Wieso fühlen sich Gläubige angegriffen wenn man nicht an Gott glaubt?

18 Antworten

Christen begegnen oft dem Gegenteiligem: Atheisten, die einen auf einmal beleidigen (vor allem im Internet) und einen für zurückgeblieben und dumm halten. Man darf jede Meinung haben und an alles glauben, solange es nicht Gott ist (und man nicht will, dass auf einem herabgesehen wird). So ein Gefühl wird oft vermittelt. Viele Atheisten haben schlechte Erfahrungen mit Gläubigen gemacht - aber genauso anders herum.

Deshalb wenn jemand sagt: "Ich glaube nicht an Gott" zucken einige Christen bereits zusammen und fühlen sich schon (grundlos) angegriffen. Und dann gibt es Atheisten, die auch erst einmal zusammen zucken wenn jemand sagt: "Ich glaube an Gott", weil sie auch nicht wissen, was sie bei der Person zu erwarten haben. Von beiden Seiten würde helfen, die eigenen schlechten Erfahrungen zu vergessen und ohne Angst sich wieder offen auf den Gegenüber einlassen zu können.

Für mich würde schon reichen, dass man mich freundlich behandelt, das würde mir zu verstehen geben, dass du mich trotz oder mit Glauben akzeptierst. Anders herum natürlich genauso.

Es ist eigentlich egal, welche Überzeugung eines Menschen du angreifst, fast jeder wird darauf erstmal negativ reagieren.

Wenn jemand an Gott glaubt, kein Fleisch isst, Mitglied einer Partei ist, Impfungen ablehnt, Fan eines Fußballvereins ist, egal was, wenn du vom Gegenteil überzeugt bist und genau das was er gut findet falsch findest, und das sagst, fühlen die meisten sich erst einmal angegriffen.

Warum? Weil die Menschen ihre Überzeugungen als Teil ihrer Identität sehen. Und daher haben sie das Gefühl, sie werden gerade persönlich, in ihrer Identität bedroht. Da löst man heftigen Widerstand aus. Bei machen größeren, bei manchen kleineren.

Letztlich ist es wichtig, sich wertschätzend zu begegnen. Hier hilft die Überzeugung, dass schließlich jeder ein Recht auf Irrtum hat. Die meisten Menschen beruhigen sich sehr schnell, wenn man klarstellt, dass man dem anderen nichts absprechen (zB Intelligenz, Moral) oder wegnehmen (zB Geld, Sicherheit, Freunde, Spaß) will, sondern aus diesem und jenem Grund eine andere Überzeugung hat.

Auf der sachlichen, beruhigten Ebene erreicht man die Menschen am Ende sehr viel besser, wenn man sie überzeugen will.

Gibt auch Ausnahmen - Manche Überzeugungen sind gefährlich und bedrohen Gesundheit und Sicherheit andere Menschen, diesen sollte recht deutlich und sehr laut widersprochen werden.

Ja klar Wertschätzung ist das A und O mir geht es eher um Dinge welche man einfach nicht wissen kann. Wenn jemand Fan von einem anderen Fussballverein ist ist das eben so, wenn er aber Fan von einem Verein ist welcher angeblich mal vor 2000-3000 Jahren existiert hat, dann kann man das anzweifeln, resp. nicht mit Sicherheit sagen ob es den jemals gegeben hat.

Ist ja dann keine Beleidigung sondern Fakt.

0

Das kann ich nicht generell bestätigen. Ich bin gläubig. Aber ich fühle mich keineswegs angegriffen, wenn mir jemand sagt, dass er nicht an Gott glaubt.

Es gibt allerdings Atheisten — auch hier auf GF —, die reagieren ziemlich aggressiv, wenn hier jemand Glaubensäusserungen abgibt.

Und sogar Menschen, die sich als gläubig bezeichnen, reagieren hier sehr heftig, wenn andere Gläubige mit ihrem Glauben nicht übereinstimmen.

