zeitung, lediglich dessen Diktion ist gehobener, so dass es wohl die passende Kost für bürgerliche Menschen mit liberaler Haltung ist.

Wikipedia ist in politischer Hinsicht mit großer Vorsicht zu genießen, repräsentiert es doch den bloßen vorherrschenden mainstream.

Die KPD war anfänglich keinesfalls stalinorientiert, also Leninismus in harter Form. 

Deine Opferzahlen sind willkürlich, zeugen von einem dumpfen Antikommunismus, der blindwütig sich geriert. 

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@voayager

Ja, ja, ist schon klar. Schon Rio Reiser sang: "Alles Lüge". Nur in der PRAWDA stand immer die Wahrheit, sonst hiesse die Zeitung ja ganz anders.

Wikipedia ist in politischer Hinsicht mit großer Vorsicht zu genießen, repräsentiert es doch den bloßen vorherrschenden mainstream.

Dann gab es wohl 14,5 Millionen Mainstream-Tote in der SU. Das waren Zahlen, die auch Lenins Kronprinz schätzte. Kannste alles beim Kommunisten Isaac Deutscher nachlesen. Der schrieb auch ein paar interessante Passagen über die KPD und Stalins unselige Rolle im spanischen Bürgerkrieg.

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@dataways

ausgerechnet ein Trotzkist als Kronzeuge, das ist wirklich lächerlich!

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@voayager

ausgerechnet ein Trotzkist als Kronzeuge, das ist wirklich lächerlich!

Du kannst auch nur rummäkeln, oder? Erst lehnst Du alles ab, was in Deinen Augen antikommunistisch ist, dann besorge ich Dir einen waschechten Kommunisten und der ist Dir auch nicht recht.

Was hast Du gegen Trotzki? Er wird in Lenins Testament ausdrücklich als geeignester Parteiführer empfohlen, oder hast Du was gegen Lenin?

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Vielleicht weil Viele trotz zweier Umbenennungen wissen, dass die Linke der direkte Nachfolger der SED ist, die 40 Jahre lang die Menschen in der DDR geknechtet haben und u. a. die Mauer gebaut haben. Auch wenn sie inzwischen Kreide gefressen haben, kommen die alten Reflexe immer mal wieder durch.

"40 Jahre lang die Menschen in der DDR geknechtet haben"

Ich kenne niemanden, der geknechtet wurde. Und ich hab's im Unterschied zu Figuren wie Dir jahrzehntelang selbst erlebt.

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@Hegemon

Das stimmt, das ist mir erspart geblieben.

Und da die DDR ein Erfolgsmodell war, gibt es sie noch und wir mussten nicht 2.000.000.000.000 EUR für die Wiedervereinigung ausgeben.

Offensichtlich gehörst du auch nicht zu den mindestens 251 Mauertoten, die auf Befehl der SED-Führung ermordet wurden.

War alles nur ein Streichelzoo.

Das sind genau die Menschen, die ich mir als Regierung wünschen würde.

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@Hegemon

@Hegemon:

Also ich hab 1989 die Trabis gen Westen fahren sehen und nicht die BMW's gen Osten.....

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@archibaldesel

Tja, wenn man sich vorher nicht an den Kriegsreparationen beteiligt und nach dieser ersten De-Industrialisierung eine zweite De-Industrialisierung durch die "Treu"-hand folgen läßt, weil man preiswerte Konkurrenz vernichten will, dann muß man sich natürlich nicht wundern, wenn diese Region hinterher am Tropf hängt. Das ist halt der Preis der Gier.

Aber solche Zusammenhänge braucht man RTL-Publikum und BILD-Lesern nicht versuchen, zu erklären. Das wäre aussichtslos.

Ich hätte dann trotzdem gerne mal gewußt, wann ich oder mein Umfeld "geknechtet" wurden. Davon haben wir nämlich nichts mitbekommen. Da läßt sich unsereiner doch gerne vom BILD-Leser aufklären.

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@CamelWolf

Ach? Und die Trabifahrer haben Dir erzählt, daß sie "geknechtet" wurden? Das ist ja interessant. Erzähl mal - so mit Peitschen und Ketten und so? Auf Galeeren und in Steinbrüchen?

Oder ging's doch eher um Bananen?

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@Hegemon

Dass deine Argumentation Quatsch ist, weißt du natürlich.

