Wieso glauben Atheisten daran, dass es aus dem Nichts plötzlich einen Knall gab und alles entstanden ist?

39 Antworten

HalloMrNiceGuy401,

das sind so die Fragen, wo ich als Astrophysiker mit dem Kopf auf den Tisch schlagen möchte, um mich von dem Schmerz abzulenken, die solche Fragen verursachen.

So viele Fehler in so wenig Text. Meinste nicht, dass Du Dich erst mal wenigstens so weit mit den Aussagen der Naturwissenschaft über den Urknall auseinander setzen solltest, bis Du wenigstens 2 Sätze darüber fehlerfrei hinkriegst, bevor Du als dämlich ablehnst, was sich seit 9 Jahrzehnten der schärfsten Überprüfung in Beobachtungen bestätigt?

Gehn wir die Fehler mal im Schnelldurchgang durch:

Wieso glauben Atheisten

Meeeep!

Naturwissenschaft hat nichts mit Atheismus zu tun. Naturwissenschaft macht keine Aussagen über Gott, sondern beschreibt in der Natur gesetzmäßig ablaufende Prozesse.

daran das

Meeeep! Konzessivpronomen: daran, dass...

es aus dem Nichts

Meeeep!

Nein. Das sagen die Beschreibungen des Urknalls nicht. Die Physik beschreibt den Urknall als einen Phasenübergang. Man kann lediglich nichts darüber hinaus voraussetzen.

einen Knall gab

Meeeep!

Nein. Beim Urknall knallt nichts. Die Bezeichnung Urknall oder Big Bang ist eine höchst unpassende und abfällig gemeinte Bezeichnung, die von Fred Hoyle geprägt wurde, BEVOR es Beobachtungsdaten gab, die den Urknall nachweisen.

Der Urknall ist der Beginn der Ausdehnung des Raumes. Da knallt nichts.

und alles entstanden ist

Meeeep!

Nein. Der Urknall ist der Beginn der Entwicklung unseres Universums infolge der Raumausdehnung und der damit einhergehenden Abkühlung.

Das ist doch das unlogischste überhaupt.

So, wie Du es beschreibst, schon... Nur beschreiben Physiker es halt ganz anders. Insofern läufst Du hier gleich in 2 logische Fehlschlüsse:

Das Argument gegen Pappkameraden: Bei diesem Fehlschluss stellt man einen Sachverhalt FALSCH dar, um dann gegen die falsche Darstellung zu argumentieren.

https://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-10-pappkamerad-strohmann

Und zweitens den Fehlschluss aus Unwissenheit: Nur weil man sich etwas nicht vorstellen kann oder offene Fragen bleiben, bedeutet es eben NICHT, dass eine Aussage falsch ist.

https://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-3-argument-aus-unwissenheit

Korrigieren wir also Deine Frage zu:

Warum sind Astrophysiker und Kosmologen davon überzeugt, dass unser beobachtbares Universum mit dem Urknall begonnen hat?

Und antworten darauf:

Weil der Urknall in Beobachtungen bestens nachgewiesen ist. Es gibt kein anderes naturwissenschaftliches Modell, das in der Lage ist, alle Beobachtungsdaten derart exakt und mühelos unter einen Hut zu kriegen.

Was ist in der Physik wirklich mit dem Begriff "Urknall" gemeint?

Mit dem "Urknall" meinen wir in der Physik, dass unser Universum in einem dichten, heißen Anfangszustand entstanden ist. Der Raum, den das beobachtbare Universum damals, vor 13,8 Milliarden Jahren einnahm, war SEHR klein (in der Physik sprechen wir vom Planckvolumen) und gleichmäßig von Strahlung einer sehr hohen Energiedichte erfüllt. Der eigentliche Urknall ist dabei der Beginn der Ausdehnung des Universum aus diesem Anfangszustand heraus.

Es ist nun zweierlei, ob wir uns fragen, OB das Universum in diesem heißen Anfangszustand angefangen hat - oder ob wir uns fragen, welche physikalischen Prozesse dazu geführt haben, bzw. dabei abgelaufen sind.

