Wieso gibt es verschiedene Religionen?

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15 Antworten

Religionen entstehen in unterschiedlichen Ländern, in unterschiedlichen Volksgemeinschaften und zu unterschiedlichen Zeiten. Da ist es nur natürlich, dass sie - wie auch die Sprachen - aus vollig divergenten Quellen hervorgehen. Zudem ist die Sozialstruktur einer menschlichen Gemeinschaft wichtig, also ihre sozialen Interaktionsformen, ihre Kommunikationsmuster und die geltenden Regeln der Machtverteilung und Machtausübung. Darauf abgestimmt werden auch ihre Priester völlig unterschiedliche Götter etablieren, die dann auch eigenständige Gebote, Verbote, Erwartungen und Verheißungen zu den Menschen tragen. So werden menschliche Gemeinschaften mit sehr harten Gesetzen, drakonischen Strafen und wenig Vergebungsbereitschaft auch Götter einsetzen, die genau in dieser Weise wie eine Kontinuität der Wertewelt ihrer Priester agieren. So ist der jüdische Gott Jahwe ein extrem intoleranter Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet und bei Zuwiderhandlungen schreckliche Strafen schickt. Im klassischen Griechenland war ein eher kooperatives Zusammenleben der Menschen und damit auch der Götter, die unterschiedlichste Zuständigkeiten hatten, angezeigt. Und genau wie Volksgemeinschaften in der Geschichte entstehen und vergehen, entstehen und vergehen mit ihnen auch ihre Götter, Glaubensregeln und Kulte. Das klassische Griechenland zerfiel und mit ihm der bunte Götterhimmel von Zeus und Hera, Apollon und Dionysos und den vielen anderen Göttinnen und Götter, die zudem immer auch noch Liebesbeziehungen zu attraktiven Menschen unterhielten. Die römischen Götter wurden ersetzt, als die politischen Strukturen einen gravierenden Wandel erfuhren, und die vielen Naturreligionen verlöschten, als die christlichen Missionare durch ihre große Mobilität in alle Winkel der Welt gelangten.

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Da die bestehenden Religonen viele Leute nicht mehr erreichen können, wurden die Parteien an ihrer Stelle als Ersatz gegründet. Nichts anderes verkünden diese. Die berühmte Anschuldigung " du bist wohl in der falschen Partei", könnte genauso auf eine Religon gemünzt sein. Vor- und Nachteile ergeben sich daraus, Fazit; es finden Überlegungen statt, wo soll ich einsteigen. Der reine Glaube wird nur von wenigen Leuten praktiziert, das goldene Kalb ist der wahre Gott. Zwar nicht meine Meinung, aber trotzdem Tatsache.

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Hallo JoBran,

die Menschen haben früher in verschiedenen Kulturen gelebt. Es gab Menschen, die lebten in Asien, andere in Europa oder in Amerika. Diese hatten teilweise kaum Kontakt untereinander. Dadurch entwickelten diese Kulturen sich erst einmal hauptsächlich eigenständig. An anderen Orten vermischten sich Kulturen wiederum. Die Menschen fragten sich dann, warum die Erde so ist, wie sie ist und versuchten Erklärungen für Naturphänomene und für Riten usw. zu finden. Da kamen viele Kulturen dann auf die Idee, dass es sowas wie einen Gott oder mehrere Götter gäbe. Und in den einzelnen früheren Religion sind vor allem die Lebensweisen der Menschen wiederzuerkennen, die die Religion erfunden haben. Zum Beispiel: Bei den alten Germanen war die Religion sehr brutal und rau, was vermutlich daran liegt, dass deren Leben auch sehr hart und rau aufgrund des Klimas war, was sie beeinflusste und weil sie öfter Kämpfe führten. Eines Tages kam dann das Judentum, was viele Menschen besser fanden als den altrömischen Glauben. Welche glaubten dann später wieder an etwas anderes (Islam und Christentum) und da der Glaube frei ist, darf sich jeder entscheiden, was er glaubt. So wie einige die Farbe blau, andere die Farbe rot, pink oder gelb besser finden, so sind welche von dem Christentum und andere vom Islam oder vom Judentum o.ä. überzeugt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Gruß Daniel

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Ohne Religion würde es weniger Kriege geben, soviel steht fest.

