Wieso geben die Menschen lieber Geld für teilweise unnötige Dinge aus, anstatt es sinnvoll einzusetzen und ggf. anderen Menschen in Not zu helfen?

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20 Antworten

So ist eben die Natur des Menschen. Solange es ihnen selbst gut geht, erlauben sie sich über wildfremde Menschen zu urteilen. Dann spielen die Medien auch noch eine große Rolle.

Wurde doch über Jahre gezeigt, dass Schnurren doch sehr erträglich sein soll. Das hat sich in den Köpfen der Menschen festgefressen. Und da der Deutsche eh ein Mensch ist, der anderen kein bisschen mehr gönnt, gibt er auch ungerne oder gar nicht.

Gerade wir Deustchen sind ein Volk von Egoisten. Die Ellenbogengesellschaft kann doch jeder am eigenen Leib spühren. Spätestens bekommst man sie zu spühren, wenn es einem richtig dreckig geht und man am Boden liegt.

Auch ein kranker oder verletzter Mensch, der in einer Fussgängerzone bewusslos zusammengebrochen ist, wird doch von unglaublich vielen als Penner betrachtet. Anstatt hinzuschauen und Hilfe zu holen, gehen die meisten doch nur mit angeekelten Blicken vorbei. Die meisten wissen gar nicht, dass sie sich damit einer unterlassenen Hilfeleistung strafbar machen.

Soziale Experimente, die genau diese Situation wieder geben, gibt es wie Sand am Meer. 

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Kommentar von Erklaerbaer17
23.01.2016, 01:39

Ich würde das nicht ganz so pauschal sehen wie du. Allerdings habe ich das mal tatsächlich erlebt. Ein Penner lag bei uns auf den Schloßplatz eine riesen Menge im Kreis um ihn rum als ob er eine Attraktion wäre. Als ich ihm half musste ich einen Passanten noch anschnauzen das er nicht so blöd gucken soll sondern lieber mit seinem Handy Krankenwagen rufen soll. (War noch eine Zeit wo nicht jeder Handy hatte). 

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Kommentar von fluffiknuffi
23.01.2016, 11:47

Gerade wir Deustchen sind ein Volk von Egoisten. 

Deshalb zahlen wir auch keinerlei Steuern oder sonstige Abgaben.

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Ich denk die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten.

Ich denk (auch ich) geben wir oft Geld für andere ihre Sichtweite unützig Geld aus um gewisse Bedürfnisse zu stillen. Manche fühlen sich Glücklich wenn sie sich neue Klamotten kaufen können. Wir belohnen uns selber damit, fühlen uns gut.

Wenn ich durch unsere Fußgängerzone gehe und jedem Bettler 20 Cent geben würde, wäre ich am Ende der Fußgängerzone ein armer Mann.

Doch ich helfe gerne wo ich konkret Helfen kann und wo ich sehe das die Hilfe auch ankommt.

Ich saß einmal in MC-Donald draußen. Da sah ich wie eine alte verlumpte Frau die Papierkörbe durchwühlte. Als einer sein Tablett abstellte mit einem halb nicht gegessenen Hamburger, nahm sie den und aß den gierig auf.

Sofort stand ich auf, nahm mein ganzen Kleingeld was ich noch hatte (Ca 8 Euro) und gab es mit einem lächeln der Frau. Ich werde nie ihr strahlendes Glückliche Gesicht vergessen.

Ich denk den meisten geht es so. Sie haben für ihr Geld schwer gearbeitet. Oder müssen selber schauen wo sie damit bleiben. Doch wenn sie wissen für was sie helfen und das es wirklich dazu benutzt wird, sind sie bereit zu spenden. Jedenfalls die meisten.

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Hallo!

Das ist so, weil viele oft nur an sich denken bzw. in erster Linie bestrebt sind, ihren eigenen Lebensstandart zu sichern.. was ja an sich nix Verwerfliches ist bzw. in der Natur des Menschen liegt!

Ich (m, 25) spende zwar auch nur wenig bzw. entsorge die von dir schon angeführten "Bettelbriefe" ziemlish rasch ---------> ich spende nur für die Schwestern Maria, für die mein Opa auch spendete, und gelegentlich für Pater Kentenich/Schönstatt. Da bin ich auch nicht kleinlich. 