Es gibt sehr gute Beobachtungsdaten (mehr dazu gleich), die nachweisen, DASS unser Universum in diesem dichten, heißen Anfangszustand begonnen hat. Und genau das überzeugt die Kosmologen so sehr von diesen Modellen, obwohl wir nicht sagen können, was genau damals für Prozesse abliefen. Der Urknall ist ein natürlicher Beobachtungshorizont, über den ein Beobachten nicht möglich ist - nicht aus technischen Gründen, sondern weil hier die Natur einen Horizont gesetzt hat.

Es ist also nicht erstaunlich oder ein Mangel des Urknallmodells, dass wir nicht nachweisen können, was zum Urknall geführt hat: Entscheidend ist, dass wir den Anfangszustand selbst sehr gut nachweisen können.

Welche Beobachtungsdaten belegen denn nun, dass das Universum vor 13,8 Milliarden Jahren in einem dichten heißen Anfangszustand begonnen hat?

1) Rotverschiebung der Galaxien

Hubble (der Mann, nicht das nach ihm benannte Teleskop) entdeckte in den 1920ern, dass sich andere Galaxien von uns entfernen - umso schneller, je weiter sie von uns weg sind. Diese Fluchtbewegung lässt sich am besten verstehen, wenn wir annehmen, dass sich der Raum ausdehnt, in dem die Galaxien eingebettet sind. Dadurch wachsen die Abstände zwischen den Galaxien mit an.

Mit der Ausbreitung des Alls ergibt sich der Urknall als konkrete Möglichkeit in der Vergangenheit: Denn wenn das beobachtbare Universum expandiert, dann war es gestern kleiner. Und vorgestern noch kleiner ... und so fort.

2) Hintergrundstrahlung

In den 1940ern berechneten Physiker dann, wie dicht und heiß das Universum an Anfang gewesen ist, wenn es im Urknall entstanden ist: Unvorstellbar dicht und heiß. So dicht, dass sich Starhlung am Anfang gar nicht ausbreiten kann - es kommt sofort wieder zu einer Wechselwirkung.

Das Universum muss sich am Anfang also erst einmal eine Zeit lang ausdehnen und abkühlen, bevor sich das Licht ungehindert ausbreiten kann.

Aus dieser Überlegung berechnete man, dass es eine Art Nachhall im Universum geben muss, wenn es im Urknall entstanden ist: Das entfernteste Licht, das man beobachten kann, das muss in alle Richtungen aus der Zeit stammen, als das Universum durchsichtig wurde: Das erste Licht, das sich im Universum ausbreiten konnte. Die Vorhersage war eine gleichmäßig aus allen Richtung kommende Strahlung, bis heute abgekühlt durch die Expansion auf unter 3 Kelvin.

1964 haben Penzias und Wilson diese Hintergrundstrahlung entdeckt - obwohl sie gar nicht danach suchten. Sie gilt bis heute als einer der besten Belege für den Urknall, weil die Mikrowellenstrahlung in keinem anderen kosmologischen Modell derart zwanglos erklärbar wird.

3) Die Häufigkeiten der Elemente im Universum

Nur in den ersten Minuten ist es im Urknallmodell heiß genug, damit sich im ganz jungen Universum Elementarteilchen bilden können. ("Primordiale Nukleosynthese") Deswegen bestimmt die im Modell beschriebenen Temperatur- und Druckkurven, wie viel Materie wir in Universum beobachten und in welchem Verhältnis der Elemente.

Die errechneten Verhältnisse von Wasserstoff und Helium stimmen sehr, sehr gut mit den Beobachtungen im Universum überein. Das Urknallmodell erklärt also dieses beobachtete Verhältnis.

4) Bestätigungen in Teilchenexperimenten

In Teilchenbeschleunigern beobachten genau die vorhergesagten Effekte, die wir im dichten heißen Anfangszustand für die ersten Sekundenbruchteile nach dem Urknall erwarten. Weil ganz am Anfang das Universum so dicht ist, spielen hier Quanteneffekte eine Rolle - deswegen können wir kosmologische Modelle in Teilchenbeschleunigern mittesten.