Würden (sorry aber ist wirklich so) viele moslems nicht so strikt nach ihrem glauben leben, sondern auch mal ihr eigenes hirn einschalten und überlegen was gut und was schlecht ist, hätte diese eigentlich harmlose religion nicht so einen schlechten ruf.

Generell sind Menschen die sich zusehr auf die Religion stürzen meiner meinung nach zu leicht gläugib und denkfaul. Aber der Unterschied ist, das die meisten christen zb. nicht sooo viel wert legen auf religion wie zb. moslems!

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Neben den allbekannten Genen, welche die Erbinformationen enthalten, gibt es Meme. Sie sind biologisch nicht nachweisbar, sind aber dennoch evolutionäre Faktoren. Ein Mem ist eine kulturelle Eigenschaft, eine Idee, Moral oder gar Religion. Religionen hatten in der Evolution einen Vorteil. Deswegen wurde sie an weitere Generationen weitergegeben. Doch damals lebten nicht alle Menschen am selben Ort. Darum haben sich verschiedenste Religionen gebildet. Manche starben aus - Manche lassen sich heute noch finden. Wir brauchen keine Religionen mehr. Sie sind überflüssig. Sie sind wie das Steißbein, die Überreste evolutionärer Eigenschaften, die keinen wesentlichen Nutzen mehr haben.

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Kommentar von RealSausi
09.07.2011, 00:40

Du hast im Wesentlichen recht, aber mit der Einordnung der Meme solltest Du etwas vorsichtiger umgehen. Diese von Richard Dawkins entwickelte Theorie hat zwar unbestritten Charme, ist aber eben noch längst keine gesicherte Faktenlage.

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Wieso im Sinne eines Zwecks meinst Du wohl nicht... Letztlich entsteht eine Religion, weil sich die Menschen früher oder später überall auf der Welt die Fragen stellten, woher die Welt komme, was nach dem Tode sei usw... Und der Versuch, ein Weltbild zu entwickeln, das diese Fragen mit beantworten kann, führt zur Religion. Und da dies an vielen Orten unabhhängig voneinander geschehen ist, gibt es auch viele Religionen

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Kommentar von RealSausi
09.07.2011, 00:41

Nun, bei manchen führt es auch zu Wissenschaft. Der Weg zur Religion ist zwar ein leider oft beschrittener, aber nicht der Einzige.

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Der Mensch ist von Natur aus religiös. "Notorious religious", wie es John S. Mbiti von den Afrikanern sagt, was aber auch auf die Menschen schlechthin zutrifft.

Oder christlich gesprochen: Gott hat sich seinen Adressaten geschaffen.

Von da aus versucht "der" Mensch, Kontakt aufzunehmen zu dem, der ihn geschaffen hat. Dabei kommen eben die unterschiedlichsten Versuche zusammen.

Nach christlicher Auffassung sind diese Versuche mehr oder weniger misslungen. Erst wenn der, der sich seinen Adressaten geschaffen hat, auch die richtige Botschaft sendet, und wenn der Adressat diese richtige Botschaft aufnimmt, stimmt die Sache.

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Kommentar von Solipsist
10.07.2011, 22:21

Mein Kompliment von eben muss ich korrigieren.... du hast nur zensieren lassen, die Seite hingegen steht noch. Entschuldige.

Somit in aller Sachlichkeit noch mal:

Nach christlicher Auffassung sind diese Versuche mehr oder weniger misslungen. Erst wenn der, der sich seinen Adressaten geschaffen hat, auch die richtige Botschaft sendet, und wenn der Adressat diese richtige Botschaft aufnimmt, stimmt die Sache.

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Dies ist eine zirkulärlogische Aussage.

