Wieso gibts es in Deutschland Obdachlose, wenn DE doch ein Sozialstaat ist?

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12 Antworten

Uns wird doch immer eingeredet, dass ein sozialstaat himmel auf erden ist, ...

Wer behauptet das? Da hat man dir aber gehörigen Unsinn erzählt! Ein Sozialstaat dient nur dazu, die schlimmsten sozialen Notlagen, in die Menschen gelangen können, auf niedrigem Niveau abzufedern, i. d. R. nur solange, bis die betroffenen Menschen ihr Leben wieder selbst fristen können. Die Leistungen unseres Sozialstaates decken nur das Notwendigste ab. Wer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, wie er es z. B. gewohnt war, als er noch eine Arbeitsstelle hatte, wird schnell merken, dass es mit dem Sozialstaat als sog. "himmel auf erden" nicht sehr weit her ist.

Nur die Menschen, die in ihren Herkunftsstaaten durch eine soziale Notlage ins unmenschliche Elend absinken und vielleicht sogar in Lebensgefahr geraten, werden unseren Sozialstaat vielleicht als eine Art "himmel" erleben.

... aber wieso gibt es in Deutschlad immernoch Obdachlose und Bettler?

Diese Menschen könnten ihre Obdachlosigkeit beenden, wenn sie es wollten. Hilfen bieten die staatlichen Ämter genug an. Aber das Problem ist, dass viele Obdachlose keine Hilfen wollen. Auch zu betteln bräuchte niemand, weil es wenigstens das Lebensnotwendige vom Staate gäbe. Aber auch das wollen viele Menschen nicht annehmen - oder, wenn sie es annehmen, sich durch Bettelei noch etwas hinzuverdienen.

MfG

Arnold

Na ja, der Himmel auf Erden ist es sicher nicht, wenn man von H4 leben muss. Aber natuerlich geht es einem hier mit H4 wesentlich besser als in anderen Laendern, wenn man krank ist und nicht mehr arbeiten kann oder nicht genug verdient. Hier kann man sich wenigstens eine kleine Wohnung leisten und hat zumindest genug zu Essen.

Aber H4 Leistungen zu erhalten ist eben auch an bestimmte Bedingungen geknuepft. Man hat Termine wahrzunehmen und muss Bewerbungen schreiben und Forderungen rechtzeitig begleichen und seine Post bearbeiten. Viele Menschen wollen oder koennen das aber nicht, manche kommen mit der Buerokratie nicht klar, mit Auflagen, die von ihnen verlangt werden, auch mit ihrem Leben nicht.

Manche nehmen Drogen, fangen an zu trinken und verlieren so ihre Wohnung und werden obdachlos. Oder die jungen Leute, die aus ihrem Elternhaus ausbrechen, entweder,weil es dort zu viele Zwaenge gibt oder weil sich keiner kuemmert. Und wer die Freiheit auf der Strasse mal erlebt hat, dem faellt es oft schwer, in ein normales Leben zurueck zu kehren, mit all den Regeln und Zwaengen.

Es gibt ja auch Hilfsangebote fuer solche Menschen (gut, sicher nicht genuegend), wenn sie zurueck in ein normales Leben wollen, aber einfach ist das eben nicht. Und man kann auch nicht allen helfen.

Viele schaffen den Weg halt auch einfach nicht mehr.

Auch in einem Sozialstaat gibt es eben nur begrenzt Gelder, Arbeit muss sich halt auch noch lohnen, sonst funktioniert ein Sozialstaat auch nicht. Daher hat hier keiner was falsch gemacht, sondern es gibt halt eben nicht die Mittel fuer alle und alles. Sozialstaat ist nur eine Notversorgung, damit man eben Ueberleben kann, nicht mehr und nicht weniger. Und kein Himmel auf Erden.

Das darf es auch gar nicht, denn wenn ich mit H4 schon den Himmel auf Erden habe, warum sollte ich mich jeden Tag auf die Arbeit quaelen, meine Gesundheit und meine wertvolle Freizeit opfern, um arbeiten zu gehen?

Arbeitslosengeld wird nur unter bestimmten Bedingungen gegeben. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt erhält man kein Geld. Das bedeutet wenn man sich nicht um einen Job bemüht, kriegt man auch kein Geld. Ein Sozialstaat ist es zwar: Aber man möchte doch nicht jedem Menschen sofort Geld geben, das kommt ja von den anderen Bürgern.