Bezüglich Deines letzten Satzes : Da gehörst Du meiner Meinung nach auch dazu

2
@EXInkassoMA

Dir sollte aufgefallen sein, dass ich mich sehr zurückhalte. Trotzdem werde ich von Manni und Konsorten ständig angegriffen.

Manni sitzt deshalb gerade eine 24-Std.-Sperre ab.

3
@EXInkassoMA

Das stimmt absolut nicht, Nobody ist einer der wenigen die sich wirklich zurückhalten. Was meiner Meinung nach einige machen sollten. Dein Kommentar zeigt das du ebenfalls zu diesen gehörst die überall den Senf dazu geben müssen

1
@OhNobody

Ach dir haben meine klaren Worte nicht gefallen. Die Wahrheit tut weh wie es scheint

0

Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen.

Ich übe mich gerade darin, dennoch jedem Menschen mit Liebe zu begegnen.

Aber ich will mein Licht auch nicht verstecken, ich will es leuchten lassen! Ich will von meinen Glauben erzählen, denn Er ist gut!

2

Da kann ich dir nur zustimmen. Genau das gleiche erlebe ich auch hier

0

OhNobody, deine Glaubensgemeinschaft hat mich hier schon unter einem anderen Namen "heraus bugsiert" nur weil ich andere Ansichten über Gott habe. Nur so zum sagen.

1
@Jaimal

Soso ... welche Macht doch eine Glaubensgemeinschaft hat.

Oder warst nicht doch Du selber es, der sich rauskatapultiert hat, weil Du Dich nicht benommen hast?

Unterschätze nicht die Macher von GF.

1
@OhNobody

Ja, ihr hattet euch hochmanipuliert. Schön zu sehen wie das Karma jetzt bei dir wirkt. Musst hier also nicht weinen.

"Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen."

1
@Jaimal

Irgendwie scheinst Du keinen Durchblick zu haben?

1

Meiner Erfahrung nach fühlen sich durch das von dir beschriebene die wenigsten Gläubigen angegriffen, inklusive mir selbst.

Es mag einige wenige Gläubige geben die sich allein durch die Präsenz eines Atheisten beleidigt fühlen, das sind dann in der Regel Fanatiker die sich durch die Präsenz von jedem der Ihr Glaubens Bild nicht vollkommen teilt gestört fühlen.

Solche Gläubige solltest du am besten schlicht meiden.

Wenn man also sagt ich weiss nicht ob es einen Gott gibt, aber ich glaube daran, dann ist das auch gut so jedem das Seine.

Ja jeder soll Glauben an was er will und Menschen sollten einsehen das Ihr Glaube ihnen nicht das Recht gibt anderen Ihr Weltbild und ihre Moralvorstellungen aufzuzwingen.

Ich glaube selbst an Gott und fühle mich null die Bohne angegriffen, wenn jemand nicht an Gott glaubt. Ganz im Gegenteil, ich kann gut verstehen, dass die Leute mit Kirchen und Glaubensgemeinschaften nichts anfangen können. Viele meiner angeblichen "Brüder und Schwestern" leben einfach ein Leben, dass alles andere als anstrebenswert ist.

Außerdem finde ich in der Bibel keinen Absatz, wo steht, dass alle Menschen Christen werden müssen. Gott hat Mitarbeiter, die einen Job zu tun haben - zum Wohle aller Menschen. Aber nicht alle Menschen müssen Mitarbeiter sein.

Aber ich kenne die von dir beschriebenen Menschen und kann nur sagen: deren Glaube ist nicht besonders stark, nicht biblisch fundiert. Und dann fühlen sie sich angegriffen - basierend auf ihrer verdorbenen Persönlichkeit.

Ist schade, aber steht so geschrieben. Die haben nicht begriffen, worum es eigentlich geht und dann kommt es zu solchen Auswirkungen.

Was möchtest Du wissen?