Wieso gibt es Dinge wie Liebe?

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Wieso gibt es Dinge wie Liebe?

Da der hormonelle Vergiftungszustand*, der beim Menschen "Liebe" genannt wird, regelmäßig nur etwa 3 - 9 Monate anhält (mehrheitlich weniger als 6 Monate); liegt die Begründung auf der Hand: Sie dient der Nachwuchssicherung; also der Sicherung der Verbreitung der eigenen Gene.

Sobald der Nachwuchs mit Sicherheit im Leib der Mutter heranwächst, verliert der Erzeuger das Interesse an Mutter und Kind und versucht sich an der weiteren Verbreitung seiner Gene.

Das hat sich instinktiv bis heute erhalten; auch, wenn Kirchen und Gesellschaft hier kraft "lebenslang erzwungener Bündnisse", die dann mehrheitlich doch nur ein paar Jahre halten, widernatürliche Riegel vorzuschieben versuch(t)en.

*) ad "Vergiftungszustand": Das ist keineswegs abwertend gemeint. Vielmehr verhält sich der menschliche Körper im Zustand der Liebe exakt genauso, als sei er hochgradig vergiftet worden. Auch die vielbesungenen "Schmetterlinge im Bauch" sind eigentlich nichts anderes als ein (unterdrückter) Kotz-Wunsch des Körpers im Versuch, die Vergiftungsursache loszuwerden.

Die Romantik dahinter ist eine freie Erfindung des Verstandes, der nicht wahrhaben will, was tatsächlich geschieht. "Liebe" ist also tatsächlich nichts anderes als "Glitter furzendes Einhorn" im Hinblick auf den Fakt, dass man eigentlich hormonell vergiftet ist; und der Körper in den kommenden Wochen und Monaten einzig darauf sinnt, diese Vergiftung zu bekämpfen...

Das mag schon stimmen, aber dass die Väter nach der Zeugung sofort das Interesse verlieren, wage ich zu bezweifeln. Es gibt viele Männer die nicht nur aus Pflicht bei der Mutter und dem Kind bleiben, sondern aus freien Stücken oder ist das auch nur ein Trugschluss?
Es gibt sogar wenige Tierarten, wo das Paar ein Leben lang zusammen bleibt.

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@Viola15153
Es gibt sogar wenige Tierarten, wo das Paar ein Leben lang zusammen bleibt.

Die gibt es. Sowas findest du aber bei Säugern eher selten. Und wenn, dann in Variationen ("Harem", etc.).

Das mag schon stimmen, aber dass die Väter nach der Zeugung sofort das Interesse verlieren, wage ich zu bezweifeln.

Erstens ist das kein "On-Off"-Mechanismus. Und zweitens können gesellschaftliche Normvorstellungen durchaus (zeitweilig) biologisches Verhalten überlagern.

Mit anderen Worten: Es ist nur eine Frage der Zeit. Aber irgendwann sind alle betroffen. Beim Menschen geht man nach aktuellem Wissensstand davon aus, dass monogame Beziehungen nach ca. 3 - 5 Jahren endgültig "ausgelutscht" sind. Dann sind auch die allerletzten Reste von "hormoneller Zuneigung" verbraucht und übrig sind nur noch Gewohnheit, Pflichtgefühl und ggf. (freundschaftliche) Kameradschaft. Übrigens auf beiden Seiten: Bei Männern UND Frauen.

(Vorsicht! Du solltest den Zustand der "Liebe/Verliebtheit" nicht mit dem der "Kameradschaft/gegenseitigen Fürsorge" verwechseln. Ersterer ist hormonell bedingt und niemand kann sich dagegen wehren. Letzterer ist verstandesbedingt und eine Frage der - mehr oder weniger - rationalen Einschätzung/Abwägung.)

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@Viola15153

Es gibt ja nicht nur das "Verliebt sein" zwischen Mann und Frau. Es gibt auch die Liebe und das ist etwas vollkommen anderes. Daneben gibt es auch noch die Liebe zu den Kindern oder umgekehrt Von den Kindern zu den Eltern. Es gibt auch die Liebe zwischen Geschwistern und sogar zwischen Mensch und Hund entsteht mit der Zeit ein Band der Liebe. All das hat nichts mit dem Vergiftungszustand zu tun. Den gibt es tatsächlich, wenn man verliebt ist. Doch wenn man Glück hat verschwindet er nicht nach ein paar Monaten, sondern wandelt sich in echte Liebe. Wenn man allerdings Pech hat, kann er sich genau so in Hass verwandeln.

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@Fuchssprung
Es gibt ja nicht nur das "Verliebt sein" zwischen Mann und Frau. Es gibt auch die Liebe und das ist etwas vollkommen anderes.

Das ist euphemistischer Blödsinn, @Fuchssprung.

