Wieso gibt es noch kein Heilmittel gegen Krebs?

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10 Antworten

Weil die meisten Krebsarten nicht wie zum Beispiel Masern eine fest Krankheit sind sondern bei jedem völlig neu entsteht und somit immer einzigartig ist.

Man kann diese Arten zusammenfassen weil sie je nach Gewebe ähnliche Eigenschaften haben aber Sie sind immer verschieden.

Deshalb ist schon ein Heilmittel gegen den Krebs allgemein nicht möglich. Genauso wenig wie es ein gemeinsames Heilmittel gegen Sodbrennen Masern und Schnupfen gibt.

Es muss für jede Krebsart ein eigenes Mittel geben und daran wird gearbeitet.

Egal was irgendwelche Verschwörungstheoretiker sagen.

Es wird niemals "ein" Heilmittel gegen Krebs geben...aus dem einfschen Grund das Krebs nicht eine einzelne Erkrankung sondern ein Sammelbegriff für hunderte verschiedene Arten von Tumoren ist. 

Dabei unterscheiden sich diese Krebsarten in zahlreichen Faktoren und ein Mittel welches gegen Tumore vom Typ A hilft ist gegen Tumore vom Typ B oft vollkommen wirkungslos. Gegen einige Arten von Krebs kann man heute schon sehr gut vorgehen...bei anderen Arten stehen wir noch ganz am Anfang und sind praktisch hilflos. 

Bis wir wirklich auf alle Krebsarten eine Antwort haben wird noch sehr viel Zeit vergehen. Die personalisierte Medizin ist dabei in meinen Augen unsere beste Chance, da sie auf den jeweiligen Tumor massgeschneiderte Therapien erlaubt.

Ich verstehe nicht warum es noch immer so d**** Menschen gibt, die der Pharmaindustrie die Schuld geben. Jetzt mal im Ernst, ohne die wären wir wahrscheinlich schon alle unter der Erde!! Versucht mal selbst eine neue wirksame Verbindung zu finden, sie aufzureinigen und die Produktion wirtschaftlich umzusetzen, geschweige denn vom Screening. Für ein durchschnittliches Medikament, das dann wieder wegen den zu hohen Preisen angeprangert wird, benötigt man eine durchschnittliche Zeit von 35 Jahren! Außerdem gibt es mittlerweile schon nette Ansätze (Interferone einsetzen, damit die Chemo besser verkraftet wird und an der entsprechenden Stelle greift) für die Krebsheilung. Ein nicht zu vernachlässigendes Gebiet eröffnet auch die Gentechnik und Biotechnologie. So kann zum Beispiel mit Genfähren gearbeitet werden, die dann die neuen "guten" DNA Abschnitte in die Zelle einschleußen. So könnte man die Zelle zum Selbstmord "programmieren". Davon sind wir zwar noch weit entfernt, aber vielleicht könnte es damit funktionieren. Und noch ein neues Gebiet eröffnet neue Blickwinkel: Die Nanotechnologie. Wie du siehst ist es nicht ganz so einfach wie man sich das manchmal vorstellt, aber wir sind keine Lichtjahre mehr vom fertigen "Wundermittel" entfernt ;) 

Die Zeit ist noch nicht reif dafür, weil gegenwärtig noch die Bedingungen falsch gesetzt sind.

Um überhaupt ein Heilmittel finden und/oder brauchbar einsetzen zu können, ist es notwendig, vorab damit aufzuhören, immer neue Sachen auf den Markt zu bringen, die Krebs verursachen oder die Entstehung begünstigen.

Mach einer neigt dazu, zu meinen, daß hier das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Tatsächlich ist aber ein beobachtetes Erscheinungsbild gleichzeitig auch das Symptom einer dazugehörigen Denkweise und Gesinnung.

Um Heilmittel gegen etwas zu finden, ist zunächst eine Denkweise und Gesinnung notwendig, die dem nicht entgegensteht.