Fassen wir also zusammen, dass die Beoachtungsdaten ins nur Sekunden alte Universum zurückreichen. Kein anderes Modell als der Urknall kann alle(!) Beobachtungsdaten, die wir in den letzten 9 Jahrzehnten gesammelt haben, auch nur annähernd so gut erklären, wir der Urknall. Und genau deshalb ist er das Standardmodell der Kosmologie.

Grüße

P.S.: Ich gönne mir jetzt noch das Vergnügen, in Deinen getaggten Themen aufzuräumen. "Astrologie" - dieser Horoskopunfug - hat zum Beispiel im Thema Kosmologie nichts verloren. Das Thema Galaxie auch nicht. Galaxien entstehen erst ein paar Millionen Jahre nach dem Urknall. Evolution mach ich weg... hat mit dem Urknall nichts zu tun. Sterne auch...

Top Text! Witzig, ironisch & informativ. Sollte ich mal auf eine ähnliche Frage stoßen, werde ich auf deine Antwort verweisen.

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Sag mal, wieso darfst und kannst du so einen langen Text schreiben? Ich habe nur 3000 Zeichen. Laut deinem Text scheinst du ja eine ganz herausragende Persönlichkeit zu sein, hast du dir diese Privilegien hier erarbeitet? Oder woran könnte das liegen? Ich meine mein Account hat schon eine Weile Bestand, aber meine Zeichen, die ich mit Text füllen kann werden nicht mehr. Hat das was mit irgendwelchen gesammelten Punkten hier bei GF zu tun?

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@Aurina
Sag mal, wieso darfst und kannst du so einen langen Text schreiben? Ich habe nur 3000 Zeichen.

Wetten, dass nicht? Und wenn doch; Beschwere Dich nicht bei mir, sondern beim technischen Support. Ich jedenfalls habe genauso viele Zeichen füe eine Antwort wie alle anderen User (ggf. außer Dir, was ich bezweifle), seit die Beschränkung einer Antwort auf 3000? (5000?, weiß nicht mehr) Zeichen aufgehoben wurde.

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Falsch! Der Kopf der Fragesteller gehört auf den Tisch geschlagen; und zwar heftig, lang und ausdauernd, bis der ganze Schöpfungsschwachsinn zu den Ohren 'rauskommt!

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gute Antworten, Ute, wie immer was man von dir liest, danke.

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Was ist der Beweis dafür, dass Allah der einzug wahre Gott ist?

Es hat alles mit ner Explosion angefangen...

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Hast du das alles eingetippt und bekommst du da Geld für ?

Woher nimmst du so viel zeit her ?

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@fjf100
bekommst du da Geld für ?

Leider nein.

Hast du das alles eingetippt

Leider ja.

Woher nimmst du so viel zeit her ?

Ich nehme sie mir. Weil ich es immer schade finde, wenn Leute so falsche Vorstellungen über naturwissenschaftliche Aussagen mit sich rum schleppen.

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@uteausmuenchen

Dein Betrag ist nur was für Spezialisten und Leute,die sich dafür interessieren.

Die Spezialkenntnisse über dieses Thema fehlen mir und es ist mir auch zu aufwendig mich da einzuarbeiten und ausserdem bekomme ich dafür kein Geld.

Ich wünsche Dir noch viel Spaß bei deiner unbezahlten Arbeit.

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@fjf100
Dein Betrag ist nur was für Spezialisten und Leute,die sich dafür interessieren.

Interesse reicht. Spezialisten wissen das alles schon.

über dieses Thema fehlen mir und es ist mir auch zu aufwendig mich da einzuarbeiten und ausserdem bekomme ich dafür kein Geld.

Also nur so ein bissi zum Unterstellungen verbreiten hier?