Außerdem gibt es noch unregistrierte Obdachlose.

Und welche die ein Leben als Obdachloser vorziehen.

und wieso dind die nicht registriert?

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@luvU2

Wenn man aus einem anderen Land kommt und sich einfach ohne Anmeldung hier niedersetzt.

Es gibt sogar Bettel-Mafias... Es gibt alles.

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Es gibt auch Menschen die sich dem (Sozial)System verweigern und lieber unabhängig bleiben.

Hey 

Also manche wollen auf der straße leben da sie nicht vom staat abhänig sein wollen ,andere sind vielleicht einfach so zu sagen runter gefallen und nicht aufgefangen würden da deutschland auch lücken kleiner und größere im system hat und auch nicht perfekt ist .

das wort sozilastaat wir oft falsch verstanden?

sozial ist das wir in einer sozialen marktwirtschft leben satt in einer blanken marktwirtschaft?

in der sozialen marktwirtschaft greift der staat nur dort ein wo der markt nicht ohne zutun des staates finktoniert?

Ich habe mal mit einem Obdachlosen ein Gespräch geführt und ihn auch gefragt, ob er sich dazu entschieden hat, so zu leben.

Er sagte, er wurde entschieden.

Menschen geraten häufig unverschuldet in schwierige Lebenslagen und manche können sich daraus nur schwer befreien. Stell dir zum Beispiel vor, du verlierst deinen Job und kannst dir deshalb die Wohnung nicht mehr leisten, gehst aber nicht zum Amt, weil du dich schämst oder Angst hast. Oder du erleidest einen Burnout und kriegst gar nichts mehr auf die Reihe und du hast auch keine Freunde oder Familie, die dir helfen. Oder du hast Alkoholprobleme und bist in einer Abwärtsspirale.

Jeder Obdachlose hat seine eigene Geschichte und es ist wichtig, den Menschen zu helfen, wenn man kann. Es hilft schon viel, wenn man sie gut behandelt und sie als Menschen wertschätzt, damit sie wieder einen Platz in der Gesellschaft finden können.

manche leute leben als bettler oder obdachlose, weil sie sich nicht in die gesellschaft integrieren wollen. man hat ihnen wohnungen gegeben, kleider etc - und sie waren nach kurzer zeit wieder draussen unterwegs.

bevor du den sozialstaat deutschland in frage stellst, solltest du erst mal in unseren nachbarländern erleben, wieviele obdachlose da so unterwegs sind. (in london zb kann man abends kaum an einem hauseingang vorbeigehen, in dem sich nicht ein obdachloser zusammengerollt hat).

und die tatsache, dass sehr viele einwanderer in europa
- nicht nach spanien,
- nicht nach polen,
- nicht nach england,
- nicht nach italien,
- nicht nach griechenland
- nicht in die baltischen staaten
- nicht nach portugal
- nicht nach rumänien
- nicht nach.....

sondern hauptsächlich nach schweden und nach deutschland wollen

dürfte ebenfalls die beantwortung der frage, ob das hier ein sozialstaat ist, zumindestens ein wenig beeinflussen.

Bettler sind meist organisierte Banden aus Osteuropa, die gleichzeitig noch Taschendiebstahl praktizieren

Steht bei uns immer in der Zeitung. Geben sich als gehörlos aus und zeigen einen Zettel, eine ältere Person hat Mitleid und gib etwas, die Bettlerin bedanke sich überschwänglich und umarmt den Geber, und am Ende fehlen dem 200 Euro im Geldbeutel

Sozialleistungen kann man nur mit festem Wohnsitz erhalten, und manche Obdachlose bevorzugen das Leben auf der Straße und möchten gar nichts anderes. Das muß man akzeptieren

Es gibt auch Leute, die betteln gehen und nebenher einen Pferdestall über Dritte unterhalten - alles schon da gewesen. Du siehst ja da nicht hin, was die Leutz beantragen, was sie machen, wo sie nächtigen usw. wenn sie verwahrlost dann einen auf Bettler machen.

Ganz zu schweigen von den mafiös gesteuerten Bettler. Man erkennt sie "noch" daran, dass sie meistens knien.


jedes System hat so seine Lücken

weil jedem sein individuelles schicksal ereilt.

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