Wieso geht es Ostdeutschland im vergleich zum Westen so schlecht?

12 Antworten

Ein Grund ist die Plünderung Ostdeutschlands durch die Westdeutschen, Stichwort Treuhandanstalt.

Ein anderes Bespiel: In Zeiten der Mauer gab es die Berlin-Subvention. Ettliche westdeutsche Firmen karrten Produkte aus dem Westen nach Berlin, ließen diese dort bedrucken und kassierten die 5% Steuervorteile für Berlinprodukte.
Nach dem Fall der Mauer wurde diese Subvention abgeschafft und schwups waren über Nacht alle Firmen aus Berlin verschwunden.

Die Umsetzung der Wiedervereinigung war und ist kein Ruhmesblatt deutscher Perfektion.
Heute, 30 Jahre später bestehen noch immer Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, bei 1:1 Preisen im Osten.

Ein Grund ist die Plünderung Ostdeutschlands durch die Westdeutschen, Stichwort Treuhandanstalt.

Ironie an: Ah ja. klar. Westdeutschland hat sich ja ein blühendes Land einverleibt mit einem prächtigen Bruttosozialprodukt, blühenden, auf dem Weltmarkt absolut konkurrierenden Fabriken. Ironie aus.

Diese gierige Opfermentalität hasse ich an vielen Ossis. Nach der Wiedervereinigung wollten sie alles so haben wie im Westen und zwar SOFORT. Und wer durfte das bezahlen...??? Wir!

Aber egal, was wir da für GEld reingepumpt haben, es ist immer zu wenig.

1
@Dahika

Dahika, der Hass ist es, was kaputt, dumm, blind und unsachlich macht!

Die Ossis wollten das nicht so haben "wie im Westen". Die wollten die DM und die Banane sowie ein wenig dieser ominösen "Freiheit". Mehr eigentlich nicht!

Dafür waren sie bereit, auch das letzte bisschen zu geben. Was ihre westlichen "Brüder" auch gierig verschlungen.

Letztere hatten allerdings noch bedeutend mehr versprochen und vorgegaukelt.

Bezahlt haben das mehrheitlich die Ossis, keineswegs die Wessis und schon gar nicht Typen wie du! Es gibt keinen, mit asthmatischen Pumpen in den Osten gepumpten Pfennig aus Richtung Westen, der nicht mehrfach wieder rausgeholt wurde und wird!

Dazu gibt es Berechnungen, v. a. von westlichen Experten. Aber das würde dich in deiner Hassblase intellektuell ganz offensichtlich überfordern!

1
@Dahika

"Aber egal, was wir da für GEld reingepumpt haben, es ist immer zu wenig."

Du meinst den Soli?
Das ist der Preis für die Plünderungen.

Altkanzler Kohl (CDU) kannte seine Wessis und wußte was geschehen würde Weshalb er den Soli einführte.

Nur ein Bespiel, für die Simson Werke Suhl fand sich kein Investor.
Diese Mopeds sind bis heute beliebt und werden gut nachgefragt.
Für eine restaurierte Simson zahslt heute 3.000€.

Nur war da kein kluger Unternehmer, mit Weitsicht.

0
@Dahika

dann schau dir mal bei you tube den 10 Jahre alten ZDF Bericht über den Raubzug der Treuhand an haben die auch geschwindelt? Ich möchte mal wissen was z.B. die Norddeutschen sagen würden wenn 90 % aller Führungsmanager aus Bayern kommen würden so ist das Verhältnis ost west

4

Sachsen Anhalt und Mecklenburg Vorpommern, geht es noch schlechter wie den Sachsen. Es wurde keine neue Industrien aufgebaut, die ihren Namen verdienen wuerden. Alles wurde durch die Treuhand platt gemacht, somit zog mindestens die Jugend der Arbeit hinterher, nach Baden Wuertemberg und Bayern.

Somit fehlen jetzt in den neuen Bundeslaendern junge Leute, Schulen und natuerlich Steuereinahmen.

Das ist nur ein kurzer Ueberblick, somit ist die Einheit, wenn man genau hinsieht, fehlerhaft verlaufen.

https://www.staedte-verlag.de/blaetterbroschueren/ib-tangerhuette.pdf

11 Doerfer schlossen sich zusammen, es waren nur noch Fragmente vorhanden, wer das als Fortschritt ansieht, das sich die Einwohnerzahl halbiert hat, der sieht allerdings die Fluechtlingswelle als Chance.

Das Dumme ist nur, diese Fluechtlinge haben ihre Ansprueche und meiden solche Gegenden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Generell siedelten sich nach der Wiedervereinigung - auch gestützt durch die Regierung - große Konzerne an. Das brachte schnell eine erhebliche Zahl an Arbeitsplätzen, schnell und einfach zu steuern.

Was dem Osten politisch-historisch fehlt(e) ist ein gesunder Mittelstand in der Breite. Der hält im Westen (insbesondere Südwesten) die Wirtschaft zusammen. Diesen aufzubauen dauert entsprechend lange. Da sowohl Arbeitsplätze als auch Verdienst im Westen sofort und ausreichend da waren, zog es auch viele Sachsen in die Fremde => noch weniger Potential für einen neuen Mittelstand.

Ebenfalls kritisch war in den Jahren nach der Wende (und regional sicher auch noch bis heute), dass die Bevölkerung der DDR die Eigenheit der westlichen Lebensart erst erlernen musste (selber kümmern). Da geht es nicht um die Willigkeit zu arbeiten, sondern die Eigeninitiative.

Schlussendlich konnte niemand in ein Geschichtsbuch schauen unter dem Titel "was tun bei einer Wiedervereinigung". Da wurde auch teilweise hemdsärmelig "probiert" und manches ging auch daneben.

Alles in allem holen einige Bundesländer wie Sachsen aber auf. Andere waren auch schon historisch eher dem Agrarsektor zuzuordnen. Dort wird es kaum große Chancen auf z.B. Metallbau geben, weil das Gesamtumfeld nicht passt bzw. gewachsen ist.

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Was möchtest Du wissen?