Wieso gibt es eigentlich bei uns keine Kultur des Sterbens?

7 Antworten

Tod und Sterben - für Viele ein Tabuthema. Muss es aber nicht sein. Der Tod gehört zum Leben dazu - vor dem muß niemand Angst haben. Was mir persönlich eher Angst machen könnte, wäre ein langes leidendes und qualvolles Sterben.

Abgesehen davon denke ich, dass man sich mit zunehmendem Alter dann auch mit diesen Themen befasst.

Oder man ist einfach neugierig, auf Alles was zum Leben dazu gehört. Okay, oft bringt einen ein Anlaß erst zum Nachdenken, und mit zunehmendem Alter wird halt mehr gestorben.

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Das Sterben ansich ist doch für viele 'früher' ein Tabuthema gewesen. Und für manche heute noch. Wobei ich immer wieder feststelle, das Männer sich da schwerer tun als Frauen. Frauen klären alles meist vorher---Männer überlassen das lieber anderen (Frauen). Ja, heikles Thema. Ich würde es auch schöner finden, wenn es mehr Einrichtungen wie Hospize geben würde. Oder auch, wenn man es den Menschen mehr selber überlassen würde wann Schluß ist.

Schön geschrieben, danke. Und der letzte Satz, meinen Segen hast Du.

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Wer ist das "Wir", dem das "freundliche Sterben verleidet" wird?

Dir ist klar, dass das Sterben durchaus nicht immer "freundlich" ist? Dir ist auch klar, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich mit dem Thema umgehen?

Ich verstehe dein Lamentieren nicht so recht. Worum genau geht es dir?

Gruß, earnest

Ja, ich weiß, für manche Menschen ist Sterben eine Qual. Und leben auch. Man stirbt so wie man gelebt hat, ist ne Hospizweisheit. Aber ich begreif's einfach nicht. Ich meine wenn ich mich auf was Neues einlasse überlege ich mir doch vorher was kommen könnte. Und negiere nicht so lange wie's geht. Das ist doch Davonlaufen. Und nicht meine Art, und traurig dazu. Aber gut, wo soll man anfangen? Beim richtig leben, beim dankbar sein für das was man hatte? Meine andere Tante lebt in Spanien, die ist richtig hysterisch mit Corona, das ist echt furchtbar. Vielleicht deshalb meine Frage.

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Wow, was für ein Gesabbel. Dein Vater, Klaus, Corona, das Jüngste Gericht und der Buddhismus.

Keine Ahnung, was DIR ein "freundliches Sterben verleidet", ich werde mich mit meinem Ableben beschäftigen, wann und wie ich es für richtig halte.

Ich will keine "Kultur des Sterbens", die mich in bestimmte Verhaltensmuster zwingt. Erfahrungsgemäß tun sich übrigens die Menschen am schwersten mit dem Sterben, die auch im/ am Leben immer was auszusetzen hatten...

Seltsam, von Mustern ist nicht die Rede, sondern von der Auseinadersetzung mit dem Thema. Und das kann Jeder halten wie er möchte. Obwohl, der Staat zwingt ja noch Halbtote (Wie Tante Lotte selig) zum Leben weil sonst die Grufti-Industrie &Co.KG zusammenbrechen würde. Das nennt sich dann "christlich" und "fürsorglich" und "Nächstenliebe"!

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Eine philosophische These lautet:

"Um sterben zu lernen, lerne man zunächst – nach Massgabe von Glück, Selbstachtung und moralischer Autonomie – zu leben."

Interessantes dazu z. B. hier:

https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/kultur-des-lebens--kultur-des-sterbens-1.18562983

Vielen Dank, sehr schön, hab' den Link gelesen, der kommt in meine Bibliothek. Damit hast Du mir diesen Tag verschönt.

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