Wieso glauben manche an Gott?

40 Antworten

Ich kann nur für mich selbst sprechen und sagen, dass ich an Gott glaube. Für mich gibt es viele Gründe dafür, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist, z. B.:

Wenn die Bibel recht hat:

  • gibt es einen Gott
  • hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft, die über das irdische Leben hinaus in eine wundervolle ewige Existenz reicht
  • kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
  • trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
  • bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
  • gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
  • sind Himmel und Hölle Realitäten
  • gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
  • können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Hallo ChuckSchuldiner,

Menschen glauben an einen allmächtigen Schöpfer,

  • weil sie nachdenken
  • weil sie sich die Schöpfungswerke genau anschauen
  • weil sie infolgedessen Realisten sind
  • weil ihnen die Logik sagt, dass präzise funktionierende Naturgesetze nicht ohne einen weisen Gesetzgeber entstanden sein können
  • und weil ihnen bewusst ist, dass es zur Aktivierung und Durchsetzung solcher Gesetze neben der vergleichsweisen „legislativen“, gesetzgebenden Gewalt auch die vergleichsweise „exekutive“, ausführende Gewalt geben muss
  • weil sie deshalb bescheiden genug sind, anzuerkennen,  dass weder der Mensch, noch der blinde Zufall, noch eine natürliche Auslese in der Lage waren und sind, die überwältigende Fülle an Weisheit, wie sie sich sowohl im Makro-  als auch im Mikrokosmos offenbaren,  ohne einen weisen Schöpfer Realität werden konnten
  • weil sie nicht dem Denkfehler zum Opfer fallen, der da besagt, dass man keinen Schöpfer benötigen würde, weil man in unserer modernen Zeit alles (oder realistischer: vieles) erklären kann, da ihnen nämlich klar ist, dass es mit dem Erklären nicht getan ist. Weder das unendliche Universum mit seinen Milliarden (oder mehr) Galaxien, die sich mit erstaunlicher Präzision auf ihren festen Bahnen bewegen, noch die erstklassige Adresse, die unserem Heimatplaneten mitten in dieser unüberschaubaren Menge zugewiesen wurde, einschließlich der Neigung seiner Achse, seiner autobahnähnlichen Umlaufbahn und seines exakt eingehaltenen Tempolimits bei gleichzeitiger   konstanter Drehung um seine eigene Achse . . . . . . also weder das, noch die rund 100 Billionen Zellen, aus denen unser menschlicher Organismus besteht, die jede für sich ihren Platz in unserem Körper kennt, die sich zudem zuverlässig an das ihr einprogrammiertes Verfalldatum hält und die - ebenfalls jede für sich - einen kompletten Bauplan des ganzen Körpers ihres „Dienstherren“ abgespeichert hat, der - wenn er ausgedruckt würde - ganze Bibliotheken füllen könnte . . . das alles und unendlich (in Worten: endlos) vieles mehr existiert nicht, weil man nach Jahrhunderten mühsamen Forschens einiges davon erklären kann, nein, umgekehrt zeigt sich die Realität: man kann einiges davon erklären, weil es existiert.

Manche glauben auch an Gott, obwohl sie Wissenschaftler sind

 Der Molekularbiologen Michael J. Behe beispielsweise fragt: „Ist es denn wirklich einleuchtend, dass das Leben einfach durch Zufall oder eine blinde Kraft entstanden sein soll? Nachseiner  Aussage decken die „erstaunlich komplizierten biochemischen Vorgänge“, die das Leben regulieren, den völligen Widersinn dieser Meinung auf. Wie er sagt, führt das Zeugnis der Biochemie zwangsläufig zu dem Schluss: „Das Leben auf der Erde ist, was seine elementare Basis . . . angeht, das Produkt intelligenten Wirkens“ (Darwin’s Black Box—The Biochemical Challenge to Evolution).

Andere glauben an Gott, weil die hochgebogene Flügelspitzen an den „Tragflächen“  großer Vögel, wie Bussarde, Adler oder Störche nicht etwa eine Kopie der Tragflächen des Airbus A310 o.a. sind. Nein. Umgekehrt hat sich das abgespielt: Die Vögel waren das Vorbild. Und nach einer Pressemitteilung der NASA konnten Fluggesellschaften 2010 infolgedessen  „weltweit 7,6 Milliarden Liter Treibstoff einsparen“, wodurch auch der Ausstoß von Flugzeugabgasen wesentlich gesenkt wurde.

