Wieso haben die Britten Indien ausgeraubt?

5 Antworten

Bevor die Britten kamen, war Indien das wohlhabendste/reichste Land der Welt..

Das ist ein Irrtum! Wohlhabend bzw. märchenhaft reich waren die größeren und kleineren Herrscher Indiens, die allmächtig waren und ihre Bevölkerung nach Strich und Faden ausgebeutet haben.

und hätten die Britten Indien nicht ausgeraubt, wäre Indien heute immer noch das reichste Land.

Ja, die Fürsten sicherlich, die einfache Bevölkerung kaum.

WIESO haben die Britten Indien ausgeraubt ?? Waren die Britten damals so arm, dass sie Indien ausrauben mussten ?

Im Grunde haben die Briten ihre Kolonie Indien nicht ausgeraubt. Sie haben die meisten Fürsten zwar nicht beseitigt, aber in ihrer absoluten Macht eingeschränkt, hemmungslose Ausbeutung gestoppt und europäische Verwaltung sowie britisches Recht eingeführt. Viele Nachkommen der kleinen indischen Elite haben in Großbritannien studiert und britische Lebensart verinnerlicht. Die Briten haben das in zahlreiche Herrschaften zersplitterte Indien geeint, politische Zentralinstitutionen geschaffen, eine Entwicklung eingeleitet, die mit dazu beigetragen hat, schließlich 1947 die Unabhängigkeit zu erreichen.

Seitdem ist Indien ein mächtiger Staat geworden, der Unsummen in Rüstung und Atomwaffenentwicklung gesteckt hat und zugleich weite Teile seiner Bevölkerung bitterstem Elend überlässt. Religiöse Konflikte erschüttern den Staat, Frauen sind immer noch Freiwild, das Kastensystem ist nicht überwunden. Bemühungen der Briten, gerade diese Missstände zu überwinden, sind nicht oder nur unzureichend weiterverfolgt worden. Indien ist nach rund 75 Jahren Selbständigkeit auch immer noch eine unvollständige Demokratie. Fehlleistungen politischer, sozialer und anderer Art in dieser langen Zeit der Selbständigkeit Indiens können den Briten nicht angelastet werden!

Gewiss haben die Briten damals von Indien profitiert, aber keine hemmungslose Ausbeutung betrieben. Im Vergleich zu anderen asiatischen Staaten war Indien unter den Briten gut regiert und wirtschaftlich erfolgreich. In beiden Weltkriegen konnten die Briten mit Indien auf ein funktionierendes Staatswesen zurückgreifen, das ihnen wichtige materielle Ressourcen, auch Soldaten sicherte. Ein völlig ausgeraubtes Land wäre nur eine weitere Belastung, aber keine Hilfe für die Briten gewesen.

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Nicht nur die Fürsten.. Indien hatte sehr viel Geld und Diamanten

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Ist doch ganz einfach: Weil sie es konnten.

Sie waren ja nicht nur in Indien mit ihren Streitmächten vor ort und haben ihre Kolinien gegründet. Das haben fast alle Länder gemacht, die am Meer liegen. Die Briten waren nur sehr stark vertreten, weil ihre Schiffe gut waren. Was im grunde nichts anderes bedeutet als: Wenn es nicht die Briten gewesen wären, hätte es ein anderes Land getan.

Schau Dir mal die Geschichte zu China an. Hätte der Kaiser von damals sich nicht von dem Meer angewandt, so wäre China das erste Land gewesen, das das heutige Amerika gefunden hätte. Und China wäre wohl mit den Ureinwohner auch nicht wirklich anders umgegangen, als die Europäer. Ist nur ein Beispiel. :-)

Es ist nicht schön, aber genau so sieht's aus!

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Es gab nie das eine Indien bevor die Briten kamen. Die Grenzziehung erfolgte ganz willkürlich durch die Kolonialmächte. Profitiert hat von der Ausbeutung Indiens die britische Queen und britische Handelgesellschaften. Profi ist alles. Das ist das Merkmal vom Kapitalismus.

Die britische Unterschicht war damals aber tatsächlich sehr arm.

Die Antwort ist doch ganz simple.

Neid und Gier.

Sind auch die Gründe für den Kaptialismus

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