wieso haben Industriestaaten ihr wissen nicht in die Kolonien exportiert?

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7 Antworten

Deine Überlegungen sind undifferenziert, denn du nimmst so garkeine Einteilung in Kolonialherren einerseits und Kolonialvolk andererseits vor. Natürlich wurde auch aus Europa Wissen "exportiert", wie du es nennst, aber nicht zum Wohle der Kolonialvölker, wohl aber zum Vorteil der Kolonialherrn. Wenn diese Bergwerke und Fabriken, Eisenbahnen usw. errichteten als auch einführten, nutzten sie selbstverständlich die neusesten technischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse, andernfalls hätten sie ja sonst nicht effizient die Werte aus ihren Kolonien herausgezogen. Dies geschah allerdings nicht in dem Umfang wie in Europa, denn in den Kolonien standen den Herren ja genug einheimische allerbilligste Arbeitskräfte zur Verfügung, die z.T. unter Zwang zu bestimmten Arbeiten verdonnert wurden.


Warum sollten sie? Hätten die Briten bspw. Wissen etc. in Indien verbreitet (zmd. mehr als unbedingt nötig), wäre die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass die Bevölkerung sich gegen ihre Besatzer erhebt und/oder eine Gleichstellung ihres Volkes durchsetzen kann.

Das ist doch geschehen. In den meisten ehemaligen Kolonien gibt es Ausbeutung, Unruhen und Kriege, was zeigt, daß  die Menschen das "Wissen" auch umfangreich angenommen haben (bei genauerer Betrachtung aber doch nur ihre vorherigen Methoden "verbessert" haben).

Weil es nicht in deren Interesse. Die Bewohner der Kolonien sollten nicht auf eigene Ideen kommen und womöglich rebellieren. Die Kolonisten wollten sie möglichst effektiv ausnutzen. 

Man kann Wissen nicht einfach exportieren. Man muss ein Land aufbauen, um es reich zu machen. Und das geht niemals so schnell. Am schnellsten ging das in China und das Resultat ist eine gigantische Verschmutzung der Luft durch die umweltschädliche viel zu schnell aufgebaute Industrie dort.

was nützt es einem viehbauern im sudan, wenn er eine bau-anleitung für ein stahlwerk oder eine auto-fabrik bekommt?

in über 60 jahren seit ende der letzten kolonien haben es die meisten staaten der dritten welt nicht geschafft, eine infrastruktur zu schaffen, die auf dauer ein anwachsen des BSP bringt. wer an der macht war und ist, füllt erstmal seine eigenen taschen und die seiner vetternwirtschaft, bis die nächste revulotion das halbe land zerstört und der nachfolger in seine fußstapfen tritt.

nimm mal venezuela, das land mit enormen rohölvorkommen hat eines der geringsten durchschnittseinkommen auf dem amerikanischen gesamtkontinent. warum ist das so?


Warum, damit dort Konkurrenz wächst?

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