Das gegenwärtige Geschehen schließt zwar nicht aus, daß dennoch jemand ein Heilmittel entdeckt, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist deutlich geringer, vor allem, wenn dies auch noch von Geldern abhängig ist.

beamer05 04.06.2017, 12:34

Um überhaupt ein Heilmittel finden und/oder brauchbar einsetzen zu können, ist es notwendig, vorab damit aufzuhören, immer neue Sachen auf den Markt zu bringen, die Krebs verursachen

Nett gedacht, aber was tun "wir" denn schon (z.B. von staatlicher Seite) gegen Tabakkonsum, Alkohol-Massenkonsum etc.

D ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen es noch Tabakwerbung gibt, in dem im Fernsehprogramm Werbung für Alkoholika läuft etc.

Aber Impfungen werden dann wieder Gegenstand von irren Verschwörungstheorien...

Und als Arzt einen Raucher auf sein riskantes Verhalten anszusprechen wird teils schon als "Gemeinheit" angesehen...

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Dxmklvw 04.06.2017, 13:29
@beamer05

Nett gedacht, aber was tun "wir" denn schon (z.B. von staatlicher Seite) gegen Tabakkonsum, Alkohol-Massenkonsum etc.

Auf das "was tun wir" gibt es eine klare Antwort:

"Wir" ist hier nichr jeder, sondern "wir" ist lediglich die Mehrheit der Masse und diejenigen, die von dieser Mehrheit zu Anführern gemacht wurde.

Diese "wir" bekämpfen mittels des Wahnsinns beständig und sehr erfolgreich die Vernunft. Das gelingt umso besser, je mehr man relativiert, um auch an den übelsten Dingen noch etwas zu entdecken, das man dann als "nützlich" verkaufen kann und quasi als den Henkel benutzen kann, der festgehalten wird, damit das Übel nicht verschwindet.

Einer dieser Henkel ist der Glaube, daß Pharmakonzerne die Menschheit gesund machen wollen. Würden wohl diejenigen, die ihr Vermögen in Pharma-Aktien angelegt haben, vor Freude jubeln, wenn plötzlich alle Menschen gesund wären?

Du hast auch die Themen Impfen und Rauchen angesprochen. Ich sehe das um einiges weitläufiger.

OK, man kann mit etwas Mühe einige Ismen entwickeln und sich sogar als Kampf-Impfbefürworter und als Kampfnichtraucher aufführen.

Doch auch so etwas sehe ich nur als weitere Variante des Wahnsinns an, wenn gleichzeitig darauf verzichtet wird, zu lernen, wie Menschen wirklich ticken und wie man es hinbekommt, zu überzeugen anstatt jemanden plattzureden. Wer die wichtigeren Dinge gelernt hat, kann auf Ismen verzichten.

Aber was findet sich in der nüchternen Realität? Richtig, da finden sich allenorts Angebote und Bestrebungen, um es hinzubekommen, daß Menschen logikschädigend ihren eigenen Verstand verhunzen, weil sich damit so gut Kasse machen läßt.

Das unter dem Strich bleibende Ergebnis ist dann recht ernüchternd und schafft dann auch immer wieder so sinnhaltige "Einsichten" wie "laßt das gesundheitsschädliche Rauchen sein, kifft lieber, was das Zeug hält, oder haut euch die Wampe mit Nahrungsergänzungsmitteln (Sondermüll) voll".

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weil krebs extrem komplex ist und unvorhersehbar argiert. es ist immerhin eine mutation des gewebes. und mutationen sind meist unvorhersehrbar. ein vollwertiges allheilsmittel wird es vermutlich niemals geben. methoden welche von fall zu fall leicht varrieren gibt es ja schon, bestrahlungstherapie. chemotherapie. rückenmarkstranplantationen z.B.

armabergesund 04.06.2017, 10:56

das ist keine Antwort, nur eine Ausrede der Pharmalobby

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Crush4r 04.06.2017, 11:05
@armabergesund

das die pharmalobby sch**ße ist wissen wir. aber krabs ist dennoch so komplex das zurzeit keine allgemeingültige heilung möglich ist. jeder tumor ist anders. dazu kommt das es so viele krebsformen gibt, und bei diesen ganzen formen ist der krebs wieder komplett anders. das ist theoretisch vergleichbar wie mit einer impfung gegen die grippe. jedes jahr kommt nen neuer stamm welcher gegen die impfung des vorjahres immun ist. so ist jeder tumor anders. das es eine mutation ist kann nicht z.B. Jeder Lungentumor exakt gleich sein. sonst würde es eine komplett einheitliche therapie geben. die immer zieht. chemo und bestrahlung z.B. sind nur eine chance. keine garantie.

