Wieso gerät der Mond nicht aus dem Gleichgewicht (um die Erde)?

8 Antworten

es handelt sich um ein stabiles Gleichgewicht, dh kleine Abweichungen gleichen sich von selbst aus. Wenn eine Murmel in einer Schüssel herumrollt, bleibt sie auch immer in der Schüssel und bewegt sich nicht allmählich hinaus.

Der Mond entfern sich permanent von der Erde, ein paar cm pro Jahr (glaube es waren 2 cm/Jahr aber google das lieber selbst), da er durch die Rotation der Erde beschleunigt wird (Gezeiten). Ansonsten ist er ein toter Körper, auf dem es keine Masseverschiebungen gibt, wo sollte da also eine Impulsänderung entstehen?

Solange da keine großen Klumpen einschlagen, wird sich da erstmal nicht viel ändern.

Auf der Erde hingegen gibt es geologische Aktivität und Masseverschiebungen in der Atmosphäre durch den schwankenden Wasseranteil und die Biosphäre hat sicher auch einen gewissen Einfluss (Blätter wiegen mehr als keine Blätter), das kann durchaus zu Schwankungen bei der Tageslänge führen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Erfolgreich technische Physik studiert (Klötzchenphysiker)

Was verstehst du denn unter "Gleichgewicht"?

Die Gravitation der Erde krümmt den Raum. Der Mond fällt um die Erde herum und behält dabei seinen Drehimpuls bei, der ja nicht durch Reibung oder Luftwiderstand abgebremst werden kann, da sowas im All fehlt.

Dieser Impuls verhindert, dass er auf die Erde stürzt.

Würde man den Mond bremsen, fiele er auf die Erde, genau wie ein Satellit abstürzt, der durch die obere Atmosphäre abgebremst wird.

Woher ich das weiß:Hobby – seit 1981 mit eigenen Teleskopen

Ist das nicht eine extreme Seltenheit, dass ein Objekt genau die dafür passende Masse und Geschwindigkeit besitzt? Ich denke mir, wenn der Mond nur ein paar km/h schneller wäre, dass das alles schon nicht mehr hinhauen würde und er z.B. mit der Erde kollidieren könnte.

Oder liege ich da falsch? Gibt es da vielleicht einen größeren Spielraum

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@20Fragender00

Nein, das ist die Regel im Weltall. Alle Objekte, die zu langsam waren, sind längst mit benachbarten Himmelskörpern zusammengeprallt oder - wenn sie zu schnell waren - auf und davon geflogen.

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@20Fragender00

Nachtrag: Absolut stabil sind diese Orbits aber wegen Störungen durch andere Himmelskörper auch nicht.

Unser Mond entfernt sich langsam von der Erde, während er deren Rotation bremst.

Einer der Marsmonde wird auf den Mars stürzen oder zerrissen werden, der andere wird davon fliegen usw.

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@20Fragender00

Geringe Veränderungen der Geschwindigkeit würde nach wie vor in eine stabile Bahn resultieren, diese wäre dann leicht elliptisch, und der Mond "sucht" sich die Entfernung, die zu seiner Geschwindigkeit passt. Näher als das, und er wäre zu schnell (und gewänne Abstand), weiter weg, und er nähert sich bissel an.

Bei einer elliptischen Bahn sind beide Fälle gegeben. Mal zu nah und zu schnell, gewinnt das Objekt wieder Abstand, wird verlangsamt, und nähert sich infolgedessen wieder an.

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@20Fragender00
Ist das nicht eine extreme Seltenheit, dass ein Objekt genau die dafür passende Masse und Geschwindigkeit besitzt?

Genau *wofür* passend denn? Klar sind bestimmte Daten eines Objektes immer selten, aber daß sie so, wie sie sind, "zueinander passen", ist nicht selten, sondern ist eine automatische und unvermeidliche Folge der Naturgesetze.

Masse und Geschwindigkeit eines Körpers bestimmen aufgrund der Naturgesetze, auf welcher Umlaufbahn er läuft. Wäre der Mond ein paar km/h schneller, dann hätte seine Bahnellipse ein paar km größere Halbachse, weitere Folgen hätte das nicht.

Klar könnte bei bestimmten Bahndaten der Mond mit der Erde kollidieren. Auch in diesem Fall würden sie alle exakt zueinander passen, nur halt so, daß der innere Scheitelpukt der Bahnellipse dann im Erdinneren läge und die Bahn irgendwo die Erdoberfläche schneidet. Die Menge dieser zur Kollision führenden Bahnellipsen ist kleiner als die Menge aller möglichen Bahnellipsen, und deshalb ist, daß der Mond nicht mit der Erde kollidiert, kein besonders großer Zufall und bedarf keines sensibel austarierten Gleichgewichts.

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die Dauer des Orbits agiert mit der Entfernung, siehe 3. Keplersches Gesetz

Physik halt! ... Was ja ganz gut ist, denn ansonsten würde die Erde in die Sonne stürzen und ich habe mal gelsen, dass die Sonne sehr heiß ist! ;-)

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