Wieso haben manche Menschen einen festen Musikgeschmack?

8 Antworten

jeder Mensch fühlt unterschiedlich, die einen mögen lieber Gitarren-Klange, die anderen zB Bass oder Klavier. Jeder verbindet etwas mit den Liedern/ Texten oder mg eben die Stimmlage einer Band-Gruppe oder eines Sängers. Jemand der einen festen Musik-Geschmack hat hört diese Art/Richtung am liebsten, es ist auch vom Charakter und den Erinnerungen abhängig. Manche sind offen wenn es um Musik geht (wie du dich beschreibst). Klar gibt es sicher welche die es wegen Gruppenzwang tun. Aber ein Nachteil ist es sicher nicht, wenn die "fokusierten" Leute glücklich mit ihrem Musikgeschmack sind.

Schätze du hast recht... finds einfach so.. limitierend...

Musik ist eins der schönsten Dinge die mir passiert sind und dann kommt meine Mutter (Muslimin, nein ich bin kein kurde/Muslim) und behauptet der Teufel steckt in der Musik. :D

Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass Rock/Metal ausreicht um das volle Potential der dabei entstehenden Lust zu entfalten.

1
@yeap1990

ich zB höre (meistens) nur Metal. Es gibt in jeder Musikrichtung mehrere Kategorien, das darf man nicht vergessen. Gibt (als Bsp Metal) die Unterkategorien Melodic-, Folk-, Instrumental-, Gothic-, Hardcore- Metal usw. Soll heißen auch wenn man sich auf eine Musikrichtung versteift hat, kann man mit dieser alle Genres ausfüllen. Ich finde es jetzt nicht schlimm "nur" eine Richtung oder viele zu hören, ist jedem selbst überlassen :)

1

Hinter dem Musikgeschmack verbirgt sich oft eine Gesinnung. Wer Punk lebt, der hört auch Punk. Ansonsten ist es schon eine Form von "Prägung", wann man welche Musikrichtung zuerst hört und sich dann vorzugsweise für diese Variante entscheidet. Das ist wie mit dem Essen: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht."

Anfang der 1980er Jahre sind viele Musikgenres von jungen Musikern neu geschaffen worden (z.B. Wave, Synth-Pop). Dank BRAVO u.ä. wurden diese dann so gehypt, dass die jungen Hörer sich Idole schufen und entsprechend ihr Outfit daran orientierten, was sich dann irgendwann verselbstständigte. Wer dann einmal "Blut geleckt" hat, der hält an diesem Genre fest. Entsprechend ist die Prägung durch das Elternhaus: Hören/hörten die Eltern Rock à la Stones oder Doors, so konnten deren Kinder kaum Alternativen kennenlernen und sind in diese Musikrichtung hineingewachsen (worden). Oder aus Protest wurde dann die Musik gehört, welche die Eltern nicht mochten - auch daraus entwickelt sich dann irgendwann ein Musikgeschmack.

Kinder aus Haushalten, in denen klassische Musik gehört/gemacht wurde, entscheiden sich meistens selber für dieses Genre und erlernen klassische Instrumente wie Klavier, Gitarre oder Geige. Das ist auch nicht verwunderlich, denn schließlich basiert unsere heutige Musik auf den Werken und dem Harmonieverständnis der Klassiker früher Generationen. Ohne Klavier gäbe es heute auch keine Synthesizer.

Was die jetzige heranwachende Generation betrifft, so stelle ich persönlich fest, dass der Markt derart übersättigt ist, dass kaum noch eine Prägung in eine bestimmte Richtung stattfinden kann. Der Musikgeschmack des einzelnen ist zwar breiter gefächert, aber die Produktionen wie auch die Ansprüche sind weitaus oberflächlicher als zu Zeiten, in denen man noch mit analoger Aufnahmetechnik an seiner Musik wirklich hart arbeiten musste, um erfolgreich ein Publikum zu erreichen.

Irgendwann hat mit der Digitalisierung der Musik auch eine nicht mehr aufzuhaltende Inflation der Musik stattgefunden.

Gerade in jungen Jahren ist eine bestimmte Musikrichtung häufig identitätsstiftend. Ich vermute, nicht wenige bilden sich zu dieser Zeit einen Musikgeschmack (Hörempfinden) incl. der Ablehnung bestimmter anderer Musikrichtungen. Manche bleiben dann einfach ihrer "antrainierten" Musikrichtung treu.

Wer ausschließlich eine bestimmte musikalische Stilrichtung konsumiert, betäubt Angst. Welche Art von Angst, das signalisiert der Ausdruckscharakter, den die Stilrichtung repräsentiert. An der Stilrichtung der Musik, die jemand ausschließlich konsumiert, ist die (affektive) Stimmungslage erkennbar.

Die Angst vor Leere, vor Entbehrung und Langeweile kommt musikalisch im Rock ans Roll am stärksten zum Ausdruck. Eine ebensolche Haltung vermittelt die ungarische Rhapsodie Nummer 2 von Franz Liszt und eine Vielzahl von Kompositionen mit den Tempi zwischen Vivace und Presto.

Die Angst vor Überreizung, die Abwehr gegen aufreizende, stimulierende Affekte, wird von Musikstilen mit besänftigendem Ausdruck wie besonders dem Kirchengesang befriedigt. Auch das Volkslied und der Country-Song haben diesen friedlich-beruhigenden Charakter.

Die Angst vor Enge und vor Behinderung und das Bedürfnis nach Emanzipation wird im Protest-Song, zum Ausdruck gebracht. Musikstile, die rhythmisch betont sind (wie Carmina burana von Carl Orff), die im Takt aber sehr frei sein können (wie die moderne elektronische Geräuschmusik), befriedigen das Bedürfnis nach Emanzipation.

Gegen Angst vor Weite und Verlorenheit, die besonders beim Landbewohner und beim Soldaten aufkommen, kämpft die volkstümliche Ländler- und Marschmusik durch den festen Halt des dominierenden Taktes. Auf hohem musikalischem Niveau bietet die mathematisch klare Barockmusik von Vivaldi, Bach, Händel, besonders die Concerti grossi von Corelli die Befriedigung einer souveränen Stabilität.

(aus: „Signale der Persönlichkeit“ von Prof. Max Lüscher)

Signale der Persönlichkeit - (Musik, Psychologie)

Jeder Möchte durch das Musik hören ein Bestimmtes Gefühl haben. Beispiel: Bei Punk möchte man cool wirken, bei jazz/blues eher kritisch und nachdenklich, bei hard-rock möchte man das adrenalin spüren. Deswegen hören manche eben eine bestimmte richtung

Warum man etwas gar nicht hört: Das ist losisch! Wenn Ein Hard-Rocker Helene Fischer hört empfindet er nicht dieses gefühl (Adrenalin).

(Diese Gefühle sind meist unterbewusst, nicht wundern!) PS: Die Hier genannten gefühle müssen nicht stimmen, je nach lied etc.

Was möchtest Du wissen?