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Maxxismo 04.06.2017, 13:52
@armabergesund

Na dann präsentier uns doch mal einen Mechanismus, mit dem du den Krebs aufhalten möchtest. Nur grob, als Forschungsansatz. ;-)

Es ist übrigens nicht die Pharmalobby, sondern es sind die Universitätskliniken, an denen Biologen, Physiologen, Biochemiker, Physiker, Neurowissenschaftler und Ärzte die Grundlagenforschung betreiben und versuchen, der Krebssache auf den Grund zu gehen.

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Es gibt sehr viele Ansätze, die Krebs bestimmter Sorten durchaus beseitigen können. Problematisch ist eher das Metastasieren des Krebs - d.h. im Körper verbleiben von 10000000000 Krebszellen immer noch irgendwo ganz wenige, man kann anscheinend nicht alle auslöschen, sodass sich immer wieder was bilden kann. Es gibt aber Menschen, die entweder überhaupt keinen Krebs bekommen können (auch bei vielen Tieren, wie beispielsweise Elefanten, die keinen Krebs bekommen können). Therapien wie Chemotherapien haben massive Nebenwirkungen und sind wohl auch nicht wirklich effektiv - es gibt neuere Ansätze mit Viren (gentechnisch veränderte Bakteriophagen) - diese werden so verändert, dass sie keine Krankheit auslösen können, aber immer noch Zellen zerstören können. Wenn man einen Virus so kreiert, dass er nur an Krebszellen andockt und diese zerstört, könnte also das eine Negative (Virus) das andere negative (Krebs) vollkommen zerstören. Ist aber sehr komplex, da jeder Krebs anders ist und auch jede Person anders reagiert.

beamer05 04.06.2017, 12:48

wie beispielsweise Elefanten, die keinen Krebs bekommen können

Elefanten können SEHR WOHL Krebs bekommen, wenn auch seltener als andere Tiere - oder der Mensch.

Auch Nacktmulle sind da -soweit bekannt- "besser".

Und Chemotherapie ist in vielen Fällen sehr wohl effektiv - ermöglicht sie doch oft z.B. einen Tumor auf ein operables Maß zu reduzierten, oder zusammen mit einer Strahlentherapie einen Krebs komplett zu zerstören - unter Erhalt der gesunden Funktionen und ohne daß es einer OP bedarf (z.b. beim Analkarzinom) .

Oder bei den -gar nicht so seltenen Lymphomen (Mb. Hodgkin), wo die Chemotherapie alleine den Krebs oft vollständig beseitigen kann (manchmal wird lokal eine Strahlenbehandlung ergänzend empfohlen)

Und von den Entwicklungen der letzten 10 -15 Jahren haben offenbar viele hier nicht wirklich etwas mitbekommen - Antikörper und sog. "small molecules" etc. sind mittlerweile Alltag und erlauben oft eine sehr zielgerichtete Therapie mit positiven Ergebnissen, von denen man vor einigen Jahren nur "träumen" konnte. (TKI etc.)

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weil es ganz viele, unterschiedliche Krebsarten gibt!

armabergesund 04.06.2017, 10:57

weil es unterschiedliche Denkweisen gibt, deshalb kommt auch niemand auf die Idee nicht miteinander zu reden..

aber manche bleiben einfach dumm wie ein Biber

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beamer05 04.06.2017, 12:29
@armabergesund

deshalb kommt auch niemand auf die Idee nicht miteinander zu reden

EBEN!

Niemand kommt auf die Idee, NICHT miteinander zu reden.

DESHALB reden z.B. Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen unter Beteiligung anderer Disziplinen regelmäßig und intensiv miteinander um sowohl Vorbeugung als auch Behandlung von Krebs zu verbessern.

