Wieso findet die Gesellschaft es normal mehrere sexualpartner gehabt zu haben?

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18 Antworten

In ferner Vergangenheit war eine jungfräuliche Braut die Gewähr dafür, dass der frischgebackene Ehemann nicht versehentlich die Nachkommen eines Konkurrenten großzieht bzw. eine ledige Mutter ohne Versorger mittellos zurückbleibt. Daher haben praktisch alle Religionsstifter den vorehelichen Verkehr zur "Sünde" erklärt und entsprechend sanktioniert - was ja auch durchaus gut gemeint und mangels Alternativen der einzig mögliche Weg war.

Daher hat diese Praxis und das Ideal der Enthaltung bis zur Ehe (und damit eben nur einem Sexualpartner) auch Eingang in viele Kulturen und Gesellschaften gefunden. Leider gibt es immer noch Kulturen, welche diese (und andere - ich sag nur "Ernährungsvorschriften") gut gemeinten jahrhundertealten Regeln bitterernst nehmen ohne diese in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen - bis hin zum ("Ehren-")Mord... .

Dank Geburtenkontrolle, Safer Sex und Vaterschaftstest sind die eigentlichen Beweggründe für die Forderung nach Jungfräulichkeit und Monogamie längst obsolet. Jetzt geht es nur noch um den obskuren Begriff der "Ehre" - wobei meiner Meinung nach der wichtigste Beweggrund die Angst vor dem Vergleich ist ("Was ist, wenn meine Frau/mein Mann mit einem meiner Vorgänger mehr Spaß hatte...?").

Heute gesteht eine aufgeklärte Gesellschaft jedem Menschen das Recht zu seine Sexualität selbst zu bestimmen und mit einem Menschen eine Beziehung einzugehen ohne gleich zu heiraten. Während man das bei Männern noch nie so eng gesehen hat, haben heutzutage dank Empfängnisverhütung auch Frauen die Möglichkeit festzustellen, ob sie auch sexuell mit einem Partner harmonieren. Blöd ist nämlich, wenn man erst nach der Hochzeit feststellt, dass man an einen rücksichtslosen, brutalen Egoisten geraten ist, der sich nicht für die Bedürfnisse seiner Partnerin interessiert.

Probleme mit dieser Lebensweise haben meist nur Menschen, im Sinne irgendwelcher religiöser Märchenbücher und daraus hervorgegangenen Kulturen aufgewachsen sind - und Teenager, die in romantischer Verklärung (und dem Einfluss von Hollywood Märchen) noch davon ausgehen, dass die "den Einen" (und Ersten) "für immer und ewig" lieben werden und nieeeeeemals einen Anderen sooooooo lieben könnten... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Ich sehe das quasi als den Gegenpol zu früheren Monogamie. Man durfte ja quasi offiziell gar nichts als nur einen Partner zu haben - sich zu trennen und alles drum herum war nicht einfach wenn nicht gar verpönt. Bei Frauen war das auch nochmal schwerer als bei Männern.
Aktuell sind dem Ganzen keine Grenzen mehr gesetzt und die Prioritäten liegen an anderen Stellen. Man DARF und KANN das ausleben. Ob das zu einem passt oder man das nur macht weil es möglich ist, sei jedem selbst überlassen.
Es gibt Menschen die tun das, weil es ihnen Spaß macht und es gibt Menschen die tun das nur um Anderen zu gefallen oder weil es halt "normal" ist inzwischen. Zweiteres ist jetzt nicht so das Gelbe vom Ei aber letztendlich muss jeder selbst entscheiden.

Das Argument, dass es "natürlich" ist als Grund anzuführen ist mMn. unstimmig - da könnte man auch die Kinder vom Ex der Freundin umbringen - das ist im Tierreich auch normal und natürlich. Es gibt auch Spezies die absolut monogam leben im Tierreich.
Normal ist quasi gar nichts oder alles - wie immer man es sehen will. Wir sind keine Tiere wir sind halt Menschen und haben - wie alle Tiere auch unsere eigenen Regeln - unsere ändern sich schneller und sind hausgemacht - das macht mitunter den einzigen Unterschied. Dass man mit solchen Entwicklungen nicht immer einverstanden ist und mitläuft ist überall so. Es war halt auch schon immer so, dass jene die sich schneller anpassen eher überleben. Unterm Strich denke ich aber, dass Monogamie dann wieder wichtig wird, wenn man älter ist. Sicher nicht bei Allen aber ich vermute schon, dass bei den Meisten irgendwann der Wunsch auftaucht nicht alleine zu verenden.

Das liegt nicht an der Menschheit sondern an der Natur....denn natürliches sollte man als normal betrachten, alles andere wäre eine Verkrümmung.

Dass man nun wenn man Geschlechtsreif wird, nicht gleich den Partner für das ganze Leben findet ist wahrscheinlicher als umgekehrt.

Unterdrückte Sexualität kann zu wirklichen Störungen führen, man sieht dies beim Zölibat, welch abartige Formen dies annehmen kann...von reformierten Pfarrern hört man jedenfalls keine solchen Vergehen...aber sie können auch eine gesunde Sexualität leben.

Das einzige was sich geändert hat ist, dass nicht nur Männer das "ungestraft" tun dürfen sondern dass auch Frauen heute ihre Sexualpartner wechseln ohne dass sie verachtet werden.

