Wieso gibt es soviele Leiharbeitfirmen?

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14 Antworten

Das Ziel war einerseits einen großen Niedriglohnsektor in Deutschland zu etablieren, damit die Arbeitslosenstatistiken geschönt werden und Konzerne ihre Arbeitskosten auf Kosten der Beschäftigten senken können.

Der andere Grund war, durch die Senkung der Arbeitskosten ein Lohndumping innerhalb der Euro-Zone betreiben zu können, durch das die deutsche Exportindustrie Marktanteile ihrer Konkurrenten in den Nachbarländern der Euro-Zone abgreifen kann. Diese können sich dagegen nicht mehr mit einer Auf- oder Abwertung der eigenen Währung schützen, sondern nur diese Dumpingpolitik kopieren.

Die BRD ist daher der Parasit der EU. Allerdings kommen die Gewinne daraus nicht bei den Menschen, sondern nur bei den Profiteuren an.

Die entstehenden perversen Exportüberschüsse bedeuten auf der Warenebene sogar eine Verarmung. Die BRD führt auf Dauer mehr Waren aus, als sie einführt. Dafür bekommt sie Schuldscheine. Diese können allerdings schnell an Wert verlieren. Diese Politik ist also mehrfach schädlich und dumm.


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Weil wir hier weitestgehend Vertragsfreiheit haben. Niemand wird gezwungen bei einem bestimmten Unternehmen zu arbeiten.

An all die Kritiker: Es wird auch niemand daran gehindert, sich selbständig zu machen, selbst Arbeitnehmer zu beschäftigen und gute Löhne zu zahlen.

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so lange unsere Regierung die Lobby unterstützt die dafür ist Mitarbeiter schnell und unbürokratisch entsorgen zu können und die auch dafür zu haben ist das Lohndumping betrieben wird - so lange wird es Leiharbeit in dem Masse geben. In NL z.b. werden Leiharbeiter besser bezahlt als die Festangestellten, da die zur Abdeckung bestimmter Spitzen oder als Spezialisten gesucht sind. Dafür war das auch mal eingeführt worden.

Jetzt ist es dafür da das in Bilanzen die Personalkosten gesenkt werden. Leiharbeit läuft unter Fremdarbeit und ist damit variabel.

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Wir leben in einer Wirtschaftlich instabilen Zeit, in der Betriebe immer mehr davor zurückschrecken langfristige Arbeitsverträge auszuhandeln.

Ein Leiharbeiter ist da ein kurzzeitig Involvierbarer extern verwalteter Arbeitnehmer, der gleichzeitig vom Gesetzgeber geringe Ansprüche fordert.

Würde hier der Staat eingreifen, wären die Arbeitslosenzahlen sehr schnell wieder auf dem Doppelten stand. Billiglohnarbeit gehört zu den neuen Wachstumsmärkten in DE, gefährden langfristig aber die Binnenwirtschaft, sind aber auch der Grund warum DE zurzeit Konkurrenzfähig bleibt.  

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Wenn diese Unternehmen angeschafft werden sitzen 10tausende auf der Straße, gute Idee👍

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Kommentar von atijaja
02.10.2016, 19:07

Bis 9 tausend bei den Firmen direkt eingestellt werden

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Kommentar von Haakona
02.10.2016, 19:46

Ohne die Leiharbeiter läuft heute garnicht mehr. Habe ich selbst mal 2 Jahre lange gemacht und wurde unter anderem bei der Müllabfuhr eingesetzt. Wenn mal ein Leihsklave nicht zur Arbeit erscheint gibt es chaos wenn nicht sofort ersatzt von der Leihsklavenfirma gestellt wird.

Sollte dieses Menschenverachtene Konzept der Leiharbeit jetzt wegfallen, müssen Firmen dann den Großteil der "Leiher"  übernehmen.

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Abgeschafft vielleicht nicht, aber gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft.

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Für Leiharbeiter gelten besondere Kündigungsregelungen. Der Entleiher kann den Leiharbeiter jederzeit vor die Türe setzen und braucht sich nicht um Kündigungsfristen oder sonstiges zu scheren. Das ist für die Unternehmen goldwert, weil man die "Mitarbeiter" immer schön kleinhalten und unter Druck setzen kann. Die Leihbudenbetreiber selber lassen sich ihre Dienstleistung üppig vergolden und verdienen viel Geld damit.