Paßt natürlich nicht zu den hier immer wieder gerne verbreiteten Verschwörungstheorien.

aber manche bleiben einfach dumm wie ein Biber

  1. Du weißt anscheinend recht wenig über Biber
  2. Dein ganz oben angeführtes Zitat ...
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Krebs ist meistens eigentlich nicht ein Krankheit, sondern das Ergebnis von einer Systemerkrankung. Wie so oft bekämpft man dadurch die Auswirkungen aber nicht die Ursache selber. Diese kann vielfältig sein, aber oft ist es der Lebensstil, Ernährung, Stress, Psyche oder ähnliches, welches Krebs auslöst.Jeder Krebs ist anders, so wie jeder Mensch anders ist.

Es gibt Kliniken, die arbeiten mit den Patienten auf dieser Basis von Lebensgewohnheiten und haben gute Ergebnisse. Ich kenne ein Sanitarium, das 40% Heilungserfolge hat bei Leuten, die von der Schulmedizin aufgegeben wurden. Natürlich gibt es auch Heilungen durch Operationen oder Chemotherapie.

beamer05 04.06.2017, 12:24


Ich kenne ein Sanitarium, das 40% Heilungserfolge hat bei Leuten, die von der Schulmedizin aufgegeben wurden


Oh, gibt es dazu mehr Infos?

Studien, die diese "Heilungserfolge" belegt haben?

Würde mich sehr interessieren.

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Maxxismo 04.06.2017, 13:50

Ich bin auch dabei.

Da forschen wir jahrzehntelang an der Uniklinik, freuen uns, wenn wir alle paar Jahre mal einen Chemiecocktail entwickeln, der tatsächlich Menschen, die an einer bestimmten Krebsart erkrankt sind, um Jahre länger leben lässt, und anderswo hat man 40%-ige Heilungsraten, ohne dass wir davon etwas mitbekommen.

Manchmal passieren Zeichen und Wunder! Hast du eine Adresse?

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weil die Forschung nach einem Mittel sucht, welches dann teuer verkauft werden kann

Krebserkrankungen haben mit einem nicht richtig funktionierenden Immunsystem zu tun, weil aber ca. 80% der Abwehrkräfte in Darm erzeugt werden, ist die Ernährung ausschlaggebend um Krebs vorzubeugen

Das bringt aber keinen Profit, deswegen wird seit Jahrzehnten und Milliardenbeträge immer noch nach einem Wundermittel vergebens gesucht

Maxxismo 04.06.2017, 13:54

Warum forschst du dann nicht selbst und bringst uns die Heilung?

Eine einzige bahnbrechende, sauber aufgestellte Studie reicht doch schon, um weltweite Aufmerksamkeit zu bekommen. Da werden sich auf der weiten Welt schon tausende finden, die dich anschließend großzügig unterstützen und gegen die böse Forschung verteidigen. ^^

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educare 04.06.2017, 13:56
@Maxxismo

mehr als dieser hilfslosen Kommentar bist du nicht imstande vorzubringen, gell?

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Maximum12345 04.06.2017, 19:24
@educare

Ich weiß ja nicht was "hilfsloser" ist: Verschwörungstheorien oder ein gut gemeinter Tipp *hust* ;)

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educare 04.06.2017, 23:04
@Maxxismo

@Maxxismo

Entschuldigung, habe den Namen nicht richtig abgelesen

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dadita 04.06.2017, 22:42

Krebs hat keineswegs immer etwas mit einem nicht richtig funktionierendem Immunsystem zu tun. Auch der gesündeste Mensch mit einem tadellos in Schuss gehaltenem Immunsystem kann an Tumoren erkranken, durch schlichtes Pech.

Krebs ist die Folge von Mutationen in einigen regulatorischen Schlüsselgenen. Diese Mutationen treten zufällig auf, auch wenn man ihre Frequenz durch den Lebensstil beeinflussen kann.

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In Amerika ist eine Studie durchgeführt worden, bei der man Tote auf Krebs untersucht hatte, und zwar unabhängig der Todesart.

Dabei wurde mit Erstaunen festgestellt, dass 98% der Untersuchten Krebs hatten.

Die Frage der Medizin ist deshalb, ob der Krebs nicht ein natürlicher Bestandteil des Körpers ist.

Daraus erfolgt dann erst das Rätsel, was den Krebs bösartig macht.

Wir stehen so gesehen erst am Anfang der Krebsforschung.

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