Allerdings ist mir Nachhaltigkeit allgemein wichtig: Ich kaufe nur Lebensmittel die ich auch wirklich esse und betätige keine Hamsterkäufe.. außerdem gehe ich nicht in die SPielhalle & kaufe Klamotten und Schuhe zwar gern, aber nicht am laufenden Band.. meine Devise ist, lieber nicht soooo viele Teile aber dafür hochwertige Kleidung die zeitlos ist und entsprechend lang hält!

Einem Obdachlosen würde ich nicht direkt Geld spenden, sondern ihn lieber beim Bäcker zum Kaffee einladen. Damit er das Geld nicht für Dinge ausgibt, für die es nicht bestimmt ist (Alk, Zigaretten usw.). Wenn er wirklich was trinken will, nimmt er die Einladung auch an, so meine Erfahrung. 

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Das kommt auch immer auf den Typ Mensch an, aber ich hab mir diese Frage auch schon öfters gestellt.

Bei Obdachlosen weißt du ja nie, ob er sich in Wirklichkeit nur so stellt und ob er nicht, wenn du das Geldbörserl rausholst, dir das schnell aus der Hand nimmt und mit samt Kreditkarten etc. flüchtet.

Und meistens sind die Leute im Stress und haben teilweise kein Mitgefühl, weil sie glauben, dass es ihnen selbst am schlechtesten geht.

Ich denke mir auch oft, dass viele Menschen der Mittelschicht immer sagen, dass es in unserem Land genug arme Leute gibt, die nicht ausreichend finanzielle Unterstützung bekommen, obwohl sie alt oder schwer krank sind, und trotzdem geben sie dann gleich mal ein kleines Vermögen für schöne Schuhe aus etc., aber bei Spenden drücken sie dann oft schon rum, wenn es nur um ein paar Euro geht.

Meiner Meinung nach ist Europa darauf aufgebaut, kranke und ältere Menschen zu unterstützen und es sollte jeder hier ein Recht auf ausreichende medizinische Versorgung haben. Doch leider wird das meiner Meinung nach viel zu wenig gefördert. Stattdessen kauft man sich lieber das neueste Auto, nur damit man ein besseres hat als die anderen.

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Ganz einfach. Weil wir Menschen es können. Wieso ist es sinnlos sein Geld in Spielhallen auszugeben? Es macht Spass und eine Spielhalle generiert auch Arbeitsstellen. Wenn der Mensch nur das Nötigste kaufen würde, sprich nur Grundnahrungsmittel plus 2 oder 3 Kleidungsstücke und diese nur ersetzen würde wenn sie wirklich kaputt wären, dann würde unsere ganze Wirtschaft nicht funktionieren. Ich meine, brauchen wir wirklich Computer? Brauchen wir wirklich Autos? In der Steinzeit ging es nämlich auch ohne, von daher, wieso sinnlos Geld dafür ausgeben?

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Die Antwort ist eigentlich relativ simpel. Der Mensch ist schon seit einer Ewigkeit ein egoistisches und habgieriges Wesen. Gerade in der heutigen Zeit tragen Medienpropaganda und entsprechende Erfahrungen zu der Verunsicherung von Menschen bei. Das Vertrauen ins Umfeld verschwindet dadurch, und es werden wieder die einfachen Strukturen aus früherer Zeit deutlich.

Man hortet das Geld lieber und gibt es für sich aus, anstatt Risiken einzugehen oder etwas von unserem hohen Lebensstandard abzugeben. Ich finde das auch traurig.

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Ich spende auch regelmäßig, überlege mir aber für welche Zwecke und überweise dann an die Organisation. Es gibt weltweit sehr viele arme Menschen. Einem Bettler gebe ich kein Geld. Wenn er Hunger hat, kaufen wir ihm etwas zu Essen (Brezel o. ä.). Manche wollen das aber nicht.

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Kommentar von hundeliebhaber5
23.01.2016, 11:58

Ich habe mal einem ein Brötchen gekauft. Später lag das Brötchen da und der Typ war weg. Denen gehts gut.

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Viele Leute haben selber nicht viel Geld, bekommen vielleicht Hartz IV oder nur eine kleine Rente. Da denken sie eben als erstes an sich und nicht an irgendeinen Obdachlosen, der vielleicht Hilfe braucht.  Und bei Leuten, die viel Geld haben, die sind vielleicht egoistisch. Oder sie fühlen sich einem Obdachlosen überlegen, denken: Der ist selber schuld, ich habe es geschafft, einen guten Job zu bekommen und viel Geld zu verdienen, also hätte er das auch schaffen können....