"Liebe" wird nicht nur vom Duden als "auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe o. Ä." beschrieben; sondern ist auch in der Soziologie ausschließlich(!) jener hormonelle Zustand der (scheinbar) unsteuerbaren Anziehungskraft.

Das, was du meinst, ist durch "Freundschaft" ("auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander") beschrieben. Und ja, diese "Freundschaft" bzw. "Kameradschaft" kann auch genetische "Blut-&-Arten-Grenzen" überwinden, weshalb sie auch zwischen Geschwistern sowie zwischen Menschen und Hunden realisiert werden kann.

Doch nochmals: Das hat nichts, wirklich GAR NICHTS, mit "Liebe" zu tun. Und wenn doch, wenn du also deinen Hund tatsächlich "physisch" - und nur darum geht es - lieben solltest, dann solltest du vielleicht einen Psychiater deines Vertrauens aufsuchen. ;)

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@Fuchssprung

Es freut mich, dass diese extrem polarisiert "männlichen" Antworten von Unsinkable2 mit seinen erwählten als Unterstützung dienenden Zitaten, die logischerweise seinem Denken entsprechen, mein Denken einfach nur wunderbar bestätigt: Liebe zwischen zwei Menschen heißt eigentlich schon mehr als das hormonell, zeitlich bedingte Ausleben des Sexualtriebes.

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@Viola15153

3-9 Monate ist auch nicht ganz richtig, man sagt, dass es ca. 7 Jahre anhält...denn es war damals.unglaublich wichtig, dass der Mann während und kurz nach der Schwangerschaft bei der Frau blieb...bis das Kind aus dem gröbsten raus ist. Eine schwangere, stillende Frau oder Frau mit Kleinkind hätte damals ohne Mann, der das Essen bringt/Schutz bietet etc. Nicht überleben können. Somit wäre der Nachwuchs gestorben und damit die Gene des Mannes. Aber richtig ist natürlich auch, dass es viele Leute gibt, die über diese Zeit hinaus zusammenbleiben. Inwiefern das aber wieder durch unsere kulturelle Prägung beeinflusst ist, ist eine Interessante Frage.

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@Skoph

das ist keine "männliche Antwort", sondern eher die Antwort von jemandem, der zu wenig Liebe erfahren haben mag... diesen Zustand als "Vergiftung" zu beschreiben mag ein Spiegel seiner selbst sein, weder Fettdruck noch Zitate lassen Liebe allein auf eine hormonelle Vergiftung degradieren, Gruß

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@CliffBaxter

Die extreme Testosteronausschüttung (extrem männlich) bewirkt, dass dieser Mensch weder seinen Körper (sensibel) wahrnimmt (z. B. bei sportlichen Verletzungsschmerzen oder Erkrankungen gefährlich) noch Liebe geben will und Liebe annehmen kann. Er kann also gar nicht Liebe erfahren. Die Grenze wäre seine Gewalt gegen andere - das Ausnutzen anderer. Die extreme Östrogenausschüttung (extrem weiblich) bewirkt, dass dieser Mensch alles liebt und von allen geliebt wird. Die Grenze wäre ihre Gewalt gegen sich selbst - das Selbstmitleid.

Vielleicht ist "Vergiftung" ein Zitat aus Prechts Buch? Jedenfalls kennt Unsinkable2 weder Fromms "Die Kunst des Liebens" noch Golemans "Emotionale Intelligenz", um nur zwei populäre und wichtige Bücher zum Thema zu nennen.

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@Skoph

jep, nicht zu vergessen Max Weber, der Soziologie über soziales Handeln und soziale Interaktionen definiert.

Wo greift denn Liebe bitte ein, sie ist eine Form von sozialem (emotionalem) Handeln und Interagieren, sie schafft Intimität und Nähe, sie ist eine Form der Kommunikation, sie ermöglicht Zusammenleben und Elternschaft, das Finden persönlichen Glücks, das Halten von 60 Jahren Partnerschaft, Aufziehen von Kindern bis ins Erwachsenenalter, Liebe findet sich praktisch in jedem Alter des Menschen in seinem Handeln wieder.

So etwas auf "6-9 Monate" als Ergebnis einer "Vergiftung" zu reduzieren, ist extrem abwertend und spricht für mich eher für eine gewisse Unausgereiftheit der Erfahrung von Liebe, Unerfülltheit des Wunsches nach ihr oder gar Scheiterung in dieser Beziehung. Ich fürchte, dass er nichtmals eine Grundahnung hat und den Bezug zur Soziologie eher herstellen möchte, als würde die Wissenschaft es auch so sehen wie er, wovon sie weit entfernt ist. Gruß

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@CliffBaxter

Einerseits empfinde ich Mitleid mit solchen extrem rationalen, nur zweckgerichteten Menschen, auch mit extrem emotionalen oder extrem impulslosen (leidenschaftslosen), sie gibt es ja nur zu einem Drittel ihres Seins, andrerseits ekelt es mich vor den Rationalisten und ihrer ständigen inhumanen Wahrheitsverkündung! - Es lässt mich auch noch immer zweifeln an unserer Schulbildung des Abiturs. Ethisch soziale Denkweisen und Verhaltensformen werden wohl immer noch nicht in der Gruppe "einstudiert" und auch nicht wertbewusst benotet, was man dann ja z. B. an der UNI zu sehen bekommt: Betrügen und sogar Mobbing unter Studenten und Dozenten... man glaubt es nicht im Jahr 2018! Manchmal denke ich, gerade weil es in Deutschland so wenig Sozialität (Liebe) gibt, ist es so reich... Wahnsinn!

