Wieso geben die Menschen lieber Geld für teilweise unnötige Dinge aus, anstatt es sinnvoll einzusetzen und ggf. anderen Menschen in Not zu helfen?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So ist eben die Natur des Menschen. Solange es ihnen selbst gut geht, erlauben sie sich über wildfremde Menschen zu urteilen. Dann spielen die Medien auch noch eine große Rolle.

Wurde doch über Jahre gezeigt, dass Schnurren doch sehr erträglich sein soll. Das hat sich in den Köpfen der Menschen festgefressen. Und da der Deutsche eh ein Mensch ist, der anderen kein bisschen mehr gönnt, gibt er auch ungerne oder gar nicht.

Gerade wir Deustchen sind ein Volk von Egoisten. Die Ellenbogengesellschaft kann doch jeder am eigenen Leib spühren. Spätestens bekommst man sie zu spühren, wenn es einem richtig dreckig geht und man am Boden liegt.

Auch ein kranker oder verletzter Mensch, der in einer Fussgängerzone bewusslos zusammengebrochen ist, wird doch von unglaublich vielen als Penner betrachtet. Anstatt hinzuschauen und Hilfe zu holen, gehen die meisten doch nur mit angeekelten Blicken vorbei. Die meisten wissen gar nicht, dass sie sich damit einer unterlassenen Hilfeleistung strafbar machen.

Soziale Experimente, die genau diese Situation wieder geben, gibt es wie Sand am Meer. 

Ich würde das nicht ganz so pauschal sehen wie du. Allerdings habe ich das mal tatsächlich erlebt. Ein Penner lag bei uns auf den Schloßplatz eine riesen Menge im Kreis um ihn rum als ob er eine Attraktion wäre. Als ich ihm half musste ich einen Passanten noch anschnauzen das er nicht so blöd gucken soll sondern lieber mit seinem Handy Krankenwagen rufen soll. (War noch eine Zeit wo nicht jeder Handy hatte). 

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Gerade wir Deustchen sind ein Volk von Egoisten. 

Deshalb zahlen wir auch keinerlei Steuern oder sonstige Abgaben.

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@fluffiknuffi

Steuern zahlen wir Deutschen, weil wir gar nicht anders können und dazu gezwungen werden. Ebenso verhält es sich mit den anderen Abgaben.

Die allerwenigsten wären bereit, die Abgaben, die sie derzeit zu zahlen verpflichtet sind, weil sie sich sonst strafbar machen würden, auch freiwillig zu bezahlen.

Und ein Egoist bleibt ein Egoist, auch wenn er seine Steuern und sonstige Abgaben bezahlt, denn dies hat nichts damit zu tun. Egoismus ist eine Charaktereigenschaft und die ist nunmal bei uns Deutschen extrem weit verbreitet und sehr gut ausgebildet.

Natürlich werde ich mich hüten, alle über einen Kamm zu scheren, denn Verallgemeinerungen bringen nichts und werden eben nicht allen gerecht. Jedoch trifft die Charaktereigenschaft Egoismus auf sehr sehr viele Deutsche zu.

Schauen wir uns doch nur mal die derzeitige gesellschaftliche Diskussion zu Flüchtlingen, Islam und Co an.

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Nun, bei mir wird Essen selten schlecht, und kaufe teure Schuhe, weil die, die ich wähle, lange halten. Aber das nur am Rande :)

Es gibt eine unschöne Interpretation dieses Mechanismus: Jemand, der gesellschaftlich, finanziell unter einem steht, ist ein Zeichen dafür, dass es einem doch gut geht. In dem Moment so einer Hierarchisierung von Lebenswelten ist wenig Platz für Mitgefühl.

Du schreibst es doch selbst: Nicht so ein Rumäne. Wem siehst du denn die Staatsangehörigkeit an? Und: Warst du mal in Rumänien? Kann man sich nicht vllt. vorstellen, dass man dort weg möchte? Kennst du die widerliche Praxis, Wuchermieten für 6-Bett-Zimmer von Migranten zu verlangen?