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Nun, bei mir wird Essen selten schlecht, und kaufe teure Schuhe, weil die, die ich wähle, lange halten. Aber das nur am Rande :)

Es gibt eine unschöne Interpretation dieses Mechanismus: Jemand, der gesellschaftlich, finanziell unter einem steht, ist ein Zeichen dafür, dass es einem doch gut geht. In dem Moment so einer Hierarchisierung von Lebenswelten ist wenig Platz für Mitgefühl.

Du schreibst es doch selbst: Nicht so ein Rumäne. Wem siehst du denn die Staatsangehörigkeit an? Und: Warst du mal in Rumänien? Kann man sich nicht vllt. vorstellen, dass man dort weg möchte? Kennst du die widerliche Praxis, Wuchermieten für 6-Bett-Zimmer von Migranten zu verlangen?

Ich glaube, dazu kommt heutzutage auch noch der Hang, sich "freizukaufen". Produkte, Lebensmittel mit irgendeinem Siegel zu kaufen und sich dabei zu denken, man gibt ja schon mehr aus, damit es aus besseren Arbeitsbedingungen/ fairerer Bezahlung u.s.w. kommt, und sich dabei schon das Gutfühlen über gute Taten zu erwerben.

Ich denke, die Beruhigung, wir leben doch in einem Sozialstaat, verhindert das auch oft. Natürlich, niemand muss auf der Straße leben, theoretisch. Aber kaum wird dabei an all die Hürden gedacht, die da jemand etwa in aktueller psychischer Notlage hat, jemand, der nach der Haftentlassung zurück in die Heimatstadt kommt, und all die Steine, die gern auch Jobcenter Leuten in den Weg legen. Das hat auch die Politik der Bundesregierung mit beeinflusst, mit dem "wer arbeiten will, findet auch Arbeit" (oft nur eben keine, die für die Ausgaben reichen), mit all der Rethorik im Umfeld der Hart-Reformen.

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jedem ist das persönlich wichtig,wofür er geld ausgibt. Ich fahre gerne mit dem auto,obwohl die fahrt vielleicht nicht so sinnvoll ist, mir macht es aber trotzdem freude. Geben tu ich dort,wo ich es für nötig halte, zb. Tierheim

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Weil sie durch übertriebene Werbung dazu Verleitet werden.

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Wieso gehen wir lieber in die Spielhalle werfen dort Geld rein, kaufen Essen das wir wegwerfen weil es schimmlig wird, geben Geld für Klamotten aus obwohl unser Schrank voll ist

Mache ich nicht. (Das mit den Schuhen habe ich nicht verstanden)

aber wieso sind die meisten knausrig, wenn ein Obdachloser da sitzt


Weil ich so ausgenutzt werden könnte und weil viele Obdachlose eigentlich kein Geld, sondern andere (psychische?) Probleme haben bei denen ich ihnen ohnehin nicht helfen kann, jedenfalls nicht mit 50 Ct am Bahnsteig.

Der Grundgedanke ist meistens so da, man gibt unüberlegt Geld aus

Vielleicht ist das gar kein allgemeines Problem sondern eher dein persönliches Problem? :x 

Ich verhalte mich jedenfalls nicht so. Mein Handyvertrag kostet 4,99 pro Monat und ja ich könnte mehr dafür ausgeben. Wenn du das unterbieten kannst, dann darfst du den ersten Stein werfen, ansonsten solltest du zuerst mal vor der eigenen Haustür kehren.

Z. B. ich finde es auch grässlich funktionierende Dinge wegzuwerfen. Was es mir echt nicht easy macht denn ich bin andererseits auch absolut kein Messie. Ich versuche immer alles alte auf Ebay loszuwerden, meist nicht um Geld zu machen sondern damit es nicht einfach verschrottet o. ä. wird. 

Oder Mülltrennung finde ich eigentlich auch super nur schade, dass das größtenteils reine Farce ist.

Ich esse Tierfleisch aber eigentlich will ich es nicht. Klingt paradox - ist aber so. Ethische Bedenken einerseits, der leichte und leckere Weg andererseits. Wow das klingt schon wieder arg ekelhaft.

Dass ich grün wähle dürfte wohl keine Überraschung sein.

