Wieso glauben abseitslebende an einen Gott?

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14 Antworten

Meist entehen Gottheiten, da ein Geschehnis nicht erklärbar ist. Der Mensch braucht einen "Übeltäter'' der die Verantwortung übernimmt. Aber auch immer weiter übertriebene Erzählungen führten zum Gott der mit einem Pfeil ein Wolfsrudel erlegt hat obwohl ein Stammesmitglied einfach nur einen einsamen Wolf getötet hatte. Gibt viele Gründe, aber alle vollkommen natürlich.

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Die Suche nach der Ursache des Lebens, nach den Grundfesten des Lebens, ist dem Menschen immanent. Im Übrigen unterscheidet sich in dem Bedürfnis Religion nicht a priroi von der Wissenschaft.
Der nächste Schritt ist es, auch in der Wissenschaft, das, was man erfährt, zu nutzen, um damit zu "wirken", was auch immer dieses "Wirken" darstellt und wie weit es dem individuellen Willen oder dem einer Gruppe unterworfen ist.

Meditation ist universell in allen Kulturen und Glaubensrichtungen präsent. Magie ist in der (im Vergleich zum christlichen Abendland sehr aufgeklärten) Antike weit verbreitet gewesen. Astralreisen sind Teil der Praxis vieler Hochkulturen, lange bevor das Judentum oder sogar El selbst gedacht wurden.

Ich halte "Glaube" an sich, als Vorgang, nicht für einen suffizienten Weg der Wirklichkeitsabbildung. Viel interessanter ist es, zu erforschen, wie viele Wirklichkeiten es gibt (unendlich viele) und wie man jene für sich zu nutzen imstande ist. Aber das ist ein anderes Thema.

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Ganz einfach, weil es in uns drin ist, dass es einen Gott gibt, das ist auch das wesentliche, was uns von Tieren unterscheidet, ich glaube, dass es Gott gibt und er es in den Menschen rein gelegt hat, weil Gott Kontakt mit uns haben will. Ich kann natürlich verstehen, dass du als Atheist das vielleicht ein bisschen anders siehst, aber das ist, woran ich glaube :)

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Das ist wie früher. Die Menschen "erfanden" einen Gott und eine Religion, damit die Phänomene die die Menschheit damals nicht erklären konnte,  verständlich waren und man in gewisser Weise eine Ausrede hatte. So entstanden Christentum, Buddhismus,... und auch heute noch entstehen so die kleineren Religionen in abgelegeneren Orten.

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Das kann ich dir erklären. Jeder Mensch hat rudimentäre Erinnerungen an sein Dasein in der Schwangerschaft. Da war die Mutter in einem, um einen herum, die Mutter war alles, versorgte einen und meinte es irgendwie gut mit einem, nur wusste man damals noch nichts von seiner Mutter. 

Deshalb ist der Glaube an der Erdmutter, die große Mutter, oder wie auch immer man es nennen will, so verbreitet. Die monotheistischen Naturreligionen verehren aber wie geschrieben einen weiblichen Gott, keinen männlichen. 

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Wenn man etwas sieht, was man sich nicht erklären kann (Blitze,Sonnenfinsternis,..), schreibt man das meist automatisch einer höheren Macht zu.
Und als höhere Macht denken sich viele eben einen Gott aus.

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Es ist eigentlich sogar ein Prozess im Gehirn der dafür sorgt, dass man an eine "höhere Macht" glaubt. Bei mehr aufgeklärten Menschen wirkt dies sich weniger aus. Allerdings bei Isolierten nimmt die Natur so ganz ihren lauf.

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Hallo Mirwan, das stelle ich mir sehr einfach vor. Wir Menschen haben alle eins gleich. Wenn wir etwas nicht wissen, suchen wir nach Erklärungen. Ich bin Christ. Nehmen wir die mal als Beispiel: Vor zig tausend von Jahren haben sie sich überlegt, wie die Welt und die Menschen entstanden sind. Das war damals eine offene Frage. Bei älteren Schriftstücken sollten wir uns immer vor Augen halten, dass Papier und Stift nur die Reichsten der Reichsten hatten. Die Übermittlung der Bibel ist für mich nichts anderes, als ein Bild zu offenen Fragen, die ein sehr vermögender Mensch geschrieben haben muss!! Trotzdem glaube ich. Hat auch mit Erziehung zu tun. 

