Wieso gibt es 3.Klassenarbeiter ( facharbeiter, zeitarbeiter, Werkarbeiter ), die dennoch das Gleiche arbeiten?

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3 Antworten

Das Problem besteht darin, dass fast jeder Mensch das günstigste Angebot sucht. Unternehmen müssen günstige Preise, Dienstleistungen anbieten. Wo spart man ein? Hoher Kostenfaktor sind die Mitarbeiter...

Unternehmen sind auch nur so wie "wir". Sie wollen halt einfach maximale Leistung und so ziemlich nix zahlen. Das funktioniert sogar, weil die Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt enorm ist.

Du willst 3000€ bei einer Arbeitsstelle verdienen? Schön, vielleicht wirst du eingeladen, aber es gibt sicher auch jemanden, der für 2000€ dieselben Aufgaben übernimmt.

Faire Löhne ... ? Ich denke eher nicht. Profitdenken ist einfach zu groß. Das man sich dabei den eigenen Ast absägt (weniger Lohn, weniger Wirtschaftskraft), wird oft übersehen.

Es gibt Unternehmen die "umdenken". Mitarbeiterbeteiligungen und so Geschichten. Diese sind aber leider noch in der Minderheit. Ich kann es schwer nachvollziehen, dass Firma XY statt 18Mrd unbedingt 19Mrd € Umsatz erreichen muss und gleichzeitig die Mitarbeiter entlässt oder kaum entlohnt.

Da habe ich andere Überzeugungen im Kopf. Wie gesagt, es denken Firmen um, aber ob sich die durchsetzen, sei mal dahingestellt. Warum können Supermärke so günstig anbieten? Weil sie Aushilfskräfte beschäftigen die teilweise für 8,50€ 8,9,10 Stunden ihre Arbeit machen.

Und oft über Zeitarbeitsfirmen, die meiner Meinung nach Mitschuld an der Gehaltsentwicklung allgemein haben...



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Das Zauberwort heißt Agenda 2010, damit einhergehend HartzIV.
Altkanzler Schröder (SPD) ließ sich dafür auf dem Wirtschaftsforum in Davos feiern: "er habe den größten Niedriglohnsektor in Europa geschaffen".

Franz Müntefering (SPD) ließ mit Einführung HartzIV verlauten: "es gibt keine Arbeiterklasse mehr, es gibt jetzt das Prekariat".

Da wollte Wolfgang Clement (ex-SPD) nicht hinten anstehen und gab zum Besten: "HartzIV Empfänger sind faul, rauchend, saufend und bildungsfern."

Dankesschreiben sind zu richten an die SPD und die Grünen.

Sigmar Gabriel (SPD) ließ sich nach der letzten Bundestagswahl vernehmen mit den Worten: "wir haben alles richtig gemacht".

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TerminatorCat 22.06.2016, 17:00

mitunter Clement ein Besitzer von Zeitarbeiterfirmen war und er diese  Richtung gefördert hat...

Hauptsache denen geht es gut, egal wie es den kleinen mann geht

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soissesPDF 22.06.2016, 17:08
@TerminatorCat

Altkanzler Schröder (SPD) wechselte in den Aufsichtsrat der russischen Gazprom und meinte "Putin ist ein lupenreiner Demokrat."

Sein Ex-Außenminister Joschka Fischer (Die Grünen) tat es ihm gleich und wechselte in den Aufsichtsrat der South Stream Pipeline "Nabucco".

Ex-Wirtchaftsminister Clement (ex-SPD) ging in den Aufsichtsrat der Zeitarbeitsfirma Adecco und wechselte in die FDP.

So isse, die selbsterklärte Partei der Arbeiterklasse, die SPD.

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Definitionen:

Facharbeiter ist eine qualifizierte Fachkraft in einem erlernten Beruf. Der Berufstitel Facharbeiter
wird durch eine zwei- bis dreieinhalbjährige Ausbildung erworben. Dafür
ist ein Ausbildungsverhältnis einzugehen, das mit einer Prüfung vor der
zuständigen Berufskammer abschließt.

Leiharbeiter:
Arbeiter, der von einem Betrieb oder einer Vermittlungsstelle vorübergehend an einen anderen Arbeitgeber ausgeliehen wird.

Der Begriff Werkarbeiter taucht im Netz so nicht auf. Die Ausbildung zum Facharbeiter bleibt bestehen. Nur Leiharbeit ist für die Firmen günstiger - Der Mensch wird zur "Sache" und nur noch bei Bedarf angefordert. Allein mit der Globalisierung hat es m.E.n. nichts zu tun, denn andere Eu-Länder zahlen andere Stundenlöhne. Dieses Land produziert sehenden Auges bewußt die Altersarmut.

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TerminatorCat 22.06.2016, 16:43

aber die drei Klassen tun im grunde das selbe, nur für andere gehälter

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