  1. Die DDR war vor der Wiedervereinigung pleite
  2. Die Treuhand hat nur noch den Schrott abgewickelt. Wäre es kein Schrott gewesen, wäre die DDR ja auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig gewesen
  3. Die Demontage haben die Russen durchgeführt. Also schöne Grüße an die Genossen, die übrigens auch heute noch von der Linken verteidigt werden.
  4. Auch die Bundesrepublik hat Entschädigungen in Milliardenhöhe gezahlt. Unter anderem Israel. Für Verbrechen wie den Holocaust hat die DDR sich ja nie zuständig gefühlt
  5. Die Flüchtlinge über Ungarn oder über Prag sind sicher nicht geflohen, weil die DDR das Paradies der Werktätigen war
  6. Es ist ja schon bezeichnet, wenn ein Staat seine Bürger einsperren muss, damit sie ihm nicht alle weglaufen. Und als die Grenzen dann tatsächlich geöffnet wurden, ist alles implodiert.
  7. Und es ist Fakt, dass das Regime auf seine eigenen Bürger schießen ließ, wenn sie die Mauer überwinden wollten

Das aber gar nicht das Thema der Frage. Es geht um die Linke und damit für mich um die SED. Und ich will keine Partei an der Regierung sehen, die 40 Jahre lang bewiesen hat, dass sie es nicht kann, die ihre Macht nur mir einer Behörde wie der Stasi erhalten konnte, und die ihre Bürger einsperren musste, damit sie nicht weglaufen. 

Wenn das für dich eine Alternative ist, wähle sie doch, Genosse. Ich werde sicher nicht versuchen, dich umzustimmen. Vielleicht warst du ja einer der privilegierten Funktionäre in der DDR. 

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@archibaldesel

Bitte keine Eseleien, schließlich war niemand gezwungen aus der DDR zu flüchten. Auch war es beim Schießbefehl so, das erst einmal ein Warnschuß zu erfolgen hatte. Erst wenn der ignoriert wurde, gab es "Geuer frei", wobei bevorzugt eine Fluchtrunfähigkeit angestrebt wurde, sprich kein gezielter Todesschuß.

In der alten BRD und im jetzigen D. werden etliche Räuber erschossen, nicht immer sind es die Beine, auf die geschossen wird, auch gezielte Kopfschüsse kommen gehäuft vor!

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@archibaldesel

Falsch. Die DDR war vor der Wiedervereinigung nicht pleite. Das ist eine längst widerlegte Legende des Dunstkreises um die Kohl-Regierung, um die völlig überstürzte Wiedervereinigung zu rechtfertigen. Dazu muß man wissen, daß im Schürer-Papier die KoKo-Milliarden nicht aufgeführt waren. BILD-Leser haben diese Begriffe freilich noch nie gehört. Woher auch.

http://www.mdr.de/damals/archiv/ddrpleite104.html

"Die Treuhand hat nur noch den Schrott abgewickelt. ...
Weltmarkt"

Auch falsch. Man hätte den Großteil der Betriebe durchaus
sanieren können, wenn man gewollt hätte - und zwar mit vergleichsweise wenig Aufwand. Man wollte aber nicht. Stattdessen hat man zerschlagen und Volksvermögen verschleudert und verschenkt - zu 85 % an Westdeutsche und zu 10 % an ausländische "Investoren". Die Betriebe sind vor allem deshalb ins Straucheln geraten, weil aufgrund des idiotischen Wechselkurses über Nacht der Markt des Ostblocks wegbrach.

"Die Treuhand hätte die Privatisierung viel langsamer betreiben müssen, hätte gezielter sanieren und bei der Vergabe von  Bürgschaften und Subventionen großzügiger sein müssen."

"Rohwedder setzte sich nonchalant über das Treuhandgesetz vom Juni 1990 hinweg, das vorsah, dass die großen DDR-Kombinate in private branchenbezogene Aktiengesellschaften überführt werden sollten."

"Die Alternative, wichtige Unternehmen vorübergehend in Staatshänden zu belassen und Schritt für Schritt zu sanieren, wurde ordnungspolitisch doktrinär ausgeschlossen oder erst nach heftigen Interventionen von Landesregierungen, Belegschaften und Gewerkschaften akzeptiert. Industriepolitik war ein Fremdwort im vereinigten Deutschland. Man hätte, im Nachhinein betrachtet, mehr Geld in eine echte 'Treuhandpolitik' hineinstopfen müssen, es hätte sich ausgezahlt."


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-treuhand-anstalt-ausverkauf-der-republik-1.137266

"Die Demontage haben die Russen durchgeführt."

Die gesamtdeutsche Wehrmacht hat 3,5 Jahre lang in der SU keinen Stein auf dem anderen gelassen und alles gestohlen, was nicht niet- und nagelfest war. Es wurden 1.710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Industriebetriebe und 65.000 km Eisenbahnstrecke zerstört. Kein anderes Land hatte auch nur annhähernd vergleichbare Schäden zu verzeichnen. Warum hat sich Westdeutschland nicht an der Begleichung des Schadens beteiligt? Daß die SU ihren riesigen
Reparationsbedarf nur aus der SBZ befriedigt, war in Postdam der Vorschlag der Amis. Und - Zitat: "mitten durch Deutschland eine Grenze zu ziehen, und alles östlich davon unter das sowjetische System des Staatssozialismus stellen zu lassen" war die Idee der Briten. Die Westmächte haben Deutschland geteilt, um die Westzonen nicht den berechtigten Reparationsforderungen der
Sowjets auszusetzen. Auch hier: der Preis der Gier.

Die SBZ/DDR zahlte 97-98 % der gesamtdeutschen Reparationen - pro Kopf das 130fache.

