Wieso fühle ich mich zu psychisch labilen Frauen hingezogen?

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5 Antworten

Hallo Blizzard,

zunächst einmal danke für Deine detailreichen Ausführungen. Manchmal steht eben nur ein Einzeiler da und dann soll man sagen was der Fragesteller nun hat - das ist oftmals sehr absurd. So viele Informationen sind nicht selbstverständlich.

Ich möchte als erstes mal das Label "Helfersyndrom" töten. Warum? Zunächst klingt das wie der Held des 21. Jahrhunderts: Jemand, der nicht anders kann, als zu helfen. Klasse! Aufopferung hoch 25. Nur, weil es jemandem immer um die anderen geht und möchte, dass es anderen besser geht. Dieses Helfersyndrom hat eine sehr dunkle Seite, die die meisten gar nicht wahrhaben wollen. Chirurgen zum Beispiel sind nicht die Helden, die irgendwelche Leben retten. Chirurgen schneiden einfach gerne an Menschen. Da gibt es Studien zur Einstellung von Chirurgen, die genau das zeigen. Das will aber keiner wahrhaben. Lebenretten ist eher der Nebeneffekt. Gehe bitte nicht davon aus, dass Du diese Beziehungen eingehst, um die Frauen zu retten. Das ist Quatsch. Ich lehne Selbstlosigkeit in 99% der Fälle ab. Dass wirklich jemand krankhaft versucht anderen Menschen durch Selbstopferung zu helfen, habe ich bisher erst ein einziges Mal erlebt. Die meisten anderen Fälle sind einfach Inszenierter Gutmensch, hinter dem sich ein anderes Gesicht verbirgt (was überhaupt nicht schlimm ist, sondern ganz normal... wird nur schnell abgewertet)

Ich würde das Pferd genau von dieser Seite aufzäumen: Du hast festgestellt, dass Du bei zwei Beziehungen bei labilen Frauen gelandet bist. Es gibt an der Labilität etwas, was Dich anzieht und vielleicht auch Lust bereitet. Ich kenne tatsächlich einige solcher Fälle, auch im Freundes- und Bekanntenkreis. Das ist nicht weiter schlimm - aber zunächst belastend. Bei Gewaltbeziehungen ist es oftmals so, dass Frauen, die eine Gewaltbeziehung erlebt haben, auch wieder in einer Beziehung landen, die mit Gewalt gegen sie zu tun hat. Zufall ist das nicht mehr.

Ich finde es gut, dass Dir das auffällt. Na klar sind in Deinem Alter die psychischen Ausreifungen noch nicht sonderlich weit, da hängt auch viel Pubertät bei Deiner Frauenwahl mit drin. Mit etwa 25 kannst Du stabilere Beziehungen erwarten. Ich würde deshalb nicht gleich in Therapie gehen. Vielleicht braucht es für Dich noch 1-2 solcher Beziehungen. Ich glaube folgenden Satz können die meisten Menschen völlig unterschreiben: Die Beziehung, in der am Meisten Liebe und Gefühle im Spiel waren, war auch die Beziehung, in der man am meisten Kränkung und Leid erfahren hat.

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Kommentar von Blizzard18
01.02.2016, 22:01

Vielen Dank noch einmal. Hat mir ziemlich zu denken gegeben und ich sehe die Dinge nun dank dir etwas klarer. Ich konzentriere mich vorerst auf mich, statt mich direkt wieder in die nächstbeste Beziehung zu stürzen. "Mich selbst finden", vielleicht legt sich das ja auch mit der Zeit. Du hast mir ziemlich geholfen, von daher ist die hilfreichste Antwort eigentlich nur das mindeste was ich tun kann ;)

Ich denke  zuversichtlich und hoffe, dass ich irgendwann doch noch einen vernünftigen Partner finde. Wie schon bereits gesagt noch einmal vielen vielen Dank hast mir wirklich immens geholfen, mehr als du vielleicht erahnst ;)

Schöne Grüße
Blizzard18

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Helfersyndrom. Du willst anderen Helfen, das gibt deinem Leben Sinn, ist das wichtigste für dich, vermutlich kannst du das auch gut.

Das Problem dabei ist: Was passiert, wenn die andere keine Hilfe mehr braucht? Dann ist das, worauf eure Beziehung gebaut worden ist, weg. Sie braucht keine Hilfe mehr, und die Beziehung zerbricht. Die Hilfe steht so also zwischen Dir und ihr, ist gleichzeitig Bindeglied und Hindernis.

Also weniger auf die Hilfe achten, sondern mehr auf den Menschen dem du Helfen willst, mehr auf Dich selbst und was sonst noch so alles zum Leben gehört. Auch Helfen kann zu einer Sucht werden.

Das Genies und mitfühlende Menschen einsam bleiben, ist total falsch geraten, hatte mit eurem Problem nichts zu tun.

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Also ich möchte mich nur grob zu deiner Frage äußern, -

ich glaube das ist öfter als man so glaubt, das sowohl Mädchen als auch Jungs seelisch nicht die stabilsten sind, vor allem in der Pubertät.

Das sich das gegenseitig aufschaukelt - und du auch beschützen, trösten, helfen willst ist auch normal. Das du gesehen hast das dir das nicht immer nur gut getan hat - eine reife Leistung.

Der Knackpunkt liegt vielleicht in dem Punkt wo du dich selbst zuviel da aufgeopfert hast, sprich du eben auch emotional ausgenutzt wirst- und das eben das Stückchen zuviel.

Das du naach so heftigen Erlebnissen auch ein halbes Jahr später noch nciht ganz wieder bei dir bist, und alles so locker wegstecken kannst ist auch normal, gerade die letzte Sache ist schon heftiger.

Wichtig ist meiner Meinung naach das du dich nciht direkt in was neues stürzt, sondern erst mal weiter das alte verarbeitest und schaust das du ohne Freundin dich erst mal wieder gut fühlst und in deine eigene Mitte kommst, liebe Grüße

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Weil Du den selben Fehler machst wie auch ich ihn – seit ich vor ca. 70 Jahren geschlechtsreif wurde – immer wieder gemacht habe. Nämlich Neurosen und Psychosen bei Frauen als seelische Tiefe und intellektuelle Vielschichtigkeit zu interpretieren. Ergebnis: drei geschiedene Ehen.

Glaub mit, es bringt nichts. Was am Anfang interessant erscheint, wird schnell zum Horror. Meide die Geschlagenen! Am besten von Anfang an.


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Es gibt mehrere Möglichkeiten wieso du auf diese Art von Frauen stehst. Vielleicht hast du ein Helfersyndrom oder du findest Konflikte ansprechend. 

Konkret einordnen kann man das nicht ohne mehr Einzelheiten, zu einen Psychologen würde ich deswegen nicht gehen. Versuch einfach auf die Frauen zuzugehen und wenn du merkst das dir die Probleme über den Kopf wachsen redest du mit ihr darüber.

Hoffentlich konnte ich helfen. 

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