Wieso gehe ich nicht früher schlafen?

14 Antworten

Wahrscheinlich hast du das Gefühl, etwas zu versäumen, wenn du früh ins Bett gehst. (So geht es mir manchmal)

Zwingen kannst du dich sicher nicht, dann wird es nur schlimmer.

Aber du kannst dich motivieren, indem du deine Schlafumgebung angenehmer gestaltest, ein paar Seiten in deinem Lieblingsroman liest, nochmal an die schönen Momente des Tages denkst, dir vornimmst etwas Angenehmes zu träumen und in der Gewissheit, dir selbst etwas Gutes zu tun einschläfst.

Tja, ich denke, das hat etwas damit zu tun, daß ein Ungleichgewicht zwischen dem, was man tun muß und dem, was man tun möchte besteht. Daß evtl. immernoch ein größeres Bedürfnis nach frei verfügbarer Zeit bzw. Dingen, die dem Lustprinzip entspringen, vorhanden ist.

Man unterliegt ja tagtäglich dem Zwang zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, sehr viele Stunden zu arbeiten; alles in allem bleibt evtl. pro Tag zu wenig Zeit, seinen sonstigen Bedürfnissen zu folgen, somit entsteht ein Defizit. (Zudem sehr statisch und unflexibel.. ) Einfach das Gefühl, das die Zeit des Tages wieder nicht für alle vorhandenen Bedürfnisse reicht und vor allem nicht schon wieder so schnell der nächste Tag mit all seinen Zwängen da ist. Könnte mir vorstellen, daß das bei vielen Menschen der Grund ist, sehr spät ins Bett zu gehen.

Gute Nacht! ;)

alte frage, alte antworten:

frage: ist bei dir auch der schlafrhythmus durcheinander? nachts nicht ruhig einschlafen und durchschlafen, tags nicht richtig voll wach? dann lies mal folgendes:

das durcheinander des schlafrhythmus - tags schläfrig und nicht voll da, nachts zu lange wach und auch noch zwischendurch wachphasen - das ist immer verquickt mit einem depressiven hintergrund.

es gibt eine ziemlich einfache massnahme dagegen, die sowohl das durcheinander des schlafrhythmus als auch die depressive tendenz dahinter erfolgreich bekämpfen kann: schlafentzug.

einfach eine ganze nacht nicht schlafen. streng bleiben, nicht den fehler machen und morgens gegen vier oder fünf dann doch hinlegen, sondern stur durchhalten und erst am abend des folgenden tages wieder hinlegen. manche leute schaffen das im totalen alleingang, andere brauchen die hilfe von freunden, die einen mit gesprächen und spaziergängen wach halten. häufig ist die überraschende wirkung die, dass am darauf folgenden morgen ein depressiver wie umgewandelt ist, so, als wäre er plötzlich wieder in seinen richtigen rhythmus reingekommen, mit besserung der stimmungslage und des schlafverhaltens. versuchen! es kann auf gar keinen fall schaden und hat recht große chancen, eine wende herbeizuführen! man findet im internet mit google dazu einiges, darunter auch die angabe, dass solche wachen nächte wiederholt werden müßten. ich habe jedoch mehrfach sehen können, dass im regelfall eine einzige durchwachte nacht ausreicht für einen bleibenden effekt. es ist wirklich verblüffend, dass eine so starke wirkung ohne hilfe der pharmazeutischen industrie möglich ist.

Kommentar von Simple_avatar2smallSalems am 17. August 2007 19:26

Stimmt. Ich hatte auch mal depressive Anfälle. Zog sich ca. ein halbes Jahr hin. Ich bin meist erst morgens gegen drei oder vier Uhr ins Bett und habe dann den restlichen Tag bis 15 oder 16 uhr geschlafen. Fühlte mich dann logischerweise auch nicht gut. Irgendwann hatte ich das mit dem Schlafentzug erfahren und hab es dann einfach mal durchgezogen. Aus Gewohnheit morgens um drei ins Bett, aber um sechs schon wieder aufgestanden. Dann bis zum nächsten Morgen um drei wach geblieben und wieder um sechs aufgestanden. Und an dem Tag dann gegen 20 Uhr ins Bett. So gut hatte ich schon lange nicht mehr geschlafen. Und meine Depressionen sind verschwunden...

Ich meine jeder hat seinen eigenen Biorhythmus; der eine ist ein Frühaufsteher, der andere ein Nachtmensch. Und wer es sich leisten kann, soll sich auch nicht zu etwas anderem zwingen. Muß man morgens allerdings früh zur Arbeit, ist es besser, man geht regelmäßig zu einer "vernünftigen" Zeit schlafen, damit man ausgeruht und leistungsfähig ist. Ich wünsche allen Lerchen eine gute Nacht und den Nachteulen (bin auch eine...!!!) noch viel Spaß!

Bin Mitte 40, bei mir ist es auch so. Früher erging mir es so wenn ich einfach ausgebrannt und überarbeitet war, das ich einfach kein Schlaf fand und bis vier vor dem PC hing. Bin dann nach drei Stunden Schlaf aufgestanden und  zur Arbeit. Da ging es dann logischer weise  nicht so richtig vorran (aber verhältnissmäßig gut).
Nach einem Uraub hat sich das wieder normalisiert.
Ab und zu leide ich auch unter Depressionen, was momentan ganz gut behandelt ist.Aktuelle ist es so, dass ich  Abends  nach der Arbeit einiges zu erledigen hätte, hänge dann aber nur in Internetforen rum oder schau Pornos bis zwei oder später. Morgens stehe ich dann nach vier, fünf Stunden Schlaf auf und mach dann teilweise das, was ich am Abend erledigen wollte. Bin dann erst wieder um zwischen 10 u. 11 bei der Arbeit bis um 19:00 uhr und dann wiederholt sich das alles. Ich fühl mich schrecklich so. Das Problem, meine ich ist, das ich keine Partnerin habe die mich in gewisserweiße erdet. Aber eigentlich will ich das Problem selbst reguliert bekommen und einfach um 22:30 ins Bett. Dann würde ich auch wieder regelmäßiger Sport machen und so.  Gruß Marc

Was möchtest Du wissen?