Wieso haben einige Katzen-Halter eigentlich gar kein schlechtes Gewissen od. Schuldgefühle wenn ihr Tier beim Freigang Jungvögel tötet od. gar selbst umkommt?

25 Antworten

Ich habe mir echt überlegen müssen, ob das eine ernste Frage ist, weil du auf jeden, der hier antwortet, sofort wütend einzeterst... Vielleicht willst du einfach nur abschimpfen?

Aber für die Mitleser:

Die Natur ist kein Ponyhof. Nach humanistischen Maßstäben ist sie grausam. Fressen und gefressen werden ist die Regel. Eine Art ernährt sich von der anderen, Katzen fressen Vögel, Vögel fressen Insekten, Insekten fressen andere Insekten oder Pflanzen. So ist halt die Nahrungskette.

Wenn ein Beutegreifer wie Katze, Greifvogel oder Fuchs einen Vogel tötet, dann ist das für das Individuum zwar schlimm, aber für das Überleben der Vogelart nicht gefährlich. Das ist in der Nachwuchsrate quasi einkalkuliert. Spatzen ziehen z.B. mehrmals pro Sommer mehrere Junge groß, und wenn nur zwei davon das nächste Jahr überleben, ist die Population gerettet.

Was den Vögeln tatsächlich den Garaus macht, ist der Mensch. Er nimmt ihnen den Lebensraum durch dichte Besiedlung, industrialisierte Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, verseuchten Böden und Gewässern. Er sorgt dafür, dass sie in den aufgeräumten Vorgärtchen nichts zu fressen finden und in den abgedichteten Gebäuden keine Nistplätze. Das Nistkästchen im sauber beschnittenen Zierbäumchen, der Meisenknödel auf dem sauber gefegten Balkon sind Augenwischerei. Wenn eine Vogelart keine Insekten mehr fangen kann, weil die durch Insektizide ausgerottet sind, dann stirbt sie aus oder wandert ab.

Katzen sind nun mal von Natur aus für die Jagd spezialisiert. Dazu gehört der Jagdinstinkt. Sie sind aber außerdem hoch komplexe, individuelle Charaktere, so verschieden wie die Menschen. Manche Katzen sind vollkommen zufrieden, wenn sie eine gemütliche Wohnung haben. Sie wollen gar nicht nach draußen. So wie meine Katze. Sie fängt allerdings manchmal auf dem Balkon einen unvorsichtigen Vogel, den sie sofort restlos auffrisst. Mein Kater dagegen liebt es, draußen zu sein, umherzustreifen und mit Nachbarskatzen zu konferieren. Er hat im ganzen Leben noch niemals irgendwas gefangen. Für die Ernährung hat er ja Menschen.

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@Luzie9

Danke Luzie,
also Friede, Freude, Eierkuchen bei dir und deiner Katz, die nur raus geht um ihres gleichen zu treffen!
Ihren Jagdinstinkt hast du ihr anscheinend abgewöhnt oder ausgeredet.

findest du es also nicht ok dass sehr viele Katzenhalter ihre Tiere tagtäglich zur sinnlosen Spaß-Jagd rauslassen?

Allipo

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Eine Katze fängt Vögel und Mäuse - ja. .. es ist ein Tier. Vögel leben auch nicht nur von Luft und Liebe sondern jagen und fressen ua Insekten und Würmer (wer schützt die denn... wo sie doch für das Bodenleben so wichtig sind?), ja nach Art fressen sie auch Fische und Mäuse . Das ist halt einfach mal die Nahrungskette. Weißt du was zB Steinadler fressen? Mäuse, Murmeltiere, Katzen, Hasen und Hühner. Sie erbeuten aber auch größere Tiere wie zB junge Rehe. Man kann halt nicht jedem Tier einen Maulkorb umlegen und zuhause knebeln und fesseln damit es ja keinen Mucks von sich gibt aber gleichzeitig nach artgerechter Haltung schreien.

Ich finde es auch nicht richtig zu sagen, eine Katze sei mit reiner Wohnungshaltung glücklich. Welches Tier ist schon glücklich Tag ein Tag aus eingesperrt zu sein? Reinen Wohnungskatzen bleibt nicht anderes übrig als sich anzupassen. Das sagt aber nichts über ihre Befindlichkeiten aus. Ich bin der Meinung, dass jedem der ein Tier haltet der Freigang einleuchten muss der nur ein Mindestmaß an Feingespür für ein Tier mitbringt. Mit meinen Hunden gehe ich schließlich auch 2 Stunden am Tag raus oder fahre mit ihnen an den Hundestrand oder wir fahren mit den Hunden in den Urlaub.

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dann gehe doch auch mit deinen Katzen beaufsichtigt raus!

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@Allipo

Du verfolgst eine Philosophie und einer derart eingeschränkte Sichtweise die einen Austausch nicht möglich machen. Es waren schon einige gute Antworten dabei, die watscht du aber in einer Art und Weise ab, dass du hier vielleicht Tagebuch führen kannst, mehr aber nicht. User sind nicht in der Bringschuld und nicht der Puffer für deine Frustrationen. Alles Gute weiterhin!

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das kann man durchaus auch getrost den Streuner-Katzen-Haltern vorhalten

mit welcher Gelassenheit hier für das Spaß-Töten ihrer Haustiere Verständnis eingefordert wird ist schon entsetzlich

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Wenn man eine Katze hält, dann bitte artgerecht, also nicht einsperren. Ich möchte lieber, dass eine Katze ein interessantes Leben hat, als dass sie stundenlang auf die Halter wartet, wie ein Hund.

