Wieso fühlt man "Liebeskummer"

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5 Antworten

Rein biologisch ist Liebeskummer eine Entzugserscheinung vom Hormon Oxytocin. In einer Beziehung wird das viel ausgeschüttet und der Körper gewöhnt sich daran. Ist Schluss fehlt es und deswegen geht es einem schlecht. Natürlich spielen da auch noch andere Faktoren mit rein, aber das ist die biologische Grundlage von Liebeskummer.

Ja genau so ist es gerade bei mir und ich dachte dass ich mich vielleicht besser fühle wenn ich mich damit beschäftige... es ist ja offtmals so dass man etwas versteht und nachvollzieht wenn man sich logischerweise damit beschäftigt..

Dankeschön.

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das ist falsch!!!!!! oxytocin spielt eine rolle bei der neurobiologie des verliebens, aber der reine entzug führt ganz bestimmt nicht zum kummer. liebeskummer hat definitiv psychologische und biologische komponenten. während des verliebens stellt sich der gesamte körper hormonell aud die sexuelle vereinigung mit dem geliebten ein. bleibt die dann aus, weil der andere die zuneigung nicht erwidert enstehen erstmal sexuelle frustration(bei männern kann es deswegen zu wildem rumgehure nach unerwiderter liebe kommen). ein weiterer psychologischer grund ist, dass man bei verliebtheit im kopf schon "viel weiter geht", d.h gedanklich malt man sich schon eine mögliche zukunft und ein leben mit dem potenziell gewünschten partner aus. bei einem korp bricht diese innerliche, gedanklich aufgebaute welt dann plötzlich zusammen, was mit frustration und kummer einhergeht(liebeskummer eben). nun das sind nur zwei gründe für den liebeskummer(ergänzungen von anderen sind erwünscht:P), das mit dem oxytocin ist nich prinzipiell völlig falsch, aber viel zu einseitig und ungenau. kann aber schon sein, dass die hormonelle- und neurotransmitter umstellung nach dem versagen der liebe zu schlechten körperlichen und seelischen verfassung beim liebeskummer mitbeiträgt.

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@stromberg1234

Das haben wir so in der Vorlesung gelernt und das ist noch nicht lange her, also denke ich nicht, dass das falsch ist.

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so hier mal eine ausführliche antwort zum trennungschmerz^^:

Der Liebesschmerz hat viele unterschiedliche Ursachen:

Es gibt in unserer Gesellschaft immer noch die romantische Vorstellung: Wir wollen mit unserem Partner zusammen bleiben, bis dass der Tod uns scheidet. Wir werden nicht darauf vorbereitet, dass uns eine Trennung widerfahren kann.

Wir setzen hohe Erwartungen in unseren Partner: Er soll dafür zuständig sein, dass wir uns glücklich und geliebt fühlen, .d.h. wir übertragen ihm die Verantwortung für unser Wohlbefinden. Dies bedeutet aber auch wiederum, wenn er geht, glauben wir, nicht liebenswert zu sein, bzw. nie mehr glücklich sein zu können.

Die Trennung konfrontiert uns mit zahlreichen Verlusten: dem Verlust des Partners, gemeinsamer Zukunftspläne, einer Beziehung, der Rolle als Partner, der Rolle als Liebhaber, des Status als Paar, der Kinder, evtl. des Hauses, evtl. eines Teils der finanziellen Absicherung, evtl. eines Teils der Freunde, evtl. unseres Lebenskonzepts, hundertprozentige Kontrolle zu haben.

Eine Trennung führt meist auch zu mehr oder weniger großen Selbstzweifeln. Wir stellen uns Fragen wie: „Was habe ich falsch gemacht?“ „Bin ich nicht gut genug“? „Was stimmt mit mir nicht“? Diese Selbstzweifel nagen am Selbstwertgefühl, verunsichern und tun weh.

Das Ausmaß des Liebesschmerzes und Liebeskummers ist abhängig von unserem Alter, unserer Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen, unseren bisherigen Erfahrungen mit Verlusten, unserem Selbstvertrauen, von unserem sozialen Netz, ob wir unsere Zufriedenheit aus anderen Quellen schöpfen können, unserer finanzielle Situation, der beruflichen Situation, der Regelung von Betreuung und Sorgerecht für die Kinder, der Wohnsituation, der Notwendigkeit, Alltagspflichten neu einzuteilen. "Reden" wir uns ein, ohne den Partner nicht leben zu können, ohne diesen einen Partner nicht mehr glücklich sein zu können, dann ist unser Liebeskummer besonders stark. Dann klammern wir und unser Liebesschmerz ist besonders stark, wenn wir verlassen werden.

neurobiologische ursachen habe ich jetzt bewusst weggelassen, würde den rahmen sprengen

Die Frage umfassend zu beantworten würde den Rahmen hier sprengen und deinen Horizont überschreiten.

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Im groben: Da fehlt einfach das Glücksgefühl, was vorher durch Glückshormone wie Serotonin ausgelöst wurde.

Ja aber im Alltag hat man auch keine Glückshormone und trozdem fühlt man sich nicht so schlimm ... Deshalb ;) ...

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@Jem7v

Du warst vorher auch nicht in solchem Maßen daran gewohnt. Wenn du noch niemals Drogen in Maßen genommen hast, wirst du auch das Gefühl "ohne Drogen" gar nicht vermissen können. Logisch ne ;-)


"Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird."

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George Bernard Shaw

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@goodboy21

Ja Recht hast du... Aber wir waren uns gar nicht so sehr gewohnt.. es war so wenn dich das interessiert : Wir wussten beide nicht dass wir uns ineinander verguckt hatten und es dauerte über ein halbes Jahr bis wir uns ausgesprochen und es versuchen wollten aber es dauerte nur bis zum nächsten Tag dass sie sagte dass sie es nicht kann... und das tut natürlich ziemlich weh weil sie sich davor ziemlich sicher war... Aber deine Aussage ist gut :) dankeschön

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@Jem7v

Dann ist es wohl keine Liebeskummer im "klassischen Sinne".

In diesem Fall dürfte dann eher die Vorstellung so sehr schmerzen, wie glücklich du jetzt mit ihr jetzt sein könntest.

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Bitte sehr.

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ohh sorry meine überlegungen hatten sich jetzt auf leiebskummer nach unerwiderter liebe bezogen NICHT auf trennungs-liebeskummer. hattest ja aber auch nciht geschrieben, welchen du meintest

tja...ausführlich ist anders aber oke...also...

Liebeskummer.hat einfach wass mit dem Gehirn...der Psyche und ein wenig mit Gefühlen....

Tja folgendes passiert...

Also...Liebskummer durch Freund/in--->hirn reagiert----es bildet sich das trauer hormon-----hirn sendet signal....an augen ...man weint----gedanken (meist negativ)...verschlechtern alles noch schlimmer..

Nun weint man...und das Liebeskummer ist "geboren"...

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