Man muss aber immer auch bedenken dass die Konsequenzen des vermeintlich guten Handelns manchmal nicht absehbar sind. Ob z. B. Energie aus erneuerbaren Rohstoffen wirklich klug ist? Ich habe da erhebliche Zweifel. Und ob es der Menschheit insgesamt wirklich was bringt Brennpunkte mit Spenden zu bekämpfen? Na jedenfalls nicht immer. Sein Gewissen mit 50 Ct an den Obdachlosen zu beruhigen ist für den Moment vielleicht eine gute Tat, aber vielleicht auch nur eine lahme Rechtfertigung für viel größere Sünden. Da spare ich lieber dort und bin dafür bereit an anderer Stelle Kompromisse einzugehen.


PS: Z. B. wie jemand anderes sagte erfolgreich arbeiten gehen, jede Menge Steuern zahlen und damit viel mehr tun als nur mal einen Euro hier und da abzugeben.

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Ganz einfach. Es ist mein Geld und von dem Geld will ich was haben und nicht anderen in den Rachen werfen. Die Regierung holt sich für solche zwecke schon genug Geld von meinem Brutto Lohn.

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Kommentar von fluffiknuffi
23.01.2016, 11:43

Ja das vergisst man oft, als arbeitender und sich selbst finanzierender Mensch subventioniert man ohnehin alles möglich mit - quasi gibt man da schon weitaus mehr als nur mal 'nen Euro für andere ab.

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Menschen sind meist nicht die selbstlosen Wesen, wie du sie gern haben möchtest. Der Gutmensch postuliert sdas zwar, blamiert sich aber regelmäßig an der Realität, "denn die Verhältnisse, die sind nicht so." (Brecht)

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Was unnötig ist und was nicht, entscheidet der einzelne Mensch. Was du für nötig oder unnötig hältst, hat keine Relevanz für andere.

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Wir sind eine Konsumgesellschaft.
Jeder darf mit seinem Geld machen, was er will

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weil unsere gesellschaft von klein auf auf besitz getrimmt ist. jedes kind lernt sofort was "meins" und "deins" ist. daher ist es auch immer eine art status-symbol, wenn man sich etwas leisten kann und man will sich gerne selbst belohnen, für seine arbeit, mit der man das geld dafür verdient hat - denn wer wird schon groß für seine arbeit gelobt?

viele machen einfach nie die erfahrung, wie glücklich es machen kann, anderen zu helfen, die es nötig haben.

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Das liegt daran, dass dem Menschen immer der eigene Wohlstand primär im Kopf ist. Die Mitmenschen sind eher sekundär

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Die Deutschen sind bekannt für ihre Spendenfreundlichkeit. 7 Milliarden Euro sollen es jedes Jahr sein. Quelle:http://zeitpunkt-das-magazin.jimdo.com/panorama/  Woher willst du wissen,was andere Leute spenden?  LG  gadus

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Kommentar von Baltarsar
23.01.2016, 17:33

Sehr seriöse Quelle. *Ironie* Ein Internetmagazin ohne eigene Domain, also nur mit Subdomain ist natürlich die seriöseste Quelle im ganzen Netz. *mit Kopf schüttel*

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siehe die Antwort von  gadus

zu Deinen Aussagen zu den Obdachlosen , bitte bedenke je länger Du es einem Obdachlosen möglich machst in seiner Situation mit den täglichen 12€ vom Staat + Almosen über die Runden zu kommen, wird der keinen Veranlassung haben von den vielfältigen Angeboten zur Integration teilzunehmen,

 wie z.Bsp. das Einziehen in einer Wohnung und seiner damit verbundenen Zusage an die schrittweise  Wiedereingliederungsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt teilzunehmen.oder auch

 z. Bsp. einen Entzug zumachen, damit er kein Hausverbot in Notunterkünften bekommt, denn hier leben nur die deutschen Obdachlosen auf der Straße, die nicht bereit sind Hilfen anzunehmen, um so ihre Situation zu verändern.. 

ich meine mit jeder direkten Spende ist man auch mitverantwortlich das der Betreffende keinen Anlass hat sich , seine Rahmenbedingungen zu ändern..und weiterhin auf der Straße lebt.

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Kommentar von Baltarsar
23.01.2016, 17:31

Klar der Obdachlose überwintert gerne bei Minus 10 oder noch kälter auf einer gefrorenen Parkbank.

Sorry, aber solche Aussagen, wie deine, k o t z e n mich einfach nur an. Deine Aussage verallgemeinert und kämmt alle Obdachlosen über einen Kamm.

Du mögest aus deinen Erfahrungen sprechen, jedoch wirst du nicht alle Obdachlose kennen und auch wirst du nicht jedes komplizierte Einzelschicksal kennen. Also sei bitte vorsichtig mit deinen Aussagen.

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