Schau Dir die Aborigienis an. Seit Jahrtausenden ist ihr Übermittlung ihrer Entstehung mündlich weiter getragen worden. Ihre Ahnen formten das Land, da wo zwei gekämpft haben, ist der Boden blutrot geworden. Regenbogenschlangen formten durch ihre schlängende Fortbewegung Täler und Flüsse.

Auch die Menschen im Dschungel überliefern sich seit Jahrtausenden Geschichten über ihre Entstehung. Ein Indianer, der was zu sagen hatte, hat angefangen zu erzählen, wie die Entstehung gewesen sein könnte. 

Schau Dir die Evolution an. Hauptsächlich waren das zwei helle Köpfe, die hunderte von Menschen für sich graben haben lassen. Abends im Zelt, vllt bei einer Flasche Rotwein, haben sie sich hingesetzt und evtl. zusammen gesponnen, wie es gewesen sein könnte. Bei einem Kind fangen viele Geschichten mit: Es war einmal ..., an. Die Evolution ist nichts anderes als eine Hypothese. Das ist ein Märchen für Erwachsene und beginnt mit: Die größte Wahrscheinlichkeit, dass es so gewesen sein könnte, ist: ....... .  

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Je dümmer die Leute sind, um so eher versuchen sie Sachen, die sie nicht verstehen, mit einem "Gott" zu erklären.

Es gibt einen sehr tollen Film ... "les dieux sont tombées sur la tête" ... wo man sieht, wie das funktionniert: da fällt einem Buschmann eine Coca Flasche vor die Füsse und der hällt das dann für ein "Geschenk", von einem Gott.

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Man muss ja auch keine Bibel gelesen haben, um an irgendwelche Götter zu glauben. Wie kommst du denn darauf?

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Diese haben mehr in Richtung von Rituale und Seelenverwandten ihren Glauben.

An einen Gott denken diese Dschungelbewohner nicht.

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Silmoo 19.06.2016, 00:19

Geisterbeschwörung machen sie Hauptsächlich .im Hulalahup Rythmus ^^

Ihre Religion hat als Zentrum einen intensiven Ahnenkult; jeder Klan hat seine Ahnengötter, denen geopfert wird. Himmels- und Weltschöpfungsgötter sind von geringer Bedeutung


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Weil Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat und möchte, dass wir ihn suchen, finden ("Wer suchet, der findet...") und diese wunderbare Ewigkeit in Herrlichkeit bei ihm erleben dürfen.

"Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt - nur daß der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann" (Prediger 3,11). 

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das sind überlieferte geschichten der ur-ahnen

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Fantho 19.06.2016, 00:43

Und woher dann das Wissen der Ur-Ahnen?

Gruß Fantho

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sunnyhyde 19.06.2016, 09:09
@Fantho

das ist wie mit der bibel...geschichten aus überlieferungen...einer hat irgendwann mit irgendeiner geschichte angefangen

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Welche noch so "abseits Lebenden" sollen denn davon noch nicht gehört haben? Missionare oder Eroberer gabs überall ... und vorher haben sich die Menschen ihre eigenen Naturgötter vorgestellt


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Fantho 19.06.2016, 00:51

Missionare oder Eroberer gabs überall

Man hat erst vor kurzem einen kleinen Stamm im Regenwald entdeckt, welche zuvor noch nie die 'Zivilisation' kennengelernt hatte...

Gruß Fantho

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ViribusUnitis 19.06.2016, 12:47
@Fantho

Dieser neu entdeckte, indigene Stamm lebt zwar (vllt.) ohne Kontakt zur Außenwelt, ob sie aber nicht irgendwann doch schon mal Kontakt mit ihr hatten und (deshalb) in freiwilliger Isolation leben, wissen wir nicht...;)

...ihre Kulturvorstellungen sind aber sicher (auch) mythischer Art, bzw. glauben sie an irgendwelche Gott(-heiten).

"Zu glauben ist oft schwer, nichts zu glauben unmöglich!" (Zitat von Victor Hugo) .

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