Wieso habe ich so viel über meine Oma vergessen?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Das ist normal. 

Du hast erfolgreich verdrängt, sie so leiden zu sehen. Und erinnerst dich nur noch an die angenehmen Zusammenkünfte.

Das ist so eine Art Selbstschutz des Körpers, um nicht an den negativen Erfahrungen zu zerbrechen. 

Meine Tochter ist mit 17 Jahren gestorben. Und sie allgegenwärtig. Aber auch da habe ich fast ausschließlich die guten Erlebnisse in Erinnerung. Und das beruhigt mich: Sie hatte zwar ein kurzes, aber ein schönes Leben. So konnte ich lernen, damit zu leben - ohne daran zu zerbrechen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Cinder67 31.01.2016, 11:32

Danke für deine Antwort und mein Beileid.

0

Auch ich bin früher regelmäßig zu meiner Oma gegangen (bzw. mit dem Auto gefahren), habe mit ihr zusammen Einkäufe erledigt, habe ihr Zeitungen vorbei gebracht, bin mit ihr zum Friedhof gefahren etc. Nun ist meine Oma schon vor fast 25 Jahren verstorben. Die ersten Monate habe ich sie natürlich vermisst. Doch je länger sie verstorben war, desto mehr gingen alltägliche Erinnerungen verloren. Das ist sicher irgendwo normal. Denn Dein Leben geht weiter. Du hast zwar Erinnerungen, lebst aber nicht in der Vergangenheit (für die Vergangen-heit?) Erinnerungen kann man sich zwar bewahren, sollte aber gleichwohl stets in die Zukunft schauen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?