Wieso gab es den Hitler-Stalin-Pakt, obwohl Hitler lautstark klarmacht, dass er den Osten vernichten muss bzw. ausbreiten?

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4 Antworten

DAs war nicht der Vertrag zwischen zwei Freunden, sondern eiskaltes Kalkül. Stalin war noch nicht so weit, mit Deutschland Krieg zu führen. Er hatte gerade seine gesamte Generalität umbringen lassen. Und Hitler brauchte freie Hand in Polen und konnte sich keinen Zweifrontenkrieg erlauben.

Allerdings hat zumindest Hitler nie daran gedacht, den Vertrag für längere Zeit einzuhalten. Stalin vermutlich auch nicht. Aber erst mal hatten sie durch den Nichtangriffspakt Ruhe.

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Kommentar von Fastantworten16
03.11.2015, 18:28

wahrscheinlich wollte Stalin auch was von Polen abhaben.

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Weil Stalin gehofft hat den Krieg so hinauszögern zu können bis die Umrüstung der sowjetischen Armee fertig wäre und das wäre für 1943 eingeplant. Es hat sich keine bei dem Vertrag über den Weg getraut aber so ist es in der Politik.

Die Sowjetunion hat auch wiederholt versucht mit Polen so einen Nichtngriffsvertrag abzuschliessen, was sinnvoller wäre, da Polen eben zwischen Deutschland und der SU war. Aber die Polen wollten viel lieber mit Hitler und gegen die SU koalieren und hatten seit 1936 einen Nichtangriffsvertrag mit dem 3.Reich. Als alle sowjetischen Versuche mit Polen einen Nichtangriffsvertrag abzuschliessen scheiterten hat man mit den deutschen verhandelt 1939.

Letzendlich hat Hitler beide Verträge gebrochen.

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Kommentar von Mastrodonato
04.11.2015, 13:02

Mit Polen war das umgekehrt: Hitler bot ihnen ein Zusammengehen gegen die Sowjetunion an. Diese lehnten das ab. Zum Dank hat dann der Verbrecher Stalin seinen Teil annektiert, den die SU 1921 verloren hatte und massakrierte 20 000 Menschen Polens Elite (Katyn)

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Vorweg: Die Geschichte bestimmen immer die Sieger. Damit will ich andeuten, dass jenes, was wir aus dem Fernsehen oder den Schulgeschichtsbüchern kennen, nicht immer den wirklichen Tatsachen entsprechen muss.

Es gibt mittlerweile einige Indizien aber auch Fakten, die einen ganz anderen Beginn des Krieges darstellen. Einen Weg stellt z.B. Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof in seinem Buch „Der Krieg, der viele Väter hatte“ vor.

Aber auch hier zeigt sich gleich die Problematik. Obwohl Schultze-Rhonhof relativ gut recherchiert hat und auch mit Quellenangaben nicht geizt, wird er mittlerweile von einer ganz bestimmten Szene attackiert, getreu dem Motto: Nicht sein kann, was nicht sein darf.

Leider gab es zu jener Zeit nicht die heutigen Möglichkeiten des Informationsaustausches und dessen Archivierung. Ferner gibt es immer weniger lebende Zeitzeugen jener Tage.

So muss sich also jeder Interessierte selbst bemühen, sollte er auf Ungereimtheiten in der Historie stoßen, und das Puzzel, auch durch Lesen ausländischer Literatur, selbst zusammensetzen.

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Kommentar von JBEZorg
03.11.2015, 19:48

Vorweg: Die Geschichte bestimmen immer die Sieger.

Sehr populärer Spruch zur Zeit in Deutschland aber völlig fehl am Platz hier.

Es gibt mittlerweile einige Indizien aber auch Fakten, die einen ganz anderen Beginn des Krieges darstellen. Einen Weg stellt z.B. Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof in seinem Buch „Der Krieg, der viele Väter hatte“ vor.

Solche pseudo-historuische Revanchistenpropaganda gibt es. Aber sie hat mit der Realität viel weniger gemein als die Schulbücher auch wenn sie deinem nationalen Ego schmeichelm mögen.

Der Krieg hat immer viele Väter aber der Hauptvater war Adolf. Das ist nunmal so. Er und keiner sonst wollte den ideologischen Rassenkrieg.

von einer ganz bestimmten Szene attackiert, getreu dem Motto: Nicht sein kann, was nicht sein darf.

Aus welche Szene kommst du denn, dass du ohne Beweise siene Kritiker atackierst?

Leider gab es zu jener Zeit nicht die heutigen Möglichkeiten des Informationsaustausches und dessen Archivierung. 

Oh doch. Damals gab es keien Festplatten, die man löschen und neu beschreiben kann, deswegen waren Menschen viel akribischer mit den Dokumenten un deren Archivierung. Und sie sind da die Dokumente, die solche bornierte Generalmajors wiederlegen.

So muss sich also jeder Interessierte selbst bemühen, sollte er auf Ungereimtheiten in der Historie stoßen, und das Puzzel, auch durch Lesen ausländischer Literatur, selbst zusammensetzen.

Und wen das Puzzle nicht zu deinen Gunsten ausfällt haben es wieder die "Sieger" geschrieben, nicht?

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Es war ein Komplizenpakt zwischen zwei Verbrechern. Das war beiden klar, aber beide dachten, cleverer zu sein als der andere.

Für Stalin war wichtig, dass Hitler ihm mehr bieten konnten als die westlichen Demokratien. Er durfte das Baltikum annektieren, Bessarabien und Finnland. So etwas hätten F und GF nie zugestimmt. Das war halt dem Verbrecher Stalin verlockend.

Hier kann mehr darüber nachgelesen werden: http://geschichte-forum.forums.ag/t497-der-hitler-stalin-pakt-und-sein-vorspiel-welche-motive-hatte-stalin-begingen-die-westalliierten-fehler

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