wieso gibt es für unternehmen die möglichkeit der abschreibung?

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6 Antworten

Die AfA hat nicht nur den Sinn Steuern zu sparen.

1. Eine Bilanz muss wahr sein. Kein Kaufmann darf sich reicher darstellen, als er ist. Ein Auto das 3 Jahre alt ist, hat nicht mehr den Neuwert. § 253 HGB.

2. Der Wertverlust muss in die Kalkulation des Betriebs eingehen. Es sind Kosten, die aus der Leistungserstellung entstanden sind.

3. Sollte bis zum Verkauf das Anlagegut auf einen geringeren Wert als den Verkaufspreis abgeschrieben sein, so entsteht beim Verkauf ein Gewinn, der auch zu versteuern ist.

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Prinzipiell ist es so, dass ein Unternehmen den Gewinn versteuern muss, also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben. Die Abnutzung von Maschinen ist dabei ebenso eine Ausgabe wie der Einkauf von Rohstoffen oder die Zahlung von Löhnen.

Das Finanzamt erlaubt also die AfA ( AfA = Absetzung für Abnutzung )  weil es der wirtschaftlichen Realität entspricht. Die Abschreibungsdauern sollen ja soweit möglich auch die tatsächlichen  Nutzungsdauern darstellen. Wenn ich eine Maschine kaufe und im Betrieb einsetze, dann ist sie nun mal eben irgendwann nichts mehr Wert.

Sollte das Unternehmen die Anlagegüter am Ende der Nutzungsdauer verkaufen und dabei mehr erlösen als den Restbuchwert, dann muss dieser Ertrag auch versteuert werden.

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Der Staat muss immer versuchen die Wirtschaft zum ersten im eigenen Land zu behalten. Wenn für Unternehmen der Standort Deutschland zu teuer wird würden Sie noch mehr Outsourcing betreiben als es bereits jetzt der Fall ist.

Außerdem leben wir von einer Wirtschaft die ständig wächst. Würde Sie nicht mehr wachsen ist der nächste Schritt das sie schrumpft und damit Arbeitslosigkeit und sinkender Konsum eintritt.

Die Erleichterungen sind durchaus Sinnvoll und haben primär den Zweck das unsere Wirtschaft weiterhin wächst und International wettbewerbsfähig bleibt.


Als Unternehmer sollte ich auf jeden Fall abschreiben. Natürlich sieht für Unternehmen ein kleineres AV "schlechter" aus. Investoren die jedoch einen Einfluss auf den Kurs einer AG haben sind sich der Abschreibung aber durchaus bewusst und begrüßen diese auch. 

Hat die AG weniger Steuer Ausgaben kann Sie ja mehr an die Aktionäre ausschütten.

Die AVA wird vom Finanzamt festgelegt und wird bei jedem Gegenstand so festgelegt das es dem Realen Wertverlust über die Jahre nahe kommt. 

Zwischen Degressiv und Linear kann der Staat theoretisch hin und herschalten falls er den Unternehmen mehr oder eben weniger unter die Arme greifen möchte.



Hoffe das klärt ein paar deiner Fragen.

PS: Das mit dem Restbuchwert ist glaub ich nicht mehr ganz aktuell, dieser glaube ich entfällt mittlerweile. 

Grüße

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Historisch muss man sich Sinn und Zweck der Bilanz ansehen.

An erster Stelle ist hier das Vermögen zu nennen.

Dann geht es um die Periodenzurechnung. Welchen Einnahmen steht dieses Wirtschaftsgut gegenüber. Der Kauf von langlebigen Gütern wirkt sich nicht im Jahr des Kaufs aus, sondern den Einnahmen während der Nutzungsdauer. Leider wird bei der AfA oft die Leistungs-AfA nicht bedacht.

Diese Form der AfA scheint mir die ursprünglichste Form der AfA zu sein. Die zeitliche AfA ist in meinen Augen nur eine Vereinfachungsregel und dem Bemühen geschuldet möglichst gleichmäßige Ergebnisse über die Jahhre zu erzielen.

Dann geht es auch um die Gleichbehandlung von Ausgaben. Der Kauf von Büromaterial oder Waren darf die Einnahmen mindern. Warum soll also der Betrieb, der hauptsächlich auf Fixkosten setzt benachteiligt werden?

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Abgeschrieben werden Investitionsgüter. Der Kauf ist eine Betriebsausgabe. Diese mindert den Gewinn, so wie alle Betriebsausgaben. Besteuert wird ja nur der Gewinn. Abschreibung bedeutet nur, dass größere Betriebsausgaben auf mehrere Jahre aufgeteilt werden.

Für das Finanzamt ist die Abschreibung vorteilhaft. Ohne die könnte die Firma den kompletten Kaufpreis z.B. einer Maschine sofort komplett steuermindernd als Ausgabe buchen.

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Alles sehr seltsame Gedankengänge.

Z.B. ein Wäschereibetrieb kauft eine gewerbliche Waschmaschine und gibt dafür 10000 Eu aus. Die 10000 Eu gehen weg von dem Geld, das die Firma durch ihre Dienstleistungspreise verdient hat und sind daher mit Gewinn-senkend.

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