Wieso glauben wir, dass Gott männlich sei?

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24 Antworten

Wenn es um "diesen" Gott geht, liegt das daran, dass die, die ihn beschrieben, männlich waren und von Frauen nicht viel gehalten haben...die waren zum Kinderkriegen da, das wurde/wird denen in entsprechenden Religionslehren ja auch heute noch zugestanden. Wären es Frauen gewesen, vor vielen, vielen Jahren, wäre es ziemlich wahrscheinlich nicht Gott, sondern Göttin.

Ich selbst sehe Gott nicht als männlich...auch nicht als weiblich. Ich nenne es auch nicht Gott, sondern "das Göttliche". Ein Neutrum also, das sowohl männlich, als auch weiblich beinhaltet und das eine ohne das andere nicht göttlich wäre.

Aus christlicher Sicht (oder sonstger abrahamistischer Religion) natürlich undenkbar. Andere Religionen, die uns hier kulturell beeinflusst haben, haben dem Weiblichen immerhin nicht weniger Macht zugesprochen.

Wir glauben an Gott als den Schöpfer, oder - geschlechtsneutral ausgedrückt - an Gott als dasjenige, was die Welt und das Leben entstehen ließ.

Die herausragende Rolle Gottes dabei ist nicht diejenige, das, was in die Entstehung gerufen wird, zu nähren, bis es fertig entstanden ist. (Das wäre das mütterliche Prinzip.) Sondern die herausragende Rolle Gottes dabei ist diejenige, das, was da in die Entstehung gerufen wird, zu erfinden und ihm Gestalt und Eigenschaften zu geben. (Das ist das männliche Prinzip.)

Wenn ein Bauer einen fruchtbaren Acker hat, dann bestimmt nicht der Acker, dessen Erde das, was darauf wachsen wird, nährt (weibliches Prinzip), was auf ihm wachsen wird, sondern der Same (männliches Prinzip), den der Bauer aussät.

Somit ist Gott als dasjenige, was die Welt und das Leben entstehen ließ und bis in die Gegenwart hinein immer weiter neu entstehen lässt, männlich.

Wenn man die Schrift untersucht, so werden zwei Dinge klar. Erstens: Gott ist ein Geist und besitzt keine menschlichen Einschränkungen. Zweitens: alle Beweise, die in der Schrift vorhanden sind, zeugen davon, daß Gott sich der Menschheit in einer männlichen Form offenbart hat. Erstens soll die wahre Natur Gottes verstanden werden. Gott ist offensichtlich eine Person, weil Gott alle Eigenschaften einer Person besitzt: Gott hat Verstand, Wille, Intellekt und Gefühle. Gott kommuniziert und pflegt Beziehungen, Gottes persönliche Handlungen werden durchgehend in der Schrift beschrieben.

Johannes 4,24 verkündet: "Gott ist ... machtvoller Geist, und alle, die ihn anbeten wollen, müssen vom Geist der Wahrheit erfüllt sein." Da Gott ein geistiges Lebewesen ist, besitzt Er keine körperlichen menschlichen Eigenschaften. Trotzdem rechnet die figurative Sprache, die in der Schrift angewendet wird, Gott menschliche Eigenschaften zu, damit es möglich ist, Gott zu verstehen. Das Zusprechen menschlicher Eigenschaften auf Gott bezeichnet man als "Anthropomorfismus". Anthropomorfismus ist einfach ein Mittel für Gott (ein geistiges Lebewesen), der Menschheit (körperliche Lebewesen) die Wahrheit über Sein Wesen zu übermitteln. Da die Menschheit körperlich ist, ist unser Verständnis von den Dingen, die über die physischen Grenzen hinausgehen, begrenzt; deswegen hilft Anthropomorfismus in der Schrift uns zu verstehen, wer Gott ist.

Die Schwierigkeit ist teilweise in der Auslegung der Tatsache, daß die Menschheit in Gottes Eigenbild geschaffen wurde, inbegriffen. 1. Mose 1,26-27 sagt: "Dann sprach Gott: »Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist! Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde und über alles, was auf dem Boden kriecht.« So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau."

Männer sowie Frauen sind als Gottes Eigenbild geschaffen, und sie sind größer als alle andere Lebewesen; genauso wie Gott besitzen sie Verstand, Wille, Intellekt, Gefühle und Moralvorstellungen. Tiere besitzen keine moralische Fähigkeit und keinen unkörperlichen Bestandteil im Gegensatz zu Menschen. Das Bild Gottes ist der geistige Bestandteil, welchen nur die Menschheit besitzt. Gott schuf die Menschheit so, daß sie Beziehung mit Ihm haben sollte. Die Menschheit ist die einzige Schöpfung, die zu diesem Zweck geschaffen wurde.

In diesem Sinne sind Männer und Frauen nach dem Vorbild Gottes gestaltet – sie sind keine "Minikopien" von Gott. Daß es Männer und Frauen gibt, bedeutet jedoch nicht, daß es notwendig ist, daß Gott männliche oder weibliche Eigenschaften hat. Daß man in Gottes Eigenbild geschaffen wurde, hat nichts mit physischen Eigenschaften zu tun.