Viel Spaß noch dabei! =D

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überall dort, wo wissen mit weisheit verwechselt wird, werden menschen angegriffen, überheblichkeiten ausgelebt und harmonie mit den füßen getreten.

sowohl grammatikalische fehler, als auch rechtschreibfehler, als auch inhaltliche fehler können als solche erkannt werden, müssen deshalb jedoch gar nichts über den wahrheitsgehalt der absichten des fragestellers aussagen.

du bist also atomphysikerin - wow!!! das macht schon mal was her. und für den fall, das stimmt, bist du scheinbar sofort von allen fehlern befreit und schwebst erhaben über jedem, der anders tickt als die atomuhr, die anstelle deines herzens den takt in deiner brust angibt? (ich habe mir dein foto im profil angeschaut. sofern es einigermaßen aktuell ist, rechne ich es deinem jungen lebensalter zu, dass die pferde mit dir auch mal durchgegangen sind. es sei dir verziehen.)

und ja, es hinterlässt den anschein von enormem wissen, wenn jemand wie du sehr detailliert beschreibt, welch phanstische erkenntnisse die atomphysik erlangt hat. das ganze hat nur mehrere haken. du selbst sprichst die ganze zeit von einem modell. modelle sind nun mal nicht das original. egal, wie nahe sie ihm kommen - sie sind nicht das original. genau deshalb beweisen sie die theorie noch immer nicht, so dass die vom fragesteller angesprochene theorie noch immer eine geblieben ist und noch immer nicht das zeug dazu hat, einen solchen unumstößlichen grundsatz abzugeben, wie der energieerhaltungssatz.

was immer auch in dieses modell am besten hineinpasst - es ist gleichfalls nicht das original, sondern eure erklärungen und vorstellungen, eure schlußfolgerungen aus dem, was ihr gemessen habt. allen messungen, ebenso, wie allen schlußfolgerungen, geht ein anfangs-, ein referenzgeschehen voraus, auf das sich bezogen wird, ansonsten hängt alles ohne ursprung (mit fehlender ursache) unbewiesen im "raum". welchen referenzpunkt hat denn nun diese urknalltheorie tatsächlich? die hitze? wenn sie meßbar ist, so ist ihre herkunft nicht bestimmt. es bedarf der erklärung, wo sie herkommt, wie sie entstand.

genau so ist es mit allen anderen von dir erwähnten details deiner theorie. da sind dinge messbar - ja klar. aber was sagt das bitteschön über ihre herkunft aus? wenn materie auf diese anfangsausbreitung des universums als von dir erklärten urknall zurückgeführt wird, so erklärst du hier lediglich, indem du eine weitere messbare vorstufe anführst, über ihre entstehung/herkunft aber nichts benennst.

wie erklärst du dann den energieerhaltungssatz, nach dem energie nicht verloren gehen kann? das bedeutet doch, dass sie ewig ist. ewigkeit hat jedoch weder einen anfang, noch ein ende. damit haben wir einen referenzpunkt. der ist nur blöderweise nicht mit euern modelldenkweisen erklärbar. aber; wer oder was bewegt denn nun die energie dazu materie zu bilden?

ps.: du weißt ansonsten schon, dass es in deiner sparte der wissenschaft, ebenso in einer menge angrenzender, verstorbene und lebende wissenschaftler gibt, die an genau den stellen, die du nicht erklärst, meinen, dass dem allen eine höhere intelligenz zu grunde liegt. mit unserem begrenzten menschlichen verstand verknüpfen wir gedanken und gefühle mit dem begriff der intelligenz. aber hoppla - die sind doch nichts anderes, als energien. ergo sind sie gleichfalls ewig. das würde allerdings einen logischen referenzvorgang hergeben - dass die ewig existierende enrgie von einer absicht/intelligenz zu veränderungen / wirkungen gebracht wurde.

zur erklärung; eine höhere intelligenz ist nicht vergleichbar mit deinem oder meinem verstand. höher bedeutet, dass dein oder mein intelligenzquotient dem nicht im entferntesten nahe kommt. dich also darüber hinweg setzen zu wollen ist - vorsichtig ausgedrückt - kindisch, oder unreif.

ich empfehle dir daher, voreilige schlüsse nicht länger auf eine weise einzubringen, die harmlose fragesteller erniedrigt. nicht weil ich recht habe, sondern weil du rechenschaft geben werden musst - ob du das wissenschaftlich erkennen willst, oder nicht, spielt keine rolle.

wir sehen uns - definitiv ...

