Wieso haben Menschen Vorurteile?

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11 Antworten

Weil man innerhalb von einem Bruchteil von Sekunden entscheiden muss, ob jemand Freund oder Feind ist. Deshalb bilden wir uns automatisch über alles und jeden eine Meinung, selbst wenn wir noch keine genauen Informationen über denjenigen haben.

Das Problem ist nicht, Vorurteile zu haben, die hat jeder. Ein Problem wird es erst, wenn man nicht bereit ist, dieses erste Urteil, was man unbewusst gefällt hat, bewusst zu überprüfen und zu schauen, ob es gerechtfertigt ist.

Und nicht alle Vorurteile sind negativ - zB haben Menschen in anderen Ländern oft das Vorurteil, Deutsche seien fleissig. :P

 

Snanifo 22.03.2011, 23:11

Lieber phlox1979,

Ich seh dich gerade rumlaufen, immer nach vorne, hinten und den Seiten absichernd, die Pistole schussbereit in der einen, das feststehende Messer in der anderen, immer bereit, jeden auftauchenden Feind sofort zu bekämpfen.

Selbst in einer von Konkurrenz jeder gegen jeden bestimmten Welt  hat  diese Scene eher Seltenheitswert. Auch was den Bruchteil von Sekunden als Enscheidungsnotwendigkeit betrifft ist doch hemmungslos übertrieben. Jeder hat doch Zeit, sich ein Urteil über die verschiedensten Dinge zu bilden und es geht ja heutzutage mit den Informationen doch sehr zügig! Außerdem wie soll das denn gehen, unbewusst Urteile zu fällen? Da hast du mal einen Schluss, auch einen schnellen gezogen, dann wird dir dabei Unbewusstheit angedichtet!

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phlox1979 24.03.2011, 08:20
@Snanifo

Aber es ist so. Natürlich ist "Freund oder Feind" heutzutage etwas übertrieben, es ist ja keine wissenschaftliche Abhandlung. Aber es ist nicht unwahr - man bildet sich innerhalb von Sekunden (7?) ein erstes Urteil, dass auf den eigenen Erfahrungen und dem, was wir so durch andere mitgekriegt haben (auch TV) basiert. Und natürlich auf unsere sozialen Prägung. Man assoziiert.

Beim Flirten: wie entscheidest du, mit wem du sprechen willst und wen du links liegen lässt in einer Menge? Da scannt man meist auch nur kurz die Leute und sortiert erstmal nach Typ. Details kommen später.  Wen findest du auf Anhieb sympathisch, wen nicht? Und warum? Das hängt davon ab, welcher Erfahrungen man im Kopf hat. Viele Leute haben zB ein bestimmtes Beuteschema... man kann oft schon im Voraus sagen, wen aus der Menge zB die beste Freundin attraktiv finden wird. Auch das sind Vorurteile. Nur geht es eben nicht um Freund oder Feind, sondern um Sympathie und Attraktivität. Oder eben das Gegenteil davon.

Und sie können überlebenswichtig für uns sein oder uns zumindest vor unangenehmen Erlebnissen bewahren - wie wenn man einem Kind das Vorurteil einimpft, dass ein fremder Herr, der nett zu dem Kind ist und ihm vll sogar Süßigkeiten geben will, vermutlich gefährlich ist. Es gibt jede Menge wirklich nette Männer, also ist das ein Vorurteil den guten gegenüber. Aber das Kind soll doch dann lieber einmal mehr Misstrauen haben als tatsächlich zum Opfer zu werden.

Schade ist es nur, wenn einer (nachdem er erstmal weit genug weggerannt ist ;D) nicht dazu bereit ist, dieses Vorurteil aufgrund von Fakten zu überprüfen und seine Meinung über die Person zu differenzieren. Erst, wenn man nicht dazu in der Lage ist, sein Vorurteil beiseite zu schieben und die Person nach den ersten Sekunden als Individuum zu sehen und zu respektieren, entwickelt sich Rassismus. Bis dahin ist es aber einfach ein Teil von  uns.

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Snanifo 26.03.2011, 19:43
@phlox1979

Dann schreib halt nicht "Freund oder Feind" hin! Das klingt sehr nach unübersichtlichem Krieg!

Dass es im Geschäftsleben soche Situationen gibt, wo man schnell entscheiden muss, was der Konkurrent will, will ich gar nicht ableugnen. Deshalb alle, die was anderes wollen als Freund zu bezweichnen und ide anderen als Freunde, hilft glaube ich auch deshalb nicht weiter, weil manche ersten Eindrücke krottenfalsch sein können.