Ich glaube, dazu kommt heutzutage auch noch der Hang, sich "freizukaufen". Produkte, Lebensmittel mit irgendeinem Siegel zu kaufen und sich dabei zu denken, man gibt ja schon mehr aus, damit es aus besseren Arbeitsbedingungen/ fairerer Bezahlung u.s.w. kommt, und sich dabei schon das Gutfühlen über gute Taten zu erwerben.

Ich denke, die Beruhigung, wir leben doch in einem Sozialstaat, verhindert das auch oft. Natürlich, niemand muss auf der Straße leben, theoretisch. Aber kaum wird dabei an all die Hürden gedacht, die da jemand etwa in aktueller psychischer Notlage hat, jemand, der nach der Haftentlassung zurück in die Heimatstadt kommt, und all die Steine, die gern auch Jobcenter Leuten in den Weg legen. Das hat auch die Politik der Bundesregierung mit beeinflusst, mit dem "wer arbeiten will, findet auch Arbeit" (oft nur eben keine, die für die Ausgaben reichen), mit all der Rethorik im Umfeld der Hart-Reformen.


Wieso gehen wir lieber in die Spielhalle werfen dort Geld rein, kaufen Essen das wir wegwerfen weil es schimmlig wird, geben Geld für Klamotten aus obwohl unser Schrank voll ist

Mache ich nicht. (Das mit den Schuhen habe ich nicht verstanden)

aber wieso sind die meisten knausrig, wenn ein Obdachloser da sitzt


Weil ich so ausgenutzt werden könnte und weil viele Obdachlose eigentlich kein Geld, sondern andere (psychische?) Probleme haben bei denen ich ihnen ohnehin nicht helfen kann, jedenfalls nicht mit 50 Ct am Bahnsteig.

Der Grundgedanke ist meistens so da, man gibt unüberlegt Geld aus

Vielleicht ist das gar kein allgemeines Problem sondern eher dein persönliches Problem? :x 

Ich verhalte mich jedenfalls nicht so. Mein Handyvertrag kostet 4,99 pro Monat und ja ich könnte mehr dafür ausgeben. Wenn du das unterbieten kannst, dann darfst du den ersten Stein werfen, ansonsten solltest du zuerst mal vor der eigenen Haustür kehren.

Z. B. ich finde es auch grässlich funktionierende Dinge wegzuwerfen. Was es mir echt nicht easy macht denn ich bin andererseits auch absolut kein Messie. Ich versuche immer alles alte auf Ebay loszuwerden, meist nicht um Geld zu machen sondern damit es nicht einfach verschrottet o. ä. wird. 

Oder Mülltrennung finde ich eigentlich auch super nur schade, dass das größtenteils reine Farce ist.

Ich esse Tierfleisch aber eigentlich will ich es nicht. Klingt paradox - ist aber so. Ethische Bedenken einerseits, der leichte und leckere Weg andererseits. Wow das klingt schon wieder arg ekelhaft.

Dass ich grün wähle dürfte wohl keine Überraschung sein.

Man muss aber immer auch bedenken dass die Konsequenzen des vermeintlich guten Handelns manchmal nicht absehbar sind. Ob z. B. Energie aus erneuerbaren Rohstoffen wirklich klug ist? Ich habe da erhebliche Zweifel. Und ob es der Menschheit insgesamt wirklich was bringt Brennpunkte mit Spenden zu bekämpfen? Na jedenfalls nicht immer. Sein Gewissen mit 50 Ct an den Obdachlosen zu beruhigen ist für den Moment vielleicht eine gute Tat, aber vielleicht auch nur eine lahme Rechtfertigung für viel größere Sünden. Da spare ich lieber dort und bin dafür bereit an anderer Stelle Kompromisse einzugehen.


PS: Z. B. wie jemand anderes sagte erfolgreich arbeiten gehen, jede Menge Steuern zahlen und damit viel mehr tun als nur mal einen Euro hier und da abzugeben.

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