Wir wissen, daß Gott ein geistiges Lebewesen ist und keine physischen Eigenschaften besitzt. Das beschränkt jedoch nicht die Art und Weise, auf welche Gott wählt, sich der Menschheit zu offenbaren. Die Schrift beinhaltet die komplette Offenbarung von Gott und ist die einzige objektive Quelle von Informationen über Gott. Wenn man die Schrift untersucht, so gibt es einige Beschreibungen über die Form, in welcher Er sich für die Menschheit offenbart hat.

Die Schrift beinhaltet ungefähr 170 Verweise auf Gott, in welchen Er "Vater" genannt wird. Notwendigerweise kann jemand kein Vater sein, wenn er kein Mann wäre. Falls Gott gewählt hätte, sich in weiblicher Form zu offenbaren, so würde das Wort "Mutter" anstatt "Vater" vorkommen. Im Alten Testament sowie im Neuen werden bei den Verweisen auf Gott immer nur männliche Pronomen angewendet.

Jesus Christus nannte Gott mehrmals "Vater" und benutzte männliche Pronomen in Fällen, als Er von Gott sprach. Nur in den Evangelien benutzt Jesus den Begriff "Vater" ungefähr 160 Mal, da Er auf Gott verwies. Die Aussage von Jesus in Johannes 10,30 ist von besonderem Interesse: "Der Vater und ich sind untrennbar eins." Offensichtlich kam Jesus Christus in der Form eines Mannes, um am Kreuz als Bezahlung für die Sünden der Welt zu sterben. Genauso wie Gott, der Vater, offenbarte sich Jesus der Menschheit in männlicher Form. Die Schrift nimmt noch mehr Umstände auf, wobei Christus männliche Substantive und Pronomen benutzt, wenn er auf Gott verweist.

Die Episteln des Neuen Testaments (von Apostelgeschichte bis Offenbarung) beinhalten beinahe 900 Verse, in welchen das Wort theos – männliches Substantiv in Griechisch – als direkter Verweis auf Gott benutzt wird. In unzähligen Referenzen auf Gott in der Schrift kann man deutlich ein einheitliches Muster erkennen, in welchem man mit männlichen Titeln, Substantiven und Pronomen von Ihm spricht. Gott ist kein Mann, aber Er hat eine männliche Form gewählt, in welcher Er sich der Menschheit offenbarte. Ebenso nahm Jesus Christus, auf den immer mit männlichen Titeln, Substantiven und Pronomen verwiesen wird, eine männliche Form an, als Er auf der Erde wanderte. Die Propheten des Alten Testaments und die Apostel des Neuen Testaments verweisen auf Gott und Jesus Christus mit männlichen Namen und Titeln. Gott wählte, sich in dieser Form zu offenbaren, damit es einfacher ist zu begreifen, wer Er ist. Auch wenn Gott berücksichtigte, damit wir ihn einfacher verstehen können, so ist es wichtig, ihn nicht "in eine Kiste zu zwängen", also Gott auf eine Art und Weise zu sehen, die Ihm Grenzen setzen würde, welche nicht zu Seiner Natur passen.

Quelle: gotquestions.org

Link: https://www.gotquestions.org/Deutsch/Gott-mannlich-weiblich.html

Also kurz gefasst: Wir sagen "er", damit wir uns Gott vorstellen und dementsprechend ihn auch verstehen können?

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Got question ist so hilfreich! Like an got question.org

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Gott kann nicht als Geschlecht gedacht werden. Die Zuordnung zu "männlich" kommt aus der Tradition, daß Männer die (Um-) Welt gestaltet haben und die Aufgabe hatten, die Gemeinschaft zu schützen und Verfehlungen zu bestrafen.
Der feministische Versuch Gott als   weiblich zu deklarieren ist Quatsch.
Es passt weder so noch so. Für "ES" als "Kompromiss" besteht kein Handlungsbedarf.


Wieso glauben wir, dass Gott männlich sei?

Weil Männer diesen erfunden haben, unter anderem auch, um Frauen damit klein zu halten.

Wer sagt, dass Gott die Gestalt eines Lebewesens hat und auch ein bestimmtes Geschlecht? Das ist doch alles unbekannt...

.... sowie auch, obs das Gottdings überhaupt gibt.

müsste es dann nicht als "es" betitelt werden?

Mache ich so oder so schon. Das Gottdings.

Wobei Dings den Teil benennt, welcher nicht klar definiert werden kann. Wenn dem so ist, wird gerne das Wort Dings verwendet, oder Dingenskirchens, Dingensbummens oder so ähnlich.

Mit der verwendung des Wortes Dings drückt man zudem sehr gut aus, dass das Ding komplett unklar ist, in Art, Form, Herkunft, beschaffenheit und obs überhaupt existiert, all diese Dinge kann man mit Dings sehr gut ausdrücken.

Aber im Islam zum Beispiel wird Jesus als Prophet und nicht als unser Gott angesehen

Das kommt einfach daher, der Autor hat zwar fleissig abgeschrieben, musste aber sich etwas anderes einfallen lassen, um sich abzugrenzen.