Auch das Flirten ist kein Freund-Feind-Problem, sondern einfach dem geschuldet, dass dir halt manche Typen von Leuten nicht gefallen.

Das nächste für dich wieder in die Freund-Feind-Problematik fallende (überlebenswichtig) ist ein ganz anderes Problem. Da geht es eher darum, Freunden zu misstrauen, also Leuten aus dem engsten Familienumfeld und nicht Feinden! Und es betrifft Kinder, die oft ein gutes Gefühl für Leute haben, die es nicht gut mit ihnen meinen, aber halt wenig Lebenserfahrung. Und das wirst du mit deinem gut gemeinten Rat auch nie ändern können!

Und ganz zum Schluss: Warum sollte man sich denn, wenn man sich der Möglichkeit des Irrtums bewusst ist, immer gleich eine Meinung über einen anderen bilden über Assoziationen u. anderem? Man kann sich doch auch mal eingestehen, dass man zu einem Menschen nichts oder wenig sagen kann!!

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Ich denke, dass diese Sturheit, auf dem eigenen Urteil zu bestehen trotz guter Gegenargumente, damit begründet ist, dass dieser Vorurteilsbesitzer merkt, dass er vielleicht sein gesamtes Weltbild, das er sich so zurechtgemacht hat, einer Prüfung unterziehen müsste, wenn er hier nachgibt. Also doch vielleicht Feinde? Nein, sie haben nur vielleicht ein besseres (oder schlechteres) Argument. Um dies festzustellen, müsste man es ja nachprüfen und dabei riskieren, seine eigene kleine Welt erschüttern zu lassen!

Manche machen sich heutzutage auch einen Sport daraus, gegen andere einfach gewinnen zu wollen, mit welchen Mitteln auch immer. Da stehen dann die öffentliche Meinung, die Aussage eines Professors, Diffamierung des Gegners, und andere Gemeinheiten als Argumente hoch im Kurs, übrigens nicht nur bei Politikern. Also bei solchen Gewinnertypen  ist Hopfen und Malz verloren und es ist meistens, spätestens dann, wenn die Argumente sich wiederholen, gut, die Diskussion mit einem guten Spruch (oder auch keinem) abzubrechen und die Leute mit Nichtbeachtung zu bestrafen.

Damit sie von der Informationsflut im Alltag nicht überfordert sind erstellen sie sich Schemata, damit sie Leute schnell einschätzen können

Weil die meisten  Menschen alles beängstigend finden, was sie nicht kennen oder nicht verstehen. Um diese Angst in den Griff zu kriegen, werten sie das Unbekannte ab.

Weil das menschliche Gehirn faul ist und das Denken in Schubladen sich evolutionär gut bewährt hat. In jedem Vorurteil ist ein Kern Wahrheit aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

oft ist es bequemer, einfach das gehirn abzuschalten und zu verallgemeinern. gegebenenfalls auch einfach irgendwas nachzuplappern, was man so aufschnappt. und leider ist vielen menschen bequemlichkeit wichtiger, als sich selbst eine meinung zu bilden.  oft sind sich die menschen auch nicht dessen bewusst, wie gefährlich schwarz-weiß denken eigentlich sein kann...

Weil Menschen intelligent und Entwickelt, Ausgeprägt genug sind um denkvorgänge möglich zu machen.

mibvws 20.03.2011, 19:47

intelliegent?der mensch??? ich lach mich tot...

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neuesmitglied28 20.03.2011, 19:49
@mibvws

jaja so ist es eben. sonst könntest du dies hier jetzt nicht verstehen und lesen

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Tinkerbell7 20.03.2011, 19:59

wenn man einigermaßen intelligent ist sollte man doch aber vesuchen, sich von seinen vorurteilen zu lösen oder sie wenigstens zu hinterfragen...?!

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neuesmitglied28 25.03.2011, 13:53
@Tinkerbell7

sicher habe ich verstanden das es sich um rethorische fragen handelt. vielleicht kann man so intelligent sien, zu vertehen nicht alles 1:1 zu übernehmen

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Menschen sind nun einmal eine sehr ... oberflächliche Rasse, sie wollen immer Recht haben und viele denken sehr egoistisch.

 

 

Leider gibt es auch Menschen, die sogar das Blatt am Baum stört, diese Menschen wollen dann über alles und jeden meckern, verbreiten dabei Gerüchte und wenn diese uns dann erreichen bilden sich in unsren Gehirnen Vorurteile.

Das Gehirn versucht immer, Zusammenhänge zu erkenne, auch da, wo keine da sind.

Weil ihnen in dem Moment ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe die Blutzufuhr zum Hirn kappt!

Dummheit und Neid sind schuld daran .

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