Wieso gehen viele Dialekte verloren?

4 Antworten

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Das ist der Preis für die zunehmende Mobilität und Globalisierung. Immer weniger Menschen verbringen die grösste Zeit ihres Lebens im eigenen Dorf und der nächsten Umgebung. Jeder, der später mit guter Bildung gutes Geld verdienen will, zieht in die grösseren Städte zum Studieren, zum Arbeiten, oder für einen Austausch auch mal ins Ausland. Selbst Kinder sind schon viel mobiler als noch vor wenigen Jahrzehnten, für sie ist auch kaum ein Problem, für Freizeitaktivitäten in die grosse Stadt zu fahren. In den Schulklassen sind auch immer mehr "Zugereiste", das färbt ab.

Durch die höhere Mobilität gegenüber früher verschwinden die Dialekte, und die Standardsprache verbreitet sich immer mehr. Zudem ist es auch eine Prestigesache, Dialekte gelten (oft zu Unrecht) als derb, weniger gebildet usw.

Ich persönlich bin sehr für den Schutz und die Pflege der Dialekte. Auch wenn ich selber meist Hochdeutsch spreche, so kenne und verstehe ich zahlreiche deutsche Dialekte (Moselfränkisch, Saarbrücker Dialekt, Badisch, Schwäbisch, etwas Wesermundart). Zudem geben uns Dialekte wertvolle linguistische Anhaltspunkte. Die Gruppe der deutschen Sprachen (den Plural verwende ich hier bewusst) wäre deutlich ärmer (auch lexikalisch) ohne Dialekte.

Manche Art von Humor wäre ohne die Dialekte nicht denkbar.  

Dialekt gilt allgemein als Zeichen von schlechter Bildung - ausserdem versteht kein Plattdeutscher einen Schwaben, also im Zuge der Kommunikation wird Hochdeutsch oder Englisch gesprochen - lach.

Das kann man sehen wie man will. Ich denke nicht, dass ein Dialekt auf schlechte Bildung schließen lässt! Wie oben geschrieben, reden wir zu Hause sehr "dialekt-voll" und dennoch haben meine Eltern das Abitur und meines steht nächstes Jahr an. Also finde ich deinen Schluss doch sehr gewagt!

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@PsychoPate

Das ist nicht meine Aussage, sondern eine allgemeingültige, versuch mal einen Job zu bekommen, wenn Du im Bewerbungsgespräch Dialekt sprichst ... und tschüss. Diese Aussage rührt aus längst vergangener Zeit her, als der Adel und das Bürgertum hochdeutsch oder französisch sprachen und das Volk eben Dialekt, alles klar, Du Kind von Abiturienten?

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@Arwen45

Du musst nicht gleich schnippisch werden, ich wollte damit nur zeigen, dass - wie ich finde, auch allgemein gültig - Dialekt nichts über die Bildung aussagt.

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@PsychoPate

solange man nicht derb redet oder man einen dialekt spricht, der nicht in den ort gehört, in dem man sich für ein bewerbungsgespräch vorstellt, man klar und deutlich redet, kann man auch bei einem bewerbungsgespräch dialekt reden. zumindest hat sich bei mir noch keiner daran gestört. (ich habe den job bekommen, obwohl ich sehr viel konkurrenz hatte.)

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