Wieso gibt es keine radikalen christlichen "Gemeinschaften"?

26 Antworten

Religiös motivierte Terrorgruppen gibt es natürlich auch in anderen Religionen und sie gehen nicht weniger brutal vor, als islamische Terroristen.

Häufig ist der einzige Unterschied, dass sie regionaler tätig sind und nicht weltweit spektakuläre Terroranschläge verüben.

Christentum

In Uganda verübt die "Lord's Resistance Army" (LRA) unter Führung des selbsternannten Sprachrohr Gottes Joseph Kony Massaker und will einen christlichen "Gottestaat" errichten.

Zu ihren Straftaten gehören Folter, Vergewaltigung, Nutzung von
Kindersoldaten, sexuelle Sklaverei, Entführungen und vieles mehr.

Judentum

Die Kach und Kahana Chai waren ultra-religiöse Parteien die jedoch verboten wurden und nun als Terrorgruppen tätig sind, indem sie politisch-religiös motivierte Aktionen gegen die Regierung und Palästinenser verüben.

Hinduismus

In Indien ist die Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) eine paramilitärische religiös-nationalistische Gruppe, die einen "Hindu-Staat" fordert und viele sympathisierende Gruppen hat.

Sie und ihre Sympathisanten, Splittergruppen usw. sollen für anti-islamische und anti-christliche Unruhen im Land verantwortlich sein.

Buddhismus

Die Bodu Bala Sensa  (BLS) ist eine buddhistisch-nationalistische Gruppierung von Singhalesen in Sri Lanka, die mit religiös-rassistischem Terror in Verbindung gebracht wird.

In Myanmar verbreitet die buddhistisch-nationalistische "969 Bewegung" in einer Mischung aus religiösem Extremismus und politischer Ideologie Terror gegen Muslime.

Du siehst also, religiöser Extremismus ist nicht auf den Islam begrenzt.

Entsprechende Informationen bietet bereits die Wikipedia;

Radikale christliche Gemeinschaften im Sinne von radikalen Islamisten kann es nicht geben, da Christen der Lehre und dem Vorbild von Jesus folgen (sollten), der Nächstenliebe, Feindesliebe und das Hinhalten der anderen Backe sogar bei schwersten Beleidigungen (Matthäus 5,29) predigte.

  • Matthäus 5,44: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen."
  • Lukas 6,27: "Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen."
  • Lukas 6,35: " Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen."
  • Matthäus 7,12a: "Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso."

Wenn Christen also Terroristen wären, würden sie nicht in der Nachfolge von Jesus Christus und nicht auf der Grundlage der Bibel stehen.

Jesus hat in seinem Erdenleben keinen Menschen umgebracht, keinen Krieg angezettelt, sondern Menschen geheilt und ihnen den richtigen Weg gelehrt. Im Gegensatz dazu hat Mohammed viele Kriege geführt und war auch an Massenhinrichtungen beteiligt. Wie das einzuordnen ist und was das mit dem weltweiten islamistischen Terrorismus zu tun hat, müssen die Muslime beurteilen.

Es gibt auch viele radikale Christen bzw. Fundamentalistische Christen, gerade in den USA. Die meisten sind dabei zwar extrem in den Ansichten aber relativ friedlich, wobei es auch heftige Sekten und Milizen gibt die sich als christlich identifizieren.
Terroristische Christen gibt und gab es aber auch, sie sind nur nicht so benannt worden.
Da ist der Kukluxklan als bekanntestes Beispiel, auch über die IRA kann man streiten. Ansonsten gibt es viele lokale christliche Terroristen in Afrika und Asien siehe: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Christian_terrorism

Welche Bibelstellen können diese Organisationen für sich beanspruchen? Wohl keine einzige...

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@chrisbyrd

Das ist der unterschied zum islamischen Terror und deswegen ist der auch sehr weit verbreitet. Der Koran fordert eindeutig dass der Islam durch Dschihad verbreitet werden muss.... er sagt das andere glaubensgruppen keine Wertvollen Menschen sind sondern sie sind verflucht. 

Die Bibel fordert sowas nicht. Die Bibel ruft zur nächstenliebe auf ja selbst zur freindesliebe. Das ist die Boschaft des Christentums. Wer das nicht versteht, handelt nicht christlich.  

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@Schoggi1

Dazu muss man aber sagen, dass man die Bibel auch als Intolerant gegenüber anderen Religionen auslegen kann, wenn man dies möcht!
Ebenso, wie man den Koran als Tolerante Religion auslegen kann! Zum Beispiel die Ahmadiyya Muslime. Sie interpretieren den Koran gänzlich anderst als der IS. Der "Slogan" , der AM ist: liebe für alle hasse für keinen. 

Die Bibel, sowie der Koran dienen hier nur als ein Beispiel. Man kann jegliche Texte zu Gunsten der eigenen Interessen auslegen, so wie es der IS momentan macht.
Der Dschihad wird beispielsweise durch verschiedenste Interpretation auch als innerer Kampf mit sich selber bezeichnet.

Ps: Bin Christin

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@Fr13ndz

Ich sehe am islam leider nichts gutes. Auch wenn die meisten muslime friedlich sind, der Islam ist es nicht. 

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