Wieso gibt es kein Vereinigtes Europa?

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11 Antworten

Weil die Staaten sich in den wichtigen Fragen nicht einig sind.

Solange Europa bzw. die EU (ist ja nicht das Gleiche ;)) nicht direkt-demokratische Elemente einbaut ist das für mich als Schweizer (und für die Schweiz an sich) keine Option.

EDIT: 

Es bestehen auch kulturelle und legislative Unterschiede (DE: strenge Waffengesetze, CH : eher liberale Waffengesetze, ...) Solange die nicht überwunden werden, haben die USE (United States of Europe, brilliant nicht wahr :D) keine Chance.

Gute Idee, aber weiter Weg, auch weil sich die Staaten im Moment eher entfernen, als annähern.

Deutschland, Frankreich, Benelux, da würde es sofort klappen können (obwohl da bei den Franzosen mit dem Nationalstolz auch noch Probleme wären).

Dänemakr, Österreich, Italien, Spanien, Irland, Malta, Zypern, Tschechien, Schweden, Finnland, Portugal können auch noch klappen.

Aber mit fast allen anderen würde man wohl große Probleme bekommen.

Die EU ist in den 90er Jahren zu schnell gewachsen.

Ich fühle auch europäisch und würde gern schneller voran kommen.

Die EU-Staaten sind in wichtigen Fragen uneinig. Außerdem würden sich ultranationalistische Kräfte der alten Nationen dagegen wehren.

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass Europa an sich auch nur eine Imagined Community und eine Nation ist/sein kann. Sprachliche Differenzen spielen dabei keine Rolle. Vielmehr ist die Annahme, dass Nationen sprachlich homogen sein müssten mehr oder weniger erst im 20. Jahrhundert verfestigt worden.

Zudem lässt sich ein Europa ohne die alten Nationen nicht vermitteln. Nationale Identität widerspricht europäischer so wenig wie regionaler nationaler. Das behauptest du nicht, sollte jedoch grundsätzlich angemerkt werden. In diesem Sinne wäre auch nur eine europäische Föderation denkbar (du: "Vereinigte Staaten von Europa") und kein zentralistisch strukturiertes Europa (du: "Vereinigtes Europa"). Die Verstaatlichung Europas ist ein nationalistisches Projekt - was nicht schlecht sein muss.

Weil Europa traditionell gewachsen ein Flickenteppich unterschiedlicher Nationalstaaten mit eigenen Sprachen darstellt, der sich in seiner Geschichte jahrhundertelang wechselseitig in mehr oder minder verheerenden Kriegen massakriert hat.

Vor allem anderen spielen da die Sprachbarrieren eine entscheidende Rolle.

Insofern kann man eigentlich über alle Maßen mit den Erfolgen der EU zufrieden sein, insbesondere mit dem friedvollen Status Quo!

Die weitere Entwicklung wiederum wird bei Strafe des Verschwindens in der Bedeutungslosigkeit sicherlich in Richtung Integration verlaufen...

Weil Europa verschiedene Sprachen spricht. Ausserdem vom Kulturkreis nicht einheitlich ist.

Wir haben die EU als Einheitsfaktor, Reise und Zollfreiheit innerhalb der EU und zum Schutz zu guter letzt die Nato als erweitertes Verteidigungsbuendnis.

So gesehen fehlt nicht viel an der Frage, ausser das da auch was schief laufen kann. Der Brexid Englands z. B. 

Dafür gibt es keinerlei sticvhaltige Gründe. Jedes Land hat seine eigene Sprache und Kultur, schon daher ist es ratsam auf ein vernigtes Europa zu pfeifen.

Weil Franzosen immer Franzosen, Briten immer Briten, Italiener immer Italiener, Niederländer immer Niederländer und auch Deutsche immer Deutsche bleiben werden. Gleiches gilt für alle anderen Völker.

Dass es nicht oder nur mit Brachialgewalt funktioniert, verschiedene Völker in einem Staat zusammenzufassen, beweisen die früheren Staaten Tschechoslowakei und Jugoslawien. Während im ersteren die Trennung friedlich vollzogen wurde, war dies im letzteren nicht der Fall.

Diese Idee ist uralt, man hatte sie schon bei Gründung der EWG (Vorläufer der EU) "im Hinterkopf". Die Vision wurde dann durch Beitritte weiterer Staaten und zunehmende Egoismen immer weiter verwässert. Heute ist sie fast in Vergessenheit geraten.

Wenn die EU schon nicht reibungslos funktioniert?

Ich persönlich hätte nichts dagegen. Allerdings sehe ich mich nicht als Deutsche, sondern als Europäerin. Damit gehöre ich zu einer Minderheit von Menschen in Europa.

Solange die meisten nicht bereit sind, Nationalismus und nationale Befindlichkeiten aufzugeben, solange wird es kein einiges Europa geben.

Fragender17 17.07.2017, 14:27

Zu ihrem letzten Satz UND DAS IST AUCH GUT SO !!!!!!!!

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Seeheldin 17.07.2017, 14:30
@Fragender17

Ganz im Gegenteil. Fast alle Probleme, die wir haben, sind globale Probleme, die von Nationen nicht gelöst werden können. Wir sind nun mal alle Menschen und haben nur eine Heimat: unsere Erde.

Die schlechte Nachricht: unser Planet hat Homo Sapiens.

Die gute Nachricht: das ist bald ausgestanden.

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