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@mpelny

Das ganze mehr oder weniger beleidigende Blabla zu kommentieren, erspare ich mir jetzt mal.

Nur kurz:

wie erklärst du dann den energieerhaltungssatz, nach dem energie nicht verloren gehen kann?

Der Energieerhaltungssatz gilt nur in geschlossenen Systemen mit Zeitinvarianz. (Nöther-Theorem) Das ist beim Urknall nicht erfüllt, da liegt keine Zeitinvarianz vor.

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@uteausmuenchen

interessant. du bist beleidigt, weil ich dich bitte, andere nicht zu beleidigen? und du wagst es allen ernstes, eine theorie beweisen zu wollen, indem du einfach eine gedankenkonstruktion als begründung dazu packst? und du gehst mit keiner silbe darauf ein, dass ganz andere größen deines faches ganz anders darüber denken? andere würden es größenwahn nennen. ich erkenne einen übersteigerten geltungsdrang. sag mir bescheid, wenn du den nobelpreis bekommen hast - ernst nehmen kann ich dich dann vielleicht, wenn du in deiner dankesrede erwähnst, dass du deine erkenntnisse weder deiner mutter, deinem vater, oder sonst einem menschen zu verdanken hast, sondern einzig und allein dem, der dich erschaffen hat. dann komme ich gern und zolle dir respekt für deine egofreie wende ...

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@mpelny

Geh ins Bett. Du bezeichnest eine Astrophysikerin als "Atomphysikerin". Genau wie beim Fragesteller ist es bei dir frustrierend, dass du hier diskutieren willst, aber nicht mal die Basics beherrscht.

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@Quotenbanane

allerdings; da ist mir eine synapse fehlgeschlagen. nur ändert es nichts an dem, was zu beweisen wäre. dennoch, ich danke dir für den hinweis. auch für den, ins bett zu gehen. ich werde es tatsächlich gleich tun. allerdings möge deine astrophysikerin sich von ihrem thron herab begeben und so, wie du selbst, bitte akzeptieren, dass in einem nichtwissenschaftlichen forum, wie diesem, menschen sind, die ehrlichen herzens fragen stellen. die können solch erlauchten wissenseliten, wie euch, durchaus nicht gefallen. und sie müssen euch auch nicht das wasser reichen können. geht mit den menschen hier so um, wie ihr es für euch selber gerne hättet. weder er, noch ich können etwas dafür, wenn es euch frustriert, weil hier menschen sind, die ihr nicht versteht und umgekehrt.

es macht sich einfach nicht gut, wenn sich solch ein verhalten hoch schaukelt. letztlich bleibt auch ihr die antworten schuldig.

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@mpelny

Welch ein Widerspruch zur offensichtliche Intelligenz Herr mpelny!!!

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Ums Himmels Willen, Ute, warum schreibst du so viel zu einer so ungereimten Frage? Das geht doch viel einfacher: Wer sagt denn dass vor dem Urknall nichts war?

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@marty55

Das beantwortet aber nicht, warum sich der Urknall in der Kosmologie so komplett durchgesetzt hat... und das steckt in der Frage, wenn auch sehr verschroben formuliert, ja auch drin.

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@uteausmuenchen

Du hast ja völlig recht, aber das versteht der Fragesteller sowieso nicht.

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Das klingt alles nach Youtube und BBC., Prof. Lesch und gestern war kleiner usw. kam von George Gamow. Gut kombiniert aus den ganzen Reportagen.

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Boah Ute! Wie lange brauchst du eigentlich, um so einen genialen Text zu schreiben? Chapeau!

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Genialer Text - Danke Ute.

Ich bewundere Dich ja, wie Du immer wieder auf dieses provokative Hokuspokus-Geschwafel ("mit einem Knall aus dem Nichts entstanden"), antwortest. Ich für meinen Teil habe das mittlerweile hier aufgegeben.

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Stimmt. Deshalb nennt man das ja auch Quotemining (englisch: Ein informeller Trugschluss und eine Art falscher Zuschreibung, bei der eine Passage aus ihrer umgebenden Materie so entfernt wird, dass ihre beabsichtigte Bedeutung verzerrt wird).

