Wieso gehen Regierungen nicht gegen Arbeitslager und andere Methoden von Scientology vor?

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12 Antworten

Weil sich die Menschen freiwillig zu Scientologen machen lassen. Was sie dort hält ist der Glaube an die wirren Lehren und wenn das nicht hilft der von der Gemeinschaft aufgebaute psychische Druck und Ängste vor dem Verlust des sozialen Umfelds im Falle eines Ausstiegs. Dagegen können Regierungen nichts tun, sie können ja schlecht verbieten, den Menschen absurden Blödsinn zu erzählen, denn dann das würde alle Religionen betreffen


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Kommentar von vonGizycki
06.03.2017, 17:36

Jeder hat das absolute rechgt sich sein Glück und sein Seelenheil zu suchen, auch auf die Gefahr hin, damit unter zu gehen.

Allerdings, wenn klar ist, das Menschenrechte verletzt werden, dann muss meiner Meinung nach eingeschritten werden. Ich bin jetzt aber nicht sicher, ob Gehirnwäsche oder religiöse Indoktrination unter die Verletzung von Menschenrechten fällt. Da ist ein ganz schmaler Grad hin zur Zensur.

Der Staat hat aber auch eine Fürsorgepflicht, meiner Auffassung nach. Er macht es sich da meiner Meinung nach ein wenig zu leicht. Der Einschreitmodus müsste dafür aber besonders klar definiert werden. Das gilt z.B. auch für die Zeugen Jehovas und andere Sekten, ganz gleich welcher Art.

Das nicht konsequent eingeschritten wird, da spielen vielleicht auch Ängste aus der Nazi-Zeit mit. Außerdem bekommen dann auch die anderen hauptsächlich vertetenen Religionsgemeinschaften Angst, das man ihre religiösen Inhalte auf undemokratische und psychomanipulative Inhalte überprüft, die die Seele nachhaltig schädigen. Nachweise für diesen Befund gäbe es zu Hauf.

Um staatlicherseits Änderungen zu bewirken, müsste der aber frei von indoktrinierten Inhalten sein. Ein christliche oder islamische Politik wäre da undenkbar! Der Staat müsste konsequent laizistisch und zudem humanistisch ausgerichtet sein.

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Weil sich solche Gruppierungen meistens rechtlich sehr gut absichern und die "Mitglieder" dort offiziell ganz freiwillig sind.

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Kommentar von vonGizycki
06.03.2017, 17:42

Das ist zwar richtig, aber die Freiwilligkeit begründet meines Erachtens nicht die Zulässigkeit psychopathischer Inhalte. Der Mensch ist nun mal fehlerhaft - sicher, aber da wo das Leben bedroht ist und Menschen geknechtet werden oder psychischer Deformation ausgesetzt sind, sollte eingeschritten werden.

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Vielleicht gibt es dafür unbewußte Beweggründe.

Regierungen lieben Lehrbeispiele, und ganz besonders solche, von denen man lernen kann, auf welche Weise man ab bequemsten Menschen maximal so ausbeuten kann, daß die Betroffenen das alles auch noch gut finden.

Im weiter gedachten Sinne funktioniert da eigentlich nur die althergebrachte Krähenregel weiterhin sehr gut.

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Scientology gehört zu den größten Lobbyisten. Im US-Presidentschaftswahlkampf haben die hunderte Millionen US-Dollar für Hillary Clinton eingesetzt. Clinten hielt hier auch Reden, bei Scientology Organisationen. Ortsvereine bezahlen Politiker wie Bürgermeister oder Stadträte.

Würdest du die Hand abschlagen die dich nährt?

Die Römisch-Katholische Kirche in Deutschland bezahlt hunderten Politikern jedes Jahr einen Urlaubstripp mit Flug, Essen, Hotel, Einkäufen und Führungen usw. im Wert von 12.000-33.000 Euro. Horst Seehofer, Dobrinth, Angela Merkel gehören dazu. Als die UN 2015 die Kirche als größte Missbrauchsquelle offiziell verurteilte schaute man dann einfach hierzulande Weg.

Wieso sollte man hier einen Unterschied zu Scientology machen?

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Kommentar von EXInkassoMA
09.03.2017, 19:09

Belege bzw nachprüfbare links für Deine Behauptungen ?

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Ich weiß gar nichts von Arbeitslagern. Kannst Du mich da mal aufklären?

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Weil wir Religionsfreiheit haben und derartige Anschuldigungen eigentlich nur auf Gerüchten und gezielter übler Nachrede beruhen.

Ich bin wahrlich kein SC-Freund aber diese Verteufelung der SC finde ich fast noch übler als die Sekte selbst.

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Es gibt Arbeitslager von Scientology in Deutschland? Wo denn?

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Kommentar von icofa
06.03.2017, 15:22

im himmel

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Kommentar von DetlefRuchatz
06.03.2017, 16:37

Nicht in Deutschland, aber in Dänemark, Kanada, den USA, Mexiko, Südafrika, Australien und Großbritannien, offiziell RPF (Rehabilitation Project Force) genannt.

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menschen lassen sich FREIWILLIG  da quälen!

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Weil das nicht die Aufgabe der Regierung ist.

Die Tröpfe, die bei denen landen, landen da freiwillig und können auch freiwillig wieder gehen...

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Kommentar von vonGizycki
06.03.2017, 17:46

..und können auch freiwillig wieder gehen...

Das muss ich in Frage stellen. Auf dem Papier ist das so, aber in der Praxis sind die Ängste oft zu groß und ein Austritt mit massiven Ausfällen belastet, so das sich nicht getraut wird. Und die, die sich trauen sehen sich oft der Verfolgung und der Isolierung ausgesetzt und haben ein Leben lang große seelische Schäden.

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Kommentar von vonGizycki
06.03.2017, 18:07

Zusatz:

Der Staat ist nicht Regierung allein als Legislative (gesetzgebende Gewalt), sondern ist auch die Judikative (Justiz) und die Exekutive (Polizei).

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Weil die vielleicht im "selben Boot" sitzen (Offb.13,1-7; 17,1-6) ?

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Welche Arbeitslager, wo sollen die denn sein? In Deutschland gibt es sie jedenfalls nicht, das phantasierst du dir so zusammen, falls du es hierzulande meinst herauszuwittern.

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Gäbe es diese Arbeitslager, würde der deutsche Staat dagegen vorgehen.

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Kommentar von DetlefRuchatz
06.03.2017, 16:32

Es gibt sie zwar nicht in Deutschland (gemeint ist wohl das RPF), wohl aber in Dänemark, Großbritannien, den USA, Kanada, Mexiko, Südafrika und Australien. Die Gründe, warum die Regierungen dort nicht dagegen vorgehen, wurden bereits von anderen genannt.

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