Wieso gelten Universitäten als politisch links?

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5 Antworten

Eine "linke" politische Einstellung hat natürlich auch diverse Abstufungen in der Ausprägung bis hin zum "linksextrem". Prinzipiell könnte man aber sagen, das eine linke Einstellung fast immer den Grundgedanken des Liberalismus mit sich trägt. Liberalismus wäre wiederum indirekt mit Humanismus zu verknüpfen (Freiheit jedes Menschen nach seiner Vorstellung glücklich zu werden usw...). Diese beiden Ansichten wurden durch die Aufklärung stark geprägt und gefördert und die Zeit der Aufklärung war von Logik und Rationalität geprägt, welche auch zu den modernen (Natur-)Wissenschaften geführt haben. Daher folgen evtl. viele Akademiker bis heute diesen Beispielen oder weiterführende Bildung führt evtl. zu ähnlichen Erkenntnissen.

Politisch rechts ist immer eher auch mit Konservatismus verbunden, was bedeuten kann, dass man altbewährtes nicht ändern möchte, was aber auch zu Stagnation führen kann und eher im Widerspruch zu Geistes- oder Naturwissenschaften steht, die ja neues lernen und entdecken/erforschen wollen.

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Tun sie das? In der Vergangenheit gab es Studentenrevolten, das ist richtig. Aber per se politisch links? Das bezweifle ich.

Man kann wohl eher vom Studiengang in groben Zügen die politische Ausrichtung eines größeren Teils der Studenten vermuten - um dann unter Umständen überrascht zu sein das es doch nicht so ist. :)

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Kommt auf die Uni drauf an, aber in der Tendenz ist das richtig. An der Uni Hamburg z.B. ist das politische Klima stark links ausgeprägt. Die Weltoffenheit bleibt dabei auf der Strecke. Man ist mehr damit beschäftigt DDR-Rhetorik zu imitieren, schockiert auf den Mauerfall als "Verrat am Proletariat" zurückzublicken und gegen "antikommunistische Denke" vorzugehen.

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Kommentar von earnest
28.10.2016, 13:01

Quatsch.

Mit (angebräunter) Soße?

Mensch hüte sich vor den Pauschalierern.

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Kommentar von Jonnymur
28.10.2016, 15:58

@earnest Ich bin doch dort selbst Student. Wie soll da meine Aussage pauschalisierend sein? Aber gut, dass du so viel über meine Uni weißt.

Rechtsradikale und -extreme (siehe: Burschenschaft Germania) gibt es hier auch, aber die werden nicht ins Studierendenparlament gewählt.

Immerhin wirst du sicher nicht den linken Anspruch der Vorurteilslosigkeit erfüllen. Egal wie abartig eine Meinung auch sein mag, die ich kritisiere, erstmal muss der Kritiker eines Genossen verdächtigt werden, nicht wahr?

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Kommentar von Jonnymur
28.10.2016, 17:45

@earnest "Unterlass bitte mal diese Unterstellungen - siehe unter anderem: 'Genossen'"

...

"Wie das Schicksal so will, bin ich mit den Hamburger Verhältnissen recht gut vertraut.
Daher auch mein Urteil - nicht: Vorurteil - dass du maßlos übertreibst."

Meine Zitate kommen nicht von irgendwoher. Unter anderen Umständen wären solche einzelnen Stimmen von studentischen Vertreter auch nicht unbedingt ernstzunehmen. Wenn sich ein Fachschaftsrat im Rahmen der obligatorischen Orientierungsvorlesungen vorstellt und dabei die Vorzüge und den fortzuführenden Kampf für die Planwirtschaft bewirbt, ist das aber bedenklich. Vor einer Weile wurde auch, was an sich legitim war, ein CDSR-Abgeordneter des Studierendenparlaments rausgeworfen. Er beschimpfte eine Mitstudentin als marxistische Brutmaschine o.ä. In der Erklärung wurde er aber nicht allein wegen der Beleidigung rausgeschmissen, sondern explizit auch aufgrund "antikommunistischer" Äußerungen, die zudem gleichgesetzt wurden mit einer "antidemokratischen" Stellungnahme - sozialistisches Demokratieverständnis.

"Und jetzt mal wieder praktisch: Da du das selbstverständlich NICHT bist, ist davon auszugehen, dass die Hamburger Uni ein Hort der extremen Linken und eine Brutstätte der zukünftigen Weltrevolution ist."

Nö, ist es nicht. Bei einigen von denen frage ich mich ohnehin, ob die noch ihre "Ideale" haben, wenn sie etwas erfolgreicher im Leben sind und dann nostalgisch auf ihre "wilde Zeit" zurückblicken. Ohnehin, welchen Einfluss haben die denn momentan? Das sind ganz normale Studenten, aus denen nicht zwangsläufig die akademische Elite wird.

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Kommentar von Jonnymur
28.10.2016, 17:52

@earnest Du kannst dir nicht vorstellen, wie der Campus aussah als ich vor drei Jahren herkam: Überall sozialistische Stände ("Sozialistische Staaten von Europa", "Deutsche Räterepublik!" etc.), rote Fahnen und Geschmiere von Hammer und Sichel sowie entsprechenden Parolen. Der Spuk war nach einer Woche vorüber, aber von Anfang an wurde ich mit dieser Welt an der Uni Hamburg konfrontiert, also erzähl mir keine Geschichten!

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Kommentar von Jonnymur
28.10.2016, 21:42

@earnest Es ist auch richtig von dir zu sagen, dass entsprechende Urteile nicht vorschnell gefällt werden dürfen. Nur, wie von mir hingewiesen, kommen teils auch aus studentischen Institutionen etwas befremdliche Winde.

Wäre es nur eine Frage subjektiver Akzente, wäre es naheliegend, dass ich mich mit meinem Urteil nicht nur auf die Uni beschränken würde. Da könnte ich ja auch Deutschland als kommunistisch gefärbt empfinden, nur weil die DkP vor meiner Haustür mit einer Demo vorbeikommt.

Übrigens, welche Uni in Niedersachsen war das?^^

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Das ist doch bloßes Geschwätz, das man nicht ernst nehmen darf.

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Die Universitäten sind ein Spiegel der politischen Gesinnung einer Regierung.

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Kommentar von earnest
28.10.2016, 08:20

Quatsch.

Wie erklärst du dir dann das, was 1968 an deutschen Unis ablief?

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