(nicht alle Christen sehen Jesus als Gott an,

Dann sinds auch keine Christen

dennoch sagen wir auch "er"

Nein, ich nicht. Ich sage Dings.

Die meisten Religionen wurden halt von Kerlen "erfunden", und das zu einer Zeit, in der Frauen nichts zu melden hatten. Da konnten die doch nun schlecht behaupten, eine Frau sei die Allmächtige. Wie hätten denn dann die Männer dagestanden? :)

Gott ist eine geschlechtslose Geistperson. Er braucht in seiner Umgebung keinen Mund zum essen, keine Lunge, um zu atmen — also auch kein Geschlechtsteil, um sich fortzupflanzen.

Warum stellt er sich selbst als männlich dar?

Das mag mit der von ihm selbst festgelegten Rolle des Hauptes zusammenhängen:

"Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott." (1. Kor. 11:3)

-die kraft des männlichen ist die tatkraft. und die macht u.a. gott aus.

-die kraft des weiblichen ist die seelenkraft

-die kräfte des menschlichen sind tatkraft bund seelenkraft (nur bei mann nur frau verschieden gewichtet)

Weil es patriachalische Religionen sind.

sonst waeren solche Religionen auch heut nicht existent eine frau anbeten .... pfff (wenn man zu so einer Zeit solche Erleuchtungen hat wirst du verstossen, je nach Stimmung aus dem Dorf oder in eine Grube )

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Dieter Nuhr hat mal gesagt, „weil er sonst zu uns sprechen würde.“

LG Lazarius

Grüß Dich HosenmatzXXL!

Weil Männer den erfunden haben. Zumindest gilt das für den Monotheismus.

Im Polytheismus gibt es weibliche, männliche und sogar zweigeschlechtliche Gottheiten. Dmit istaber kein Gott gemeint, der (die) alle umfasst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Gottheit_nach_Geschlecht

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Zusatz:

Bitte den Link kopieren und in die Adresszeile setzen. Weiß nicht warum das nicht anders geht. Vielleicht liegt es am Doppelpunkt, aber der ist Bestandteil des Links.

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Du bist Muslime und im korran wurde Allha doch auch als 'er' betitelt weil er schon seit es allha gibt als 'er' betitelt wird

Lg tedmaster300

Unser ewige Gott (Jes.45,22) beinhaltet alles, was er geschaffen hat.

Aber zum Zwecke der Vermehrung (und auch Freude daran) schuf er 2 Geschlechter, wobei das des Mannes "Ihn" repräsentierte (1.Mose 1,26-27).

Jedoch sind auch Frauen Miterben des Lebens und der Ehre Wert
(1.Petr.3,7).

In Gottes Reich gibt es unter den geistigen "Kinder Gottes" (Röm.8,21) keine "Geschlechter" mehr (Mt.22,30).

Wir sagen "er" weil es "der" Gott. Das liegt einfach an dem Wortstamm.

Es gibt ja auch klar deklarierte Göttinnen, wovon es im Christentum aber keine gibt. In anderen Religionen aber schon.

Eben, das meine ich. Warum sagen wir denn "der Gott"? :) Das "der" ist uns ja eigentlich unbekannt.

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@HosenmatzXXL

Weil das WORT maskulin ist. Es ist auch der Schrank, obwohl er keinen Pipimann hat.....

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@HosenmatzXXL

Artikel vor Nomen sind nun wirklich nicht das beste Beispiel um Deutsch als schwer darzustellen. 

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Na wenn das dem Jesus sein Vattern is, dann mussa ja männlich sein ;-)

Im Christentum vielleicht, aber nicht im Islam. ;) Das ist jetzt aber keine Hetze, bloß nicht falsch verstehen. :)

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@HosenmatzXXL

Gerade im Islam wo die Frau nix wert ist, da werden die kaum einen weiblichen Gott einstellen ;-)

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@HosenmatzXXL

Da kenne ich mich zwar nicht aus, aber ich habe tatsächlich mal gehört, dass es im Islam nicht genau definiert sei und der Name/das Wort Allah auch weiblich sein könnte. Interessante Theorie.

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@Rosswurscht

Rosswurscht, da bist du leider sehr falsch informiert. Theoretisch gesehen, ist die Frau im Islam sehr viel wert. Man sagt beispielsweise, dass das Paradies unter den Füßen der Mutter steht. Die Mutter wird ja wohl eine Frau sein... Leider sieht es im Praktischen in einigen Ländern anders aus, da gebe ich dir leider Recht...

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Gott hat kein Geschlecht, dass sollte man als Muslim wissen.

man kann ja glauben an was man möchte

Ich glaube nicht, dass Gott männlich ist.

Weil Männer sich diese Geschichte ausgedacht haben und zu dieser Zeit das Thema Gleichberechtigung noch nicht so modern war.

Deswegen ist ja auch immer von weiblichen Jungfrauen die Rede und die Frauen müssen ein Kopftuch etc. tragen...

Wo steht denn, dass sie männlich ist?

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