Dass Atheisten nämlich an eine Entstehung aus dem Nichts glauben, ist nämlich absoluter Humbug. Atheisten sind keine homogene Masse, der Atheismus ist auch keine Religion mit festgeschriebenen Glaubensprinzipien. Atheisten sind also sehr unterschiedliche Menschen mit den unterschiedlichsten persönlichen und weltanschaulichen Überzeugungen. Das einzige, was sie alle gemeinsam haben: Sie glauben nicht an Gott bzw. Götter. Mehr aber auch nicht.

Was die Urknalltheorie angeht, so ist sie ebenfalls kein religiöses oder quasireligiöses Dogma, sondern ein wissenschaftliches Erklärungsmodell aus der Physik, dass unterfüttett mit zahlreichen Belegen, basierend auf messbaren Daten und Fakten sowie mathematischer Berechnunhgen, die Entstehung unseres Universums erklärt. Von einem "Nichts" ist da auch überhaupt keine Rede, sondern wenn überhaupt von einer Singularität - also einem Stecknadelkopfgroßen Körnchen, in dem einst alle Materie und Energie auf engstem Raum komprimiert war.

Als Ursache dafür, dass sich dieses Körnchen dann in einem großen Knall dann plötzlich ausdehnte, kannst du als gläubiger Mensch übrigens immer noch Gott benennen. Denn es gibt keinerlei wissenschaftliche Theorien, die sich mit der Sinnhaftigkeit der Existenz befassen, auch keine empirischen Belege oder messbaren Daten und Fakten, die einen Gott per se für unmöglich statuieren.

Und um dir noch mal eine reinzuhauen: Das Lustige ist, dass doch gerade im Christentum von einer Creatio ex nihilo, also einer Schöpfung aus dem Nichts ausgegangen wird:

Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. 2 Die Erde war wüst und wirr und Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. 3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. 4 Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. 5 Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag. 6 Dann sprach Gott: Es werde ein Gewölbe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. 7 Gott machte das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. Und so geschah es. 8 Und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag. 9 Dann sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort und das Trockene werde sichtbar. Und so geschah es. 10 Und Gott nannte das Trockene Land und die Ansammlung des Wassers nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war. 11 Dann sprach Gott: Die Erde lasse junges Grün sprießen, Gewächs, das Samen bildet, Fruchtbäume, die nach ihrer Art Früchte tragen mit Samen darin auf der Erde. Und so geschah es. 12 Die Erde brachte junges Grün hervor, Gewächs, das Samen nach seiner Art bildet, und Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 13 Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag. 14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen als Zeichen für Festzeiten, für Tage und Jahre dienen. 15 Sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um über die Erde hin zu leuchten. Und so geschah es. 16 Gott machte die beiden großen Lichter, das große zur Herrschaft über den Tag, das kleine zur Herrschaft über die Nacht, und die Sterne. 17 Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde leuchten, 18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. 19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag. 20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen. 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch! Füllt das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren. 23 Es wurde Abend und es wurde Morgen: fünfter Tag. 24 Dann sprach Gott: Die Erde bringe Lebewesen aller Art hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Wildtieren der Erde nach ihrer Art. Und so geschah es. 25 Gott machte die Wildtiere der Erde nach ihrer Art, das Vieh nach seiner Art und alle Kriechtiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen. 27 Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie. 28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen! 29 Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bildet auf der ganzen Erde, und alle Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. 30 Allen Tieren der Erde, allen Vögeln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, das Lebensatem in sich hat, gebe ich alles grüne Gewächs zur Nahrung. Und so geschah es. 31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.

All diese Dinge hat Gott gemäß Genesis 1 doch ebenfalls aus dem Nichts heraus erschaffen. Wenn das für dich - ich zitiere - "das unlogischste überhaupt" ist, dann frage ich mich wirklich, wieso dann von so vielen Urknall-, Evolutions- und Wissenschaftsleugnern aus den Reihen der Kreationisten dann immer genau dieses Argument kommt, wo sie doch selbst von der Creatio ex nihilo überzeugt sind. Ein wenig inkonsequent, wie ich finde.

Woher ich das weiß:Recherche

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