"Mehrere" bedeutet ja auch keineswegs "wahllos mit jedem". 

Nun, mehrere Partner im Verlauf des Lebens gehabt zu haben war schon immer normal.

Der einzige Unterschied: in früheren Zeiten hatte man sie eher einen nach dem anderen, heutzutage gerne parallel.

Mich persönlich amüsiert es immer wieder, wenn Menschen einerseits für sich selbst beanspruchen, alles und jeden überall und jederzeit bespringen zu dürfen, dann aber 'ne Krise kriegen wenn ihre Partner das auch wollen. :))))

Wo kommt denn nun dieser unnatürliche Wunsch nach einer festen Beziehung her, in der so ein unnötiger Quatsch wie Treue plötzlich wichtig ist? ;)

Die Antworten auf diese Frage amüsieren mich genauso wie das zügellose Rumpoppenwollenaberwehederpartnerwilldasauch-Gehabe.

warehouse14

Weil es nicht unnatürlich ist nehme ich an. Menschen sind Rudeltiere und bei Rudeltieren sind streng monogame Beziehungen, die ein Leben lang halten, eher die Ausnahme.

Was wäre denn die Alternative? Wenn eine Beziehung scheitert, ein Leben lang enthaltsam leben?

Liegt am Wandel der Zeit würde ich sagen. Früher hattest du auch ein Partner und den meistens ein Leben lang. Heute hast du ein Partner und weißt ganz genau, es wird nicht dein letzter sein (Gibt noch Ausnahmen).

Früher hattest du auch ein Partner und den meistens ein Leben lang.

Und wann war das so? Quelle?

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Wenn Du "normal" als "dem Durchschnitt entsprechend" interpretierst, ist es doch zumindest ab einem gewissen Alter normal, mit mehr als nur einer Person herumgeschoben zu haben.
Das ist in erster Linie erst mal nicht wertend zu verstehen und lässt - wie das bei Durchschnittsüberlegungen nun mal so ist - keine Rückschlüsse auf ein bestimmtes Individuum zu.

Momentan ist es so, dass viele wirklich mehrere Sexualpartner hatten... was aber auch mit dem Kapitalismus und dem Patriarchat zu tun haben könnte...

Denn viele Männer behaupten sich bei anderen Männern dadurch wie viele Frauen sie gehabt haben - denn als Mann steht man ja oft noch gut da, wenn man viele hatte.

Für die Frau ist es weiterhin eher negativ behaftet - was im Grunde  unfair ist und sich in Zukunft durch einen Systemwandel hoffentlich/wahrscheinlich stark verändern wird.

Die Idealvorstellung von vielen - auch von mir - wäre es aber wohl doch, dass man irgendwann mal jemanden findet mit dem man für immer zusammen ist. Vielleicht gibt es so etwas in ca. 500 Jahren immer öfter mal wo... 

weil das das Leben ist!! Geh raus und hab spaß, du kannst im alter noch genug der vergangenheit und verpassten chancen hinterher trauern live the dream of the 70`s, make love not war

Was spricht denn dagegen?

Deine eigene Einstellung etwa?

weil es in der natur ebenso normal ist.

Pah das ist nicht normal

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@54680657

Stimmt 

Und die Welt ist ne Scheibe 

Das Universum wird von echsenmenschen kontrolliert 

Etc 

Rofl 

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Warum sollte man es nicht als normal ansehen? Es liegt so in der Natur des Menschen.

Wieso soll das normal sein nur weil die Masse es tut bzw. Die Masse ist auch dumm also dumm fickt

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warum findest du Monogamie "normal"? Es gibt keinen rationalen Grund, warum diese höhere Wertigkeit haben soll.

Es hat was mit Ehre und Respekt bzw. Hygiene Zutun wenn man nicht mit so vielen bumst 

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@katsching621

Hygiene? Hast du keine Dusche? Im Übrigen ist es nicht weniger hygienisch als eine Geburt. Schon vergessen? Du kommst aus einer Vagina ;)

Wieso Ehre und Respekt? Was ist daran "ehrenhaft"? Respektiere bitte, dass andere Menschen deine subjektiven Moralvorstellungen nicht teilen.
Apropos Respekt. Den sollte man seinen Sexualpartnern entgegenbringen, das heisst aber nicht nur einen zu haben, schliesslich ist das Respekt-Reservoir unbegrenzt.

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@katsching621

wenn ich durch ein paar deiner anderen Frage drüberschaue, drängt sich mir der Eindruck auf, dass du mit deinem Leben nicht zufrieden bist und dich unter Druck gesetzt fühlst. Vielleicht solltest du die Ursache dessen genauer ergründen und überlegen wie du glücklich(er) werden kannst.

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@katsching621

Leute, die mit von Menschen ausgedachtem Schwachsinn wie Ehre und Respekt kommen, brauchen wir hier auch wirklich nicht.

Dummköpfe haben wir genug.

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Das liegt nicht an der Gesellschaft, sondern an der Natur des Menschen.

Weil wir Menschen nicht monogam sind.
Früher wurde man gezwungen, heute zum Glück nicht mehr.

Ich finde es wiederlich

Wenn schon, dann widerlich - aber warum?
Bist vielleicht noch zu jung?

Sorry für den downvote ich hab mich vertippt :/

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@Durge

Ich werd's überleben ;-)
Danke aber - ist sehr freundlich, dich zu melden! :-)

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