Und um ein weiteres Beispiel zu nennen: Es ist auch nicht so, dass moderne Datenspeicherung eine Errungenschaft moderner Wissenschaft ist. Die DNA  in den schon erwähnten Körperzellen kann genau das schon seit Menschengedenken und zwar so gut, dass man inzwischen begonnen hat diese Methode nachzumachen. Wissenschaftler haben in künstlich hergestellter DNA verschlüsselte Texte, Bilder und Audiodateien gespeichert. Die Forscher waren danach in der Lage, die gespeicherten Daten mit 100-prozentiger Genauigkeit wieder zu entschlüsseln, und sie denken, dass in Zukunft auf einem Gramm künstlicher DNA genauso viele Daten gespeichert werden könnten wie auf 3 000 000 CDs — und das für Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Jahren.

Um dieses alles   -  lieber ChuckSchuldiner -  und vieles, vieles mehr erklären zu können, braucht man in der Tat nicht immer und unbedingt einen Schöpfer - um es allerdings erschaffen zu können, braucht man ihn und seine Weisheit und seine Allmacht schon.

Zum Schluss noch zu dieser Deiner Überlegung: „Mich würde interessieren wieso so viele Menschen an Gott glauben. Dabei wurde die Bibel doch von Menschen geschrieben . . .“.

Bedenke bitte: Auch Menschen, die schreiben können, wurden im Bilde Gottes erschaffen; woraus sich folgern lässt, dass unser Schöpfer schreiben kann. Und - jetzt kommt`s - wer schreiben kann, kann auch schreiben lassen;  kann also seine Gedanken durch andere aufschreiben lassen. Entweder durch Diktat oder frei nach einer Schilderung. Die Bibel formuliert das so:

„. . . Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, . . . Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden. . .  (2. Timotheus 3:16; 2. Petrus 1:21)

Und nicht zuletzt bitte ich Dich in diesem Zusammenhang einmal über das einzigartige Phänomen nachzudenken, dass Gottes Wort, obwohl von nur wenigen beachtet und von noch weniger verstanden, trotz alledem der absolute Weltbestseller geworden ist - mit steigender Tendenz:

Übersetzt in rund 3.000 Sprachen und daher mit übergroßem Abstand mehr als irgendein anderes Dokument.

Auflagenhöhe steigend und schon jetzt so hoch, dass für jede Familie auf dem ganzen Erdenrund ein Exemplar verfügbar ist - und das alles auch noch ergänzt durch eine fortlaufend steigende Anzahl von Online-Versionen. Auch das trägt, wie alle Schöpfungswerke, die Handschrift eines allmächtigen Gottes.

Zusammengefasst in einem einfachen aber treffenden Bibelzitat hört sich das so an:

„Denn seine [Gottes] unsichtbaren Eigenschaften werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit . . .“ (Römer 1:20)

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen, besonders  zu dem „Wieso“ in Deiner Frage ein Stückchen weiter . . .

Alles Gute

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Die Bibel ist kein Buch über die Entstehung der Welt, das Thema wird eh nur kurz angerissen ohne irgendeine Erklärung. Das entscheidende Thema der Bibel ist die Beziehung des Menschen zu Gott und wie man ins Paradies/zu Gott oder wie auch immer gelangt. Und dieses Thema hat schon immer, aber vor allem heute, Lösungen für den persönlichen nahen Umfeld des Menschen gegeben. Sie gibt Hoffnung, Erwartung, klare Verhaltens- und Denkweisen und eine Flucht aus der tristlosen Ausweglosigkeit, in der sich viele Menschen befinden. Der Glaube ist der effektivste Mittel um Alkohol- und andere Drogenprobleme zu kurrieren. Zumindest ist es das, was ich bisher gesehen und erlebt habe.

Dass die Bibel teilweise konträr zu wissenschaftlichen Erkenntnissen steht, ist für die Gläubigen nicht wichtig. Sie werden die Schrift immer so zurechtbiegen/interpretieren, dass es für viele immer noch aktuell bleibt.

Und du hast recht, wir können viele Dinge nicht wissen und werden es auch nie. Wenn es den Glauben an den biblischen Gott nicht mehr geben würde, würden die Menschen an etwas anderes Glauben. Solange es einen Grund gibt an etwas höheres, besseres, erlösendes zu glauben, solange wird es auch Religionen geben.

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Nur: Es gibt keinen objektiven Grund, an ein höheres Wesen zu glauben. Es gibt das, was User Joangf so treffend beschreibt. Es gibt da noch so einen gewissen Herrn Feuerbach, der die Motivation recht plausibel erklärt aber das alles ist subjektiv.

Objektiv macht so ein Überbau alles nur unnötig kompliziert. Objektiv ist Glaube Größenwahn, denn man maßt sich an, Dinge zu wissen, die man gar nicht wissen kann. Man maßt sich an, Dinge wie ewiges Leben zu erlangen. Was für eine Hybris!

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