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Siehe hierzu Wikipeda:

Ein Zirkelschluss, auch Zirkelbeweis, logischer Zirkel, circulus vitiosus (lat., wörtlich: fehlerhafter Kreis), Diallele oder hysteron proteron (altgriechisch, wörtlich das Spätere vor dem Früheren), ist ein Beweisfehler, bei dem die beweisenden Behauptungen das erst noch zu Beweisende schon enthalten. Der Zirkelschluss ist also der Versuch, eine Aussage durch Deduktion zu beweisen, indem die Aussage selbst als Voraussetzung verwendet wird. Damit wird also eine These aus Argumenten abgeleitet und diese Argumente werden ihrerseits aus derselben These geschlussfolgert. Dies stellt eine Verletzung des Satzes vom zureichenden Grunde dar. Der Selbstbezug kann auch über mehrere Stufen geschehen, sodass der Zirkelschluss einem unvorsichtigen Betrachter, oder gar dem Urheber selbst, verborgen bleibt. ... Sie werden aber dennoch gerne verwendet, um wissenschaftlich nicht haltbare angebliche Tatsachen, aber auch Glaubenselemente zu „beweisen“ und so Anhänger für eine Idee bzw. Ideologie zu gewinnen.

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Sehr gerne würde ich bitte wissen, warum das von einem studierten Theologen nicht gesehen wird.

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weil menschen an verschiedenes glauen. so wie sie auch einen verschiedene charakter haben glauben sie auch an andere sachen.

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Hallo. Warum werden soviele Fragen gestellt, die verschieden Formuliert sind, aber trotzdem den selben Inhalt vorweisen! Weil (fast) ein jeder anders denkt! Und dadurch, wenn es anders formuliert ist, um vieles leichter versteht!!! LG. Martin.

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re-ligio heißt so viel wie Rückführung zum Urgrund, hab ich mal gehört.

...warum sollte es nicht verschiedene Wege dahin zurück geben?

Gruß

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Weil verschiedene Menschen verschiededene Phantasie haben.

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Betrachte die Sache mal aus einer anderen Perspektive. Jede Religion ist nur ein kleiner Teil eines gesammten Glaubens. Also ich denke, dass es nur einen Gott gibt und das alle Religionen an diesen Einen Gott glauben. Ich bin Bahai und glaube an die Einheit der Religionen, was heißt, dass alle Religionen im Grunde genommen Eine Religion sind, die nur von Zeit zu Zeit durch die verschiedenen Gottes Offenbarer(Moses, Jesus, Mohammed, Baha'u'llah etc.) an die Bedürfnisse der Zeit angepasst wird. :) Ergibt irgendwo Sinn oder?

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Weil die Menschen lieber ihren eigenen Willen tun wollen (Hebr.3,10) als Jahwe zu gehorchen (Joh.6,38).

Hintergrund ist allerdings der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4).

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Menschen sind von Natur aus neugierig, und versuchen, Dinge zu verstehen, ihnen auf den Grund zu gehen.

wenn die Wissenschaften noch nicht entwickelt sind, wenn also Physik, Chemie, Biologie, Mathematik usw. noch in den Kinderschuhen stecken, möchten die Menschen trotzdem eine Erklärung haben, und dann denken sie sich halt was aus. Da es viele verschiedene Menschengruppen gab/gibt, gibt es eben auch viele verschiedene Geschichten, die die Welt erklären, mit vielen verschiedenen Göttern, die je nach Zeit und Ort auch verschiedene Ideen, Gesetze usw. vertreten....hängt immer von der Gesellschaft ab, in der diese Götter und Religionen entstanden sind.

Und da keine Religion die richtige sein kann, wird sich auch nie eine einzige durchsetzen, und es wird immer viele geben.... Eigentlich müssen wir heute nicht mehr an die alten Götter glauben, weil wir sehr vieles wirklich verstehen können, aber es gibt eben Menschen, die unbedingt an den alten Geschichten festhalten wollen...weil Mama und Papa das gesagt haben, weil sie sich sonst verloren fühlen, weil sie mit Wissenschaften nix anfangen können....es gibt tausend Gründe.

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Kommentar von riara
08.07.2011, 19:19

Warum gibt es dann aber heute viel weniger Religionen als z.B. vor 2.500 Jahren?

Wenn es 1.000 Gründe für die Wahl einer Religion gibt, sind dann die von Dir angegebenen die Hauptgründe?

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Damit immer irgendwer was zu stänkern hat.

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