Wieso gibt es so wenige Callboys im Gegensatz zu weiblichen Prostituierten?

10 Antworten

Nur weil jemand sexuelle Dienste anbietet, heißt es ja noch lange nicht, dass derjenige diese auch gut macht. Es gibt eben keine Qualitätskontrolle für dieses Gewerbe. Jeder der will (oder der sich dazu gezwungen sieht) kann seine Dienste anbieten.

Gerade Callboys haben oftmals nur ihre eigene Befriedigung im Hinterkopf, wenn sie ihre Tätigkeit anbieten. Vom Können her jedoch, sind die meisten aber wohl nicht besser als der Durchschnittsmann.

Frauen wollen nunmal kein Geld für etwas ausgeben, dass sie genauso gut auch gratis bekommen können. Bzw. ist vielen Frauen gar kein Sex lieber, als schlechter Sex. 

Wäre ein Callboy, berühmt-berüchtigt für seine sexuelle "Qualität",  würde die Sache wohl anders ausschauen. In dem Fall würden auch Frauen öfter mal für ihre Triebbefriedigung bezahlen.

Praktisch alle Versuche ein Bordell für Frauen zu etablieren sind bisher kläglich gescheitert... Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der
Sexualität von Mann und Frau stellen Frauen ganz andere Ansprüche an ein erfüllendes sexuelles Erlebnis.

Sich „verwöhnen zu lassen“ ist dabei in der Regel nicht auf den eigentlichen Akt beschränkt. Das in halb- oder Stundentake gepresste „Rein-rauf-runter-raus“ ist daher als Geschäftsmodell denkbar ungeeignet.

Wenn eine Frau einmal ein sexuelles Abenteuer erleben möchte, so genügt es in den meisten Fällen sich sexy zu kleiden und in eine entsprechende Bar oder Diskothek
zu gehen um sich dort „abschleppen“ zu lassen.

Wenn es etwas anonymer sein soll und tatsächlich nur Sex das Ziel ist, erhalten Solo-Frauen in den Herrenüberschuss Swinger-Clubs meist freien Eintritt und können sich hier bei freien Getränken und meist auch Essen einen oder mehrere Männer aussuchen ohne ihre Anonymität oder Sicherheit aufgeben zu müssen.
Warum soll eine Frau daher für Sex bezahlen?

Zwar soll es angeblich auch Call-Boys geben, die von zahlungskräftigen Damen engagiert werden – aber diese stellen bei den PaySex-Dienstleistern nur eine winzige Minderheit.

Männliche Prostituierte bedienen nahezu ausschließlich Homosexuelle.
Beliebt bei sexhungrigen Frauen sind allerdings
bestimmte Reiseziele mit „Mehrwert“. Vor allem in Ländern wie Kenia und der Dominikanischen Republik wissen die Einheimischen, was alleinreisende Frauen wünschen. Dabei haben sich oft schon die Animateure des eigenen Hotels auf diesen Nebenerwerb spezialisiert, den man sich allerdings nicht als männlich-einfaches Geschäft „Sex gegen Geld“ vorstellen sollte.
In der Regel ist es der exotische Mann, der sich in die Frau „verliebt“ und diese hofiert (und befriedigt) damit ihm sein Fang doch bitte auch noch nach ihrer Heimreise mit regelmäßigen Überweisungen den Traum vom eigenen Restaurant, Bar, Pension usw. zu erfüllen
hilft. Dass es für ihn dann mehrfach und meist parallel „die eine, große Liebe“ gibt, wollen die Frauen dabei gar nicht wahrhaben. Mehr zu den verschiedenen Geschäftsmodellen des Paysex findest Du z.B. in "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon).

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Ich kenn mich da etwas aus. Frauen die für einen gigolo zahlen, wollen ein Gesamtpaket für ihr Geld. Ausser sex wollen die Damen sehr häufig einen masseur, einen begleitet zum Beispiel Restaurant oder museum, einen aufmerksamen, der sowohl lustig unterhält als auch psychologisch tiefgründig auf die frau eingeht. Tanzen können wäre von vorteil. Abgesehen davon wollen viele frauen ihren Horizont erweitern. Dann Diskretion. Das ist doch schon ein gesamtpaket. Nicht hopp hopp wie bei männern.

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