Die gibt es deswegen noch, weil sie eine gute Möglichkeit sind (vor allem schlecht vermittelbare) Arbeitslose direkt wieder in Arbeit zu bringen. Das ist gut für die Statistik.

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Kommentar von Falkensinn
02.10.2016, 19:05

Dennoch verdiene die aber zu wenig

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Die sPD hat dafür die Bahn frei gemacht, bedank dich bei Bedarf bei dieser elenden Partei.

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Das war die Absicht der SPD mit ihrer Agenda 2010.
"Ich habe den gößten Niedriglohnsektor Europas geschaffen" ließ sich Altkanzler Schröder (SPD) auf dem Wirtschaftsforum Davos feiern.

Neoliberal ist asozial.

Deshalb befindet sich die SPD auf dem Weg in den Orkus der Geschichte.

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betriebe greifen gerne auf Leiharbeiter zurück bei ...

... auftragsspitzen

... personalsuche

wenn betriebe vorübergehend viel arbeit haben holen die sich hilfe bei leiharbeitsfirmen. nach Beendigung der arbeit geben sie das personal einfach zurück. sie müssen dabei keine sozialversicherungs oder lohnausfälle bei Krankheit bezahlen. auch evtl. anfallendes urlaubs oder Weihnachtsgeld kann der betrieb einsparen.

ein weiterer Vorteil für betriebe ist das sie auf eine günstige weise den arbeiter kennenlernen können wenn sie weiteres Stammpersonal einstellen wollen.

sie beobachten dann während du als Leiharbeiter die arbeit verrichtest wie du dich gegenüber anderen verhälst, wie deine Einstellung zur arbeit ist, dein Engagement, deine Leistung und deine leistungsbereitschaft.

mit dem ziel dich dann zu übernehmen oder dich aber von heut auf morgen wieder dem leiharbeitgeber zurückzugeben.

natürlich ist das einerseits ausbeuten, aber anderseits auch eine chance

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Kommentar von SupraX
02.10.2016, 19:19

Was du im ersten Teil beschreibst war mal der ursprüngliche Gedanke hinter Leiharbeit. Das ist inzwischen lange nicht mehr so. Viele Leiharbeiter sind viele Jahre beim selben Entleiher tätig.

Dem unteren Teil deiner Aussage kann ich nicht zustimmen. Es stimmt, dieses Argument "Mitarbeiter kennenlernen und bei entsprechender Leistung fest zu übernehmen wird immer wieder argumentiert. Tatsächlich ist das fast immer nur ein Lockargument um jungen Leuten die Leiharbeit schmackhaft zu machen. Außerdem ist es auch völlig unnötig. Zu diesem Zweck gibt es eine Probezeit.

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"Meine Meinung nach sollte Leiharbeit abgeschaffen werden"

Scherzkeks! Was meinst Du, wer das nicht noch alles möchte? Was meinst Du, wer das so ganz gut findet?

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Das ist einfache nur eine dumme Aussage.

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Ich finde Leiharbeit gut, da dadurch Auftragsspitzen abgefangen werden können. Meiner Meinung nach sollte man als Leiharbeiter aber grundsätzlich mehr verdienen, als fest angestellte, da man auf einige Vorteile verzichten muss, und das Unternehmen dazu "motiviert" werden sollte, nach Möglichkeit dauerhafte Anstellungen vorzuziehen.

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Tja 

Gysi fordert das schon seit Jahren,  aber das passt der CDU und SPD nicht 

Bzw ich schliesse mich Gysi an und sage es muss nicht verboten werden,  aber es muss die Regel geben das ein leiharbeiter den selben Lohn bekommen muss wir ein Fest angestellter,  evtl sogar mehr,  denn dann nehmen sich die Unternehmen nur dann einen LA wenn wirklich Not am Mann ist, und nicht um die Löhne zu senken und damit zu drohen das es genügend billige LA gibt 

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