Wieso graben die Leute eigentlich alte Skelette, Mumien usw wieder aus - ich kapiere das nicht...obwohl ich kein religiöser Mensch bin?

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6 Antworten

Nee du, 500 Jahre alte Skelette gibt es zu Tausenden die gräbt keiner aus. Aber das Wissen über die Menschen und ihre Art zu Leben vor mehreren Taudsend Jahren, das ist es was die Menschen heute interessiert. So findet man auch an/in Ötzi immer noch neues Wissen über die Welt in welcher er sich vor 5000 Jahren bewegte. ......und diese Welt formte auch einen Teil von dir.

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wieso muss man das alte zeug wieder ausgraben?

Wenn die Frage so formuliert ist, besteht vmtl. kaum eine Chance, dir das Konzept von wissenschaftlicher Neugier und der Erforschung der Vergangenheit begreiflich zu machen.

Jeder Fund gibt uns Aufschluß über das Leben früher, sei es nun das Leben eines ägyptischen Pharaos oder eines einfachen Menschen aus dem Mittelalter in Deutschland. Menschliche Knochen sind nur ein Teil des großen Ganzen, der Erforschung der Lebenswelten vergangener Zeiten.

Im Inland handelt es sich im Übrigen in den seltensten Fällen um reine Neugier. Bauvorhaben bzw. Bodeneingriffe jeglicher Art bedrohen Bodendenkmäler. Wenn der Bagger erstmal alles weggefetzt hat, gibt es keine Chance mehr, etwas zu erfahren. Was wir Archäologen nicht vorher aus dem Boden holen, ist für immer verloren.

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Kommentar von Kristinominos
19.01.2016, 01:20

Ich verstehe es vom Prinzip her schon... aber wieso muss man die zehntausendste Leiche aus dem Jahre 1482 ausgraben und irgendwo ausstellen? ... und wie soll das weiter gehen? die einen vergraben die Toten und die anderen ein paar Hundert bis Tausend Jahre später graben sie wieder aus... und das bis zum Ende der Erde? ... 

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Kommentar von Jerne79
19.01.2016, 01:20

tote begräbt man, damit sie dort bleiben und ihre gebeine in ruhe gelassen werden

Tote begräbt man in erster Linie, damit sie nicht in der Gegend herumliegen und damit die Hinterbliebenen sich verabschieden können. Je nach Religion kann das Begräbnis auch als Weg ins Jenseits verstanden werden.

Auf ewig unberührt bleiben die wenigsten Bestattungen, in erster Linie solche, die in oberirdisch gekennzeichneten Gräbern liegen. Der Rest bleibt genau so lange ungestört, bis nach einigen Jahren der nächste an der gleichen Stelle begraben wird. Heute beträgt die Ruhezeit durchschnittlich 20 Jahre. Wenn man beispielsweise einen Blick auf mittelalterliche Friedhöfe wirft und sieht, daß einzelne Körperteile noch zusammenhängend verlagert werden bei einer Neubestattung, wird schnell klar, daß die Ruhezeit oft viel kürzer war.

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Die die das machen wollen anhand der Ausgrabungen versuchen heraus zu finden wie die Menschen früher gelebt haben, wie wir uns verändert haben, was besser und was schlechter geworden ist....

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Um herauszufinden wie das Leben, die Vorstellungswelt und der Umgang mit dem Tod vor zB 5000 Jahren war und so mehr über uns selbst rauszufinden und wo wir herkommen.
Schriftquellen können nicht alles überliefern , wie es damals war bzw. Zeichnen nur ein partielles oder verfälschtes Bild und je nach Region und Zeit gibt es auch zu vielen Kulturen keine Schriftquellen.
Das hat nichts mit absichtlicher Störung der Totenruhe zu tun sondern wissenschaftliche Hintergründe.
Außerdem gibt es einige Kulturen/Regionen bei denen es verboten ist alte Friedhöfe auszugraben. Dein Anliegen wird also auch in manchen Regionen respektiert, verhindert allerdings auch Erkenntnisgewinn.

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Archäologie ist eine Wissenschaft. Es geht um die Geschichte eines Landes. Wer hat dort gelebt, wie war sein Leben, wie starb er. Das ist Geschichtsforschung. Das ist die Vergangenheit der Menschheit. Eine sehr interessante Wissenschaft. Woher wissen wir denn , das auf der Erde mal Dinosaurier gelebt haben? Die Skelette wurden ausgegraben. 

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Knochen können historische Aufschlüsse geben. Ernährung. Aber auch ob der Tote Opfer von Gewalt war wie diese Gewalt aussah. Manchmal sind auch interessante Grabbeigaben dabei

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