Wieso gibt es Menschen die an Karma glauben?

18 Antworten

Die Menschen glauben an die verschiedensten Dinge, also warum sollte es keine Menschen geben, die an Karma glauben? Um zu verstehen, wie das funktionieren soll, muss man sich das gesamte Konzept zu Gemüte führen, welches damit untrennbar verbunden ist. Ansonsten ist Deine Frage, wie das funktionieren soll, obsolet. Und ja, wer daran tatsächlich glaubt, der nimmt das auch ernst. Ich gehöre zwar nicht zu denen, die an Karma in der Hinsicht glauben, dass man etwas von einem irdischen Leben ins nächste irdische Leben mitnimmt, außer vielleicht Erinnerungen, die dann aber vermutlich begraben sind unter einer dicken Decke des Vergessens, die man aber, wenn man will und sich darum bemüht, überwinden kann, und die nur so dick ist, wie es für das betreffende Wesen nicht übermäßig hinderlich ist, seine Bestimmung zu erreichen. Ich glaube vielmehr, dass das eigentliche Dasein ein ewiges ist und dass erlebte irdische Leben aus der Perspektive dieses ewigen Daseins eher eine Art Teilnahme an einem oder mehreren kollektiven Träumen sind, so wie man im irdischen Dasein normalerweise jede Nacht träumt, selbst wenn man sich nach dem Aufwachen nicht mehr daran erinnern kann. Mein persönlicher Glaube hat zwar in vielen Punkten auch Gemeinsamkeiten mit der Religion, der ich angehöre, aber beispielsweise die Perspektive aus dem ewigen Dasein heraus und alles was auf dieser Perspektive begründet ist, gehört nicht zu der Lehre der Religion, der ich angehöre, einschließlich auch der Vorstellung zur Wiedergeburt in andere irdische Leben.

Der für mich interessanteste Aspekt daran an Karma zu glauben ist der, dass es dadurch niemals vergebens ist etwas Gutes zu tun.

Nicht weil du es sollst, weil man es von dir verlangt, nicht weil man dich sonst bestraft (in Ewigkeit) sondern weil du dir damit stets selbst einen Gefallen tust und ob in diesem oder im nächsten Leben: es wird sich lohnen.

Wenn man z.B. irgendwo in der Bahn ist und wo Müll rumliegen sieht kann man das ignorieren, sich ärgern, es wegschmeissen und sich ärgern oder wegschmeissen und freuen was Gutes getan zu haben.

Die Frage bleibt ja: wenn ich da selbst nichts von habe - warum sollte ich es dann tun?
Oder umgekehrt: wenn ich die Bahn nun verlasse - was sollte mich davon abhalten meinen Müll einfach da liegen zu lassen?

Karma ist ja auch nur ein Glaube wie jeder andere und kann einen bei diversen Situationen helfen eine Entscheidung zu treffen, sich der Entscheidung sicher zu sein (Abbau von Zweifel) und damit glücklich zu sein.

Sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung, die man trifft als ob es irgendwann auf einen zurück fällt. Man übernimmt Verantwortung.

Also für den, für den es funktioniert, ist es eine Gute Sache^^

Weil Menschen alles Mögliche glauben. Sie glauben ja sogar an eine Realität, die man angeblich ausschließlich rational betrachten könne.

Übrigens ist belegt, dass Menschen, die selbst den schlimmsten Lebenstragödien einen Sinn abzutrotzen vermögen, die hinter allem das größere Bild sehen, damit ihre Resilienz gegenüber Stress und Traumata stärken. Kurzum: sie sind gesünder.

Im Zweifel führt ein solcher Glaube also zu einer besseren Überlebenrate und gesünderen Genen. Wenn das kein Grund ist! 

https://theconversation.com/how-to-unlock-your-inner-resilience-65926

Wie es funktioniert ist absolut zweitrangig, wenn man es ohnehin nicht glauben möchte.  

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