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Du meinst gerade speziell die Liebe zwischen zwei Menschen?! Dann wird die Antwort ein Roman... ein paar wenige Kapitel daraus:

Ein (!) Fehler Deiner Denkrichtung ist die rational teleologische Grundlage seines Menschenbildes: Wir Deutsche werden durch die "Aufklärung" (Rationalismus und I. Kant) und wegen der materiellen Produktentwicklung zum handelnden Verkaufen und Kaufen (Kapitalismus bis "mein Geld arbeitet") schon als Kinder betont "rational analytisch, zweckgebunden, oft sich asozial durchsetzend, gefühlshemmend" erzogen mit Belohnungen und Strafen. Das ist immer noch ein patriarchalisches Weltbild, das sich aus der jüdisch-christlich-islamischen Tradition eines Gottes, der nur banal ein transzendenter Mann ist, entwickelte.

Die Evolution schreitet aber eben nicht zweckgerichtet, sondern zufällig voran - Und der Zufall ist geordnet (vgl. Chaos-Theorie z. B. Apfelmännchen), aber wieder nicht nach einem Zweck. Die Handlung mit einem Zweck ist nur das vereinfachte Verhalten im monokausalen Denken: Unsere Welt ist aber polykausal und zugleich akausal! Zweck gibt es deshalb nicht in der Natur, das ist unser "vorverurteiltes", analytisches Wahrnehmen, das eine Monokausalität und eine Monokonsekutivität annimmt, es ist bequem, verlangt wenig konzentriertes Nachdenken über weitere zusammenhängende Möglichkeiten.

Der Typus "Mann" mit extrem hohen Sexualhormonen neigt zur ständigen "Trennung" und zum Rationalismus. Seine Welt ist sein Ego. Der Typus "Frau" mit extrem hohen Sexualhormonen neigt zur ständigen "Bindung". Ihre Welt ist unser Nos (Latein. wir) und zum Emotionalismus. - Du erkennst schon daran, dass Du das Wort "Ego" kennst, aber "Nos" nur, wenn Du Latein gelernt hast, unser fest bestehendes männliches Weltbild auch in unserer Sprache, in der wir denken!!!!

Denken wir "fraulich": Das größte Organ des Menschen ist seine Haut, jeder lernt es, fast alle vergessen es. Die Berührung (Anfassen bis Umarmen) ist das Wichtigste zur gesunden Entwicklung und Gesunderhaltung, schon bei Kleinkindern. Viele wissen es. Die Mehrheit kann es nicht glauben, das männliche Menschenbild prägt sie.

Ein (!) weiterer Fehler ist Deine Annahme, dass man denken könnte ohne Gefühle zu haben. (Das war schon Kants großer, leider entscheidender Fehler. Seine Zeit kannte nur kurzzeitige Affekte, keine prinzipiellen Gefühle, die den Verstand steuern, auch keine langzeitigen Gefühle wie Traurigkeit oder Leichtlebigkeit! Seine Philosophie mündet in der emotionalen Geborgenheit des Wir, im kategorischen Imperativ, die er "verständlich" idealisierte.) Der Mensch hat zuerst Gefühle, dann denkt er in Sprache, das vermischt sich, dann reagiert er (Emotio, Ratio, Impuls) > Ohnmacht, Angriff, Flucht. Auch diese Ohnmacht, das wartende Verharren, wird immer vergessen, weil sie weder männlich noch weiblich ist, obwohl die meisten Menschen ihr Leben lang alltäglich gehemmt angepasst lügend verharren!

... das waren nur ein paar wichtige Punkte: Es stellt sich also eher die auch beschränkende, deshalb falsche Frage: Warum gibt es evolutionär den ichsüchtig krankmachenden Verstand, wo es doch zuerst im Gehirn die gefühlvolle Liebe gibt?

Liebe ist ein optimales Resultat unserer unterbewussten Analyse unseres Gegenübers im Blickpunkt der Tauglichkeit als Partner. Soll heißen, wenn du einen Menschen kennengelernt hast und dein Kopf ist zum Schluss gekommen, dieser Mensch würde sich gut eignen, um dein Partner fürs Leben und Co-Produzent deiner Kinder zu sein, teilt er dir das mit, indem du Liebe empfindest.

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