Leben ist immer mit dem Risiko verbunden zu sterben - für jedes Tier und jeden Menschen. Wir Menschen bringen viele Tiere um, und das nicht nur, um sie zu essen. Ich denke jetzt mal an die lieben Kleingärtner, die die verhaßten Maulwürfe mit Wühlmausfallen fangen und töten.

Wer im Wald spazieren geht: Wie viele Hunde sind dort angeleint? Und warum sind sie es nicht? Warum stellen wir Mäusefallen auf dem Dachboden auf?

Fragen über Fragen. Sind Jungvögel wichtiger als Katzen? Sind die geschützten Maulwürfe weniger wichtig als der perfekte Rasen? Ist eine bienenfreie Terrasse wichtiger als die geschützten Wildbienen, die vor der Terrasse ihre Röhrchen graben?

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also natürlich ist das Leben eines Vogel wichtiger als die Spaß-Jagd einer Katz !

denke mal bitte nach!

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@turnmami

Also das Leben des Vogels ist wichtiger, als das der Katze? Ich finde beide gleich wichtig.

Denk doch bitte mal nach, was lebenslange Einsperrung bedeutet, denn der Jagdtrieb wäre anders nicht zu stoppen.

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@Shiranam

Was sagst du das mir? ICH komme nicht auf die Idee eine Katze einzusperren...

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37
@turnmami

Ich auch nicht. Darum habe ich keine Katze. Sie könnte nicht artgerecht bei mir leben.

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sollst du ja auch nicht, Bau ihr ein Gehege, dann wird sie auch nicht den Gefahren des Verkehrs ausgesetzt!

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37
@Allipo

Auch das wäre nicht artgerecht...

Würdest Du ein Leben im sicherem Knast dem Leben draußen mit all seinen Gefahren vorziehen?

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52
@Shiranam

Warum bleibst du nicht dauerhaft in deiner Wohnung. Dann entgehst du anscheinend jeder Gefahr

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@ Shiranam

du hast es fast erkannt, sie kann bei dir nicht artgerecht leben und beim Freigang ist sie permanent in Lebensgefahr und lebt ihren mortalen Trieb, zu Lasten der hier auf diesen Lebensraum angewiesenen Tieren aus !
aber eine artgerechte Tierhaltung, welche du doch für dein wohl auch geliebtes anstrebst, muss doch schon einmal eine tödliche Gefährdung durch den Straßenverkehr von vorn herein, gänzlich ausschließen, sonnst kann ich deinen Ansatz eigentlich gar nicht ernst nehmen.
Anscheinend nimmst du dieses Risiko bereits tagtäglich in Kauf.
M. M. nach kann kein Mensch einem Raubtier eine auch nur annähernd artgerechte Haltung ermöglich, denn eine tatsächlich artgerechte Tierhaltung einer Felis catus ist auch  für Zoologen bereits ein nahezu unmögliches Projekt, wenn hier keine Tierwohlgefährdung mit einhergehen darf.
Man muss vor jedem Katzenhalter der dies bei sich Zuhause probieren möchte eigentlich den Hut 🎩 ziehen! ein Mammut-Projekt bei dem auch die meisten Wildparks nur schwache Kompromiss-Lösungen darstellen können!
Wenn sich in Deutschland bald einmal die Gesellschaft und der Gesetzgeber dieser oft tierwohlgefährdenden Materie annähmen würden, könnte man sicherlich mit dem Vertrieb von Raubkatzen-Gehegeanlagen schnell Millionär werden, sollten alle Katzenhalter ihre Katze behalten wollen!

die meisten werden wohl, wie oft schon bei einer drohenden höheren TA-Rechnung den Weg ins TIerheim antreten!

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37
@Allipo

"Anscheinend nimmst du dieses Risiko bereits tagtäglich in Kauf." 

Wie meinst Du das?

Ich als Mensch nehme es natürlich tagtäglich in Kauf, dass mir draußen jemand etwas antun könnte oder dass ich einen tödlichen Verkehrsunfall erleide. Ich bin Verkehrsteilnehmerin und Autofahrerin. Ich schließe mich nicht den ganzen Tag ein.

Das Tier "würde" ich genauso dem Risiko eines Verkehrsunfalles aussetzen.

Ich schreibe "würde" weil ich kein Tier habe. Es wäre bei mir zulange und zu oft (tageweise) alleine. Wer sich ein Tier anschafft, sollte genügend Zeit haben, welche er mit dem Tier verbringt.

Auch ich töte ständig, weil ich Fleisch esse und weil ich als Mensch die Umwelt an meine Bedürfnisse anpasse (Infrastruktur) und somit wilden Tieren und Pflanzen ihre Lebensgrundlage entziehe. Ich bin Konsument von allerlei Nahrung, deren Anbau (Palmölplantagen, Sojaplantagen, Maisfelder...) dafür sorgt das in vielen Ländern der Welt Tieren ihr Lebensraum genommen wird. Meine Bekleidung (Jeans, Turnschuhe...) sorgt dafür, dass in den Herstellungsländern die Umwelt nachhaltig vergiftet und geschädigt wird.

Eine Katze hingegen, tötet nur ab und einige Vögel oder Mäuse. Somit lebt sie um ein Vielfaches umweltverträglicher, als ich.

Ich weiß das alles und die einzige Konsequenz, dieses Debakel zu beenden wäre Selbstmord, bzw die Ausrottung der Menschheit. Dann würde die Natur sich wieder einpendeln. Der Mensch ist ein fatales Evolutionsergebnis der Natur.

Aber ich bin Egoist und lebe trotzdem. Und Katzen gestehe ich dasselbe Recht zu.

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