Wieso habe ich Herzrasen mitten in der Nacht?

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6 Antworten

Als erstes würde ich mich vom Hausarzt zur sicherheit durchchecken lassen (z.B. Schilddrüsenwerte etc.). Findet er nichts, ist eine psychische Ursache warscheinlich. Dies kann jedoch nur eine Fachperson (Psychiater/Psychologe) beurteilen. Meine Zeilen sind also an Denkanstoss und nicht als Ferdiagnose gedacht.

Das was du schiliderst klingt nach einer klassischen Angststörung mit nächtlichen Panikattacken. Mehr zu den verschiedenen Formen einer Angststörung hier: http://deprimed.de/angststoerungen/

Die Merkmale von Panikattacken sind: Angstgedanken (wie "ich kriege keine Luft/ersticke", "ich habe einen Herzinfarkt", "ich werde verrückt" usw.), Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Hyperphentilation, innere Anspannungs- und Unruhezustände, Herzrasen, Depersonalisation/Derealisation, Atemnot usw.

Hinzu kommt oft die Angst vor der Angst. Der körper und die psyche sind in einem dauerhaften Alarmzustand von der Angst/Befürchtung der nächsten Attacke. Dies führt dazu, dass die betroffene Person so verunsichert ist, dass sie Schwierigkeiten hat alltägliches zu erledigen oder ruhig zu schlafen. Das Selbstvertrauen in die eigene Psyche fehlt.

Zur positiven Nachricht. Falls du Angstattacken hast lassen sich diese im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen sehr gut behandeln.

  • Psychotherapie. Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie (z.B. verhaltensorientiert oder analytisch) und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher einfach Medikamente verschreibt. Eine Psychotherapie ist hoch effektiv wenn man sie richtig macht. Zudem verhindert sie Rückfälle wenn man sie nach der Befreiung der Symptome weiterführt. Das Problem einer Psychotherapie ist einfach, dass es Monate, wenn nicht Jahre dauern kann bis sie wirkt.
  • Medikamente. Angststörungen lassen sich meist sehr gut durch Medikamente behandeln. Allen voran Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/). Diese Wirken gegen Ängste ironischwerweise besser und zuverlässiger als gegen Depressionen. Das Probem von Antidepressiva ist, dass sie täglich einenommen werden müssen und es 4-5 Wochen braucht bis sie wirken. In diesen ersten 4-5 Wochen kann sich die Angst sogar noch verschlimmern (bevor nach ca. 4 Wochen die angstösende Wirkung einsetzt). Auch sind Nebenwirkungen ein grosses Problem. Die meisten verschwinden nach einigen Wochen wieder, doch manche (z.B. Libidoverlust falls betroffen) bleiben während der ganzen Einnahedauer bestehen. Als Notfallmedikamente werden meist Benzodiazepine (z.B. Lorazepam, Alprazolam etc. http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/) verabreicht. Diese wirken gegen Ängste enorm zuverlässig sowie innert 20-30min. Sie können einfach bei Bedarf eingenommen werden und Nebenwirkungen sind i.d.R. kein Problem. Doch wie gesagt handelt es sich um Notfallmedikamente. Bei längerem und regelmässigem Gebrauch machen diese Abhängig (nach ca. 4-8 Wochen). Für eine erhohlsame Nacht pro Woche sind sie allerdings kein Problem.
  • Sport: Sei ausreichend aktiv während es Tages. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Sport bei Angststörungen und Depressionen hoch wirksam sind. Als besonders effektiv haben sich Ausdauersportarten herausgestellt. Voraussetzung ist eine Traningseinheit von 20-30min mind. 4x Wöchendtlich. Es dauert einige Wochen bis es wirkt.
  • Entspannungs- und Atemübungen. Bis zu einem gewissen Punkt helfen auch Entspannungs und Atemübungen. Diese müssen jedoch täglich praktiziert werden, also auch wenn kein unmittelbarer Bedarf besteht. Bei mir selbst halfen diese ein wenig, doch reichten sie ab einer gewissen stärke der Beschwerden nicht aus.
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Na, du sollst ja auch die Atemübung machen und nicht rauchen.. :P

Wieso steht Depression in den Tags?

Stehe auf, nimm eine Tasse Tee, setze dich hin, höre leise und entspannende Musik, schaue vielleicht ASMR-Videos und versuche dann nochmal zu schlafen.

Was das ist, weiß ich nicht. Wenn es schon so lange andauert und oft wiederkommt, würde ich auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.


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Kommentar von Temas
04.10.2016, 02:25

oh man doofe Autokorrektur -.- oh weil ich glaube, dass ich vielleicht depressiv bin und das eventuell einen Zusammenhang haben könnte. Danke ich glaube das ist wirklich eine Angstreaktion.

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Kommentar von TheTrueSherlock
04.10.2016, 02:31

Ja Schlafstörungen können bei Depression auftreten! Nimm diese körperliche Reaktion ernst und begebe dich bitte in Behandlung.

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Es kommt auf Deine Lebens-Situation an, wo die Ursache ist, aber was Du beschreibst klingt nach schweren Angst/Panik-Alpträumen oder die hast Herzrhythmus-Störungen.

Du solltest mal ein EKG machen lassen – auch im Schlaf.

Wenn das keine Resultate bringt, dann solltest Du einen Psychotherapeuten aufsuchen und erforschen, ob es Probleme in Deinem Leben gibt, die Du im Alltag verdrängst, die sich aber in Deinen Träumen um so heftiger manifestieren.

So ganz vereinfacht und ohne weitere Informationen.

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Vielleicht hattest du in diesen Moment ein kurzen Albtraum gehabt und kannst dich daran auch nicht mehr erinnern.

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Was hat das mit Depression zu tun? Wenn du glaubst depressiv zu sein geh zum Arzt und rede mit dem.

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Das ist so e Angst bzw schok reaction deines Körpers must dich beruigen und nicht an morgen denken dann gwhrvdas wieder

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Kommentar von smelt
04.10.2016, 02:17

nein Autokorrektur die scheise ist

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Kommentar von smelt
04.10.2016, 02:19

kb

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