Wieso haben so viele Religiöse Menschen Angst frei zu sein und immer erst um "Gottes" Einwilligung erbitten?

24 Antworten

Bei deiner Frage wundere ich mich einmal wieder, was 

(...) so viele Religiöse Menschen (...)

für eine Argumentation sein soll. Ist das eine neue Art, der Kritik von Pauschalität zu entgehen? Mit wie vielen Christen hast du diese Erfahrung bereits tatsächlich gemacht und wie viele haben deine aufgestellte These widerlegt?

Ich kann es nicht verstehen wieso man nicht einfach frei Leben kann und man für jede tat eine Genehmigung von braucht.

Meiner Erfahrung nach trifft das auf Extreme zu, die einen Anker im Leben gefunden haben, an dem sie sich festhalten können und auch eine ziemlich konservative, streng christliche Erziehung genossen haben. Es ist meiner Meinung nach einfach eine Unsicherheit (Wie lebe ich richtig? Wie kann ich ein guter Mensch sein und akzeptiert werden?) und Suche nach Schutz. Womöglich konnten diejenigen so - in ihren Augen - bisher gute Ergebnisse erzielen und es wirkt wie bei Aberglauben: Durch die Einhaltung gewisser Regeln tritt so etwas wie ein Placebo-Effekt ein.

Diese Unsicherheit kann man aber nicht nur bei gläubigen Menschen beobachten, es existieren noch andere Formen, der Auslebung. So gibt es Menschen, die sich an den Meinungen anderer (Freunde, Eltern, Partner) festklammern und ohne nur schwer durch das Leben kommen. Daher denke ich, dass die Suche nach einer Bestätigung ein Subfaktor des Ganzem ist.

Andererseits, das fällt mir gerade ein und ich es möchte es noch anhängen, ist das bloße Reden mit Gott, jemanden anders, der Socke, ... auch eine Möglichkeit der Lösungsfindung. Immerhin verschafft man sich so etwas Zeit, über etwas nachzudenken und dies womöglich in einem bestimmten, moralisch vorgegebenen Kontext.

Ist Gott wirklich so leicht zu provozieren das man immer angst haben muss?

Das hängt damit zusammen, wie man sich Gott vorstellt und sich verhält (durchgehend über Gott abzulästern, wäre bspw. nicht gerade zuträglich 😁). Nach der Bibel zu urteilen ist er wohl nicht jähzornig oder cholerisch, sondern geduldig.

Könnt ihr auch eigentlich auch selbst was entscheiden, ohne vorher ihn euer "Ratgeber " zu lesen was zu tun und zulassen ist.

Das ist wieder etwas, was nicht nur religiöse Menschen betrifft. Schau einmal auf den Markt, was für Bücher in Deutschland in den letzten 10 Jahren so veröffentlicht wurden. Da gibt es massenhaft Ratgeber, wie man so und so durch das Leben gehen sollte. Nach wie vor scheint es das Bedürfnis zu geben, dass Meinungen vorgegeben werden, wie man sein Leben am besten gestaltet. Weiter geht es mit Tutorials auf YouTube und in Klatschmagazinen, wie man am besten die Idealfigur erreicht oder in Trendblogs, welchem Modestil man nachhecheln sollte, um sich überhaupt noch auf die Straße trauen zu können.

Verzeiht Gott keine "Fehler" ? Wieso ist Gott so arrogant und verlangt angebetet zu werden? (...) Satan ist da einfacher und nicht so arrogant.

  1. Definiere Fehler. So lange du das Wort nur mit Anführungszeichen belegst, ist der Kontext, den du ansprechen möchtest, unklar.
  2. Lies die Bibel.
  3. Was weißt du über Satan? Wieso schließt du bei ihm das aus, was du dem christlichen Gott vorwirfst?

Freiheit ist auch Verantwortung und Ungewissheit;

letztendlich haben aber auch alle die nicht glauben unbewusste Mechanismen um gegen die Ungewissheit vorzugehen, alleine schon durch unseren kausalen Denkmechanismus, wobei der Umfang natürlich schwanken kann.

Bei den wenigsten dürfte es also um die Angst vor Gott gehen, als viel mehr um die Angst eine falsche Entscheidung zu treffen oder eine Situation nicht kontrollieren zu können.

Religioese Menschen moechten im Einklang mit Gott leben! Sie richten sich gern nach Seinen Geboten, die sehr gute Wegweiser sind, um in diesem wie auch im naechsten Leben gluecklich zu sein.

Gott ist unser Schoepfer und Vater im Himmel und will nur unser Bestes! Gerade seine Gebote machen uns frei und bewahren uns vor grossen Fehlern, die uns ungluecklich machen wuerden.

Jeder von uns, ob glaeubig oder nicht, ist in all seinen Entscheidungen vollkommen frei! Aber niemand ist frei von den Konsequenzen, die - ob gut oder schlecht -  jeder Entscheidung folgen.

Unser Vater im Himmel weiss, was gut fuer uns ist, und will uns vor unnoetigem Unglueck bewahren. 

Wer sagt, Er verzeiht keine Fehler? Jeder, der seine Fehler erkennt und ehrlich bereut, wird Vergebung erlangen! Wenn es nicht so waere, haette  Jesus Christus sich ja umsonst fuer unsere Suenden geopfert.

Du solltest mal gruendlich die Bibel lesen, vor allem erst einmal das Neue Testament! Dann wirst du begreifen, dass Gott keinesfalls arrogant ist, sondern ein liebender Vater, der - wie jeder liebende Vater dieser Erde -seine Kinder auf dem rechten Weg zu sich nach Hause fuehren moechte!

 

Was möchtest Du wissen?