Wieso geht die Vermögensschere in der BRD immer weiter auseinander?

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4 Antworten

Abseits aller sozialen Theorie, ist das ein ganz einfaches Rechenexempel. Vermögen wird investiert und bringt Rendite. Diese bekommt aber nur der, der Kapital hat. 

Weiter ist es einfach eine Tatsache, dass Menschen üblicherweise in ihren eigenen Gesellschaftskreisen unterwegs sind. Damit haben Vermögende in der Regel die besseren Beziehungen und damit größere Chancen, einen gut bezahlten Job zu erhalten.

Wie gesagt, das sind Tatsachen ohne Bewertung.

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Kommentar von bachforelle49
05.03.2016, 13:22

10 % haben 60 % des gesamten Nettovermögens! Da brauchen wir ja keine neuen Baustellen mehr, weil wir selbst schon eine Riesenbaustelle sind.. (haben).  30 % haben NIX!

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Ich würde behaupten durch

1. Zinsen auf steigende Privatvermögen

2. Automatisierung in der Wirtschaft

3. Winner takes all - Ökonomie

Da pro Jahr nur endlich viel
erwirtschaftet wird, gehen die größten Anteile an die, die das meiste
Kapital verzinsen.

Wenn du etwas mehr zeit hast kannst du

"the second maschine Age" lesen. Hier wird die unterschiedliche EInkommensverteilung am Beispiel der USA verdeutlicht, aus der Sicht der Technologie.

Im Grunde geht die Schere auf der ganzen Welt auseinander, Deutschland ist da keine Ausnahme.

Die einzige Möglichkeit für ein legales Einkommen ist für die meisten Menschen ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Vermietung oder Verzinsungs ist nicht möglich als einzige Einnahmequelle, da viele sowieso nicht so viel haben.

Aufgrund fortschreitender Automatisierung werden immer weniger Menschen in der Wirtschaft benötigt, da zu teuer, langsam usw. Daher wird immer weniger vom BIP als Lohn ausgezahlt, gleichzeitig steigen die Unternehmensgewinne prozentuall immer weiter an.

Dies zeigt das die Summe aus Verdienst über alle Arbeitnehmer absinkt. Dies ist nur möglich falls der Verdienst gesenkt wird ( Teilzeit, Zeitarbeit, sinkende Lohnnebenkosten) oder einfach weniger Arbeitnehmer benötigt werden (Automatisierung)

Dann gibt es noch die "Winner takes all economy", in der einige wenige, fast die gesamte ökonomische Wertschöpfung für sich beanspruchen.

Hier spielt der relative Vorteil an Fähigkeiten und Wissen eine enorme Rolle. Das sieht man an den steigenden Gehältern an Managern, CEOs und auch Superstars in Sport, Fernsehen, Music usw.

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Kommentar von bachforelle49
05.03.2016, 13:41

Und was ist mit dem Niedrigzins? Lohnt sich doch gar nicht mehr zu sparen, wenn denn was übrig bleibt? Da müßten ja schon Hunderttausende von Euros angelegt sein, daß von Zinsen auf steigendem Privatvermögen gesprochen werden kann.. Naja, Gott sei Dank wird man allein durch Geld auch nicht glücklich!.. (:-))



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wir leben halt in einer Erb- oder Vererbungsgesellschaft, in welcher die Eltern schon rein biologisch gesehen ihre Reichtümer ihren Kindern vermachen müssen aufgrund übergeordneter Gesetze, die trotz Langlebigkeit und Demenz nicht auszuhebeln sind. Kinder haben hat also durch was Gutes, sonst verfallen all die Luxusgüter.. Diese Erbschaftssteuer müßte schon bei niedrigeren Sätzen greifen, sonst geht Reich und Arm immer schneller auseinander! Denn 1 ist klar: Du kannst rackern, wie und was du willst, damit wirst du immer weniger eine Familie ernähren können.. Bleibt ja nichts übrig, wenn all die erwirtschafteten Gelder an die Vorstandskolosse und Möchtegernmanager überwiesen werden!

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Meiner Meinung nach liegt es daran, dass die Teilhabe am Erwerbsleben immer mehr Bildung und Qualifikation erfordert und damit ein sehr großer Bevölkerungsanteil vom wirtschaftlichen Aufstieg ausgeschlossen bleibt. 

Geringer verdienende verbrauchen ihr Einkommen um am Leben zu bleiben, dadurch zahlen sie auch anteilig mehr (indirekte) Steuern. Zudem wird Erwerbseinkommen deutlich höher besteuert als Erträge an Kapitalvermögen.

Ergo: Es läge an der Kompetenz der Gesetzgeber, hier für einen Ausgleich zu sorgen. 

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Kommentar von bachforelle49
16.03.2016, 17:52

Also geringer Verdienende zahlen (anteilig) mehr Steuern wie die besser Verdienenden? Und was ist, wenn auch die klugen und intelligenten jungen Berufseinsteiger keine adäquate Stelle (mehr) finden, weil die Elle (und die Nachfrage ..) immer höher bzw. mehr wird, da immer mehr den Uniabschluß in der Tasche haben?  Mir scheint, da verschiebt und verdrängt sich was wie ein drohendes Ungemach...

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