Zahlungen des Lastenausgleichs - selbst wenn sie an ausgewanderte Bürger gehen, sind keine Reparationen sondern interne Leistungen. Auch die DDR hat Verfolgte des NS-Regimes bei sich entschädigt.

Fakt ist, daß den Beton für die Mauer die Westmächte angerührt haben. Ulbricht hat ihn dann nur noch verarbeitet. Wenn man eine Region vorsätzlich ausbluten läßt, muß man sich nicht wundern, wenn die Leute abhauen. Solch einen Exodus kann kein Land auf Dauer verkraften. Deswegen hatten die Westmächte auch kein Problem damit, daß die Grenze geschlossen wird:

"Ich verstehe nicht, weshalb die Ostdeutschen ihre Grenze nicht schon längst geschlossen haben; ich glaube, sie haben jedes Recht dazu." (Kennedys Berater Senator J.W. Fulbright, 1961)

Ich vermisse von Dir immer noch Deine Antwort auf die Frage,
wann und wie ich "geknechtet" wurde. Kann ich noch mit Deiner Antwort rechnen, oder hast Du inzwischen begriffen, daß Deine Behauptung nur das belanglose Geschwätz eines Propagandaopfers war?

Deine Unterstellung, ich sei "Genosse" oder "privilegierter
Funktionär" gewesen, ist armselig. Ich verware mich nur dagegen, daß indoktrinierte Besserwissern, die ihre "Weisheiten" aus dritter oder vierter Hand haben, sich anmaßen, mir mein Leben zu erklären.

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@voayager

Ein Mensch der ein Land verlassen will, ist kein Verbrecher. Ein Verbrechen ist es, ein ganzes Volk einzusperren. Ich finde es ausgesprochen zynisch, den Opfern die Schuld daran zu geben, das sie von Grenzern ermordet wurden.

Auch wenn ich mir natürlich gerne Eseleien nachsagen lasse, hier bin ich über deine Kaltschnäuzigkeit und deinen Zynismus wirklich erschrocken.

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@Hegemon

Deine Unterstellung ich wäre Bildleser zu meinem Medienkonsum sind auch nicht gerade freundlich, Genosse. Es scheint mir, dass du hier der indoktrinierte ewiggestrige Ostalgiger bist.

Ein eingesperrtes, von der Stasi bespitzeltes Volk, das von seinen Grenztruppen als Feind betrachtet wird, ist in meiner Wahrnehmung geknechtet. Du magst es als ostalgische Folklore empfinden, mir würde es sehr missfallen.

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@archibaldesel

Ich stelle fest, daß Dir auffallend schnell die Argumente ausgehen. Ich hab das aber auch nicht anders erwartet. Ich wünsche Dir trotzdem einen schönen Abend. :-)

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Aber die Linke will kein totalitäres System errichten!!!!,

sie will eine Partei der Menschen sein, nicht der Wirtschaft.

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@archibaldesel

Es gibt soviel aus der Vergangenheit zu lernen, was passiert wenn man die Massen unterdrückt oder auch: wozu Nationalismus führen kann, ABER

eine Demokratische Partei mit Parteien zu vergleichen, welche durch Revolutionen oder auch durch die Teilung Deutschlands bzw den Übergang der Besatzungszonen in "soveräne" Staaten zu vergleichen, ist totaler Schwachsinn.

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@pasixundy

Wenn du beispielsweise Sara Wagenknecht einmal zuhören würdest, wie sie die Bombardierungen von Aleppo durch die Russen verteidigt, wüsstest du, dass das kein Schwachsinn ist. Da tauchen die alten SED-Denkmuster immer wieder auf.

Und du machst noch einen Denkfehler, wenn du sagst, dass die Linke eine Partei der Menschen und nicht der Wirtschaft sein will.  Das Eine geht nämlich nicht ohne das Andere. In einem hochindustrialisierten Lamd wie Deutschland sind Wirtschaft und Menschen symbiotisch miteinander verbunden. 

Die Menschen verantworten die hervorragende Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, und die Wirtschaft sichert den Wohlstand der Menschen. Es gibt kein entweder/ oder. Glaubst du, es ist Zufall, dass es den Deutschen insgesamt so viel besser geht, als beispielsweise den Griechen, Spaniern oder Portugiesen?

Leider hat auch die Linke diesen Zusammenhang nicht erkannt. 

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Du solltest vielleicht nicht alles glauben, was im Internet steht.

Gerade Kommentare in sozialen Netzwerken sollte man nicht immer ernst nehmen. Da findet eine massive Manipulation gerade bei politischen Themen statt. Von Trollen. Aber auch von sog. "Bots".

Schau einfach mal unter folgenden Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Troll-Armee

https://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing

https://de.wikipedia.org/wiki/Sockenpuppe_(Netzkultur)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bot#Social_Bots:_Funktion_in_sozialen_Medien

Und hier eine äußerst interessante Doku dazu:

Was möchtest Du wissen?